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Der 20. Juli 1944 und der militärische Widerstand gegen das NS-Regime. Eine Quellenkritik

Title: Der 20. Juli 1944 und der militärische Widerstand gegen das NS-Regime. Eine Quellenkritik

Seminar Paper , 2006 , 26 Pages , Grade: 1,2

Autor:in: Michael Draeger (Author)

History of Germany - National Socialism, World War II
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Am 20. Juli 1944 efolgte ein Sprengstoffanschlag auf Adolf Hitler bei einer Lagebesprechung in seinem Führerhauptquartier Wolfsschanze in Ostpreußen. Claus Schenk Graf von Stauffenberg hatte den Koffer platziert, ein bloßer Zufall rettete Hitler das Leben. Der beginnende Staatsstreich brach noch in der Nacht zusammen, die Verschwörer – ranghohe Militärs, aber auch Zivilisten – wurden verhaftet und hingerichtet. In der deutschen (Militär)-Geschichte handelt es sich dennoch um ein wichtiges Datum. Das breite publizistische Echo zu den Jahrestagen des Attentates zeugen davon.
Die Rolle und Bedeutung des militärischen Widerstandes ist dabei in der Forschung schon immer umstritten gewesen und unterlag gravierenden Interpretations- und Legitimationswandeln, die auch durch die Teilung Deutschlands begründet waren.
Heute existiert in der Wissenschaft kein Bild des unermüdlichen Widerstandes von Anfang an, sondern es wird die Frage nach den Zeitpunkten individueller Gewissensentscheidungen gestellt, die ganze Breite zwischen Bereitschaft zur Anpassung und Mitwirkung und prinzipieller Opposition wird beschrieben. Der Widerstand eignet sich nicht mehr zur „unkritischen Heldenbildung“ (Gerd Ueberschär).

Der Hauptteil der Arbeit beschäftigt sich mit der Einbettung der Ereignisse vom 20. Juli 1944 in den historischen Hintergrund auf dem Stand der Forschung. Wie sah das Verhältnis der Militärs zu Hitler aus? Was musste geschehen, damit einzelne von ihnen in die Opposition übertraten? Was geschah am 20. Juli 1944 und wie sah die Rache des NS-Regimes aus? Ziel dieser Arbeit ist es, einen Teilaspekt des Widerstandes gegen das NS-Regime herauszugreifen und darzustellen.

Excerpt


Inhaltsverzeichnis

1. Einleitung, Forschungsstand und Fragestellung

2. Quellenbeschreibung

2.1 Äußere Kritik

2.2 Innere Kritik

2.2.1 Sprachliche Aufschlüsselung

2.2.2 Sachliche Aufschlüsselung

3. Quelleninterpretation

3.1 Inhaltsangabe

3.2 Historischer Zusammenhang

3.2.1 Hitler und das Militär - Das Bündnis der Eliten

3.2.2 Von der Zusammenarbeit zur Opposition

3.2.3 Der 20. Juli 1944

3.2.4 Das Ende der Verschwörer

4. Ergebnis und Ausblick

5. Bibliografie

6. Anhang: Quelle

Zielsetzung & Themen

Ziel dieser Arbeit ist es, die Rundfunkrede Adolf Hitlers nach dem gescheiterten Attentat vom 20. Juli 1944 einer quellenkritischen Analyse zu unterziehen und die Ereignisse in ihren historischen Kontext der militärischen Opposition gegen das NS-Regime einzubetten.

  • Quellenkritische Untersuchung der Rundfunkrede Hitlers vom 21. Juli 1944
  • Analyse des Bündnisses zwischen den konservativen Eliten und Hitler
  • Untersuchung der Motive und der Entwicklung der militärischen Opposition
  • Darstellung der Planung und des Scheiterns des Attentats vom 20. Juli 1944
  • Analyse der Reaktionen des NS-Regimes und des Endes der Verschwörer

Auszug aus dem Buch

3.2.1 Hitler und das Militär - Das Bündnis der Eliten

Zwar war der Anschlag vom 20. Juli 1944 von Militärs geplant und durchgeführt, und unter den Oppositionellen befand sich „eindrucksvolle[r] Adelsanteil“, doch der Weg zum Widerstand war ein weiter. Denn das Offizierskorps stand dem Nationalsozialismus mindestens aufgeschlossen gegenüber.

Die Ursachen dafür liegen in dem, was Fritz Fischer 1978 als Bündnis der Eliten und Kontinuität der Machtstrukturen in Deutschland bezeichnete: die traditionellen Machteliten der Kaiserzeit – die agrarisch-aristokratischen und industriell-großbürgerlichen Machteliten - dominierten die Reichswehr und Diplomatie, der aus dem Kleinbürgertum aufgestiegene „Führer“ ermöglichte ihnen eine Umsetzung ihrer eigenen politischen Ziele, nämlich eine Wiederherstellung der deutschen Großmachtstellung, die sie nach 1918 verloren hatten. Ohne Hitler wären sie dazu nicht in der Lage gewesen, denn ihnen war die Basis in der Gesellschaft mehr und mehr entglitten. Man fand sich also in einer Art Zweckbündnis zusammen: Hitler wurde Reichskanzler und die alten Eliten erhielten wieder politische Bedeutung.

