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Philosophie und Literatur - Danto im Spannungsfeld zwischen Carnap und Derrida

Title: Philosophie und Literatur - Danto im Spannungsfeld zwischen Carnap und Derrida

Term Paper , 2006 , 16 Pages , Grade: 1,0

Autor:in: Dietlinde Schmalfuß-Plicht (Author)

Philosophy - Practical (Ethics, Aesthetics, Culture, Nature, Right, ...)
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Arthur C. Danto unternimmt in seinem Aufsatz „Die Philosophierung der Literatur“ den Versuch, einerseits die Philosophie von der Literatur abzugrenzen, andererseits aber auch eine Annäherung unversöhnlicher Positionen bzw. Deutungen zur Diskussion zu stellen.

So argumentiert er im Spannungsfeld zwischen dem logischen Positivisten Rudolf Carnap und dem Begründer der Dekonstruktion Jacques Derrida. Für Carnap sind Aussagen, die nicht vermittels logischer Analyse verifiziert werden können, sinnlose Aussagen. Carnap begreift die Philosophie als strenge Wissenschaft und schließt alle anderen, nicht „sinnvollen“ Aussagen, aus dieser aus. Derrida hingegen hat ein davon völlig verschiedenes Textverständnis. Es gibt in dem Sinne keine Abgrenzung literarischer zu philosophischen Texten. Jedem Text ist das ihm Vorangegangene, das nach ihm Folgende, die physische und geistige Existenz seines Autors und alles, was im weitesten Sinne den Text geprägt hat, immanent. In meiner Arbeit möchte ich den Spannungsbogen zwischen den Positionen Carnaps und Derridas nachzeichnen und untersuchen, ob es Danto gelingt, Philosophie und Literatur einerseits voneinander abzugrenzen, andererseits aber auch Berührungspunkte und Überschneidungen herauszuarbeiten. Weiter möchte ich anhand Dantos Aufsatz hinterfragen, ob und wie perspektivisch die beiden Disziplinen Philosophie und Literatur in Beziehung zueinander gebracht werden können.

Excerpt


Gliederung

1. Einleitung

2. Rudolf Carnap

3. Jacques Derrida

4. Danto als Vermittler

4.1. Literarische Formen der Philosophie

4.2. Philosophie als Literatur / Literatur als Philosophie

4.3. Philosophie und Literatur

5. Zusammenfassung

Zielsetzung & Themen

Die vorliegende Arbeit untersucht das Verhältnis von Philosophie und Literatur im Spannungsfeld zwischen den gegensätzlichen Positionen von Rudolf Carnap und Jacques Derrida, um herauszuarbeiten, ob und wie Arthur C. Danto eine Vermittlung zwischen diesen beiden Disziplinen gelingt.

  • Wissenschaftslogik vs. Dekonstruktion
  • Die literarische Form philosophischer Abhandlungen
  • Philosophie als Kunstphilosophie
  • Abgrenzungskriterien zwischen Philosophie und Literatur

Auszug aus dem Buch

4.2. Philosophie als Literatur / Literatur als Philosophie

In seinem Aufsatz „Philosophie als / und / der Literatur“ setzt sich Danto mit dem Verhältnis zwischen Philosophie und Literatur auseinander. Zweifelsfrei ist es so, dass sich die Philosophie immer schon literarischer Formen bediente. Entscheidend ist, ob man Philosophie als Literatur oder Philosophie als Wahrheit betrachtet. Danto betrachtet den heutigen Philosophen als „Mittler der Überlieferung einer restlos unpersönlichen philosophischen Wahrheit“ und es bedarf seiner Meinung nach einer „Auffassung von der philosophischen Realität, nach der sich diese aus isolierbaren, schwierigen, aber handhabbaren Problemen zusammensetzt, die man auf circa fünfzehn Seiten vielleicht nicht völlig lösen, einer Lösung jedoch deutlich näherbringen kann.“

Ausgangspunkt für diese Feststellung ist die philosophische Realität, in der es nach Danto von Belang ist, die literarische Form des wissenschaftlichen Aufsatzes zu beherrschen, um Erfolg zu haben. Zu dieser Lebensform gehört es auch, dass der Autor seine Identität opfert, um völlig hinter dem, was im Aufsatz ausgesagt wird, zu verschwinden. „Von diesen praktischen Vorteilen abgesehen, könnte wohl kaum jemand Interesse haben, an der Lebensform teilzuhaben, die sich durch die in Frage stehende literarische Form bestimmt, wenn man nicht glaubte, daß dies der Weg zur philosophischen Wahrheit sei.“

Zusammenfassung der Kapitel

1. Einleitung: Die Einleitung führt in das Spannungsfeld zwischen der logisch-analytischen Strenge Rudolf Carnaps und der dekonstruktivistischen Philosophie Jacques Derridas ein und skizziert Dantos Vermittlungsversuch.

