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Jüdisches Leben in Dessau (Sachsen-Anhalt)

Título: Jüdisches Leben in Dessau (Sachsen-Anhalt)

Trabajo de Seminario , 2002 , 30 Páginas , Calificación: 1

Autor:in: Sabine Schneider (Autor)

Pedagogía - Sociología pedagógica
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Diese Arbeit soll die Geschichte der Juden in Dessau untersuchen. Die Dessauer Juden selbst haben eine solche Darstellung ihrer eigenen Geschichte nicht geschrieben. Sie hinterließen aber eine Reihe wertvoller Einzeldarstellungen.
In der Dessauer und der anhaltischen Geschichtsschreibung spielten die Juden nur eine
Seitenrolle, und bittere Wahrheiten blieben ausgespart. Bis kurz vor seinem Tode 1992 bemühte sich der Dresdener Helmut Eschwege, auch mit Hilfe des Stadtarchivs, alle wichtigen Fakten zur Geschichte der Juden in Dessau und Anhalt zu erfassen.
Die Stadt Dessau und ihre Bürger sind seit Jahrzehnten in der Schuld, die Erinnerung an ihre ehemaligen jüdischen Mitbürger wach zuhalten, über Demütigungen, Vertreibung und Vernichtung zu berichten. Genau zwei Jahrhunderte, von 1672 bis 1871, mussten vergehen, ehe die Juden der Stadt Dessau die vollen Menschen- und Bürgerrechte erhielten. Nur 60 Jahre konnten dann die Juden hier gleichberechtigt und ungefährdet leben, bis die Nazis hier bereits 1932 die Regierungsgewalt erhielten. In den darauf folgenden zwölf Jahren wurde die traditionsreiche Israelitische Gemeinde ausgelöscht.
Der Holocaust ist nicht der einzige und nicht der wichtigste Grund, warum ich mich mit der Geschichte der Juden beschäftige. Jüdische Menschen trugen wesentlich zur Entwicklung der Stadt bei, sie prägten das religiöse, wirtschaftliche, soziale, kulturelle und politische Profil der Kommune mit, sie leisteten einen unverzichtbaren Beitrag zur Stadtgeschichte. Die Vertreibung und Vernichtung der Juden war nicht nur ein Verbrechen an den Juden, sondern auch an den anderen Bürgern, ein unersetzlicher Verlust der Stadt.
Da nicht auf alle Einzelheiten bei diesem Thema eingegangen werden kann, versuche ich die wesentlichen Punkte herauszustellen und einen vernünftigen Überblick zu geben. Sicherlich ist es im Vorfeld von Bedeutung die Geschichte der Stadt im allgemeinen zu beleuchten, um anschließend auf die eigene Chronik der jüdischen Bevölkerung einzugehen. Nach diesem historischen Kurzüberblick gehe ich auf jüdische Einrichtungen der Stadt Dessau ein. Diese wurden im Laufe der Geschichte erbaut, zerstört oder stehen immer noch zur Besichtigung. Da auch hier wieder nicht auf alle öffentlichen Einrichtungen eingegangen werden kann, beschränke ich mich auf die Synagoge, den Friedhof und die Schule. Diese drei Einrichtungen scheinen mir am wichtigsten für ein Leben in einer jüdischen Gemeinde.
[...]

Extracto


Inhaltsverzeichnis

1. Einleitung.

2. Geschichtliches

2.1. Geschichte der Stadt Dessau

2.2. Historischer Abriss der jüdischen Geschichte in Dessau

3. Jüdische Einrichtungen

3.1. Jüdische Schulen in Dessau

3.2. Dessauer Synagoge

3.3. Israelitischer Friedhof Dessau

4. Dessauer Juden in den dreißiger Jahren

4.1. Allgemein

4.2. Ausgewähltes Schicksal eines Juden

5. Jüdische Persönlichkeiten aus Dessau

5.1. Moses Mendelssohn

5.2. Kurt Weill.

5.3. Familie Cohn.

5.4. David Fränkel

6. Fazit

Zielsetzung und thematische Schwerpunkte

Die vorliegende Arbeit untersucht die Geschichte der jüdischen Gemeinde in Dessau, um deren Beitrag zur kulturellen, wirtschaftlichen und sozialen Entwicklung der Stadt darzustellen und die Auswirkungen der nationalsozialistischen Verfolgung zu beleuchten.

  • Historische Entwicklung der jüdischen Gemeinschaft in Dessau.
  • Bedeutung jüdischer Einrichtungen wie Schulen, Synagoge und Friedhof.
  • Lebensbedingungen und Schicksale der jüdischen Bürger in den 1930er Jahren.
  • Porträt bedeutender Persönlichkeiten wie Moses Mendelssohn und Kurt Weill.

Auszug aus dem Buch

4.2. Ausgewähltes Schicksal eines Dessauer Juden

"Werner Heumann: - Familie, Freunde - Dessau war eine sehr schöne Stadt - Meine Gedanken sind noch immer sehr mit Dessau beschäftigt. Ich war noch nicht ein Jahr alt, als mein Vater die Stellung als Kantor und Lehrer annahm. Also mein Leben spielte sich von den frühesten Tagen in Dessau ab. Mein Vater David Heumann, der Nachfolger von Albert Weill, wurde 1914 als Soldat eingezogen. Die Kaserne war am Ende der Albrechtstrasse.

