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Erarbeitung und Aufführung des Theaterstückes "Das Wasser gehört allen"

Im Rahmen des Comenius-Projektes in einer zweiten Grundschulklasse

Title: Erarbeitung und Aufführung des Theaterstückes "Das Wasser gehört allen"

Examination Thesis , 2006 , 54 Pages , Grade: 2,0

Autor:in: Alexandra Ludwig (Author)

Didactics - Regional History and Geography
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Schultheater hat in der schulischen Bildung der letzten Jahre neue Bedeutung gewonnen.Gründe dafür sind in der besonderen Aufmerksamkeit für eine umfassende ästhetische Bildung, im pädagogischen Anliegen einer Verbindung von Emotion, Imagination, Kognition und körperlichem Ausdruck und auch in der Entwicklung einer produktionsorientierten Literaturdidaktik zu sehen. Vor allem vor dem Hintergrund der Veränderten Kindheit scheint das Schultheater eine bedeutsame Stellung in der Grundschule einzunehmen. Da gegenwärtig besonders der erhöhte Medienkonsum bei Kindern zu einer Verringerung der unmittelbaren Erfahrungen und der Ausdrucksfähigkeit führt, die Fähigkeit der Fantasie verdeckt, nur bestimmte Sinne anspricht und soziale Fähigkeiten unterentwickelt lässt, muss es Aufgabe des Unterrichts sein, diese Defizite in der Entwicklung eines Kindes durch einen Unterricht, in dem die Schüler sich mit anderen auseinandersetzen und praktisch handelnd lernen, auszugleichen. Das Schultheater als Medium der Vereinigung vieler Lern- und Bildungsfelder kann hierzu ein gewichtiges Potential bereitstellen. Kinder haben Spaß daran, ihren Körper darstellend einzusetzen und Symbolik, wie Gestik und Mimik zu nutzen. Deutlich wird dies in den Rollenspielen, wie Mutter- und Kind, die Kinder spielen. Die Lust am Darstellenden Spiel ist Kindern also noch zu eigen und ihr teilweise verdecktes kreatives Potential kann damit im Unterricht aufgegriffen und gefördert werden. - Inwiefern ist es möglich, mit einer zweiten Grundschulklasse ein Theaterstück zu erarbeiten und zu entwickeln? - Welche Lerninhalte können dabei vermittelt werden? - Warum ist das Theaterspiel besonders für den Deutschunterricht geeignet? Diesen Fragen soll in der vorliegenden Arbeit nachgegangen werden.

