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Internationale Aspekte ökonomisch determinierter Wettermanipulationen

Title: Internationale Aspekte ökonomisch determinierter Wettermanipulationen

Seminar Paper , 2006 , 20 Pages , Grade: 2,0

Autor:in: Daniel Steinberger (Author)

Economics - Micro-economics
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Seit hunderten von Jahren versucht die Menschheit das Wetter auf verschiedene Art und Weise zu beeinflussen. In den meisten Fällen bilden ökonomische Interessen den Grund für den Wunsch, die Wetterbedingungen zu ändern. Doch wie weit ist die Wissenschaft heute, wenn es darum geht, möglichst treffsichere Modifikationen des Wetters, z. B. zur Verhinderung oder Verstärkung von Regenfällen, zur Hagelabwehr oder zur Abwehr von Unwetterkatastrophen durchzuführen, um dadurch wirtschaftliche Mehrwerte zu schaffen?
Der ökonomische Anreiz das Wetter zu manipulieren, liegt vor allem in der Schadensvermeidung und Ertragssteigerung durch die künstlich veränderten Wetterverhältnisse begründet.
Im zweiten Kapitel dieser Arbeit wird zunächst das Thema Wetterprognosen betrachtet, da nur durch eine genaue Ermittlung der zukünftig an einem bestimmten Ort herrschenden Wettergegebenheiten auch eine sinnvolle Entscheidung darüber getroffen werden kann, wo genau man eine Modifikation durchführen sollte (DeFelice, 2006). Im dritten Kapitel wird auf das Hauptthema dieser Arbeit eingegangen: Wettermodifikationen und ihre Genauigkeit.
Es wird zunächst der ökonomische Nutzen von Wettermanipulationen herausgestellt und dann erläutert, wie sich Modifikationen sowohl über kleineren als auch über größeren Gebieten durchführen lassen und welche Bedeutung dies auf die Präzision hat, sowie welche Fehlerquellen zu Ungenauigkeiten führen können. In der Schlussbetrachtung wird ein Fazit darüber gezogen, wie weit die Wissenschaft bei der örtlich und zeitlich genauen Bestimmung des Wetters ist und welche Bedeutung eine solche Genauigkeit für die Ökonomie hat. Nicht Bestandteil dieser Arbeit werden die Frage nach den Kosten von Wettermanipulationen sein und auch nicht der Aspekt, ob derartige Operationen in einzelnen Fällen wirtschaftlich tragfähig sind. Unbestritten ist, dass Wetterkontrolle wirtschaftlichen Nutzen bringt. Wie groß dieser ausfällt, wird in dieser Arbeit nicht betrachtet.Zur Genauigkeit von künstlichen Wettermanipulationen, Durchführung, Erfolgsquoten

Excerpt


Inhaltsverzeichnis

1. Einführung

2. Wetterprognosen

2.1 Genaue Wetterprognosen, eine wichtige Voraussetzung

2.2 Zeitliche und örtliche Genauigkeit

2.3 Bedeutung für die Modifikation des Wetters

3. Wettermanipulationen

3.1 Grundlagen der Wetterbeeinflussung

3.2 Einsatzmöglichkeiten von Wettermodifikationen mit ökonomischem Hintergrund

3.3 Wettermodifikationen auf kurzer Distanz

3.3.1 Hagelabwehr im deutschsprachigen Raum

3.3.2 Wolkenbeeinflussung über kleinen Arealen

3.3.3 Sonnenschein für kommerzielle Veranstaltungen

3.4 Manipulationen aus größerer Entfernung und über größeren Gebieten

4. Schlussbetrachtung

Zielsetzung & Themen

Die vorliegende Arbeit untersucht die Möglichkeiten und Grenzen ökonomisch determinierter Wettermanipulationen. Dabei steht die Forschungsfrage im Mittelpunkt, inwieweit moderne wissenschaftliche Methoden und präzise Wetterprognosen eine gezielte Beeinflussung des Wetters ermöglichen, um wirtschaftliche Schäden durch Unwetter zu minimieren oder spezifische meteorologische Bedingungen für kommerzielle Zwecke zu schaffen.

  • Grundlagen und Effizienz der Wetterbeeinflussung (Cloud-Seeding)
  • Bedeutung der Prognosegenauigkeit für den Erfolg von Manipulationen
  • Einsatz von Hagelabwehr zum Schutz landwirtschaftlicher und industrieller Güter
  • Methoden zur gezielten Wolkenbeeinflussung bei Großveranstaltungen und Solaranlagen
  • Technologische Grenzen der Wetterkontrolle über große Distanzen

Auszug aus dem Buch

3.1 Grundlagen der Wetterbeeinflussung

Die heute gängigste Form der Wettermanipulation ist das so genannte cloud-seeding: Im Jahr 1948 entdeckte Bernard Vonnegut in Wolkenkammertests, dass sich mit Hilfe von Silberjodid (AgJ), welches eine dem Eis ähnlich kristalline Struktur besitzt, in Wolken, die eine Temperatur von unter -3 Grad Celsius und über -25 Grad Celsius besitzen, ein künstlicher Eiskern bildet. Die Folge des Silberjodideinsatzes sind sich bildende Löcher in der Wolkendecke, da die Eiskristallisation zur Bildung von Schnee bzw. Regen führt (Hobbs, 1964 S.34).

Obwohl schon vor dieser Zeit von vielen Nationen, unter anderem Russland, China und den USA, cloud-seeding Experimente mit anderen Substanzen wie Bleijodid oder auch Trockeneis durchgeführt wurden, ist Silberjodid das gebräuchlichste Einsatzmittel (Pachatz, 2005).