Albert Weill, der Vater von Kurt Weill, war auch Kantor der Dessauer Gemeinde. In vieler Beziehung vertrat er für mich die Vaterstelle bis 1918, als mein Vater von der Front zurückkehrte. Wir waren wie eine Familie. Als Kantor Weill nach Leipzig ging, zogen wir in die Wohnung in der Steinstraße. Bei uns wurde sehr viel musiziert. Ich spielte vierhändig mit meinem Vater - er am Flügel, ich am Klavier.

Ich habe auch Religionsstunden von meinem Vater erhalten. Er war immer sehr streng mit mir. Leider habe ich ihn zu früh verloren.

Zusammenfassung der Kapitel

1. Einleitung: Die Einleitung legt das Ziel dar, die Geschichte der jüdischen Gemeinde in Dessau zu untersuchen und deren bedeutenden Beitrag zur Stadtgeschichte trotz bisheriger lückenhafter Dokumentation hervorzuheben.

2. Geschichtliches: Dieses Kapitel gibt einen Überblick über die allgemeine Stadtgeschichte von Dessau sowie eine historische Einordnung der jüdischen Besiedlung und Emanzipation.

3. Jüdische Einrichtungen: Es werden die für das jüdische Gemeindeleben zentralen Orte wie Schulen, die Synagoge und der Friedhof sowie deren historische Entwicklung und Zerstörung behandelt.

4. Dessauer Juden in den dreißiger Jahren: Dieses Kapitel analysiert die demografische Entwicklung und die Lebensumstände der jüdischen Bevölkerung unter dem zunehmenden Druck der nationalsozialistischen Verfolgung anhand eines persönlichen Schicksals.

5. Jüdische Persönlichkeiten aus Dessau: Hier werden bedeutende Persönlichkeiten wie Moses Mendelssohn, Kurt Weill, die Familie Cohn und David Fränkel porträtiert, die die Stadt und die Gemeinde maßgeblich prägten.

6. Fazit: Das Fazit fasst die Ergebnisse zusammen und hebt hervor, dass jüdisches Leben in Dessau heute durch eine neu gegründete Gemeinde eine symbolische Fortsetzung findet.

Schlüsselwörter

Jüdisches Leben, Dessau, Geschichte, Israelitische Gemeinde, Nationalsozialismus, Emanzipation, Synagoge, Friedhof, Moses Mendelssohn, Kurt Weill, Assimilation, Pogrom, Deportation, Kulturgeschichte, Stadtentwicklung.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser wissenschaftlichen Arbeit im Kern?

Die Arbeit untersucht die Geschichte der jüdischen Bevölkerung in Dessau, ihre Integration, ihre kulturellen Beiträge sowie ihre Auslöschung während der Zeit des Nationalsozialismus.

Welche zentralen Themenfelder deckt die Untersuchung ab?

Zu den Schwerpunkten zählen die historische Entwicklung der Gemeinde, die Bedeutung zentraler Einrichtungen, das Schicksal von Familien im Dritten Reich sowie das Wirken berühmter Persönlichkeiten.

Was ist das primäre Ziel oder die Forschungsfrage?

Das Ziel ist es, einen Überblick über die Geschichte der Dessauer Juden zu geben und die wesentlichen Punkte ihres Beitrags zum sozialen und kulturellen Profil der Stadt herauszustellen.

Welche wissenschaftliche Methode wurde für diese Arbeit gewählt?

Es handelt sich um eine historische Aufarbeitung, die auf der Auswertung vorhandener Einzeldarstellungen, Archivmaterialien sowie auf persönlichen Zeitzeugenberichten basiert.

Was wird primär im Hauptteil behandelt?

Im Hauptteil werden die jüdischen Einrichtungen, die demografische Lage in den 1930er Jahren, individuelle Schicksalsberichte und die Biografien bedeutender jüdischer Persönlichkeiten ausführlich dargestellt.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die vorliegende Arbeit?

Die Arbeit lässt sich durch Begriffe wie Jüdisches Leben, Dessau, Nationalsozialismus, Emanzipation und Jüdische Persönlichkeiten beschreiben.

Wie unterschied sich die jüdische Schule in Dessau von anderen Bildungseinrichtungen?

Die jüdische Schule (Frey-Schule) unter der Leitung von David Fränkel war eine Musterschule, die konsequent auf eine allgemeine Bildung ausgerichtet war und jüdische Kinder zur Integration in die deutsche Gesellschaft befähigte.

Welche Bedeutung hatte der israelitische Friedhof in Dessau?

Der Friedhof dient als „guter Ort“ und als Spiegelbild der jüdischen Geschichte in Dessau; er ist einer der wenigen Orte, an denen auch heute noch die Identität ehemaliger jüdischer Bürger nachvollziehbar ist.

Final del extracto de 30 páginas  - subir

Detalles

Título
Jüdisches Leben in Dessau (Sachsen-Anhalt)
Universidad
Otto-von-Guericke-University Magdeburg  (Institut für Erziehungswissenschaft)
Curso
Aspekte jüdischen Lebens in ausgewählten Ländern
Calificación
1
Autor
Sabine Schneider (Autor)
Año de publicación
2002
Páginas
30
No. de catálogo
V6520
ISBN (Ebook)
9783638140676
Idioma
Alemán
Etiqueta
Jüdisches Leben Dessau Aspekte Lebens Ländern
Seguridad del producto
GRIN Publishing Ltd.
Citar trabajo
Sabine Schneider (Autor), 2002, Jüdisches Leben in Dessau (Sachsen-Anhalt), Múnich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/6520
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