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Das Bild der femme fatale in Thomas Manns Erzählung Der kleine Herr Friedemann

Title: Das Bild der femme fatale in Thomas Manns Erzählung  Der kleine Herr Friedemann

Term Paper , 1998 , 23 Pages , Grade: 2,7

Autor:in: Nadine Buschmann (Author)

German Studies - Modern German Literature
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Summary Excerpt Details

In der frühen Erzählung: "Der kleine Herr Friedemann" von Thomas Mann wird die Lebens- und Leidensgeschichte des buckligen Herrn Friedemanns erzahlt. Schon früh hat er der Liebe und den Frauen entsagt und erfährt in der Begegnung mit Gerda von Rinnlingen einen Einbruch in sein friedliches Glück. Am Ende der Beziehung von Herrn Friedemann und Frau von Rinnlingen steht für Friedemann der Tod.

Die Figur der Gerda von Rinnlingen repräsentiert hier den besonderen Weiblichkeitstypus der Femme fatale, die den ihr verfallenen Herrn Friedemann zu Grunde richtet.
In dieser Arbeit soll das Bild der Femme fatale in der Erzählung: "Der kleine Herr Friedemann" untersucht werden. Es soll herausgearbeitet werden, wie sich die Rolle der Femme fatale in der Figur der Gerda von Rinnlingen manifestiert.
Um eine genauere Analyse der Figur der Gerda von Rinnlingen als Femme fatale durchführen zu können, soll im Vorfeld erläutert werden, wie typische Femme fatale Figuren in der Literatur dargestellt werden.
Besonders soll dabei auf das Bild der Femme fatale im Fin du siècle eingegangen werden.
Im Mittelpunkt der Arbeit steht die Beziehung zwischen Herrn Friedemann und Gerda von Rinnlingen.
Hierbei soll vor allem gezeigt werden, wie sich Friedemanns Leben durch die Begegnung mit Gerda von Rinnlingen verändert und warum am Ende dieser tragischen Beziehung der Tod Friedemanns steht.

Ziel der Arbeit wird es sein, zu untersuchen, ob die Figur der Gerda von Rinnlingen wirklich dem typischen Bild der Femme fatale entspricht, oder ob Thomas Mann mit dieser Figur nicht eher einen ganz eigenen Typus der Femme fatale geschaffen hat.
[...]

Excerpt


Inhaltsverzeichnis

0 E I N L E I T U N G

0.1 Problemstellung und Ziel der Arbeit

0.2 Abgrenzungsfragen

1 „Der kleine Herr Friedemann“ - Eine frühe Erzählung

1.1 Entstehung

1.2 Bedeutung der Erzählung für Thomas Mann

2 DIE FEMME FATALE - Ein besonderer Weiblichkeitstypus in der Literatur des 19. Jahrhunderts.

2.1 Die Femme fatale - Eine Begriffsdefinition

2.2 Typische Femme fatale Figuren

2.2.1 Erläuterung und Hinweis auf verschiedene typische Femme fatale Figuren

2.2.2 Erstes Beispiel: Salome

2.2.3 Zweites Beispiel: Carmen

2.3 Die Femme fatale im Fin du siècle

2.3.1 Die Femme fatale als Antwort auf die Exzentrik der Décadence

2.3.2 Die Dämonisierung des Weiblichen

2.3.3 Die Femme fatale - Eine erotische Wunschfigur ?

2.3.4 Die Dialektik der Femme fatale als Wunsch- und Schreckensbild des Dècadent

2.3.5 Die Femme fatale als Naturwesen

2.4 Die Mythisierung der Femme fatale

2.4.1 Definition

2.4.2 Die Mythisierung der Femme fatale in:

“Der kleine Herr Friedemann“: Ein Vergleich mit der Figur der Ortrud aus Wagners „Lohengrin“

