Das Oratorium ist eine musikalische Gattung von relativ großer innerer Variabilität, die
partiell durch den jeweiligen sozialen Kontext erklärt werden kann. Vorliegende Arbeit
beschreibt die Entwicklung der Gattungsmerkmale des englischen Oratoriums im 18. und
19.Jhd. und setzt diese in Beziehung zu den entsprechenden gesellschaftlichen Bedingungen.
Inhaltsverzeichnis
- 18. Jhd.: das Händel-Oratorium
- Dreiteiliges dramatisches Libretto
- Konzertoratorium
- Der Chor
- 19. Jhd.: Differenzierung des englischen Oratoriums
- Das Mendelssohn-Oratorium
- Der,Sacred Concert' nach Händel
- Die,Passion' als neuer Typus
Zielsetzung und Themenschwerpunkte
Diese Arbeit verfolgt das Ziel, die Entwicklung des englischen Oratoriums im 18. und 19. Jahrhundert zu analysieren und dabei die relevanten sozialen Kontexte zu beleuchten. Dabei liegt der Fokus auf der Gattungsentwicklung des Oratoriums in England, wobei die Werke Georg Friedrich Händels und Felix Mendelssohn-Bartholdys als zentrale Beispiele dienen.
- Entwicklung des englischen Oratoriums vom 18. bis zum 19. Jahrhundert
- Einfluss von Georg Friedrich Händel auf die Entwicklung der Gattung
- Soziale Kontexte und ihre Relevanz für die Entwicklung des Oratoriums
- Differenzierung des englischen Oratoriums in Typen
- Bedeutung des Chors im englischen Oratorium
Zusammenfassung der Kapitel
18. Jhd.: das Händel-Oratorium
Das erste Kapitel beleuchtet die Entstehung und Etablierung des englischen Oratoriums im 18. Jahrhundert, maßgeblich geprägt durch die Werke von Georg Friedrich Händel. Es analysiert die Gattungsspezifika des,Esther'-Oratoriums als Prototyp des englischen Oratoriums und stellt diese im Vergleich zu den Eigenschaften kontinentaler Oratorien dar. Das Kapitel untersucht die Funktion des Oratoriums als Opernsurrogat und dessen dramatischen Charakter im Kontext des englischen Theaters und der gesellschaftlichen Bedingungen.
19. Jhd.: Differenzierung des englischen Oratoriums
Das zweite Kapitel widmet sich der Differenzierung des englischen Oratoriums in neue Typen im 19. Jahrhundert. Es analysiert die Werke von Felix Mendelssohn-Bartholdy als bedeutende Weiterentwicklung des Händel-Oratoriums. Weiterhin werden der,Sacred Concert', der sich an Händel orientiert, und die,Passion' als neuartige Typen des englischen Oratoriums untersucht.
Schlüsselwörter
Englisches Oratorium, Georg Friedrich Händel, Felix Mendelssohn-Bartholdy, Konzertoratorium, Bühnenoratorium, Opernsurrogat, sozialer Kontext, gesellschaftliche Bedingungen, Gattungsentwicklung, Chor, dramatisches Libretto, ,Esther', ,Sacred Concert', ,Passion'
Häufig gestellte Fragen
Was prägte das englische Oratorium im 18. Jahrhundert?
Das 18. Jahrhundert war maßgeblich durch Georg Friedrich Händel und seine Konzertoratorien wie „Esther“ geprägt, die als Ersatz für die Oper dienten.
Wie unterscheidet sich das Mendelssohn-Oratorium von Händel?
Im 19. Jahrhundert entwickelte Felix Mendelssohn-Bartholdy die Gattung weiter, indem er romantische Elemente und eine stärkere Differenzierung der musikalischen Typen einführte.
Warum war der Chor im englischen Oratorium so wichtig?
Der Chor übernahm oft die Rolle des Volkes oder Kommentators und wurde zum Markenzeichen des englischen Stils, was den sozialen Charakter der Aufführungen betonte.
Was ist ein „Sacred Concert“?
Es handelt sich um einen Typus des Oratoriums im 19. Jahrhundert, der sich eng an Händels Tradition orientierte und oft in kirchlichem oder feierlichem Rahmen stattfand.
Welchen Einfluss hatte der soziale Kontext auf die Musikgattung?
Die Arbeit zeigt, dass bürgerliche Werte, religiöse Bedürfnisse und die Theaterkultur in England die Form und Beliebtheit des Oratoriums direkt beeinflussten.
- Arbeit zitieren
- Martin Förster (Autor:in), 2006, Entwicklung und soziale Kontexte des englischen Oratoriums im 18. und 19. Jahrhundert, München, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/65713