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Zum Begriff der Dollarisierung

Title: Zum Begriff der Dollarisierung

Term Paper (Advanced seminar) , 2006 , 15 Pages , Grade: 1,3

Autor:in: Sten Cudrig (Author)

Sociology - Politics, Majorities, Minorities
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In dieser Arbeit soll versucht werden, einen Überblick über den Begriff der Dollarisierung zu geben. Da es sich bei diesem Thema um ein sehr komplexes handelt, in das diverse Mechanismen einfließen, erhebt diese Arbeit auch nicht den Anspruch auf Vollständigkeit, sondern kann nur eine skizzenhafte Darstellung geben, in welcher aber dennoch die wesentlichen Punkte einer Dollarisierungsgeschichte aufgezeigt sein wollen.
Soviel sei an dieser Stelle schon angemerkt, unter dem Sternenbanner ist die Weltwirtschaft seit den 1970er Jahren durch eine stets fortschreitende Expansion internationaler Finanzmärkte gekennzeichnet, die dazu führte, dass sich Länder mit neuartigen Regulierungsproblemen konfrontiert sahen. Als Ausgangspunkt dieser Internationalisierung von Finanzmärkten über nationale Grenzen hinweg ist das bedeutsame „Bretton-Woods-Abkommen“ anzusehen.
Eine Regulierungsmöglichkeit, die sich Ländern heute bietet, um ein Wechselkursrisiko auszuschalten, stellt die Dollarisierung dar. Im Folgenden sollen die einzelnen Komponenten, die Vor- und Nachteile aufgezeigt werden, die sich Ländern darstellen, welche ein Fremdwährungsregime einführen. Ferner soll am Ende dieser Arbeit ein Ausblick gegeben werden, ob die Dollarisierung im Kontext einer hegemonialen Stellung der USA in der Weltwirtschaft auch in Zukunft eine adäquate Option zur Senkung des Wechselkursrisikos darstellt.

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Inhaltsverzeichnis

1. Einleitung

2. Das Bretton-Woods-Abkommen

3. Die Expansion internationaler Finanzmärkte

4. Zum Begriff der Dollarisierung

4.1. Fallbeispiele für Länder mit Fremdwährungen

5. Ausblick

Zielsetzung & Themen der Arbeit

Die vorliegende Arbeit untersucht den Begriff der Dollarisierung als wirtschaftspolitische Strategie zur Reduzierung von Wechselkursrisiken und analysiert dessen Einbettung in die hegemoniale Stellung der USA in der Weltwirtschaft.

  • Historische Entwicklung des internationalen Finanzsystems seit dem Bretton-Woods-Abkommen
  • Ursachen und Auswirkungen der Liberalisierung internationaler Kapitalmärkte
  • Definition und Funktionsweise der Dollarisierung sowie alternativer Fremdwährungsregime
  • Analyse der Chancen und Risiken für Länder, die eine fremde Währung als gesetzliches Zahlungsmittel einführen
  • Fallstudien zur praktischen Anwendung (z.B. Hongkong, Argentinien)
  • Perspektiven auf die zukünftige Rolle des US-Dollars im Kontext von Euro und neuen Wirtschaftsmächten

Auszug aus dem Buch

4. Zum Begriff der Dollarisierung

Bei der Einführung eines Fremdwährungsregimes hat die Wirtschaftspolitik des Landes einen Gestaltungseinfluss über gesetzliche Regelungen. So lassen sich diverse Formen einer Fremdwährung im inländischen Finanzsystem ausmachen. „In einer kleinen Volkswirtschaft mit einer weitgehend konvertiblen nationalen Währung, erfüllt eine Fremdwährung im Normalfall einige Teilfunktionen als Wertaufbewahrungs- und Transaktionsmittel. […] Wird zudem die Konvertibilität der nationalen Währung zu einem festen Umtauschverhältnis garantiert, so übernimmt die Fremdwährung zusätzlich eine gewisse Rolle als Recheneinheit, denn die Stabilität der nationalen Währung wird vor allem durch das feste Umtauschverhältnis zur Ankerwährung garantiert.“ (Luchtmeier 2005: 90) Zudem können der Fremdwährung auch Teilfunktionen zugesprochen werden, die ansonsten nur von der inländischen Währung in Anspruch genommen werden. „Ein oft praktiziertes Beispiel ist die Erlaubnis inländischer Finanzverträge in Fremdwährung. In diesem Fall kann die Fremdwährung einen erheblichen Teil der Wertaufbewahrungsfunktion übernehmen.“ (ebd.: 90f.)

Wenn ein Land einer zweiten Währung den Status des gesetzlich akzeptierten Zahlungsmittels gewährt, so wird diese zweite Währung auch zur Zahlung von Steuern, öffentlichen Gebühren oder Schulden akzeptiert. Beide Währungen stehen dann in einem freien Wettbewerb zueinander. (ebd.90) „Zwei Währungen sind genau in dem Fall vollkommene Substitute, dass keinerlei Beschränkungen für den Umtausch bestehen, beide Währungen den Status eines jederzeit akzeptierten Zahlungsmittels besitzen und der Umtauschkurs zwischen beiden Währungen fixiert ist. Dieser Zustand wird in einem Currency Board erreicht.“ (ebd.)