3 Die Femme fatale in: “Der kleine Herr Friedemann“

3.1 Charakterisierung der Gerda von Rinnlingen

3.2 Typisierung als Femme fatale

4 Der Einbruch der Leidenschaft in Friedemanns Leben

4.1 Friedemanns Abkehr von der Liebe, dem „größten Glück“

4.2 Friedemanns Wille zum Glück

4.3 Die schicksalhafte erste Begegnung mit Gerda von Rinnligen und ihre Auswirkungen

4.4 Der Opernsbesuch

4.5 Die Flußszene

4.6 Die letzte Begegnung und der Selbstmord Friedemanns

5 Die Rolle der Gerda von Rinnlingen als Femme fatale In : „Der kleine Herr Friedemann“

5.1 Die Beschaffenheit der Macht Gerdas über Herrn Friedemann

5.2 Gerda von Rinnlingen als Symbol für das Leben

5.3 Die Grausamkeit Gerda von Rinnlingens gegenüber Herrn Friedemann

5.4 Hat Gerda von Rinnlingen als Femme fatale Schuld am Tode Friedemanns ?

6 Schlußbeurteilung

6.1 Kann man bei Gerda von Rinnlingen von der typischen Femme fatale sprechen ?

6.3 Hat Thomas Mann mit der Figur der Gerda von Rinnlingen einen eigenen Typus der Femme fatale geschaffen ?

Zielsetzung und Themen

Die Arbeit untersucht, inwiefern die Figur der Gerda von Rinnlingen in Thomas Manns Erzählung „Der kleine Herr Friedemann“ dem literarischen Typus der Femme fatale entspricht. Dabei soll geklärt werden, wie sich diese Rolle in der Beziehung zu Herrn Friedemann manifestiert und ob Thomas Mann einen eigenständigen Typus entworfen hat.

  • Analyse des Weiblichkeitstypus der Femme fatale im 19. Jahrhundert und Fin de Siècle
  • Untersuchung der psychologischen Dynamik zwischen Gerda von Rinnlingen und Herrn Friedemann
  • Interpretation der Mythisierung und Symbolik in der Erzählung
  • Vergleich mit klassischen Femme-fatale-Motiven sowie der Figur der Ortrud aus „Lohengrin“

Auszug aus dem Buch

4.2 Friedemanns Wille zum Glück

Friedemann unterscheidet nicht zwischen glücklichen und unglücklichen Erlebnissen, sondern er ist ein Genußmensch, der auch seine unerfüllten Wünsche zu genießen weiß. Und vielleicht sieht er sogar gerade in ihnen, in der vagen Hoffnung auf Erfüllung, den größten Reiz in seinem Leben. So trachtet er nicht nach der Erfüllung seiner Träume oder nach dem großen Glück, sondern er reduziert seinen eigenen Glücksanspruch auf „die Freuden, die ihm zugänglich waren (...)“. Sein Leben spielt sich so abseits von den großen Vorgängen ab und er findet sein Glück in einem „Spaziergang zur Frühlingszeit“, „dem Gesang eines Vogels“ oder „dem Duft einer Blume“. Er liebt die Literatur und weiß “den rhythmischen Reiz eines Gedichtes auszukosten (...)“ oder „die intime Stimmung einer fein geschriebenen Novelle auf sich wirken zu lassen“. Auch in der Musik, sowohl im Besuch eines Konzertes oder im eigenen Musizieren, liegt für ihn ein zarter Genuß.

Tief in ihm liegt aber ein Wille zum Genuß, ein Wille zum Glück verborgen. Sein eigenes zartes Glück ist eine Willensentscheidung, die seinen Willen zum Leben ausdrückt. Dabei ist sein Ziel nicht die Erfüllung, die ihm nichts als Enttäuschung bringen und ihm das Leben wieder entfremden würde. Sein Wille zum Leben ist gleichsam gekennzeichnet von einem Verzicht des Lebens in seiner Gesamtheit. Stille, Friede, Gleichförmigkeit und Zartheit kennzeichnen so sein Leben, womit er auf das Leben in seiner gesamten Mächtigkeit verzichtet.

Zusammenfassung der Kapitel

0 E I N L E I T U N G: Einführung in die Problemstellung, das Ziel der Arbeit sowie die Abgrenzungsfragen im Kontext der Erzählung.

1 „Der kleine Herr Friedemann“ - Eine frühe Erzählung: Beleuchtung der Entstehungsgeschichte und der persönlichen Bedeutung dieser Erzählung für das Gesamtwerk von Thomas Mann.

