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Das Problem sexualisierter Gewalt im Sportunterricht

Title: Das Problem sexualisierter Gewalt im Sportunterricht

Examination Thesis , 2006 , 75 Pages , Grade: 2

Autor:in: Susan Gießler (Author)

Didactics - Sport, Sport Pedagogy
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Pressemitteilung Nr. 133/1999,8. Dezember 1999: „[...] "Sexualisierte Gewalt im Sport gibt es nicht!" - so lautet die Meinung vieler Sportlerinnen und Sportler und zahlreicher Sportfunktionäre [...]“.
Diese Pressemitteilung ist nur eine von vielen. Bereits vor dem Erscheinen dieser Mitteilung gab es viele Hinweise auf sexualisierte Gewalt im Sport. Es wurden Bücher veröffentlicht, die sich mit dem Thema „Sexualität - Gewalt - Sport“ auseinandersetzen. Dabei drängen sich folgende Fragen auf:
-Warum gibt es immer noch Menschen, die von sexualisierter Gewalt im Sport nichts wissen, bzw. nichts darüber wissen wollen?
-Wieso ist die Verschwiegenheit zu diesem Thema immer noch so groß?
-Wie hoch sind die Dunkelfelder im Bereich des Sports? Unter denjenigen, die sich für das Thema interessieren und ihre Augen nicht verschließen, gibt es immer noch offene Fragen. Teilweise werden sie mit Informationen überhäuft, so dass sie den Überblick verlieren, da viele Angaben sehr allgemein gehalten werden. Andererseits haben die Menschen aber auch Angst, mehr über das Thema zu erfahren. Je weiter die Informationen in Details gehen, umso grausamer wird es und umso schwieriger wird es darüber zu sprechen.
-Gibt es Anzeichen, Ursachen, Hinweise die auf eine sexualisierte Gewalt im Sport hindeuten?
-Ist dies nicht ein Grund mehr, das Schweigen zu brechen und somit für Aufklärung zu sorgen?
-Warum fällt es den Opfern, den Freunden und Angehörigen von Betroffenen trotzdem so schwer, darüber zu reden?
Anfang der achtziger Jahre begannen in der Bundesrepublik Deutschland betroffene Frauen, ermutigt von der Frauenbewegung, öffentlich darüber zu sprechen, dass sie in ihrer Kindheit und Jugend sexuell missbraucht wurden. Es wurden Forschungen zum Thema Gewalt im Sport durchgeführt. Unter anderem sprachen sie sexuelle Gewalt an und kamen zu dem Entschluss, dass niemand die Augen vor diesem Thema verschließen darf.

Excerpt


Inhaltsverzeichnis

2. EINLEITUNG

3. DEFINITION SEXUALISIERTE GEWALT

4. SEXUALISIERTE GEWALT IM SPORT (DISKUSSION AKTUELLER ERGEBNISSE)

4.1 Erscheinungsformen

4.1.1 mittelbare Formen

4.1.2 unmittelbare Formen

4.2 Häufigkeit

4.2.1 Dunkelfelder

4.3 Ursachen

4.4 Opfer

4.4.1 Mädchen - Frauen

4.4.2 Jungen - Männer

4.5 Täter

4.5.1 Mädchen - Frauen

4.5.2 Jungen – Männer

5. FOLGERUNGEN / FAZIT

5.1 Forderungen für zukünftige Forschungen

5.2 Forderungen für die Sportorganisationen

5.2.1 Forderungen innerhalb der Sportorganisationen

5.2.1.1 Primäre Prävention

5.2.1.2 Sekundäre Prävention

5.2.1.3 Tertiäre Prävention

5.2.2 Forderungen außerhalb der Sportorganisationen

5.3 Forderungen für die Erziehung

6. QUELLENNACHWEISE

6.1 Bibliographie

6.1.1 Aufsätze

6.1.2 Bücher

6.2 Internet

6.3 Abbildungen

Zielsetzung & Themen

Das primäre Ziel dieser Arbeit ist die Auseinandersetzung mit dem Problem der sexualisierten Gewalt im Sport unter besonderer Berücksichtigung geschlechtsspezifischer Unterschiede. Dabei wird untersucht, wie Täter und Täterinnen ihre Machtpositionen ausnutzen und welche Folgen dies für die betroffenen Mädchen, Frauen, Jungen und Männer hat, um schließlich Ansätze zur Prävention und zum Umgang mit solchen Vorfällen in Sportorganisationen aufzuzeigen.

