In der vorliegenden Arbeit werden die Geschichte, die Strukturen und auch die Entwicklungstrends im Deutschland-Tourismus aufgezeigt. Zunächst wird auf die allgemeine Entstehung des Tourismus bis zum Beginn des Zweiten Weltkrieges eingegangen. Weiter wird die Entwicklung des Tourismus speziell in Deutschland vor allem nach dem Zweiten Weltkrieg dargestellt. Die Zeit nach dem Zweiten Weltkrieg wird in verschiedene Zeiträume gegliedert und beleuchtet. Zunächst einmal werden die Jahre von 1945 – 1960 in Bezug auf den Tourismus beschrieben. Abschnitt 4 handelt von den 70er Jahren, in der die Auslandsreise der Deutschen in den Vordergrund gerückt wird und die Zahl der Inlandsreisen stetig sinkt. In Abschnitt 5 werden die 80er Jahre näher dargestellt. In den 80er Jahren kommt es vermehrt zu einem Trend von Zweit- und Kurzurlauben, wovon vor allem der Städtetourismus profitiert. In Abschnitt 6 wird speziell auf den Tourismus in den DDR vor der Wende und in Abschnitt 7 wird der Tourismus nach der Wiedervereinigung beschrieben. Ein knapper Abriss über die Veränderung der Verkehrsmittelwahl, die Urlaubsreiseziele und die Organisationsform der Haupturlaubsreise wird in Abschnitt 8 belegt, wonach in Abschnitt 9 auf die Gewinner und die Verlierer im Deutschlandtourismus eingegangen wird. Die Herkunft und Ziele der ausländischen Gäste werden im Abschnitt 10, Incoming-Tourismus, aufgezeigt. Im Anschluss werden die derzeitigen Trends in Abschnitt 11 erläutert und abschließend wird auf die zukünftigen Entwicklungen des Deutschland-Tourismus in Abschnitt 12 eingegangen.
Inhaltsverzeichnis
1 Einleitung
2 Die Entstehung des Tourismus im Allgemeinen und seine Anfänge in Deutschland bis zum Beginn des Zweiten Weltkriegs
3 Der Deutschlandtourismus – von der unmittelbaren Nachkriegszeit 1945 bis in die 60er Jahre
3.1 Der Tourismus während der Nachkriegszeit und des Wiederaufbaus
3.2 Der Tourismus in den 50er und 60er Jahren
4 Der Tourismus in den 70er Jahren
5 Der Tourismus in der DDR vor der Wende
6 Der Tourismus in den 80er Jahren und 90er Jahren
7 Kurzer Abriss verschiedener Veränderungen im Laufe des Deutschlandtourismus
7.1 Verkehrsmittelwahl
7.2 Urlaubsreiseziele
7.3 Organisationsform der Haupturlaubsreise
8 Incoming-Tourismus
9 Zukünftige Entwicklungstrends
10 Deutschlands zukünftige Themenjahre
10.1 Das Themenjahr 2006
10.2 Das Themenjahr 2007
10.3 Das Themenjahr 2008
10.4 Das Themenjahr 2009
11 Prognose zum Incoming-Tourismus
12 Fazit
Zielsetzung & Themen
Die vorliegende Arbeit untersucht die historische Entwicklung, die strukturellen Gegebenheiten und die zukünftigen Trends des Tourismus in Deutschland, um ein umfassendes Verständnis über den Wandel des Reiseverhaltens und die marktstrategische Positionierung des Reiselandes zu vermitteln.
- Historische Evolution des Tourismus in Deutschland vom Mittelalter bis zur Nachkriegszeit
- Analyse der touristischen Entwicklungen in der BRD und der DDR vor der Wiedervereinigung
- Veränderungen in der Verkehrsmittelwahl, den Reisezielen und der Organisationsform von Urlaubsreisen
- Status quo und Trends des Incoming-Tourismus sowie dessen ökonomische Bedeutung
- Zukunftsfähige Marketingstrategien und Themenjahre zur Attraktivitätssteigerung des Tourismusstandortes
Auszug aus dem Buch
3.1 Der Tourismus während der Nachkriegszeit und des Wiederaufbaus
In der direkten Nachkriegszeit war der Ausbau des Tourismus sehr begrenzt, da die Folgen des Krieges dies nicht beziehungsweise kaum ermöglichten. Folgen, wie beispielsweise die Einteilung in die vier Besatzungszonen, zerstörte Städte und Verkehrsinfrastruktur, Energie und Nahrungsmittelknappheit und geringe Geldwertstabilität, erschwerten das Reisen. Zu diesem Zeitpunkt hatte auch niemand wirklich Interesse am Reisen, denn zum einen kehrten viele betroffene Menschen erst nach Kriegsende in ihre Heimat zurück und zum anderen hat der Aufbau einer eigenen Existenzgrundlage Vorrang.
Weitere Gründe für das Nicht-Vereisen waren, dass die Hotels zerstört waren oder mit Evakuierten, Flüchtlingen, Vertriebenen oder Verwundeten belegt oder von den alliierten Siegermächten beschlagnahmt waren; so fehlten zusätzlich auch Beherbergungsmöglichkeiten. Die Besatzungsmächte reglementierten die Bewegungsfreiheit des Einzelnen. Sie erlaubten den Menschen zunächst sich nur in einem bestimmten Radius um seinen Wohnort zu bewegen. Es mussten Kontrollpunkte passiert und Passiererlaubnisse vorgezeigt werden. Unter größten Schwierigkeiten war die Einreise in eine andere Besatzungszone zu bewältigen. Auch war ein Großteil der Bahnen zerstört. Die wenigen intakten Züge verkehrten nur selten und deswegen gingen viele Menschen zu Fuß. Die Personen, wie Kriegsgefangene, Soldaten, Vertriebene oder Flüchtlinge, die zum Reisen gezwungen waren, reisten unter sehr schlechten Bedingungen. Allerdings verbesserte sich die Situation in den westlichen Besatzungszonen bald. Die amerikanische und die britische Besatzungszone schlossen sich 1947 zusammen und die Kooperation mit der französischen Besatzungszone wurde intensiviert. Zum Wiederaufbau Europas trat der amerikanische Marschallplan in Kraft.
