Drogengebrauch und Drogenmissbrauch von Schülern bzw. Jugendlichen


Hausarbeit, 2005

19 Seiten, Note: 2,3


Leseprobe

Inhaltsverzeichnis

Abkürzungsverzeichnis

1 Einleitung

2 Was sind Drogen?
2.1 Legale Drogen
2.1.1 Anabolika/Medikamentenmissbrauch
2.1.2 Alkoholkonsum/missbrauch
2.1.3 Der Tabakkonsum bzw. das Rauchen
2.2 Illegale Drogen
2.2.1 Cannabis
2.2.2 Crack, Kokain
2.2.3 Heroin
2.2.4 Ecstasy (XTC)

3 Drogengebrauch und Drogenmissbrauch
3.1 Woher kommen die Drogen und wie gelangen diese zum Schüler?
3.2 Wer greift zu Drogen und im besonderen Fall welche Schüler?
3.3 Wie gelingt der Umgang mit Schülern und Drogen im schulischen Alltag?
3.4 Wie sieht Drogenprävention aus und im besonderen in der Schule?

4 Abschließende Betrachtung

Literaturverzeichnis

Abkürzungsverzeichnis

Abbildung in dieser Leseprobe nicht enthalten

1 Einleitung

„Warum greift ein Mensch aus anderen als medizinischen Gründen zu Drogen? Weil er Lust darauf hat. Weil er auf Spaß aus ist. Weil er neue Erfahrungen sucht. Was spricht dagegen? Daß es gefährlich ist. Drogen machen Spaß und Drogen sind gefährlich, in diesem ebenso schlichten wie widersprüchlichen Slogan ist zusammengefasst, worauf man sich innerlich einzustellen hat, wenn man einen Paradigmenwechsel in der Drogenfrage tatsächlich will.“[1]

In dieser vorliegenden Arbeit geht es um die Darstellung von verschiedenen Drogenarten gehen, mit dem Augenmerk auf deren Herkunft und wie sie zum Konsumenten gelangen. Im zweiten Teil wird auf den Drogengebrauch und Drogenmissbrauch näher eingegangen, mit dem Schwerpunkt auf Drogen in der Schule und dem Umgang der Lehrer mit diesem hoch sensiblen Thema. Über Drogen wird zwar oft berichtet, doch wie eine vernünftige Drogenprävention aussehen sollte, wird nur in den seltensten Fällen besprochen. Oftmals sind die Lehrer überfordert, wenn es um das Thema Drogen geht oder sie dürfen nicht so agieren, wie sie es gern wollen. Denn es gibt auch direkte Vorschriften für den Umgang mit Drogen und besonders wenn es zu Drogenverstößen in der Schule kommt. Auch wenn die Schule nur einen geringen Teil des Drogenumschlagplatzes ausmacht sowie als Ort des konsumieren genutzt wird, sollte diesem Thema in dieser Arbeit eine große Aufmerksamkeit geschenkt werden.

2 Was sind Drogen?

„Eine allgemeine Definition des Begriffs „Droge“ wurde von der Weltgesundheitsorganisation (1964) vorgeschlagen, wonach jede Substanz, die innerhalb des lebendigen Organismus eine oder mehrere seiner Funktionen zu verändern vermag, insbesondere eine solche mit zentralnervöser Wirkung, als Droge bezeichnet wird.“[2]

2.1 Legale Drogen

Bei legalen Drogen handelt es sich um Substanzen, bei denen es gesetzlich nicht verboten ist mit diesen einerseits zu handeln und andererseits sie konsumieren zu dürfen. Obwohl es bei übermäßigem Konsum zu körperlichen Schäden führen kann, sind diese Substanzen nicht vom Gesetzgeber verboten wurden.

2.1.1 Anabolika/Medikamentenmissbrauch

Anabolika sind in den meisten fällen Leistungssteigernde Produkte. Angefangen mit den eher harmlosen „Energydrinks“ bzw. stark koffeinhaltige Getränke bis hin zu Leistungssteigernden „Epo“ für Hochleistungssportler. Die meisten Substanzen sind legal zu beziehen und für den „Normalverbraucher“ auch nicht strafbar. Während der Truckfahrer auf seine Koffeingetränke angewiesen ist um länger fahren zu können, so kann die Einnahme von Leistungssteigernden Präparaten bei Leistungssportlern zum Dopingfall führen und schwerwiegende Strafen nach sich ziehen. Aber auch der Gesundheitsaspekt spielt dabei eine bedeutende Rolle. Obwohl die meisten Sportler wissen, dass sie durch Anabolika ihrem Körper auf Dauer schaden, nehmen sie diese Stoffe trotzdem ein. Denn wie schon Günter Amendt schrieb: “Schnell leben und jung sterben, das alte Rock`n`Roll- Klischee, lebt fort in den Köpfen vieler junger Hochleistungssportler.“[3] Auf Grund dieser Tatsache ist es nicht verwunderlich, dass viele Sportler zum „Schlucken“ und „Spritzen“ bereit sind nur um schneller die Leistung zu erbringen und somit besser zu verdienen.