Zusammenfassung der Kapitel

1. Einleitung, Forschungsstand und Fragestellung: Das Kapitel führt in das Thema des 20. Juli 1944 ein und skizziert den wandelnden Forschungsstand sowie das Ziel der vorliegenden Arbeit.

2. Quellenbeschreibung: Hier erfolgt eine äußere und innere Kritik der untersuchten Rundfunkrede Hitlers, wobei auch sprachliche und sachliche Begriffe analysiert werden.

3. Quelleninterpretation: Dieses Kapitel liefert eine Inhaltsangabe der Rede und bettet die Ereignisse in den historischen Kontext des militärischen Widerstands ein.

4. Ergebnis und Ausblick: Der Autor resümiert die Schwierigkeiten der deutschen Aufarbeitung des Widerstands und betrachtet die neuere geschichtswissenschaftliche Bewertung.

5. Bibliografie: Auflistung der verwendeten Primär- und Sekundärliteratur.

6. Anhang: Quelle: Der vollständige Text der Rundfunkrede Adolf Hitlers vom 21. Juli 1944.

Schlüsselwörter

20. Juli 1944, Widerstand, NS-Regime, Adolf Hitler, Quellenkritik, Militäropposition, Bündnis der Eliten, Dolchstoßlegende, Claus Schenk Graf von Stauffenberg, Walküre-Befehle, Volksgerichtshof, Sippenhaft, Wehrmacht, Geschichtswissenschaft, Nationalsozialismus

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser wissenschaftlichen Arbeit grundlegend?

Die Arbeit befasst sich mit einer quellenkritischen Analyse der Rundfunkrede Adolf Hitlers nach dem Attentat vom 20. Juli 1944 und beleuchtet den historischen Hintergrund des militärischen Widerstands gegen das NS-Regime.

Was sind die zentralen Themenfelder der Untersuchung?

Zentrale Themen sind die Rolle der Wehrmacht, das Zweckbündnis zwischen konservativen Eliten und dem NS-Regime, die Entwicklung der Opposition innerhalb des Militärs sowie die Konsequenzen nach dem gescheiterten Umsturzversuch.

Welches primäre Ziel verfolgt der Verfasser?

Ziel ist es, einen Teilaspekt des Widerstands gegen das NS-Regime durch die Analyse der Rede und die Einbettung in den historischen Kontext herauszugreifen und darzustellen.

Welche wissenschaftliche Methode kommt zum Einsatz?

Der Autor nutzt die Methode der Quellenkritik, unterteilt in äußere und innere Kritik, kombiniert mit einer historischen Kontextualisierung anhand relevanter Fachliteratur.

Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?

Der Hauptteil gliedert sich in die Quellenbeschreibung, die Interpretation der Rede, die Einbettung in den historischen Kontext der militärischen Opposition sowie die Darstellung der Ereignisse am 20. Juli 1944 und der Rache des Regimes.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren diese Arbeit am besten?

Die wichtigsten Begriffe sind 20. Juli 1944, Widerstand, Militäropposition, Bündnis der Eliten, NS-Regime und quellenkritische Analyse.

Welche Rolle spielte das "Zwei-Säulen-Modell" für die Offiziere?

Die Offiziere strebten nach dem Erhalt einer eigenständigen Stellung der Armee neben der Partei, was jedoch durch die Machtausdehnung des NS-Regimes zunehmend unter Druck geriet.

Warum wird der "Dolchstoßlegende" in der Arbeit Bedeutung beigemessen?

Der Autor zeigt auf, dass Hitler die Angst der Verschwörer vor einer erneuten Dolchstoßlegende instrumentalisierte und diese Mythenbildung ein zentrales Element der historischen Debatte darstellte.

Wie bewertet der Autor das Scheitern des Attentats?

Das Scheitern wird maßgeblich auf die fehlende Kooperation des Befehlshabers des Ersatzheeres, General Fromm, und auf den kritischen Zeitverlust zurückgeführt, der die Herausgabe der "Walküre"-Befehle verzögerte.

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Details

Title
Der 20. Juli 1944 und der militärische Widerstand gegen das NS-Regime. Eine Quellenkritik
College
University of Rostock  (Historisches Institut)
Course
Proseminar / Grundkurs
Grade
1,2
Author
Michael Draeger (Author)
Publication Year
2006
Pages
26
Catalog Number
V65375
ISBN (eBook)
9783638579636
ISBN (Book)
9783638844260
Language
German
Tags
Juli Widerstand NS-Regime Eine Quellenkritik Proseminar Grundkurs
Product Safety
GRIN Publishing GmbH
Quote paper
Michael Draeger (Author), 2006, Der 20. Juli 1944 und der militärische Widerstand gegen das NS-Regime. Eine Quellenkritik, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/65375
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