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Die Ursachen und Voraussetzungen zum Entstehen der griechischen Biographie

Title: Die Ursachen und Voraussetzungen zum Entstehen der griechischen Biographie

Seminar Paper , 2006 , 19 Pages , Grade: 1,3

Autor:in: B.A. Karsten Schulze (Author)

Greek Studies - Literature
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Die Arbeit behandelt die Ursprünge der griechischen Biographie. Die Probleme, die hierbei auftreten, sind grundlegend, da man das literarische Genus der Biographie selbst streitet. Die antike Biographie ist nie durch eine feste Tradition geformt worden, ihre Anfänge lagen selbst für antike Stimmen im Dunkeln, ein antikes Lehrwerk existiert hierfür nicht. Nicht zu leugnen ist, dass einige gesellschaftliche Indizien für die Entstehung der Biographie existieren, Entwicklungen, die den Focus von der Gesamtgesellschaft auf das Individuum, von den Leistungen der Gesamtheit auf die Art Einzelner, von den Taten auf den Charakter lenken. In der Forschung gibt es verschiedenste Ansatzpunkte für die Biographie, einige reichen ins fünfte Jahrhundert vor Christus zurück, andere setzen sie im vierten Jahrhundert an. Hier muss untersucht werden, ob die Menschen im 5. Jahrhundert überhaupt fähig waren, einen individuellen Charakter zu erfassen. Dies nimmt sich die vorliegende Arbeit vor und zieht dazu Herodot, Thukydides und die sokratischen Schriften heran.

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Inhaltsverzeichnis

1 Einleitung

2 Versuch einer Definition

3 Entstehung der griechischen Biographie – ein gesellschaftliches Merkmal

4 Anfänge der griechischen Biographie

4.1 Biographien bei Herodot

4.1.1 Das Kyros-Portrait

4.1.2 Das Kambyses-Portrait

4.1.3 Portraits griechischer Feldherren und Politiker

4.2 Biographisches bei Thukydides

4.2.1 Kleine Portraits (Perikles, Kleon, Brasidas, Alkibiades)

4.2.2 Große Portraits (Pausanias, Thukydides)

4.3 Sokratische Schriften

5 Schlussbemerkungen

6 Literaturliste

Zielsetzung & Themen

Die Arbeit untersucht die Ursprünge und Voraussetzungen der griechischen Biographik im fünften und vierten Jahrhundert vor Christus. Dabei wird der Frage nachgegangen, inwieweit bei klassischen Autoren wie Herodot, Thukydides und Platon bereits biographische Ansätze vorhanden waren, die den Übergang von einer gemeinschaftsorientierten Polis-Kultur hin zu einer stärkeren Fokussierung auf das Individuum widerspiegeln.

  • Gesellschaftliche Indizien für den Fokus auf das Individuum
  • Definitionsprobleme der antiken Biographie
  • Biographische Elemente in Herodots Historien
  • Charakterzeichnungen im Geschichtswerk des Thukydides
  • Der Einfluss der Sokratischen Schriften auf die Gattungsentwicklung

Auszug aus dem Buch

4.1.1 Das Kyros-Portrait

Zuerst ist die Kyros-Vita genauer zu betrachten: Herodot setzt in 1,95,1 mit einem Prooimion an. Darin gibt er an, welchem Sachverhalt er im Folgenden darlegen will: zu suchen sei „Ιστωρίων“. Beginnend mit einem Traumbild über Kyros in 1,107,1 verfolgt die Schilderung, welche „auch durch deutliche Rückverweise miteinander verbunden“ nur zu einigen Exkursen den Mittelpunkt Kyros verlässt, das Leben des Königs und endigt in 1,214 mit dem Tod des Kyros. Den Gliederungs- und Kompositionswillen Herodots kann man an mehreren Punkten verdeutlichen: die einzelnen Teile dieser Vita sind durch markante Zäsuren als ein Zusammengehöriges kenntlich gemacht. Der Abschnitt über Geburt, Erziehung, Thronbesteigung und der Herrschaft über Asien wird mit einem Schlusssatz beendet. Nach den Sitten der Perser, der Periegese Griechenlands und dem karischen Logos von 1,131 bis 1,176 beginnt Herodot den nächsten Abschnitt mit einem kleinen Vorwort. Genannt werden ausgewählte Taten des Kyros.

