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Alternative Unterrichtskonzepte: Suggestopädie und Total Physical Response

Title: Alternative Unterrichtskonzepte: Suggestopädie und Total Physical Response

Term Paper (Advanced seminar) , 2002 , 19 Pages , Grade: 1,7

Autor:in: Jens Schnur (Author)

Didactics for the subject English - Pedagogy, Literature Studies
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Summary Excerpt Details

In Diskussionen um Schulunterricht im Allgemeinen und Fremdsprachenunterricht im Speziellen treten immer wieder Forderungen nach Neuerungen in der Methodik auf. Aus der Fülle von heutzutage weitestgehend etablierten Unterrichtsmodellen, wie zum Beispiel die Freiarbeit, läßt sich ohne Weiteres eine große Zahl solcher aufzählen, die zur Zeit ihrer Entwicklung als "alternativ" galten und zum Teil kontrovers diskutiert wurden. Selbst inzwischen in ihrer Reinform längst wieder aus der Mode gekommene Methoden wie die audio-linguale stellten zu ihrer Zeit eine kleine Revolution des Schulunterrichtes dar.
Die vorliegende Arbeit betrachtet zwei ausgewählte alternative Unterrichtskonzepte: den Total Physical Response und die Suggestopädie.

Excerpt


Inhaltsverzeichnis

1.) Einleitung

2.) Der Total Physical Response

2.1) Methoden des TPR

2.2) Unterricht mit dem TPR

2.3) Schüler- und Lehrerrolle im TPR

3.) Die Suggestopädie

3.1) Methoden der Suggestopädie

3.2) Unterricht mit der Suggestopädie

3.3) Schüler- und Lehrerrolle in der Suggestopädie

4.) Summary

Zielsetzung & Themen

Die vorliegende Arbeit untersucht zwei alternative Unterrichtskonzepte im Fremdsprachenunterricht – den Total Physical Response (TPR) und die Suggestopädie – hinsichtlich ihrer theoretischen Grundlagen, methodischen Umsetzung sowie der spezifischen Rollenverteilung von Lehrenden und Lernenden, um deren Eignung für den modernen Schulunterricht kritisch zu hinterfragen.

  • Theoretische Herleitung und psychologische Grundlagen beider Modelle.
  • Detaillierte Analyse der methodischen Vorgehensweisen im Unterricht.
  • Untersuchung der Lehrer- und Schülerrollen in Abhängigkeit von den jeweiligen Konzepten.
  • Kritische Reflexion der Anwendbarkeit und Effektivität in der schulischen Praxis.

Auszug aus dem Buch

2.1) Methoden des TPR

Ausgehend von der Grundannahme daß ein hinreichend ausgebildetes Hörverständnis, welches eine freiwillige Bereitschaft zum Sprechen herbeiführt, Grundlage für Sprechkompetenz ist, bedient sich Asher einer der Hauptideen der audio-lingualen Methode die er mit Abwandlungen in seinen Fremdsprachenunterricht integriert: die Schülerinnen sollen durch Hören von Äußerungen in der L2 die Fremdsprache erwerben. Allerdings fügt Asher die Elemente der physischen Aktivität seitens der Lehrperson sowie deren Imitation durch die Schülerinnen hinzu. Bewegungen illustrieren gleichermaßen die zuvor gehörten sprachlichen Äußerungen. Somit soll das neue Vokabular zusätzlich sowohl optisch wahrnehmbar als auch, in der eigenen Bewegung, haptisch „erlebbar“ gemacht werden. Zudem kommen die sprachlichen Äußerungen nicht mehr, wie im audio-lingualen Unterricht, von Tonträgern, sondern werden von der Lehrperson selbst getätigt. Das „linguale“ Element, das Sprechen der Schülerinnen, wird aber anfangs vernachlässigt.

Asher führt als Begründung für diesen Ansatz Beobachtungen beim kindlichen Muttersprachenlernen an: in den frühen Stadien des L1 - Erwerbs hört das Kind lediglich den Bezugspersonen seines sozialen Umfelds zu und beobachtet ihre Handlungen. Es beginnt dann die Laute und Bewegungen zu imitieren und erwirbt somit seine Muttersprache. Diese stimulus-response Abfolge soll durch die Verknüpfung von sprachlichen Äußerungen und dazugehörigen körperlichen Aktivitäten im Fremdsprachenunterricht wieder herbeigeführt werden. Es wird angenommen, daß die sprachlichen Äußerungen der Eltern (stimulus) eine motorische Reaktion des Kindes (response) herbeiführen. Nach Asher ermöglicht diese motorische Einbindung einen schnelleren Erwerb von Vokabular sowie eine Steigerung der langfristigen Behaltensleistung.