Zusammenfassung der Kapitel

1. Einleitung: Die Arbeit gibt einen Überblick über den komplexen Begriff der Dollarisierung und skizziert die Notwendigkeit einer historischen Betrachtung der Weltwirtschaft seit den 1970er Jahren.

2. Das Bretton-Woods-Abkommen: Dieses Kapitel beleuchtet die Entstehung der Nachkriegs-Weltwirtschaftsordnung, die Etablierung des US-Dollars als Weltleitwährung und die damit verbundene institutionelle Architektur.

3. Die Expansion internationaler Finanzmärkte: Es wird der Prozess der Kapitalmarktliberalisierung beschrieben, der zum Zusammenbruch des Bretton-Woods-Systems führte und die USA in eine wirtschaftlich hegemoniale Position brachte.

4. Zum Begriff der Dollarisierung: Dieses Kapitel definiert verschiedene Ausprägungen der Dollarisierung, analysiert Vor- und Nachteile der Einführung eines Fremdwährungsregimes für nationale Volkswirtschaften und diskutiert die Rolle der Seigniorage.

4.1. Fallbeispiele für Länder mit Fremdwährungen: Hier werden anhand der Beispiele Hongkong und Argentinien unterschiedliche Erfolgsgeschichten und Risiken bei der Anwendung von Fremdwährungsregimen und Currency Boards illustriert.

5. Ausblick: Der abschließende Teil betrachtet die zukünftige Stabilität des US-Dollars als Weltleitwährung unter dem Einfluss von Konkurrenz durch den Euro und aufstrebender Nationen wie China und Indien.

Schlüsselwörter

Dollarisierung, Fremdwährungsregime, Bretton-Woods-Abkommen, Weltleitwährung, Kapitalmarktliberalisierung, Wechselkursrisiko, Seigniorage, Currency Board, Währungssubstitution, US-Dollar, Finanzmarktexpansion, Weltwirtschaft, Währungskrise, Hegemonie, Wirtschaftspolitik

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit befasst sich mit der ökonomischen und soziologischen Bedeutung der Dollarisierung, also der Verwendung einer fremden Währung (primär des US-Dollars) in einem nationalen Finanzsystem.

Was sind die zentralen Themenfelder der Publikation?

Die Schwerpunkte liegen auf der Entwicklung internationaler Finanzmärkte nach 1945, den Mechanismen der Währungsstabilität, den Kosten und Nutzen der Aufgabe nationaler Währungssouveränität sowie den Auswirkungen globaler wirtschaftlicher Abhängigkeiten.

Was ist das primäre Ziel oder die Forschungsfrage der Arbeit?

Das Ziel ist es, den Prozess und die Auswirkungen der Dollarisierung zu erläutern und kritisch zu hinterfragen, ob dieses Modell im Kontext der US-amerikanischen Wirtschaftshegemonie eine dauerhaft adäquate Strategie zur Risikominimierung darstellt.

Welche wissenschaftliche Methode verwendet der Autor?

Die Arbeit basiert auf einer theoretischen Analyse sowie der Auswertung bestehender wirtschaftswissenschaftlicher Literatur und Fallstudien zur Erläuterung makroökonomischer Zusammenhänge.

Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?

Der Hauptteil gliedert sich in die historische Einordnung der Weltwirtschaft, die Expansion globaler Finanzmärkte, die theoretische Definition und Problematisierung der Dollarisierung sowie eine Analyse konkreter Fallbeispiele.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Zentrale Begriffe sind Dollarisierung, Währungssubstitution, Seigniorage, Currency Board, Kapitalmarktliberalisierung und die hegemoniale Stellung der US-Wirtschaft.

Warum ist der Vergleich zwischen Hongkong und Argentinien für das Thema wichtig?

Dieser Vergleich verdeutlicht, dass die Effektivität eines Fremdwährungsregimes stark von der Offenheit der Volkswirtschaft, der regionalen Integration und der Kompatibilität mit der nationalen Wirtschaftspolitik abhängt.

Welche Rolle spielt die „Seigniorage“ in der Debatte um die Dollarisierung?

Die Seigniorage bezeichnet die Gewinne aus der Geldemission. Beim Verzicht auf die eigene Währung verliert ein Land diesen Gewinn an das ausgebende Land (die USA), was ein wesentlicher finanzieller Nachteil einer unilateralen Dollarisierung ist.

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Details

Title
Zum Begriff der Dollarisierung
College
Martin Luther University  (Institut für Soziologie)
Course
Geld und Gesellschaft
Grade
1,3
Author
Sten Cudrig (Author)
Publication Year
2006
Pages
15
Catalog Number
V65476
ISBN (eBook)
9783638580359
ISBN (Book)
9783638767743
Language
German
Tags
Begriff Dollarisierung Geld Gesellschaft
Product Safety
GRIN Publishing GmbH
Quote paper
Sten Cudrig (Author), 2006, Zum Begriff der Dollarisierung, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/65476
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