Das Thema dieser Hausarbeit, die im Rahmen der Veranstaltung „Grundlagen der Raumplanung“ angefertigt wurde, ist das „Konzept der Bauleitplanung in der Bundesrepublik Deutschland“.
Im Wesentlichen befasst sich diese Arbeit mit der Darstellung des Bauleitplanungskonzeptes in der Bundesrepublik Deutschland und dessen geschichtlicher Entwicklung. So soll durch diese Hausarbeit deutlich werden, dass die Bauleitplanung raum-zeitlichen Veränderungen unterliegt und in den letzten Jahren maßgeblich durch die immer stärker werdende EU beeinflusst wird.
Inhaltsverzeichnis
1. Vorwort
2. Die Bauleitplanung
2.1 Geschichtliche Entwicklung der Bauleitplanung
2.2 Darstellung des Bauleitplanungskonzeptes
Zielsetzung & Themen
Die vorliegende Arbeit setzt sich zum Ziel, das Konzept der Bauleitplanung in der Bundesrepublik Deutschland sowie dessen historische Genese darzustellen. Dabei wird analysiert, wie sich die Planungsinstrumente raum-zeitlich entwickelt haben und welchen Einfluss europarechtliche Vorgaben, insbesondere im Hinblick auf den Nachhaltigkeitsaspekt, auf die aktuelle Planungspraxis nehmen.
- Historische Entwicklung der Fluchtlinien- und Bauleitplanung
- Die zweistufige Bauleitplanung (Flächennutzungs- und Bebauungsplan)
- Einordnung der Bauleitplanung in die Planungshierarchie
- Rechtliche Grundlagen und Grundsätze der Bauleitplanung gemäß BauGB
- Umweltprüfung und Partizipation in der Bauleitplanung
Auszug aus dem Buch
2. Die Bauleitplanung
Bauleitplanung ist „die fächerübergreifende, im Baugesetzbuch definierte, kommunale räumliche Planung“¹ deren Aufgabe es ist, „die bauliche und sonstige Nutzung der Grundstücke in der Gemeinde nach Maßgabe [des Baugesetzbuches] vorzubereiten und zu leiten“². Somit wird die Bauleitplanung auch als „eine [in] Rechtsform gegossene Stadtplanung“³ bezeichnet.
Im Folgenden wird die geschichtliche Entwicklung der Bauleitplanung in den wesentlichen Zügen skizziert. Seit der ersten Hälfte des 19. Jahrhunderts gab es von der Polizei getroffene Fluchtlinienfestsetzungen, in denen die Straßenführung festgelegt wurde. Die Planungskompetenz lag bei der staatlichen Baupolizei, welche die örtliche Polizeibehörde dazu aufforderte, die Baupläne aufzustellen. Diese mussten letztendlich noch vom König genehmigt werden⁴.
Im weiteren Verlauf wurde die Bauleitplanung durch die badischen Fluchtliniengesetze von 1868 und dem preußischen Fluchtliniengesetz von 1875 beeinflusst. Als markanteste Änderung ist hier zu nennen, dass die Planungskompetenz nun bei der Gemeinde lag. Erwähnenswert ist zudem, dass die Bürger noch kein Mitspracherecht hatten. Durch eine Verfügung von 1906 wurde das Fluchtliniengesetz um die Abstimmungspflicht mit den Nachbargemeinden ergänzt. Diese Neuerung lässt sich maßgeblich darauf zurückführen, dass „die rasch wachsenden Städte [insbesondere im Ruhrgebiet] aneinander stiessen [sic!]“⁵. Zur gleichen Zeit wurden die sogenannten allgemeinen Bebauungspläne eingeführt, die als Vorläufer der heutigen Flächennutzungspläne anzusehen sind. 1914 wurde das erste mal ein Teil der Öffentlichkeit in die Planung integriert:
Zusammenfassung der Kapitel
1. Vorwort: Dieses Kapitel erläutert den Anlass der Hausarbeit und gibt eine kurze Einführung in das gewählte Thema unter Berücksichtigung der aktuellen raum-zeitlichen Veränderungen.
2. Die Bauleitplanung: Hier wird das Konzept der Bauleitplanung definiert, ihre historische Entwicklung von der Fluchtlinienplanung bis heute skizziert und die methodische Einordnung in die deutsche Planungshierarchie vorgenommen.
Schlüsselwörter
Bauleitplanung, Raumplanung, Baugesetzbuch, BauGB, Flächennutzungsplan, Bebauungsplan, Nachhaltigkeit, Planungshierarchie, Kommunalplanung, Fluchtliniengesetz, Stadtplanung, Umweltprüfung, Gemeindeplanung
Häufig gestellte Fragen
Was ist das grundlegende Thema der Arbeit?
Die Arbeit befasst sich mit den konzeptionellen Grundlagen und der geschichtlichen Entwicklung der Bauleitplanung in der Bundesrepublik Deutschland.
Welche zentralen Themenfelder werden abgedeckt?
Zentrale Themen sind die rechtliche Definition der Bauleitplanung, ihre Einbettung in die hierarchische Raumordnung und die Unterscheidung der beiden Planungsstufen.
Was ist das primäre Ziel der Untersuchung?
Ziel ist es, das Bauleitplanungskonzept verständlich darzustellen und aufzuzeigen, wie sich dieses durch gesetzliche Änderungen und EU-Einflüsse gewandelt hat.
Welche wissenschaftliche Methode kommt zum Einsatz?
Die Arbeit basiert primär auf einer systematischen Literaturrecherche und der Auswertung einschlägiger Rechtsnormen wie dem Baugesetzbuch.
Was behandelt der Hauptteil der Arbeit?
Der Hauptteil gliedert sich in eine historische Analyse sowie die detaillierte Darstellung der Instrumente (Flächennutzungs- und Bebauungsplan) im aktuellen Planungssystem.
Wodurch zeichnet sich die Arbeit aus?
Sie charakterisiert sich durch die Verknüpfung von theoretischen Planungsgrundsätzen mit praktischen Beispielen und graphischen Darstellungen der Planungshierarchie.
Was unterscheidet den Flächennutzungsplan vom Bebauungsplan?
Während der Flächennutzungsplan vorbereitend ist und die allgemeine Nutzung festlegt, ist der Bebauungsplan rechtsverbindlich und regelt parzellenscharf die bauliche Nutzung.
Warum wurde die Nachhaltigkeit so wichtig für die Bauleitplanung?
Durch gesetzliche Änderungen, insbesondere das Gesetz zur Änderung des Baugesetzbuchs im Jahr 1998, wurde das Leitziel der ökologischen Nachhaltigkeit verpflichtend in die Bauleitplanung integriert.
Welche Rolle spielt die Öffentlichkeit im Planungsprozess?
Die Öffentlichkeit wird durch die öffentliche Auslegung von Plänen und Begründungen informiert, um eine Stellungnahme zu raumrelevanten Planungen zu ermöglichen.
- Quote paper
- André Schuhmann (Author), 2005, Das Konzept der Bauleitplanung in der Bundesrepublik Deutschland , Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/65585