Märkte setzen sich aus Menschen zusammen, deren Denk- und Verhaltensweisen einem ständigen Veränderungsprozess unterliegen. Ein Wandel auf den Märkten für Bankdienstleistungen wird sicherlich nicht ausbleiben, da die persönlichen Beziehungen sämtliche Transaktionen auf diesen beeinflussen.
Der Mensch fühlt sich nicht mehr als Teil einer Masse, sondern als etwas Besonderes, Einmaliges. So möchte er auch vom Anbieter von Dienstleistungen gesehen werden. Er erwartet, dass seine Vorstellungen und Wünsche beachtet und erfüllt werden. Sehr differenzierte Wünsche und die Bereitschaft des Kunden, die Dienstleistungen anderer Anbieter (z.B. Online - Banken) zu beanspruchen, führen durch die gesamte Bankenlandschaft zu ständig neuen Herausforderungen an das Marketing. So werden die einzelnen Institute gezwungen, ihre angebotenen Produkte individuell zu gestalten und mit Hilfe bestimmter Marketingaktivitäten Wünsche und Bedürfnisse jedes einzelnen Kunden anzusprechen. Dabei ist die Kundenbindung die wahre Herausforderung.
Schwierigkeiten bereitet zunehmend auch die Unterteilung der Zielgruppen und Marktsegmente. Aus diesem Grund bleibt den Banken keine andere Wahl, als sich mit allen Aktivitäten auf das Individuum zu konzentrieren. Ziel beim Beziehungsmarketing ist es, die persönliche Beziehung zum Kunden aufzubauen, zu pflegen und zu intensivieren, um diese für den Erfolg des Unternehmens zu nutzen. Der Wahl der Instrumente, dessen sich das Beziehungsmarketing bedient, sind keine Grenzen gesetzt. Durch den Einsatz von Marketing-Events sollen nicht nur Bestandskunden stärker gebunden, sondern auch neue Kundengruppen gewonnen werden, um langfristig auf den immer enger werdenden Märkten bestehen zu können. Nur so kann es den Banken gelingen, den gravierenden Folgen wie sinkende Margen, Abzug von Einlagen und dergleichen wirksam und mit Erfolg entgegen zu wirken.
Schließlich wird in meiner Arbeit das Event-Marketing als Instrument des Marketing-Mixes bezüglich der Kundenbindung im Bankensektor dargestellt. Über das Konzept des Beziehungsmarketing wird die Kundenbindung als zentrale Marketingaufgabe erkannt.
Inhaltsverzeichnis
1. Einführung
2. Management der Kundenbindung beim Marketing-Event
2.1 Konzept des Beziehungsmarketings
2.2 Kundenbindung als zentrale Marketingaufgabe
2.2.1 Entstehung von Kundenbindung
2.2.2 Bedeutung der Kundenbindung für Banken
2.2.3 Möglichkeiten der Bank zur Kundenbindung
2.3 Die Eventveranstaltung
2.3.1 Definition
2.3.2 Merkmale und Veranstaltungsformen von Events
2.3.3 Stellung im Marketing - Mix
2.4 Marketing - Event als Instrument der Kundenbindung bei Banken
3. Zusammenfassung und Schlussfolgerung
Zielsetzung & Themen
Die Arbeit untersucht die Bedeutung und den strategischen Einsatz von Marketing-Events als Instrument zur langfristigen Kundenbindung innerhalb des Bankensektors. Dabei wird analysiert, wie Kreditinstitute durch erlebnisorientierte Kommunikation dem wachsenden Wettbewerbsdruck und dem Wandel der Kundenbedürfnisse erfolgreich begegnen können.
- Beziehungsmarketing und seine theoretischen Grundlagen
- Entwicklung und Relevanz von Kundenbindungsmanagement für Banken
- Eventmarketing als innovatives Instrument im Marketing-Mix
- Kategorisierung und Merkmale von Marketing-Events
- Stärken des Event-Marketings in der Kundeninteraktion
Auszug aus dem Buch
2.3.1 Definition
Ein allgemeingültiger Definitionsansatz für den Begriff Event ist bis jetzt in der Fachliteratur nicht zu finden, da man der Bedeutung und dem Einsatz von Events noch zu wenig Erfahrungswerte zu Grunde legen kann. Aus dem Englischen kommend haben sich die Begriffe „Event“, „Eventmarketing“ und „Marketingevents“ auch im deutschen Veranstaltungsmarketing etabliert.
