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Strauß lesen - das Theaterstück "Unerwartete Rückkehr" von Botho Strauß im assoziativen Leseprozess

Titre: Strauß lesen - das Theaterstück "Unerwartete Rückkehr" von Botho Strauß im assoziativen Leseprozess

Thèse de Bachelor , 2006 , 52 Pages , Note: 1,0

Autor:in: B.A. Viola Schneider (Auteur)

Théâtrologie, Danse
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Résumé Extrait Résumé des informations

Ein malerisches Tal im Schatten eines Berges. In diesem Tal: ein Chalet mit Hof am Ufer eines Sees. Die Bewohner des Chalets: Die Frau, Der Mann und Seine Freundin. Zu dieser seltsamen Ménage à Trois findet sich vom Berg ausgespuckt ein Phantom der Vergangenheit: Der andere Mann. Mit ihm führte Die Frau vor zwanzig Jahren und mehr eine exzentrische Affäre, für die sie beinahe mit ihrem Leben bezahlt hätte. In dem geschlossenen Raum des Tals werden die vier Gestalten ungebremst aufeinander losgelassen, manipulieren, verwunden sich – selbst und auch gegenseitig – im Namen der (verletzten) Liebe, der ganz großen Gefühle. Der Leser wird zum Zeugen einer „Unerwarteten Rückkehr“ .
Im Sinne ihres Titels Strauß lesen. Am Beispiel von „Unerwartete Rückkehr“ versucht die vorliegende Arbeit sich Botho Strauss’ Theaterstück „Unerwartete Rückkehr“ in erster Linie über den assoziativen Leseprozess anzunähern. Der Arbeitsprozess und Aufbau dieser Arbeit untergliederte sich dabei in zwei Phasen:
Der erste Schritt bestand im Prozess des Close Readings. Hier sollten anhand eines subjektiv-assoziativen Zugangs in einem ersten Lese- und Interpretationsprozesses die „Unerwartete Rückkehr“ Szene für Szene untersucht und aufgeschlüsselt werden. Für die-sen ersten Arbeitsschritt wurde in strengster Disziplin keinerlei Botho Strauß und die „Unerwartete Rückkehr“ betreffende Sekundär- oder Fachliteratur zu Rate gezogen, vielmehr sollte der Text für sich selbst sprechen.
Während dieser ersten Arbeitsphase fiel meine Aufmerksamkeit auf Roland Barthes Glossar „Fragmente einer Sprache der Liebe“ . Viele der dort dargestellten Figuren schienen im Kern dem zu entsprechen, was sich aus den ersten Interpretationsdurchgängen der „Unerwarteten Rückkehr“ herauskristallisierte.
Die Ergebnisse dieses ersten Arbeitsschrittes werden im folgenden Kapitel vorgestellt.
In einem zweiten Arbeitsschritt sollen die im ersten Arbeitsschritt gewonnenen Leseeindrücke zu zentralen Motiven und Themen verdichtet werden, um diese überblickhaft herauszuarbeiten und transparent zu machen. Dazu wird auch die einschlägige Forschungsliteratur konsultiert, um die Ergebnisse des ersten Arbeitsschritts zu überprüfen und abzusichern, bevor das abschließende Kapitel einige knappe Gedanken zur formalen Struktur der „Unerwarteten Rückkehr“ aufgreift.

Extrait


Inhaltsverzeichnis

1. Vorbemerkungen

2. „Unerwartete Rückkehr“ – Close Reading

I

II

III

IV

V

VI

VII

VIII

IX

X

3. Zentrale Motive

3.1 Identität

3.2 Bilder

3.3 Beobachtung

3.4 „Sie alle: ein Bündel Schiefgegangenes“

3.5 Rückkehr in die Vergangenheit

3.6 Und die Liebe?

4. Abschließende Bemerkungen

Zielsetzung & Themen

Die vorliegende Arbeit untersucht das Theaterstück „Unerwartete Rückkehr“ von Botho Strauß durch eine zweistufige methodische Vorgehensweise: Zunächst erfolgt eine subjektiv-assoziative Analyse in Form eines Close Readings, die anschließend durch eine fachwissenschaftliche Einordnung der zentralen Motive und Themen sowie durch die Hinzuziehung von Roland Barthes’ „Fragmente einer Sprache der Liebe“ theoretisch untermauert und reflektiert wird.

