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Der Erlösungsbegriff bei Schopenhauer oder: Die Verneinung des Willens

Titre: Der Erlösungsbegriff bei Schopenhauer oder: Die Verneinung des Willens

Dossier / Travail , 2006 , 16 Pages , Note: 1,7

Autor:in: Juliane Kittelmann (Auteur)

Philosophie - Philosophie du XIXe siècle
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Arthur Schopenhauer (*22. Februar 1788 in Danzig, † 21. September 1860 in Frankfurt am Main) ist einer der bedeutsamsten deutschen Philosophen. Durch die These, dass „(...) wesentlich alles Leben Leiden ist“ , welche er in seinem Hauptwerk „Die Welt als Wille und Vorstellung“ formulierte und auf der seine philosophische Auffassung zum Leben basiert, gilt er aber auch als einer der größten Pessimisten.
Wie soll man nun überhaupt Leben, wenn doch alles Leben Leiden ist? Was hat das Leben in Anbetracht dessen noch für einen Sinn? Schopenhauer stellt nicht nur die These auf, dass das Leben eine einzige Qual ist, sondern er beschreibt auch exemplarisch zwei Möglichkeiten, wie der Mensch mit dieser Erkenntnis leben kann- der Lebensweg der Bejahung und jener der Verneinung des Willens zum Leben, wobei jedoch nur zweiter zu einer wahren Erlösung vom Leben und somit von allen Leiden verhilft.
Die vorliegende Arbeit befasst sich mit dem Begriff der Erlösung in Arthur Schopenhauers Ethik mit besonderem Bezug auf das 4. Buch des Werkes „Die Welt als Wille und Vorstellung“. Dort beschreibt Schopenhauer die Möglichkeit, den Willen im Leben zu verneinen und so mit dem Tod von allem Leid der Welt erlöst zu werden.
Zunächst soll kurz erläutert werden, welche Rolle der Wille im Leben spielt, um für das Folgende ein Grundverständnis zu schaffen. Die Bejahung des Willens zum Leben repräsentiert eine verlockende und übliche Lebensart. Deswegen soll auf dessen Erörterung folgend die These Schopenhauers, dass alles Leben Leiden ist, erklärt werden, wodurch gerechtfertigt wird, warum es besser wäre, einen willensverneinenden Lebensstil zu pflegen. Daraufhin soll die Willensverneinung als der bessere, zur Erlösung führende Lebensweg erklärt und abschließend die Analogie zwischen der Auffassung von der Erlösung Schopenhauers und der des Christentums hervorgehoben werden.

Extrait


Inhaltsverzeichnis

1. Einleitung

2. Der Wille- Eine kurze Erläuterung

3. Die Bejahung und Verneinung des Willens zum Leben

3.1. Die Bejahung des Willens zum Leben

3.2. Alles Leben ist Leiden

3.3. Der Weg zur Erlösung- Die Verneinung des Willens zum Leben

4. Schopenhauers Erlösungsbegriff und die Analogie zum Christentum

5. Schlussbetrachtung

Zielsetzung & Themen

Die vorliegende Arbeit untersucht das Konzept der Erlösung in der Ethik von Arthur Schopenhauer, basierend auf seinem Hauptwerk „Die Welt als Wille und Vorstellung“. Die zentrale Forschungsfrage befasst sich damit, wie der Mensch durch die bewusste Verneinung des Willens zum Leben aus dem als substanziell leidvoll empfundenen Dasein erlöst werden kann.

  • Die metaphysische Rolle des Willens als "Ding an sich".
  • Die pessimistische Sichtweise auf das Leben als ständiges Leiden.
  • Der Übergang von der Bejahung zur Verneinung des Willens (Askese).
  • Die philosophische Analogie zwischen Schopenhauers Erlösungsidee und christlicher Ethik.

Auszug aus dem Buch

3.3. Der Weg zur Erlösung- Die Verneinung des Willens zum Leben

Die einzige Möglichkeit, vom Leid des Lebens und der Welt erlöst zu werden, ist also die Verneinung des Willens zum Leben, wozu nur der Mensch befähigt ist und die Schopenhauer als die angemessenere Lebensweise bezeichnet. Diese folgt auf die Erkenntnis des eigenen Wesens und des Wesens der Welt, welche zum „Quietiv“ des Willens wird- der Wille hebt sich selbst auf.

Mit dem Durchschauen des principium individuationis, die unmittelbare Erkenntnis der Identität des Willens in allen seinen Erscheinungen, kommt auch die Erkenntnis, dass alles Leiden der Welt ebenso das eigene Leiden ist. Schopenhauer nennt dies auch das Durchschauen des Schleiers der Maja. Dem „Willensverneiner“ geht durch diese Einsicht das Leiden anderer Menschen fast genauso nah wie sein eigenes und er versucht, durch Entbehrungen beziehungsweise Verzicht für andere das Leid zu lindern. Er spendet die Dinge, die er im Überfluss hat und die er entbehren kann an die, die es brauchen, denn er durchschaut die Ungerechtigkeit, die beispielsweise in dem Ungleichgewicht zwischen Reich und Arm besteht und kann sie nicht länger ertragen.

