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Die Ökonomie des Brain Drain

Titre: Die Ökonomie des Brain Drain

Exposé Écrit pour un Séminaire / Cours , 2006 , 25 Pages , Note: 1,7

Autor:in: Christoph Hinrichs (Auteur)

Economie politique - Economie du marché du travail
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Résumé Extrait Résumé des informations

Die fortschreitende Globalisierung der Märkte und des Wettbewerbs führt insbesondere zwischen den hoch entwickelten Industrienationen zu einem verstärkten Wettbewerb um die internationale Elite der Wissenschaft und Wirtschaft. Der Trend, dass hoch qualifizierte Arbeitskräfte in ein Land emigrieren, in dem sie ein höheres Wohlstandsniveau erreichen können, wird durch die von vielen OECD Ländern verfolgten selektiven Immigrationspolitik verschärft (vgl. Docquier und Marfouk, 2006, S.152).1Die daraus resultierende verstärkte Nachfrage nach qualifizierten Arbeitskräften wird zumeist ohne Rücksicht auf die Konsequenzen für die Abgabeländer befriedigt (vgl. Beine u.a., 2003, S. 4f.). Tatsächlich zeigt die Studie von Docquier und Marfouk (2006, S. 164), dass die Anzahl der Immigranten in OECD Ländern im Zeitraum 1990-2000 um 40% gestiegen ist. Die Zuwachsrate der Immigranten mit einem tertiären Bildungsabschluss beträgt in diesem Zeitraum sogar 63%. Die Migration der qualifizierten Arbeitskräfte weist Konsequenzen für die beteiligten Volkswirtschaften auf. Während die Aufnahmeländer grundsätzlich von der Aufnahme der Eliten profitieren, hat die Emigration für die Abgabeländer auf den ersten Blick negative Auswirkungen. Ziel dieser Arbeit ist es daher, die Auswirkungen der Migration hoch qualifizierter Arbeitskräfte im Abgabeland zu analysieren. Dazu werden zunächst die Sichtweisen der klassischen und der neueren Brain Drain Literatur in einem Grundlagenkapitel voneinander abgegrenzt. Im Anschluss daran erfolgt dann im Kapitel 3 eine modelltheoretische, ökonomische Analyse anhand einer Arbeit von Docquier und Rapoport (2005). Anschließend wird dann eine empirische Schätzung des Ausmaßes des Brain Drain anhand einer Studie von Beine u.a. (2003) dargestellt. Die Arbeit schließt mit einer kritischen Würdigung der Ergebnisse.

Extrait


Inhaltsverzeichnis

1 Einleitung

2 Abgrenzung der Sichtweisen der klassischen und neueren Brain Drain Literatur

3 Analyse der Auswirkungen der Migration Hochqualifizierter in Abgabeländern

3.1 Erläuterung des Modellrahmens

3.2 Untersuchung der klassischen Brain Drain Theorie

3.3 Untersuchung eines möglichen Brain Gain durch Rückkopplungseffekte

3.3.1 Analyse der Auswirkungen temporärer Auswanderung

3.3.2 Analyse der Auswirkungen von Rückzahlungsströmen

3.3.3 Analyse der Auswirkungen von Netzwerkeffekten

4 Empirische Schätzung des Brain Drain/Gain

4.1 Datenmaterial und Vorgehensweise der Schätzung

4.2 Ergebnisse der Schätzung

4.3 Interpretation der Schätzergebnisse

5 Kritische Würdigung der Ergebnisse

Zielsetzung und thematische Schwerpunkte

Diese Arbeit untersucht die ökonomischen Konsequenzen der Migration hochqualifizierter Arbeitskräfte (Brain Drain) für die Herkunfts- bzw. Abgabeländer. Dabei wird der Frage nachgegangen, unter welchen Bedingungen die Abwanderung von Eliten negative Wohlfahrtseffekte auslöst und inwiefern Rückkopplungseffekte – wie Rückzahlungen oder Netzwerke – zu einem sogenannten Brain Gain führen können.

  • Klassische vs. neuere ökonomische Perspektiven auf Brain Drain
  • Modelltheoretische Analyse der Auswirkungen auf den Humankapitalbestand
  • Positive Rückkopplungseffekte durch temporäre Migration und Rückzahlungen
  • Bedeutung von Netzwerkeffekten und Risikoprämien
  • Empirische Überprüfung des Brain Drain anhand internationaler Daten

Auszug aus dem Buch

3.3.3 Analyse der Auswirkungen von Netzwerkeffekten

Neben den bereits erläuterten Rückkoppelungseffekten nimmt die Entwicklung von Netzwerken eine zunehmende Bedeutung in der langfristigen Analyse des Brain Drain eines Landes ein. Als bedeutsamste Formen können zum einen Netzwerke genannt werden, die den Emigrationsprozess fördern und zum anderen Netzwerke, die die Handelsbeziehungen zwischen den beteiligten Ländern verbessern sowie das Volumen ausländischer Direktinvestitionen erhöhen. Durch die Bildung von Emigrationsnetzwerken wird den qualifizierten Arbeitskräften die Auswanderung in fremde Länder erleichtert.