  • Analyse des assoziativen Leseprozesses und der Figurenkonstellation
  • Untersuchung zentraler Leitmotive wie Identität, Bildhaftigkeit und Beobachtung
  • Reflektion der Rolle von Liebe und zwischenmenschlicher Kommunikation
  • Anwendung von Roland Barthes’ Theorien auf das dramatische Geschehen
  • Untersuchung der formalen Struktur und des fragmentarischen Aufbaus des Stücks

Auszug aus dem Buch

I

In der ersten Szene des Textes wird der Leser an eine Berghöhe in den Schweizer Alpen geführt: „Aussichtspunkt auf halber Berghöhe“ Berge vermitteln oftmals den Eindruck von Abgeschiedenheit, Abgrenzung von einer Außenwelt.

Der Mann, von dem wir in Verlauf des Stückes erfahren werden, dass es sich um Stefan Kauntzsch, einen 62-jährigen ehemaligen Verwaltungsangestellten eines staatlichen Museums handelt, sitzt auf einer Bank sieht durch ein Fernglas in das vor ihm befindliche Tal. Er rastet auf „halber Berghöhe“ und hat damit sowohl die Möglichkeit des Aufstiegs auf den Gipfel, als auch des Abstiegs in das Tal. Momentan scheint er jedoch die Aussicht von der Plattform zu genießen. Von jener aus wird ihm der Blick von einer erhöhten Position in eine möglicherweise abgeschlossene Lebenswelt ermöglicht. Er befindet sich in einer Beobachterrolle.

Dieser Eindruck wird von dem von ihm benutzten Fernglas verstärkt. Durch das Fernglas kann der Mann etwas aus weiter Ferne betrachten, ohne dass er in das Beobachtete verwickelt wird, aber auch ohne dass der, das oder die Observierte den Beobachtenden bemerkt. Er sitzt bequem auf einer Bank, um zu sehen, was im Tal vor sich geht. Das Fernglas könnte hier zudem auf einen subjektiven, verengten Blickwinkel des Mannes verweisen: Mit einem Fernglas ist nur ein Bildausschnitt zu sehen, lediglich ein Fragment der Realität. Nur das, worauf das Fernglas gerichtet wird, hat in diesem Moment Bedeutung.

Zusammenfassung der Kapitel

1. Vorbemerkungen: Einleitung in die Themenstellung, die methodische Vorgehensweise des Close Readings und die Einbindung von Roland Barthes als theoretische Referenz.

2. „Unerwartete Rückkehr“ – Close Reading: Szenische Analyse der Entwicklung der vier Hauptfiguren und ihrer wechselseitigen Beziehungsdynamiken.

3. Zentrale Motive: Vertiefende Untersuchung der Schlüsselmotive Identität, Bildhaftigkeit, Beobachtung, gesellschaftliche Desintegration, Vergangenheit und Liebe.

4. Abschließende Bemerkungen: Zusammenfassende Einordnung des Stücks in das Werk von Botho Strauß und Reflexion über den fragmentarischen Charakter der dramatischen Konstruktion.

Schlüsselwörter

Botho Strauß, Unerwartete Rückkehr, Close Reading, Identität, Motiv, Roland Barthes, Liebe, Voyeurismus, Vergangenheit, Fragment, Theater, Rache, Beziehungsdynamik, Existenz, Kommunikation

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser wissenschaftlichen Hausarbeit grundlegend?