Als Events bezeichnet man spezielle, organisierte Ereignisse, die multisensitiv erlebt und als Ausgangsebene für Unternehmenskommunikation genutzt werden. Ein Event beinhaltet auch Erlebnisse, Einmaligkeit und vielleicht sogar Sensation, die den potentiellen Kunden auf emotionaler Ebene ansprechen und bei diesem einen starken Aktivierungsprozess anfachen (vgl. Nickel 1998, 6 f).
Es ist allerdings subjektiv, was der einzelne Mensch als Event empfindet. Somit gibt es eine Menge unterschiedlicher Definitionsansätze. Infolge dessen existieren auch in der Literatur ebenfalls unterschiedliche Auffassungen für den Begriff Eventmarketing. Für die vorliegende Arbeit habe ich mich für nachstehende Definition entschieden:
Eventmarketing ist ein innovatives Kommunikationsinstrument. Es dient der erlebnisorientierten Umsetzung von Marketingzielen durch die systematische Planung, Organisation, Durchführung und Kontrolle (bzw. Nachbearbeitung) von Events und versteht sich als organisatorisch selbständiges Arbeitsfeld der Kommunikationspolitik (vgl. Sistenich 1999, 61).
Zusammenfassung der Kapitel
1. Einführung: Das Kapitel erläutert den Wandel der Märkte und die Notwendigkeit für Banken, sich durch individuelle Kundenansprache und Beziehungsmarketing vom Wettbewerb zu differenzieren.
2. Management der Kundenbindung beim Marketing-Event: Dieses Kapitel behandelt die theoretischen Konzepte des Beziehungsmarketings, die strategische Relevanz der Kundenbindung sowie die Definition und Kategorisierung von Events als Kommunikationsinstrument.
3. Zusammenfassung und Schlussfolgerung: Das Fazit fasst die Ergebnisse zusammen und betont, dass Marketing-Events trotz wissenschaftlicher Nachweisdefizite ein wirksames Mittel zur nachhaltigen Kundenbindung darstellen.
Schlüsselwörter
Kundenbindung, Beziehungsmarketing, Banken, Eventmarketing, Marketing-Mix, Kundenzufriedenheit, Kundenwert, Kommunikation, Wettbewerbsvorteile, Erlebnismarketing, Kundenloyalität, Unternehmenskommunikation, Zielgruppen.
Häufig gestellte Fragen
Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?
Die Arbeit befasst sich mit der strategischen Nutzung von Eventmarketing zur Steigerung der Kundenbindung im Bankensektor.
Was sind die zentralen Themenfelder?
Die zentralen Themen umfassen Beziehungsmarketing, das Management von Kundenbindungsmaßnahmen, die Definition von Eventveranstaltungen sowie deren Positionierung innerhalb des Marketing-Mix.
Was ist das primäre Ziel der Untersuchung?
Das Ziel ist es, aufzuzeigen, wie Marketing-Events dabei helfen können, Kunden langfristig an ein Kreditinstitut zu binden und sich in einem gesättigten Markt zu profilieren.
Welche wissenschaftliche Methode wurde verwendet?
Die Arbeit basiert primär auf einer Literaturanalyse bestehender Konzepte und Definitionen aus der Marketingwissenschaft.
Was wird im Hauptteil behandelt?
Im Hauptteil werden neben den theoretischen Grundlagen der Kundenbindung die verschiedenen Instrumente und Kategorien von Marketing-Events detailliert dargestellt und auf den Bankensektor angewendet.
Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?
Die wichtigsten Begriffe sind Kundenbindung, Beziehungsmarketing, Banken, Eventmarketing, Kundenzufriedenheit und Unternehmenskommunikation.
Warum ist Kundenbindung für Banken besonders schwierig?
Durch zunehmende Produkt-Homogenität und die leichte Vergleichbarkeit von Finanzangeboten, etwa durch Online-Banken, fällt es Banken schwerer, sich allein über das Produkt zu differenzieren.
Welche Vorteile bieten Events gegenüber klassischer Werbung?
Events ermöglichen ein reales Erleben, sprechen Kunden emotional an, fördern den Dialog und können oft mit geringerem monetären Aufwand bei gleichzeitig geringerem Streuverlust realisiert werden.
Wie definiert die Autorin Eventmarketing in dieser Arbeit?
Eventmarketing wird als ein innovatives Kommunikationsinstrument verstanden, das der erlebnisorientierten Umsetzung von Marketingzielen durch systematische Planung und Organisation dient.
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- Dipl.-Kfm. (FH) Alexander Wagner (Author), 2006, Die Bedeutung des Markting-Events für die Kundenbindung bei Banken, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/65921