2. Rudolf Carnap: Dieses Kapitel erläutert Carnaps Verständnis von Philosophie als reine Wissenschaftslogik und seine Ablehnung der Metaphysik als sinnlos.

3. Jacques Derrida: Hier wird Derridas dekonstruktivistischer Ansatz dargestellt, der keine strikte Abgrenzung zwischen literarischen und philosophischen Texten zulässt.

4. Danto als Vermittler: In diesem Hauptteil werden Dantos Überlegungen zur literarischen Form der Philosophie, zur Philosophie als Literatur sowie zur Beziehung beider Disziplinen untersucht.

5. Zusammenfassung: Die Arbeit resümiert, dass Philosophie und Literatur zwar verwandt sind, aber trotz der Vermittlungsbemühungen Dantos in ihrer Funktion und Zielsetzung zu unterscheiden bleiben.

Schlüsselwörter

Philosophie, Literatur, Arthur C. Danto, Rudolf Carnap, Jacques Derrida, Logischer Positivismus, Dekonstruktion, Metaphysikkritik, Sprachsysteme, Verifizierbarkeit, différance, Kunstphilosophie, Literarische Form, Wahrheit, Zeichentheorie

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in der Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit analysiert, wie sich Philosophie von Literatur abgrenzen lässt oder in welchem Verhältnis beide zueinander stehen, basierend auf den gegensätzlichen Thesen von Rudolf Carnap und Jacques Derrida, welche von Arthur C. Danto diskutiert werden.

Welche zentralen Themenfelder werden behandelt?

Zentral sind die Themen der wissenschaftlichen Wahrheit, der Rolle der Sprache, der literarischen Darstellungsformen innerhalb der Philosophie und die Frage nach dem Wesen der Metaphysik.

Was ist die primäre Forschungsfrage?

Die Forschungsfrage lautet, ob Arthur C. Danto es vermag, eine Brücke zwischen der extremen formalistischen Abgrenzung Carnaps und der dekonstruktiven Grenzauflösung Derridas zu schlagen.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Die Autorin wendet eine textanalytische Untersuchungsmethode an, indem sie Dantos Aufsätze im Kontext der Primärquellen von Carnap und Derrida nachzeichnet und kritisch hinterfragt.

Was wird im Hauptteil behandelt?

Im Hauptteil werden zunächst die Positionen von Carnap und Derrida separat erläutert, gefolgt von der Analyse von Dantos Vermittlungsversuchen, insbesondere hinsichtlich der literarischen Form, der Identität des Autors und der Bedeutung von Ideen in Texten.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Die Arbeit lässt sich durch Begriffe wie Philosophie, Literatur, Logischer Positivismus, Dekonstruktion, Metaphysikkritik und Kunstphilosophie charakterisieren.

Warum hält Carnap Metaphysik für sinnlos?

Nach Carnap sind Sätze der Metaphysik sinnlos, da sie nicht durch logische Analyse der Sprache verifiziert werden können und somit keine empirischen Tatsachen abbilden.

Was versteht Derrida unter dem Text als „Gewebe“?

Derrida begreift den Text als ein endloses System von Spuren, in dem jedes Element auf andere Elemente verweist, sodass es keine feste, in sich geschlossene Identität oder Wahrheit außerhalb der sprachlichen Transformationen gibt.

Welche Rolle spielt die Kunst bei Dantos Vermittlungsversuch?

Danto betrachtet die Kunstphilosophie als Kern der Philosophie; er sieht in der Kunst eine Identifikationshilfe für die Philosophie, um ihre eigene Identität und Würde neu zu bestimmen.

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Details

Title
Philosophie und Literatur - Danto im Spannungsfeld zwischen Carnap und Derrida
College
University of Hagen
Grade
1,0
Author
Dietlinde Schmalfuß-Plicht (Author)
Publication Year
2006
Pages
16
Catalog Number
V65224
ISBN (eBook)
9783638578431
ISBN (Book)
9783640256266
Language
German
Tags
Philosophie Literatur Danto Spannungsfeld Carnap Derrida
Product Safety
GRIN Publishing GmbH
Quote paper
Dietlinde Schmalfuß-Plicht (Author), 2006, Philosophie und Literatur - Danto im Spannungsfeld zwischen Carnap und Derrida, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/65224
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