Diese Arbeit soll anhand des Aufsatz-Sammelbandes „Partners and Rivals in Western Europe: Britain, France and Germany“, herausgegeben von Roger Morgan und Caroline Bray, aus dem Jahre 1986 Einblick geben in die Partnerschaften, Rivalitäten und Beziehungen der drei genannten Staaten Großbritannien, Frankreich und Deutschland im Zeitraum der 50er bis in die 80er Jahre.
Anmerkung: Eine Zusammenfassung der Erkenntnisse dieses Standardwerks, die im Seminarrahmen als Vortrag vorgestellt wurden.
Inhaltsverzeichnis
1. EINLEITUNG
2. GENERELLE EINFÜHRUNG IN DIE THEMATIK DER TRILATERALEN KONSTELLATION „GROßBRITANNIEN – FRANKREICH – BRD“
3. UNTERSUCHUNG DER BILATERALEN UND TRILATERALEN BEZIEHUNGEN NACH VERSCHIEDENEN ASPEKTEN
4. ANFORDERUNGEN UND AUSBLICKE
5. FAZIT
Zielsetzung und thematische Schwerpunkte
Das Ziel dieser Arbeit ist es, die komplexen Partnerschaften und Rivalitäten zwischen Großbritannien, Frankreich und Deutschland im Zeitraum der 1950er bis 1980er Jahre anhand des Sammelbandes von Morgan und Bray zu analysieren und die Notwendigkeit einer trilateralen Kooperation für die Zukunft Europas aufzuzeigen.
- Historische Entwicklung der bilateralen Beziehungen der drei Staaten.
- Analyse der trilateralen „Dreiecksbeziehung“ unter verschiedenen Aspekten.
- Einfluss von wirtschaftlichen, sicherheitspolitischen und administrativen Faktoren auf die Kooperationsqualität.
- Untersuchung der Rolle nationaler Eliten und der öffentlichen Wahrnehmung.
- Herausforderungen für eine koordinierte europäische Politik.
Auszug aus dem Buch
Untersuchung der bilateralen und trilateralen Beziehungen nach verschiedenen Aspekten
Wenngleich zur Einzelbetrachtung dieser drei interstaatlichen Beziehungen zahlreiche Publikationen und Studien vorliegen, fehlen universellere Untersuchungen zu dieser trilateralen „Dreiecksbeziehung“; das vorliegende Werk der Herausgeber Roger Morgan und Caroline Bray unternimmt den Versuch, dieses Phänomen deutlicher in den Mittelpunkt zu rücken.
Problematisch für die Untersuchung des Gesamtphänomens ist sicher die Einzigartigkeit jeder der drei bilateralen Beziehungen sowie die Antwortfindung auf die Frage, welche Determinanten in der Realität diese Beziehungen tatsächlich charakterisieren.
Es existieren multiple Deutungsansätze, um zu erklären, wie die beiden alten „Hassfeinde“ Deutschland und Frankreich seit den 60er Jahren ein solch kooperatives Verhältnis etablieren konnten. Manche Beobachter sehen die Basis dieser Verständigung im 1963er Elysée-Vertrag selbst begründet, der durch die Festsetzung vielfältiger Konsultationsvarianten die Möglichkeit der frühen konsensorientierten Konfliktlösung begründete. Derartige Deutungen sind oft bei den Briten anzutreffen, die sich nicht selten gerade in Fragen die Europäische Gemeinschaft betreffend von dieser Beziehung ausgeschlossen fühlen.
Zusammenfassung der Kapitel
1. EINLEITUNG: Das Kapitel führt in das Ziel des Referats ein, die Beziehungen zwischen Großbritannien, Frankreich und Deutschland auf Basis des Sammelbandes von 1986 zu untersuchen.
2. GENERELLE EINFÜHRUNG IN DIE THEMATIK DER TRILATERALEN KONSTELLATION „GROßBRITANNIEN – FRANKREICH – BRD“: Hier werden die historischen Ursprünge der bilateralen Beziehungen und der Wandel nach dem Zweiten Weltkrieg thematisiert.
3. UNTERSUCHUNG DER BILATERALEN UND TRILATERALEN BEZIEHUNGEN NACH VERSCHIEDENEN ASPEKTEN: Dieses Kapitel analysiert verschiedene Deutungsansätze für die Kooperationsqualität, darunter Mentalitäten, Verwaltungssysteme und Elitenkommunikation.
4. ANFORDERUNGEN UND AUSBLICKE: Das Kapitel diskutiert, welche Schritte notwendig sind, um eine zukunftsorientierte trilaterale Politik und ein besseres Verständnis zwischen den Nationen zu fördern.
5. FAZIT: Das Fazit stellt fest, dass die trilaterale Kooperation angesichts der europäischen Integration für die Zukunft unabdingbar ist und eine Abkehr von rivalisierenden Mustern erfordert.
Schlüsselwörter
Trilaterale Konstellation, Großbritannien, Frankreich, Bundesrepublik Deutschland, Europäische Integration, Bilaterale Beziehungen, Sicherheitspolitik, Elysée-Vertrag, Internationale Politik, Kooperation, Rivalität, Politische Eliten, Europäische Gemeinschaft, Wirtschaftliche Integration, Verwaltungskooperation.
Häufig gestellte Fragen
Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?
Die Arbeit analysiert die dynamischen Beziehungen zwischen Großbritannien, Frankreich und Deutschland im Zeitraum von den 1950er bis in die 1980er Jahre auf Basis einer Literaturanalyse.
Was sind die zentralen Themenfelder?
Im Fokus stehen die trilateralen Interaktionen, das Spannungsfeld zwischen Partnerschaft und Rivalität sowie der Einfluss dieser drei Mächte auf die europäische Integration.
Was ist das primäre Ziel der Untersuchung?
Das Ziel ist es, die Determinanten der trilateralen Beziehungen zu beleuchten und aufzuzeigen, warum eine koordinierte Politik dieser drei Staaten für die europäische Zukunft zentral ist.
Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?
Es handelt sich um eine Literaturanalyse, die auf dem Sammelband „Partners and Rivals in Western Europe“ von Morgan und Bray basiert.
Was wird im Hauptteil behandelt?
Der Hauptteil befasst sich mit den verschiedenen Aspekten der bilateralen Zusammenarbeit, wie etwa den unterschiedlichen Verwaltungssystemen, der Rolle politischer Eliten und der sicherheitspolitischen Abhängigkeiten.
Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?
Wichtige Begriffe sind trilaterale Konstellation, europäische Integration, Sicherheits- und Wirtschaftspolitik sowie das Verhältnis zwischen den Partnern Frankreich, Deutschland und Großbritannien.
Welche Rolle spielt der Elysée-Vertrag in der Analyse?
Der Vertrag wird als Basis für das deutsch-französische kooperative Verhältnis angeführt, welches durch konsensorientierte Absprachen die Zusammenarbeit institutionalisierte.
Warum wird die britische Rolle als ambivalent beschrieben?
Großbritannien wird aufgrund seiner historisch anderen geographischen Lage und der zeitweise starken Ausrichtung auf transatlantische bzw. anglo-amerikanische Beziehungen als Akteur dargestellt, der sich oft abwartend oder skeptisch gegenüber einer tiefen kontinentaleuropäischen Integration verhielt.
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- Roman Möhlmann (Author), 2003, Erläuterungen zu Morgan/Bray "Partners and Rivals in Western Europe: Britain, France and Germany", Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/65406