Zusammenfassung der Kapitel

1 Einleitung: Die Einleitung beleuchtet die Schwierigkeiten der Definition einer antiken "biographischen Tradition" und den gesellschaftlichen Wandel vom Kollektiv zum Individuum.

2 Versuch einer Definition: Dieses Kapitel diskutiert verschiedene theoretische Definitionsversuche der antiken Biographie, unter anderem durch Arnaldo Momigliano und Friedrich Leo, und stellt die Problematik der Quellenlage dar.

3 Entstehung der griechischen Biographie – ein gesellschaftliches Merkmal: Der Fokus liegt hier auf dem historischen Umbruch von der klassischen Polis-Kultur zu den Monarchien des Hellenismus als Katalysator für biographisches Schreiben.

4 Anfänge der griechischen Biographie: Dies ist das Hauptkapitel, das die biographischen Ansätze bei Herodot, Thukydides und in den sokratischen Schriften detailliert analysiert.

5 Schlussbemerkungen: Das Fazit fasst zusammen, dass im 5. Jahrhundert bereits die kompositorischen und inhaltlichen Fähigkeiten zur biographischen Charakterisierung angelegt waren.

6 Literaturliste: Enthält eine Aufstellung der verwendeten Textausgaben und der wissenschaftlichen Sekundärliteratur.

Schlüsselwörter

Griechische Biographie, Antike, Herodot, Thukydides, Sokrates, Individuum, Polis-Kultur, Hellenismus, Charakterisierung, Biographik, Literaturgeschichte, Geschichtsschreibung, Vita, Persönlichkeit, Antike Biographik.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit behandelt die Ursprünge und das Entstehen der griechischen Biographie im fünften und vierten Jahrhundert vor Christus.

Was sind die zentralen Themenfelder?

Im Zentrum stehen der soziokulturelle Wandel von der Polis-Kultur zur Monarchie, die Entwicklung der biographischen Gattung bei antiken Historikern und die Frage nach der individuellen Charaktererfassung.

Was ist das primäre Ziel der Untersuchung?

Das Ziel ist es, aufzuzeigen, dass bereits bei Autoren wie Herodot und Thukydides biographische Grundelemente vorhanden waren, auch wenn die Gattung "Biographie" als solche erst später ihre Blüte erlebte.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Der Autor nutzt eine textanalytische Untersuchung von Quellenausschnitten aus antiken Werken unter Einbeziehung prominenter Forschungsliteratur.

Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?

Der Hauptteil analysiert spezifische biographische Viten bei Herodot, indirekte Charakterisierungen bei Thukydides und die Bedeutung der sokratischen Schriften für die Gattungsentwicklung.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Schlüsselwörter sind unter anderem Griechische Biographie, Individuum, Herodot, Thukydides, Polis-Kultur und Charakterisierung.

Warum wird Herodot als Schöpfer einer biographischen Darstellungsweise bezeichnet?

Herodot wird so bezeichnet, da er trotz fehlender formaler Tradition bereits in der Lage war, Leben von Herrschern wie Kyros oder Kambyses kompositorisch in seinem Geschichtswerk abzugrenzen.

Wie unterscheidet sich die Charakterisierung bei Thukydides von der Herodots?

Während Herodot stärker auf kompositorische Form und Lebensläufe achtet, nutzt Thukydides indirekte Charakterisierungen, um durch das Handeln und Wirken der Personen Facetten ihres Charakters zu beleuchten.

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Details

Title
Die Ursachen und Voraussetzungen zum Entstehen der griechischen Biographie
College
Free University of Berlin  (Seminar für klassische Philologie)
Course
Sueton, Nero
Grade
1,3
Author
B.A. Karsten Schulze (Author)
Publication Year
2006
Pages
19
Catalog Number
V65777
ISBN (eBook)
9783638582674
ISBN (Book)
9783638753678
Language
German
Tags
Ursachen Voraussetzungen Entstehen Biographie Sueton Nero
Product Safety
GRIN Publishing GmbH
Quote paper
B.A. Karsten Schulze (Author), 2006, Die Ursachen und Voraussetzungen zum Entstehen der griechischen Biographie, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/65777
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