Zusammenfassung der Kapitel
1 Einleitung: Diese Einleitung skizziert den Aufbau der Arbeit und den zeitlichen Rahmen der untersuchten Tourismusgeschichte.
2 Die Entstehung des Tourismus im Allgemeinen und seine Anfänge in Deutschland bis zum Beginn des Zweiten Weltkriegs: Der Abschnitt beleuchtet die Anfänge des Reisens und die Etablierung erster touristischer Strukturen in Deutschland bis 1939.
3 Der Deutschlandtourismus – von der unmittelbaren Nachkriegszeit 1945 bis in die 60er Jahre: Dieses Kapitel behandelt die schwierigen Rahmenbedingungen des Wiederaufbaus und den anschließenden touristischen Aufschwung der Wirtschaftswunderjahre.
4 Der Tourismus in den 70er Jahren: Hier liegt der Fokus auf der zunehmenden Beliebtheit von Auslandsreisen und dem Wandel des Freizeitverhaltens.
5 Der Tourismus in der DDR vor der Wende: Das Kapitel beschreibt die staatlich gelenkte Tourismuspolitik der DDR und die Bedeutung von Freizeiteinrichtungen für die Bevölkerung.
6 Der Tourismus in den 80er Jahren und 90er Jahren: Diese Jahre sind geprägt von einem Paradigmenwechsel hin zu umweltverträglichem Tourismus und der Neuordnung nach der Wiedervereinigung.
7 Kurzer Abriss verschiedener Veränderungen im Laufe des Deutschlandtourismus: Eine Analyse von Trends in der Verkehrsmittelwahl, beliebten Reisezielen und der Reiseorganisation.
8 Incoming-Tourismus: Dieser Abschnitt analysiert das Aufkommen und die Herkunft ausländischer Gäste in Deutschland.
9 Zukünftige Entwicklungstrends: Hier werden Prognosen über künftige Ansprüche der Urlauber und neue touristische Konzepte vorgestellt.
10 Deutschlands zukünftige Themenjahre: Vorstellung der Marketingstrategie der Deutschen Zentrale für Tourismus zur Attraktivitätssteigerung.
11 Prognose zum Incoming-Tourismus: Eine Einschätzung des zukünftigen Gästeaufkommens aus dem Ausland basierend auf Wachstumstrends.
12 Fazit: Die Schlussbetrachtung fasst die wesentlichen Erkenntnisse der Tourismusentwicklung zusammen.
Schlüsselwörter
Deutschlandtourismus, Nachkriegszeit, Wirtschaftswunder, Incoming-Tourismus, DDR-Tourismus, Freizeitverhalten, Reisemotive, Marketingstrategie, Themenjahre, Reiseverkehrsmittel, Tourismusentwicklung, Reiseanalyse, Massentourismus, Städtetourismus, Urlaubstrends
Häufig gestellte Fragen
Worum geht es in dieser Arbeit?
Die Arbeit befasst sich mit der historischen Entwicklung und den strukturellen Veränderungen des Tourismus in Deutschland von den Anfängen bis in die Gegenwart.
Was sind die zentralen Themenfelder?
Zentrale Themen sind die Nachkriegsentwicklung, der Tourismus in der DDR, der Wandel zu einem modernen Reiseland sowie die aktuelle Bedeutung und Zukunft des Incoming-Tourismus.
Was ist das primäre Ziel der Untersuchung?
Das Ziel ist die Darstellung der touristischen Historie und die Identifikation von Entwicklungstrends, um die strategische Ausrichtung des Deutschland-Tourismus zu analysieren.
Welche wissenschaftliche Methode wurde verwendet?
Die Arbeit basiert auf einer fundierten Literatur- und Datenanalyse, unter anderem unter Verwendung von Statistiken zur Reiseanalyse und Berichten der Deutschen Zentrale für Tourismus.
Was wird im Hauptteil behandelt?
Der Hauptteil behandelt chronologisch die Epochen vom Wiederaufbau über die 70er und 80er Jahre bis zur Situation nach der Wiedervereinigung, ergänzt durch Analysen zu Reiseverhalten und Markttrends.
Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?
Die Arbeit lässt sich am besten mit Begriffen wie Deutschlandtourismus, touristische Marktentwicklung, Incoming-Tourismus und Marketingstrategien im Tourismus zusammenfassen.
Welche Rolle spielt der Incoming-Tourismus für Deutschland?
Der Incoming-Tourismus fungiert als wesentlicher Wirtschaftsfaktor, wobei die Attraktivität Deutschlands durch gezielte Marketingmaßnahmen wie die themenbezogenen Marketingjahre aktiv gefördert wird.
Welche Bedeutung hatten die Themenjahre für das Tourismusmarketing?
Die Themenjahre dienen dazu, Deutschland als vielfältiges und qualitativ hochwertiges Reiseziel im internationalen Wettbewerb stärker zu positionieren und spezifische Zielgruppen anzusprechen.
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- Gisa-Sabrina Jensen (Author), Astrid Günter (Author), 2005, Strukturen und Entwicklungstrends im Deutschlandtourismus, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/65438