Die Arbeit analysiert das Theaterstück „Unerwartete Rückkehr“ von Botho Strauß, um durch eine Close-Reading-Methodik und motivgeschichtliche Untersuchung das Beziehungsgeflecht und die Identitätssuche der vier Protagonisten zu erschließen.

Welche zentralen Themenfelder werden bearbeitet?

Im Zentrum stehen die Konzepte von Identität in Abhängigkeit, die Rolle von Beobachtung und voyeuristischem Verhalten, die Bedeutung von Erinnerungsbildern sowie die Problematik der Liebe in einer modernen, als fragmentiert empfundenen Welt.

Was ist das primäre Ziel der Untersuchung?

Das Ziel ist es, den assoziativen Leseprozess des Theaterstücks transparent zu machen und durch eine wissenschaftliche Analyse zu untermauern, wie die Figuren versuchen, sich selbst durch Projektionen und Rollenzuschreibungen zu definieren.

Welche wissenschaftliche Methode kommt zum Einsatz?

Die Arbeit nutzt die Methode des Close Readings für eine erste, subjektiv-assoziative Erschließung des Textes, die anschließend durch die Einbeziehung der Forschungsliteratur sowie der Theorie von Roland Barthes („Fragmente einer Sprache der Liebe“) systematisch verdichtet wird.

Welche Inhalte dominieren den Hauptteil?

Der Hauptteil gliedert sich in eine detaillierte szenische Analyse, gefolgt von einer systematischen Erörterung zentraler Motive, die unter anderem auf die krisenhafte Kommunikation und das Verhältnis von Vergangenheit und Gegenwart fokussiert.

Welche Schlüsselbegriffe sind für das Verständnis essenziell?

Wichtige Begriffe sind unter anderem „Fragmente“, „Projektion“, „Stereotyp“, „Rollenkonformität“ sowie die spezifische Straußsche Ästhetik des „offenen Dramas“.

Welche besondere Bedeutung kommt dem „Fernglas“ im ersten Kapitel zu?

Das Fernglas dient als zentrales Symbol für die Beobachterrolle und den Voyeurismus des Protagonisten Stefan, der dadurch die Distanz zu seiner Umgebung wahrt und gleichzeitig ein subjektiv verengtes Bild der Realität konstruiert.

Wie deutet die Autorin das Ende der Protagonisten Clemens und Leonie?

Die Autorin interpretiert ihr Handeln am Ende als einen verzweifelten Versuch der Selbstrestauration und eine Flucht aus der emotionalen „Verkrustung“, die letztlich jedoch an der Realität scheitert.

Welche Rolle spielt die „Abtreibung“ als motivisches Element?

Die erwähnte Abtreibung wird als gravierendes Ereignis der Vergangenheit gewertet, das die Beziehung zwischen den Figuren nachhaltig belastet und als Ausgangspunkt für Stefans Rachephantasien und das Misstrauen gegenüber der Vergangenheit seiner Frau dient.

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Résumé des informations

Titre
Strauß lesen - das Theaterstück "Unerwartete Rückkehr" von Botho Strauß im assoziativen Leseprozess
Université
Ruhr-University of Bochum  (Theaterwissenschaft)
Cours
Dramaturgische Lektüre
Note
1,0
Auteur
B.A. Viola Schneider (Auteur)
Année de publication
2006
Pages
52
N° de catalogue
V65871
ISBN (ebook)
9783638583343
ISBN (Livre)
9783638714310
Langue
allemand
mots-clé
Strauß Theaterstück Unerwartete Rückkehr Botho Strauß Leseprozess Dramaturgische Lektüre
Sécurité des produits
GRIN Publishing GmbH
Citation du texte
B.A. Viola Schneider (Auteur), 2006, Strauß lesen - das Theaterstück "Unerwartete Rückkehr" von Botho Strauß im assoziativen Leseprozess, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/65871
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Extrait de  52  pages
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