Aber auch in der Armee sind Aufputschmittel gang und gebe. Gerade bei Nachteinsätzen sind koffeinhaltige Getränke an der Tagsordnung, um somit die Leistungsfähigkeit des einzelnen Soldaten zu erhöhen. Deswegen ist bei den heutigen Jugendlichen und deren Körperwahn auch ein klarer Trend für Leistungssteigernde Medikamente zusehen, besonders stark im Sektor des Bodybuildings. So veröffentlichte die Süddeutsche Zeitung am 05.07.2002 einen Beitrag, in dem sich auf eine EU-Studie gestützt wird, in der gesagt wird, dass von 16 Millionen Belgiern, Portugiesen, Italienern und Deutschen, die einem von 23.000 kommerziellen Fitness-Studios angehören, etwa 6% regelmäßig Leistungssteigernde Medikamente nehmen, obwohl Nebenwirkungen wie starke Akne, Herzflimmern, Nasenbluten oder auch negative Auswirkungen auf deren Sexualität zu verzeichnen sind. Dennoch wollen die Jugendlichen die Nebenwirkungen nicht wahr haben. Aufgrund dessen muss auch in diesen Bereichen, wo es sich um legale Drogen handelt, die zwar nicht legal gehandelt werden dürfen, aber deren Konsum nicht strafbar ist, ein Umdenken stattfinden und über neue Präventivmassnahmen beraten werden.

Ein weiteres Beispiel für das frühzeitige Einnehmen von Tabletten auf Grund von Stresssymptomen ist der in Deutschland frühe Schulbeginn. Denn wie in einer Studie zum Schlaf-Wach-Rhythmus von Kindern untersucht worden ist, können Kinder vor 8 Uhr nicht die Leistungen erbringen, die von ihnen gefordert werden. Die Kinder zeigen somit eine erhöhte Müdigkeit und hohe Stresssymptome, die wiederum mit Medikamenten behandelt werden. Dies ist zwar für die Pharmaindustrie von großem Vorteil, da diese mehr von ihren Produkten schon an Kindern absetzen können, doch für die Kinder ist die frühzeitige Einnahme von Tabletten natürlich nicht von Vorteil. (vgl. Günter Amendt, No Drugs No Future – Drogen im Zeitalter der Globalisierung)

2.1.2 Alkoholkonsum/missbrauch

Der Alkohol ist kulturgeschichtlich die am weitesten zurückverfolgbare und bekannteste Droge. War der Alkohol in prähistorischer Zeit als Konservierungsmittel bekannt, so ist dieser in unserer heutigen Zeit zum Konsummittel und Droge aufgestiegen. So gibt es auch heute noch verschiedene Kulturen, welche unterschiedlich mit dem Alkohol umgehen. In den Abstinenzkulturen ist jeglicher Alkohol zu konsumieren verboten. In der Permissivkultur, wie sie in Europa vorherrscht, ist der Alkohol prinzipiell erlaubt, allerdings nicht der Rausch oder exzessives Trinken. (vgl. Rainer Welz, Drogen, Alkohol und Suizid S.5)

Somit ist es nicht verwunderlich, wenn Kinder und Jugendliche nicht richtig mit dem Alkohol umgehen können. Denn die Kinder und Jugendlichen sehen oftmals den Gebrauch von Alkohol bei ihren Eltern oder anderen Erwachsenen. Daraufhin entwickelt sich schon hier eine Beziehung zum Alkohol. Wenn nun in der eigenen Gruppe der Jugendlichen (Clique, Freundeskreis) Alkohol konsumiert wird, ist der Griff selbst zur Flasche nicht weit. Auch wenn es ein generelles Alkoholverbot bis zum 16. Lebensjahr gibt, halten sich viele Jugendliche nicht daran. Das Problem ist, dass Kinder und Jugendliche schon viel schneller alkoholabhängig werden als Erwachsene. Während ein Erwachsener Mensch etwa 5 Jahre benötigt, um alkoholabhängig zu werden, braucht ein Kind unter 18 Jahren nur etwa 2 Jahre. In dieser Tatsache liegt das Problem. Der Körper des Jugendlichen wird nicht nur durch den Alkohol schneller geschwächt, sondern die inneren Schäden im Körper nehmen schneller zu und wirken sich auf die weitere Entwicklung des Kindes aus. Auch zieht sich eine Kombination mit anderen Drogen oftmals nach sich. Um alkoholabhängig zu werden, muss regelmäßig Alkohol konsumiert werden. Alkohol ist nach dem Rauchen die am zweit meisten konsumierten Droge bei Kindern und Jugendlichen!

[...]


[1] Günter Amendt, No Drugs No Future – Drogen im Zeitalter der Globalisierung; Europa Verlag 2003 S.165

[2] Rainer Welz, Drogen, Alkohol und Suizid; Ferdinand Enke Verlag 1983 S.24

[3] Günter Amendt, No Drugs No Future – Drogen im Zeitalter der Globalisierung; Europa Verlag 2003 S.28

Ende der Leseprobe aus 19 Seiten

Details

Titel
Drogengebrauch und Drogenmissbrauch von Schülern bzw. Jugendlichen
Hochschule
Universität Leipzig  (Soziologie)
Veranstaltung
Hauptseminar
Note
2,3
Autor
Jahr
2005
Seiten
19
Katalognummer
V65661
ISBN (eBook)
9783638581783
ISBN (Buch)
9783638844291
Dateigröße
499 KB
Sprache
Deutsch
Schlagworte
Drogengebrauch, Drogenmissbrauch, Schülern, Jugendlichen, Hauptseminar
Arbeit zitieren
Jan Griesbach (Autor), 2005, Drogengebrauch und Drogenmissbrauch von Schülern bzw. Jugendlichen, München, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/65661

Kommentare

  • Noch keine Kommentare.
Im eBook lesen
Titel: Drogengebrauch und Drogenmissbrauch von Schülern bzw. Jugendlichen



Ihre Arbeit hochladen

Ihre Hausarbeit / Abschlussarbeit:

- Publikation als eBook und Buch
- Hohes Honorar auf die Verkäufe
- Für Sie komplett kostenlos – mit ISBN
- Es dauert nur 5 Minuten
- Jede Arbeit findet Leser

Kostenlos Autor werden