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Ansätze zu Fiskes Fernsehtheorie unter dem Schwerpunkt Bedeutungsproduktion und Intertextualität

Titre: Ansätze zu Fiskes Fernsehtheorie unter dem Schwerpunkt Bedeutungsproduktion und Intertextualität

Exposé Écrit pour un Séminaire / Cours , 2001 , 20 Pages , Note: 1,0

Autor:in: Stefan Rein (Auteur)

Filmologie
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Résumé Extrait Résumé des informations

John Fiske ist seit Jahren einer der bekannten Fernsehtheoretiker der Cultural Studies. Seine Arbeiten befassen sich oftmals mit der Untersuchung der Rezeption und Aneignung von verschiedenen Fernsehtexten. Seine Ansicht
über Rezeptionsforschung umfaßte stets auch die Berücksichtigung des
Zuschauers und gab diesem eine relativ wichtige Rolle.
Diese Ausarbeitung wird sich im folgenden mit dieser Thematik beschäftigen.
Als Ausgangspunkt dieser Arbeit wird Fiskes Artikel Populäre Texte, Sprache
und Alltagskultur1 dienen, aber auch seine anderen theoretischen Ansätze
werden im Fokus dieser Ausarbeitung stehen. Sein Verständnis von
Rezeption und Aneignung sowie die Rolle, die er dem Zuschauer und einer
‘Active Audience’ dabei zuspricht, sollen auf den nächsten Seiten beleuchtet
werden. Unter Rückgriff auf die Theorien anderer Fernsehwissenschaftler der
Cultural Studies sollen Fiskes Arbeiten konkretisiert und seine Argumentation
belegt werden, vor allem was aneignungs- und rezeptionsspezifische Begriffe
anbelangt. Dabei stehen insbesondere die Bedeutungsoffenheit von
populären Texten, Intertextualität und Bedeutungsproduktion durch den
Rezipienten im Vordergrund.
[...]
1 John Fiske, „Populäre Texte, Sprache und Alltagskultur”, in: A. Hepp/R.Winter (Hg.), Kultur - Medien - Macht: Cultural Studies und Medienanalyse, Opladen 1997.

Extrait


Inhaltsverzeichnis

1. Einleitung

2. Theoretische Hintergründe für Fiskes Arbeiten

2.1. Anfänge der Rezeptionsforschung in den Cultural Studies

2.2. Encoding/Decoding

3. John Fiske

3.1. Fiskes Verständnis vom Zuschauer

3.1.1. Das Subjekt

3.1.2. Active Audience

3.2. Populäre Texte

3.2.1. Produzierbarkeit populärer Texte

3.2.2. Bedeutungsproduktion und Intertextualität

4. Ethnographische Rezeptionsforschung

4.1. Feldstudie zu Star Trek von Henry Jenkins und John Tulloch

4.2. Eine allgemeine Studie zur Rezeption von Soap Operas

5. Schlußbemerkungen

Zielsetzung & Themen der Arbeit

Diese Arbeit befasst sich mit der Fernsehtheorie von John Fiske, insbesondere mit seinen Konzepten zur Bedeutungsproduktion und Intertextualität innerhalb der Cultural Studies. Das primäre Ziel ist es, Fiskes Verständnis von Rezeption, dem aktiven Zuschauer und den Bedingungen für die Aneignung populärer Fernsehtexte systematisch darzulegen und in den wissenschaftlichen Kontext einzuordnen.

  • Fiskes theoretische Ansätze zur aktiven Zuschauerschaft (Active Audience).
  • Die Konzepte der Bedeutungsoffenheit (Polysemie) und Produzierbarkeit von Fernsehtexten.
  • Die Rolle der Intertextualität und des Alltagslebens bei der Bedeutungskonstitution.
  • Empirische Fallbeispiele zur ethnographischen Rezeptionsforschung (u.a. Star Trek-Fans und Soap Opera-Zuschauer).

Auszug aus dem Buch

3.2.1. Produzierbarkeit populärer Texte

Um überhaupt die Produktion von Bedeutung durch einen Rezipienten zu ermöglichen, muß ein Text gewisse Eigenschaften haben. Fiske bezeichnet solche Texte als polysem und als produzierbar. Sie sind nicht nur lesbar, aber auch nicht ausschließlich schreibbar. Sie verbinden lesbare und schreibbare Eigenschaften miteinander. Wichtig dabei ist, daß Fiske generell jedem populären Text die Eigenschaft der Produzierbarkeit zuschreibt.