Zusammenfassung der Kapitel

1.) Einleitung: Diese Einleitung führt in die Problematik alternativer Fremdsprachenunterrichtsmodelle ein und stellt mit TPR und Suggestopädie die beiden im Fokus stehenden Ansätze vor.

2.) Der Total Physical Response: Das Kapitel erläutert den von James Asher entwickelten TPR-Ansatz, der auf der Verknüpfung von sprachlichem Input und motorischer Reaktion basiert.

3.) Die Suggestopädie: Dieses Kapitel behandelt das von Georgi Lozanov entwickelte Konzept, das durch Entspannung und Suggestion die ungenutzten Potenziale des menschlichen Gehirns für das Sprachenlernen erschließen will.

4.) Summary: Das abschließende Summary reflektiert kritisch die Möglichkeiten und Grenzen beider Methoden im Hinblick auf ihre tatsächliche Effektivität und praktische Anwendbarkeit im schulischen Fremdsprachenunterricht.

Schlüsselwörter

Total Physical Response, TPR, Suggestopädie, Fremdsprachenunterricht, Spracherwerb, James Asher, Georgi Lozanov, Hörverständnis, Suggestion, motorisches Lernen, Kommunikation, Unterrichtsmethodik, Sprachkompetenz, Lernpsychologie.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in der Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit analysiert zwei alternative Konzepte des Fremdsprachenunterrichts – den Total Physical Response und die Suggestopädie – und bewertet deren theoretischen Hintergrund sowie die praktische Umsetzung.

Was sind die zentralen Themenfelder?

Im Zentrum stehen die Konzepte des L2-Erwerbs, die psychologischen Grundlagen der Lernmotivation und Entspannung sowie die spezifische Gestaltung der Rollen von Lehrenden und Lernenden im Unterricht.

Was ist das primäre Ziel der Arbeit?

Das Ziel ist es, die didaktischen Ansprüche der beiden Modelle zu beleuchten und zu hinterfragen, inwiefern diese tatsächlich zu einer gesteigerten Sprachkompetenz im schulischen Kontext beitragen können.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Die Arbeit basiert auf einer Literaturanalyse und einer deskriptiv-analytischen Auseinandersetzung mit den grundlegenden Theorien und Unterrichtsmodellen der Autoren Asher und Lozanov.

Was wird im Hauptteil behandelt?

Der Hauptteil gliedert sich in die detaillierte Darstellung der Funktionsweise des Total Physical Response und der Suggestopädie, jeweils ergänzt um die spezifische Rollenverteilung von Lehrkraft und Schülern.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Die Arbeit ist geprägt durch Begriffe wie Spracherwerb, Suggestion, motorisches Lernen, kommunikative Praxis und alternative Didaktikkonzepte.

Was bedeutet der Begriff "Desuggestion" in der Suggestopädie?

Desuggestion bezeichnet den Prozess des Abbaus negativer Barrieren, die aus sozialen oder kulturellen Normen resultieren und den Lernprozess hemmen könnten, um erst dann eine positive Suggestion zu ermöglichen.

Warum ist laut Asher die Trennung von Hörverstehen und Sprechen wichtig?

Die zeitliche Trennung soll Stress bei Lernenden vermeiden, da die Anforderung, gleichzeitig zu hören, lesen und sprechen, den natürlichen Lernprozess (analog zum L1-Erwerb) stören oder blockieren könnte.

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Details

Title
Alternative Unterrichtskonzepte: Suggestopädie und Total Physical Response
College
University of Cologne  (Institut für Englische Sprache und ihre Didaktik)
Course
HS Acquisition and Learning - Zum Verhältnis von L2 - Erwerb und Fremdsprachenunterricht
Grade
1,7
Author
Jens Schnur (Author)
Publication Year
2002
Pages
19
Catalog Number
V6527
ISBN (eBook)
9783638140720
ISBN (Book)
9783638771009
Language
German
Tags
Alternative Unterrichtskonzepte Suggestopädie Total Physical Response Acquisition Learning Verhältnis Erwerb Fremdsprachenunterricht
Product Safety
GRIN Publishing GmbH
Quote paper
Jens Schnur (Author), 2002, Alternative Unterrichtskonzepte: Suggestopädie und Total Physical Response, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/6527
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