Theoretisch ist die Effizienz des cloud-seedings bewiesen. Allerdings gibt es viele Studien zur praktischen Umsetzung, die gegen einen signifikanten Einfluss dieser Art von Wettermanipulation auf das Wetter und den Niederschlag sprechen (Göber b, 2006).

Laut Tom DeFelice ist eine Beeinflussung mit 99%iger Wahrscheinlichkeit zumindest immer dann möglich, wenn die zu impfende Wolke einen „supercooled“ Kern besitzt, der eine Temperatur zwischen -10 Grad und -25 Grad Celsius hat. Dabei muss die Impfsubstanz möglichst genau in diesen Bereich der Wolke gelangen (DeFeliz, 2006b).

Zusammenfassung der Kapitel

1. Einführung: Die Einleitung beleuchtet die langjährigen menschlichen Bemühungen zur Wetterbeeinflussung, vornehmlich getrieben durch ökonomische Interessen wie Schadensvermeidung und Ertragssteigerung.

2. Wetterprognosen: Dieses Kapitel erläutert die essenzielle Rolle präziser meteorologischer Vorhersagen als Grundvoraussetzung für eine erfolgreiche gezielte Wettermanipulation.

3. Wettermanipulationen: Der Hauptteil analysiert die technischen Verfahren des Cloud-Seedings, diskutiert spezifische Anwendungsfelder wie Hagelabwehr oder Wolkenbeeinflussung und bewertet die Grenzen der Kontrolle über verschiedene Distanzen.

4. Schlussbetrachtung: Das Fazit fasst zusammen, dass Wettermanipulationen lokal bei guter Prognoselage erfolgreich sein können, eine großflächige Kontrolle jedoch aufgrund technischer und physikalischer Komplexität aktuell nicht realisierbar ist.

Schlüsselwörter

Wettermanipulation, Wetterprognose, Cloud-Seeding, Silberjodid, Hagelabwehr, Wolkenbeeinflussung, Schadensvermeidung, Meteorologie, ökonomischer Nutzen, Gewitterwolken, atmosphärische Bedingungen, Stratocumulus, Wetterkontrolle, technologische Grenzen.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit befasst sich mit den internationalen Aspekten ökonomisch motivierter Wettermanipulationen, insbesondere mit der Frage, wie künstliche Eingriffe das Wetter zur wirtschaftlichen Risikominimierung beeinflussen können.

Welche zentralen Themenfelder werden bearbeitet?

Die zentralen Felder umfassen die meteorologischen Grundlagen (Wetterprognosen), die technischen Verfahren der Wetterbeeinflussung mittels Silberjodid sowie die Anwendung dieser Methoden in der Landwirtschaft, Industrie und bei Großveranstaltungen.

Was ist das primäre Ziel der Untersuchung?

Ziel ist es, die Effizienz und die technischen Voraussetzungen für punktgenaue Wettermanipulationen zu erörtern und aufzuzeigen, wo diese ökonomisch sinnvoll oder technisch begrenzt sind.

Welche wissenschaftlichen Methoden werden beleuchtet?

Es werden insbesondere Verfahren der Wolkenimpfung (Cloud-Seeding) sowie die Nutzung moderner Computer- und Radarsysteme zur präzisen Datenerhebung und Wirkungsanalyse von Wettermanipulationen untersucht.

Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?

Der Hauptteil widmet sich der Praxis des Cloud-Seedings, der Hagelabwehr im deutschsprachigen Raum, Möglichkeiten der Wolkenbeeinflussung zur Sonnensteuerung und der technischen Machbarkeit bei großräumigen Einsätzen.

Durch welche Schlüsselwörter lässt sich die Arbeit charakterisieren?

Wettermanipulation, Cloud-Seeding, Hagelabwehr, Wetterprognose, wirtschaftlicher Nutzen und technologische Machbarkeit sind die prägenden Begriffe.

Warum ist die Hagelabwehr besonders für Industriebetriebe relevant?

Industriebetriebe wie Automobilhersteller nutzen Hagelabwehr, um ihre ungeschützt gelagerten Neuwagen vor kostenintensiven Hagelschäden zu schützen.

Ist eine flächendeckende Wetterkontrolle bereits möglich?

Nein, das Dokument betont, dass eine Kontrolle über große Distanzen oder ganze Länder technisch nicht möglich ist, da die Wolkendynamik zu komplex ist und der Impferfolg zeitlich stark begrenzt bleibt.

Welchen Einfluss hat die Art der Wolke auf den Manipulationserfolg?

Verschiedene Wolkenarten, wie z.B. Stratocumulus-Wolken oder Gewitterwolken, weisen unterschiedliche physikalische Eigenschaften auf, die den Einsatz von Impfsubstanzen erschweren oder erleichtern.

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Details

Title
Internationale Aspekte ökonomisch determinierter Wettermanipulationen
College
University of Hamburg  (Wirtschaftspolitik)
Course
Internationale Organisationen
Grade
2,0
Author
Daniel Steinberger (Author)
Publication Year
2006
Pages
20
Catalog Number
V65576
ISBN (eBook)
9783638581059
ISBN (Book)
9783638767163
Language
German
Tags
Internationale Aspekte Wettermanipulationen Internationale Organisationen Wettermanipulation
Product Safety
GRIN Publishing GmbH
Quote paper
Daniel Steinberger (Author), 2006, Internationale Aspekte ökonomisch determinierter Wettermanipulationen, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/65576
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