Der produzierbare Text zeichnet sich durch die Zugänglichkeit eines lesbaren Textes aus. Das bedeutet, daß jeder Rezipient die Möglichkeit hat, diesen Text zu lesen. Die Lektüre eines lesbaren Textes ist einfach, da er keine Widersprüche enthält und nicht konträr zu bestehenden Konventionen steht. Aus einem schreibbaren Text wiederum kann ein Rezipient durch seine soziale Prägung und Determinierung andere Bedeutungspotentiale heraus deuten. Der produzierbare Text verbindet diese einfache Lesbarkeit mit der Möglichkeit, Bedeutung in ihn hinein zu produzieren. Jedoch erfordert er diese Bedeutungsproduktion nicht. Sie wird ermöglicht, ist aber nicht zwangsläufig nötig, um ihn zu rezipieren.

Zusammenfassung der Kapitel

1. Einleitung: Dieses Kapitel führt in die Fernsehtheorie von John Fiske ein und skizziert das Ziel der Arbeit, die Konzepte der Rezeption und Aneignung sowie die Rolle der aktiven Zuschauerschaft zu beleuchten.

2. Theoretische Hintergründe für Fiskes Arbeiten: Es werden die Grundlagen der Cultural Studies, insbesondere der Einfluss von Althusser und das Encoding-Decoding-Modell von Stuart Hall, als Ausgangspunkt für Fiskes Theorien dargestellt.

3. John Fiske: Das Kapitel erläutert Fiskes spezifisches Verständnis des Zuschauers, unterteilt in die Begriffe des Subjekts und der Active Audience, sowie die Charakteristika populärer Texte.

4. Ethnographische Rezeptionsforschung: Anhand von Feldstudien zu Star Trek und Soap Operas wird die praktische Anwendung und Bedeutung der theoretischen Konzepte Fiskes für die Rezeptionsanalyse belegt.

5. Schlußbemerkungen: Die Arbeit fasst die Ergebnisse zusammen und bestätigt die Relevanz von Fiskes theoretischem Ansatz für die ethnographische Forschung.

Schlüsselwörter

Cultural Studies, John Fiske, Rezeptionstheorie, Fernsehanalyse, Active Audience, Bedeutungsproduktion, Polysemie, Intertextualität, Ethnographische Forschung, Fernsehtext, Subjekt, Alltagskultur, Genrekompetenz, Bedeutungsoffenheit

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit analysiert die Fernsehtheorie von John Fiske und untersucht, wie Rezipienten Bedeutung aus populären Fernsehtexten produzieren.

Was sind die zentralen Themenfelder der Publikation?

Im Zentrum stehen die Konzepte der Active Audience, Intertextualität, Bedeutungsoffenheit sowie die Verbindung zwischen Alltagserfahrung und Medienrezeption.

Was ist das primäre Ziel der Untersuchung?

Das Ziel ist ein besseres Verständnis für die fernsehtheoretischen Begriffe von Fiske zu schaffen und seinen wissenschaftlichen Kontext innerhalb der Cultural Studies zu verorten.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Die Arbeit basiert auf einer theoretischen Literaturanalyse, die durch die Betrachtung verschiedener ethnographischer Rezeptionsstudien untermauert wird.

Was wird im Hauptteil behandelt?

Der Hauptteil gliedert sich in eine theoretische Fundierung der Begriffe (Subjekt, Active Audience, Intertextualität) und deren Anwendung in Fallstudien zu spezifischen Fernsehformaten.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Wichtige Schlagworte sind Cultural Studies, John Fiske, Active Audience, Polysemie und Bedeutungsproduktion.

Wie unterscheidet Fiske zwischen Individuum und Subjekt?

Während Individualität auf biologische Merkmale zurückgeht, versteht Fiske das Subjekt als soziales Produkt, das sich durch kollektive Erfahrungen und Zugehörigkeiten definiert.

Warum spielt der Alltag für die Bedeutungsproduktion eine so große Rolle?

Der Alltag prägt den Rezipienten maßgeblich; soziale Interaktionen und tertiäre Texte (wie Unterhaltungen über Sendungen) sind essenziell, um Bedeutungen außerhalb der reinen Rezeptionssituation zu konstituieren.

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Résumé des informations

Titre
Ansätze zu Fiskes Fernsehtheorie unter dem Schwerpunkt Bedeutungsproduktion und Intertextualität
Université
Ruhr-University of Bochum  (Film- und Fersehwissenschaft)
Cours
Aneignung - Ansätze der (Fernseh-)Rezeptionstheorie
Note
1,0
Auteur
Stefan Rein (Auteur)
Année de publication
2001
Pages
20
N° de catalogue
V6591
ISBN (ebook)
9783638141277
ISBN (Livre)
9783640746668
Langue
allemand
mots-clé
Ansätze Fiskes Fernsehtheorie Schwerpunkt Bedeutungsproduktion Intertextualität Aneignung Ansätze
Sécurité des produits
GRIN Publishing GmbH
Citation du texte
Stefan Rein (Auteur), 2001, Ansätze zu Fiskes Fernsehtheorie unter dem Schwerpunkt Bedeutungsproduktion und Intertextualität, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/6591
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Extrait de  20  pages
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