Die bestehenden Kontakte leisten Hilfestellungen, die dazu führen, dass Kosten und Risiken einer Migration gemindert werden, so dass die entstehenden Emigrationsanreize gesteigert werden. Durch die sinkenden Kosten erhöht sich in diesem Fall die erwartete Bildungsrendite der Individuen, so dass die Individuen einen verstärkten Anreiz haben, in Bildung zu investieren. Dadurch haben die Netzwerkeffekte einen positiven Einfluss auf den durchschnittlichen Humankapitalbestand der Volkswirtschaft.

Um die Wohlfahrtseffekte der Netzwerke zu analysieren, wird angenommen, dass das heimische Lohnniveau wt nicht nur vom Humankapitalbestand Ht , sondern zusätzlich von einer länderspezifischen Risikoprämie πt abhängt. Diese Prämie ist von internen Faktoren wie politischer Stabilität, Korruption, Kriminalität etc. abhängig. Unter der Annahme, dass die oben genannten Netzwerkeffekte bspw. zu höheren ausländischen Direktinvestitionen oder zu verbesserten Handelsbeziehungen führen, wird die Risikoprämie πt gesenkt.

Zusammenfassung der Kapitel

1 Einleitung: Die Einleitung skizziert die Problematik des zunehmenden globalen Wettbewerbs um hochqualifizierte Arbeitskräfte und stellt die Forschungsfragen sowie den methodischen Aufbau der Arbeit dar.

2 Abgrenzung der Sichtweisen der klassischen und neueren Brain Drain Literatur: Dieses Kapitel stellt die negativen Einschätzungen der klassischen Literatur den differenzierteren Ansätzen gegenüber, die auch potenzielle positive Wohlfahrtseffekte (Brain Gain) thematisieren.

3 Analyse der Auswirkungen der Migration Hochqualifizierter in Abgabeländern: Dieser Hauptteil bietet eine modelltheoretische Untersuchung, die den Humankapitalbestand und die Auswirkungen von Migration, Rückzahlungen sowie Netzwerkeffekten mathematisch analysiert.

4 Empirische Schätzung des Brain Drain/Gain: Hier werden die theoretischen Erkenntnisse anhand einer Studie an 30 Entwicklungsländern empirisch überprüft, um zu belegen, unter welchen Bedingungen Brain Drain vorteilhaft oder schädlich wirkt.

5 Kritische Würdigung der Ergebnisse: Das Fazit reflektiert die Stärken und Grenzen des Modells sowie der verwendeten Datensätze und bewertet die Eindeutigkeit der Aussagen über die Auswirkungen des Brain Drain.

Schlüsselwörter

Brain Drain, Brain Gain, Humankapital, Migration, Hochqualifizierte, Abgabeländer, Rückzahlungsströme, Netzwerkeffekte, Bildungsrendite, Volkswirtschaft, Arbeitsmarkt, Wohlfahrt, Wirtschaftsleistung, Emigrationsrate, Entwicklungsländer.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in der Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit analysiert die ökonomischen Auswirkungen der Abwanderung hochqualifizierter Arbeitskräfte aus Entwicklungsländern in Industrienationen.

Welche zentralen Themenfelder werden behandelt?

Zentrale Themen sind die klassischen negativen Sichtweisen auf Brain Drain sowie die modernen Ansätze, die positive Rückkopplungseffekte und einen möglichen Brain Gain untersuchen.

Was ist das primäre Ziel der Arbeit?

Das Ziel ist die ökonomische Analyse, ob die Migration Hochqualifizierter den Humankapitalbestand im Abgabeland schwächt oder unter bestimmten Bedingungen sogar fördern kann.

Welche wissenschaftliche Methode kommt zum Einsatz?

Die Arbeit nutzt eine modelltheoretische, ökonomische Analyse (basierend auf Docquier und Rapoport) sowie eine ergänzende empirische Auswertung existierender Studien.

Was steht im Hauptteil im Fokus?

Der Hauptteil befasst sich detailliert mit dem Modellrahmen, der Bedeutung von Ausbildungsinvestitionen, der Rolle von Rückzahlungen und den Einflüssen von Netzwerken.

Welche Schlüsselbegriffe charakterisieren die Arbeit?

Wesentliche Begriffe sind Brain Drain, Brain Gain, Humankapital, Bildungsrenditen und internationale Migration.

Wie beeinflussen Rückzahlungen die Wohlfahrt?

Rückzahlungen von Emigranten können Liquiditätsbeschränkungen im Heimatland mildern und somit die Ausbildungsinvestitionen verbliebener Individuen positiv beeinflussen.

Warum wird eine Einzelfallbetrachtung gefordert?

Die Ergebnisse zeigen, dass es keine allgemeingültige optimale Emigrationsrate gibt, da die Auswirkungen stark von länderspezifischen Merkmalen und dem Bildungsniveau abhängen.

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Résumé des informations

Titre
Die Ökonomie des Brain Drain
Université
Christian-Albrechts-University of Kiel  (Institut für Volkswirtschaftslehre)
Cours
Seminar Reale Außenwirtschaft
Note
1,7
Auteur
Christoph Hinrichs (Auteur)
Année de publication
2006
Pages
25
N° de catalogue
V65592
ISBN (ebook)
9783638581189
Langue
allemand
mots-clé
Brain Drain Seminar Reale Außenwirtschaft
Sécurité des produits
GRIN Publishing GmbH
Citation du texte
Christoph Hinrichs (Auteur), 2006, Die Ökonomie des Brain Drain, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/65592
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Extrait de  25  pages
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