Zusammenfassung der Kapitel

1. Einleitung: Diese Einleitung führt in die pessimistische Philosophie Schopenhauers ein und skizziert die zwei Lebenswege der Bejahung und der Verneinung des Willens.

2. Der Wille- Eine kurze Erläuterung: Das Kapitel erläutert den Begriff des Willens als metaphysisches Grundprinzip und dessen Objektivation in der sichtbaren Welt.

3. Die Bejahung und Verneinung des Willens zum Leben: Dieser Hauptteil analysiert die Entscheidung zwischen der Lebensbejahung und der willensverneinenden Erlösung sowie die Rolle des Leidens als Antrieb dieser Entscheidung.

3.1. Die Bejahung des Willens zum Leben: Hier wird der Kreislauf der Natur und das Fortbestehen des Willens durch die Individuation beleuchtet.

3.2. Alles Leben ist Leiden: Dieses Kapitel begründet Schopenhauers pessimistisches Menschenbild und das ständige Streben des Willens als Ursprung menschlichen Leids.

3.3. Der Weg zur Erlösung- Die Verneinung des Willens zum Leben: Dieser Abschnitt beschreibt den asketischen Lebensweg als Weg zur Erlösung durch Mitleid und die Aufhebung des individuellen Willens.

4. Schopenhauers Erlösungsbegriff und die Analogie zum Christentum: Das Kapitel vergleicht Schopenhauers Ethik mit christlichen Glaubensinhalten und der Bedeutung von Nächstenliebe und Entsagung.

5. Schlussbetrachtung: Die Arbeit schließt mit einer kritischen Reflexion über die Anwendbarkeit von Schopenhauers Ethik im modernen gesellschaftlichen Kontext.

Schlüsselwörter

Arthur Schopenhauer, Wille zum Leben, Welt als Wille und Vorstellung, Pessimismus, Erlösung, Leiden, principium individuationis, Schleier der Maja, Askese, Mitleid, Nächstenliebe, Christentum, Indische Philosophie, Ethik, Existenz.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit?

Die Arbeit analysiert das Konzept der Willensverneinung als Weg zur Erlösung in der Philosophie von Arthur Schopenhauer.

Welche Themenfelder stehen im Zentrum?

Die zentralen Themen sind Metaphysik des Willens, die pessimistische Weltsicht, Ethik des Mitleids und die Askese.

Was ist das primäre Ziel der Untersuchung?

Das Ziel ist es, aufzuzeigen, wie Schopenhauer durch das Durchschauen des Individuationsprinzips einen Ausweg aus dem Leiden des Lebens konstruiert.

Welche wissenschaftliche Methode kommt zum Einsatz?

Es handelt sich um eine philosophische Textanalyse des vierten Buches von „Die Welt als Wille und Vorstellung“ unter Einbeziehung von Sekundärliteratur.

Was wird im Hauptteil behandelt?

Im Hauptteil werden der Wille als unbedingtes Prinzip, das Leiden als Konsequenz des Strebens und die beiden Wege der Erlösung (Askese und das durch Leid erzwungene Umdenken) erörtert.

Welche Schlüsselbegriffe prägen die Arbeit?

Die wichtigsten Begriffe sind Wille, Leiden, Erlösung, Askese, Mitleid und der Schleier der Maja.

Welche Rolle spielt das Christentum im Vergleich zu Schopenhauer?

Schopenhauer findet Analogien zur christlichen Ethik, insbesondere in der Forderung nach Nächstenliebe, Entsagung und der Wertschätzung von Leid für die geistige Läuterung.

Wie unterscheidet Schopenhauer die zwei Wege der Erlösung?

Der erste Weg ist die freiwillige Askese durch philosophische Einsicht, der zweite Weg ist die durch das größte Leid erzwungene Sinnesänderung, wie sie beispielsweise am Beispiel von Goethes Gretchen illustriert wird.

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Résumé des informations

Titre
Der Erlösungsbegriff bei Schopenhauer oder: Die Verneinung des Willens
Université
Ernst Moritz Arndt University of Greifswald
Note
1,7
Auteur
Juliane Kittelmann (Auteur)
Année de publication
2006
Pages
16
N° de catalogue
V65351
ISBN (ebook)
9783638579452
ISBN (Livre)
9783638836234
Langue
allemand
mots-clé
Erlösungsbegriff Schopenhauer Verneinung Willens
Sécurité des produits
GRIN Publishing GmbH
Citation du texte
Juliane Kittelmann (Auteur), 2006, Der Erlösungsbegriff bei Schopenhauer oder: Die Verneinung des Willens, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/65351
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Extrait de  16  pages
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