2 DIE FEMME FATALE - Ein besonderer Weiblichkeitstypus in der Literatur des 19. Jahrhunderts.: Theoretische Herleitung des Begriffs der Femme fatale, ihrer Ausprägungen im Fin de Siècle sowie ihrer mythischen Dimensionen.

3 Die Femme fatale in: “Der kleine Herr Friedemann“: Charakterisierung der Gerda von Rinnlingen und erste Einordnung in den Typus der Femme fatale.

4 Der Einbruch der Leidenschaft in Friedemanns Leben: Analyse der schicksalhaften Begegnungen und der psychologischen Entwicklung Friedemanns bis hin zu seinem Tod.

5 Die Rolle der Gerda von Rinnlingen als Femme fatale In : „Der kleine Herr Friedemann“: Vertiefende Untersuchung der Machtverhältnisse, der Symbolik sowie der Schuldfrage bezüglich des tragischen Ausgangs.

6 Schlußbeurteilung: Reflektion darüber, ob es sich um eine klassische Femme fatale handelt oder ob Thomas Mann einen neuen Typus erschaffen hat.

Schlüsselwörter

Thomas Mann, Der kleine Herr Friedemann, Femme fatale, Fin de Siècle, Literaturanalyse, Gerda von Rinnlingen, Dekadenz, Weiblichkeitstypus, Identität, Leidenschaft, Symbolik, Mythisierung, Narratologie, Novelle.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit untersucht das Bild der Femme fatale anhand der Erzählung „Der kleine Herr Friedemann“ von Thomas Mann und analysiert die Beziehung zwischen den Protagonisten.

Was sind die zentralen Themenfelder?

Die Schwerpunkte liegen auf der literarischen Tradition des Femme-fatale-Typs, dem Einfluss des Fin de Siècle, der psychologischen Charakterisierung sowie der symbolischen Bedeutung der handelnden Figuren.

Was ist das primäre Ziel der Untersuchung?

Das Hauptziel ist zu klären, ob Gerda von Rinnlingen als klassische Femme fatale einzustufen ist oder ob Thomas Mann mit ihr eine neue, eigenständige Variante dieses Typus geschaffen hat.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Es wird eine literaturwissenschaftliche Analyse durchgeführt, die auf der Textinterpretation, dem Vergleich mit literaturgeschichtlichen Vorbildern und der Untersuchung von Leitmotiven basiert.

Was wird im Hauptteil behandelt?

Der Hauptteil widmet sich der detaillierten Charakterisierung Gerdas, dem Einbruch der Leidenschaft in Friedemanns bisher geordnetes Leben und der Analyse der Machtstrukturen in dieser Beziehung.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Wichtige Begriffe sind unter anderem Thomas Mann, Femme fatale, Dekadenz, Leidenschaft, Symbolik und die spezifische Ausprägung der Weiblichkeit im Werk.

Warum ist die Figur der Ortrud für den Vergleich wichtig?

Die Figur aus Wagners „Lohengrin“ dient als Vergleichsobjekt, um die Mythisierung von Gerda von Rinnlingen zur Verkörperung des Bösen und des „vernichtenden Lebens“ zu untermauern.

Wird Gerda von Rinnlingen als schuldig am Tod Friedemanns angesehen?

Die Arbeit kommt zu dem Schluss, dass sie zwar den Zusammenbruch auslöst, aber eher als Katalysator für verdrängte Anteile in Friedemanns eigener Psyche fungiert, weshalb sie nur bedingt schuldig gesprochen werden kann.

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Details

Title
Das Bild der femme fatale in Thomas Manns Erzählung Der kleine Herr Friedemann
College
University of Mannheim  (Neuere deutsche Literatur)
Course
Proseminar
Grade
2,7
Author
Nadine Buschmann (Author)
Publication Year
1998
Pages
23
Catalog Number
V6522
ISBN (eBook)
9783638140690
Language
German
Tags
Thomas Mann Décadence Der kleine Herr Friedemann femme fatale
Product Safety
GRIN Publishing GmbH
Quote paper
Nadine Buschmann (Author), 1998, Das Bild der femme fatale in Thomas Manns Erzählung Der kleine Herr Friedemann, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/6522
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