Excerpt


Inhaltsverzeichnis

Einleitung

I Theoretische Grundlagen

1.1 Das Schultheater

1.1.1 Begriffsbestimmung des Theaters

1.1.2 Begriffsbestimmung und Abgrenzung des Schultheaters

1.1.3 Die Geschichte des Schultheaters

1.1.4. Pädagogische Begründung des Schultheaters

1.1.5 Das Schultheater im Deutschunterricht

1.1.5.1 Sprachliche Relevanz

1.1.5.2 Schriftsprachliche Relevanz

1.1.6 Theaterübungen

1.1.6.1 Körperübungen

1.1.6.2 Sprechübungen

1.1.6.3 Raumübungen

1.2 Das Comeniusprojekt im Rahmen des Sokrates-Programms

1.2.1 Das Sokrates-Programm

1.2.2 Zielsetzung und Struktur von Comenius

1.2.2.1 Comenius 1: Schulpartnerschaften

1.3 Der Kurztext „Das Wasser gehört allen“

1.3.1 Inhaltsangabe

1.3.2 Formale Aspekte

1.3.3 Zur Eignung des Textes für Grundschüler

1.4 Schlussfolgerungen

II Zur Planung der Unterrichtseinheit

2.1 Organisatorische Rahmenbedingungen und Vorüberlegungen

2.2 Lernvoraussetzungen

2.3 Allgemeine didaktische Begründungen

2.4 Allgemeine methodische Begründungen

III Darstellung der Unterrichtseinheit

3.1 Die Unterrichtseinheit im Überblick

3.2 Verlaufsdarstellung und Reflexion der einzelnen Stunden

3.2.1 „Das Wasser gehört allen“: Einführung in den südafrikanischen Kurztext

3.2.2 Körper, Sprache, Raum: Einführung in die Theaterübungen (2 Std.)

3.2.3 Rollenspiel und Rollenverteilung für das Theaterstück (Doppelstunde)

3.2.4 Erarbeitung des Rollentextes (Doppelstunde)

3.2.5 Austeilen der Rollentexte und Lesen mit verteilten Rollen

3.2.6. Theaterprobe (10 Std.)

3.2.7 Theaterprobe mit dem afrikanischen Trommler (2 Std.)

3.2.8 Wir schreiben eine Einladungskarte zur Theateraufführung

3.2.9 Die Tiere in der Savanne: Schüler schreiben kreative Texte aus der Sicht ihres Tieres

3.2.10 Die Tiere in der Savanne: Vollendung der Texte

3.2.11 Generalprobe

3.2.12 Aufführung des Theaterstückes

3.2.13 Reflexion der Aufführung

3.3 Darstellung zweier ausgewählter Unterrichtsstunden

3.3.1 Theaterprobe I

3.3.2 Die Tiere in der Savanne: Schüler schreiben kreative Texte aus der Sicht ihres Tieres

IV Gesamtreflexion

4.1 Weitere Ereignisse nach der Durchführung der Unterrichtseinheit

Zielsetzung & Themen

Die Arbeit untersucht die Möglichkeiten und den pädagogischen Mehrwert der Erarbeitung und Aufführung eines Theaterstücks in einer zweiten Grundschulklasse, insbesondere vor dem Hintergrund des Comenius-Projektes und des Fachs Deutsch. Ziel ist es, den Beitrag des Schultheaters zur ganzheitlichen Persönlichkeitsentwicklung und Sprachförderung von Schülern zu belegen.

  • Pädagogischer Wert des Schultheaters im Grundschulunterricht
  • Methodische Gestaltung von Theaterprozessen
  • Förderung sprachlicher und sozialer Kompetenzen durch Szenisches Spiel
  • Fächerübergreifendes Lernen am Beispiel des Comenius-Projektes

Auszug aus dem Buch

1.1.1 Begriffsbestimmung des Theaters

Der Begriff leitet sich ab aus dem griechischen „theatron“ und bedeutet „Ort / Raum zum Schauen“. Ursprünglich bezeichnete man damit nicht die Sache selber, sondern den Zuschauerraum im antiken Theater.

Neben der Institution selbst, ist Theater heute: Darstellung von Menschen, Figuren, Gegenständen durch Personen oder Figuren. Die Kunst des Theaterspielens ist es, eine Person, eine Situation oder eine Handlung mit Hilfe der Sprache und des Körpers als Ausdrucksmittel glaubhaft auf der Bühne darzustellen. ein Spiel, das eine fiktive Handlung im „So-tun-als-ob“ zeigt und dabei wirklich ist, weil es in diesem Moment stattfindet. Schöpferisches Gestalten: eine Geschichte wird für ein Publikum mit den Mitteln des Theaters (Bewegung, Sprache) sicht- und hörbar gemacht. Kommunikation und Interaktion zwischen Zuschauer und Darsteller.

„Zu sich selber kommt Theater erst im Moment seiner Veröffentlichung; erst in der direkten, unmittelbaren Kommunikation zwischen Spielern und Zuschauern. Das Publikum ist nicht nur eine Zielgröße, eine Vorstellung im Kopf des Künstlers; es ist eine Größe, die Theater konstituiert. Theater wird nicht nur für ein Publikum gemacht, es wird mit einem Publikum gemacht.“

Zusammenfassung der Kapitel

Einleitung: Die Einleitung begründet die Relevanz des Schultheaters in der Grundschule und leitet die Forschungsfragen aus der persönlichen Motivation sowie der veränderten Kindheit ab.

I Theoretische Grundlagen: Dieses Kapitel definiert Schultheater, ordnet es historisch sowie pädagogisch ein und beleuchtet das Comenius-Projekt sowie die literarische Vorlage des Theaterstücks.

II Zur Planung der Unterrichtseinheit: Hier werden die organisatorischen Voraussetzungen, Lernvoraussetzungen der Klasse sowie die didaktischen und methodischen Überlegungen für das Projekt detailliert dargelegt.

III Darstellung der Unterrichtseinheit: Dieser Teil dokumentiert den stundenweisen Verlauf, die Reflexionen der Probenarbeit sowie die Aufführung des Theaterstückes.

IV Gesamtreflexion: Das abschließende Kapitel reflektiert die Ergebnisse der Unterrichtseinheit im Hinblick auf die eingangs aufgestellten Fragestellungen und Kompetenzziele.

Schlüsselwörter

Schultheater, Grundschule, Deutschunterricht, Comenius-Projekt, Darstellendes Spiel, Theaterpädagogik, Sprachförderung, Soziale Kompetenz, Szenisches Spiel, Rollenspiel, Theaterproben, Kreatives Schreiben, Fabel, ganzheitliches Lernen.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Hausarbeit dokumentiert die theoretische Fundierung sowie die praktische Durchführung eines Theaterprojekts in einer zweiten Grundschulklasse im Rahmen des europäischen Comenius-Programms.

Was sind die zentralen Themenfelder?

Die zentralen Themen sind die pädagogische Bedeutung des Schultheaters, die Sprachförderung durch Theaterspiel sowie die Einbettung eines künstlerischen Projekts in einen fächerübergreifenden Unterricht.

Was ist das primäre Ziel der Arbeit?

Das Ziel ist es zu zeigen, wie Schüler durch die Erarbeitung und Aufführung eines Theaterstücks ihre sprachlichen Fähigkeiten, ihr Selbstbewusstsein und ihre soziale Kompetenz entwickeln können.

Welche wissenschaftliche Methode wurde verwendet?

Die Arbeit basiert auf einer handlungsorientierten Unterrichtsmethodik, die durch die Dokumentation und kritische Reflexion des Unterrichtsgeschehens (Aktionsforschung) validiert wird.

Was wird im Hauptteil behandelt?

Der Hauptteil gliedert sich in eine theoretische Sachanalyse, die Planung der Unterrichtssequenzen sowie die ausführliche Verlaufsdarstellung und Reflexion der einzelnen Proben und der Aufführung.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Wichtige Begriffe sind Schultheater, Sprachförderung, handlungsorientierter Unterricht, Comenius-Projekt und Soziale Kompetenz.

Welche Rolle spielt das Comenius-Projekt?

Es dient als Rahmen für das Thema "Wasser", das den inhaltlichen Kern des Theaterstücks bildet und die internationale Zusammenarbeit an der Schule fördert.

Warum spielt die Fabel „Das Wasser gehört allen“ eine zentrale Rolle?

Der Text bietet eine klare Struktur, identifizierbare Tiercharaktere und existenzielle menschliche Probleme, die für Grundschüler leicht zugänglich und pädagogisch wertvoll zu bearbeiten sind.

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Details

Title
Erarbeitung und Aufführung des Theaterstückes "Das Wasser gehört allen"
Subtitle
Im Rahmen des Comenius-Projektes in einer zweiten Grundschulklasse
Grade
2,0
Author
Alexandra Ludwig (Author)
Publication Year
2006
Pages
54
Catalog Number
V65422
ISBN (eBook)
9783638579902
ISBN (Book)
9783638862387
Language
German
Tags
Erarbeitung Aufführung Theaterstückes Wasser Rahmen Comenius-Projektes Grundschulklasse
Product Safety
GRIN Publishing GmbH
Quote paper
Alexandra Ludwig (Author), 2006, Erarbeitung und Aufführung des Theaterstückes "Das Wasser gehört allen", Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/65422
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