  • Definition und Erscheinungsformen sexualisierter Gewalt im Sport
  • Ursachenforschung und Risikofaktoren im sportlichen Kontext
  • Analyse der Opfer- und Täterprofile bei Mädchen, Frauen, Jungen und Männern
  • Strategien zur Neutralisierung und Tabuisierung des Themas in Vereinen
  • Präventionsmöglichkeiten (primär, sekundär, tertiär) für Sportorganisationen und Erziehung

Auszug aus dem Buch

4.1 Erscheinungsformen

Hinsichtlich der verschiedensten Erscheinungsformen hat sich unter anderem Brackenridge (1995) einer Forschung angenommen, die persönliche und interpersonale Komponenten missbräuchlicher Beziehungen auflistet. Dabei ging sie speziell nur auf die Beziehungen zwischen Sportler und Trainer ein. Für ihre Ergebnisse zog sie individuelle Berichte über betroffene Sportlerinnen hinzu. In ihrer Auflistung wird zwischen sexueller Diskriminierung, sexueller Belästigung und sexuellem Missbrauch unterschieden. Unter diesen einzelnen Punkten werden unterschiedliche Varianten angegeben, die zugleich als Definition der Bereiche gelten sollen.

Diese Abbildung zeigt wie vielseitig die Formen sexualisierter Gewalt im Sport sind. Gleichzeitig lässt sich erkennen wie unterschiedlich die Begrifflichkeiten definiert sind. So gibt es zum Beispiel unter dem Punkt sexuelle Belästigung Abweichungen zur Ausgangsdefinition von Engelfried. Für Brackenridge hat dieser Aspekt von sexueller Gewalt nichts mit Körperkontakt zu tun, sie listet nur seelische Berührungen auf. Allerdings sagt sie: „Es gibt sicherlich Parallelen zwischen sexueller Diskriminierung, sexueller Belästigung und sexuellem Missbrauch. Man könnte zum Beispiel argumentieren, dass sämtliche Varianten sowohl strukturelle wie auch persönliche Elemente einbeziehen.“

Constanze Engelfried ist dagegen von vornherein der Meinung, dass sexuelle Belästigung durchaus dem direkten Körperkontakt hinzugefügt wird.

Zusammenfassung der Kapitel

2. EINLEITUNG: Die Einleitung beleuchtet die langjährige Verschwiegenheit und Tabuisierung sexualisierter Gewalt im Sport und formuliert zentrale Fragen zur Problematik sowie zum Ziel der vorliegenden Diskussion.

3. DEFINITION SEXUALISIERTE GEWALT: Dieses Kapitel erarbeitet auf Basis verschiedener literarischer Quellen eine umfassende Definition, die sowohl direkte personale als auch indirekte strukturelle Gewaltformen einschließt.

4. SEXUALISIERTE GEWALT IM SPORT (DISKUSSION AKTUELLER ERGEBNISSE): Hier werden Erscheinungsformen, Häufigkeiten, Dunkelfelder sowie Ursachen und Opfer-Täter-Konstellationen detailliert erörtert, wobei geschlechtsspezifische Unterschiede hervorgehoben werden.

5. FOLGERUNGEN / FAZIT: Das Kapitel leitet aus den wissenschaftlichen Erkenntnissen konkrete Forderungen für die zukünftige Forschung, die Arbeit von Sportorganisationen und die erzieherische Prävention ab.

6. QUELLENNACHWEISE: Dieses Kapitel listet die für die Arbeit verwendete Bibliographie, Internetquellen und Abbildungsverzeichnisse auf.

Schlüsselwörter

Sexualisierte Gewalt, Sport, Kindesmissbrauch, Prävention, Täterprofil, Opferrolle, Machtmissbrauch, Sportorganisation, Geschlechtsspezifische Unterschiede, Dunkelfeld, Trainer, Sportler, Grenzverletzungen, Machtstrukturen, Intervention.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in der Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit behandelt die Problematik der sexualisierten Gewalt im Sport und untersucht, wie dieses Thema in der Sportwelt wahrgenommen und diskutiert wird.

Welche zentralen Themenfelder werden abgedeckt?

Die zentralen Themen sind Definitionen von Gewalt, die Ursachen für Übergriffe, die Analyse von Täter- und Opferrollen sowie Strategien zur Prävention und zum Umgang mit Fällen innerhalb von Sportorganisationen.

Was ist das primäre Ziel der Untersuchung?

Ziel ist eine kritische Diskussion der aktuellen Problemstellung unter besonderer Berücksichtigung geschlechtsspezifischer Unterschiede, um Bewusstsein für das Thema zu schaffen und Handlungsmöglichkeiten aufzuzeigen.

Welche wissenschaftliche Methode wurde verwendet?

Die Arbeit basiert auf einer Literaturanalyse, die verschiedene wissenschaftliche Studien und theoretische Ansätze zur Thematik integriert.

Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?

Der Hauptteil gliedert sich in die Definition der Gewalt, die Diskussion aktueller Ergebnisse zu Erscheinungsformen, Häufigkeiten und Ursachen sowie eine spezifische Betrachtung von Täter- und Opfergruppen.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Wesentliche Begriffe sind sexualisierte Gewalt, Prävention, Machtmissbrauch, Sportorganisationen und Geschlechtsspezifik.

Welche Rolle spielen „Neutralisierungsstrategien“ in Vereinen?

Sie dienen dazu, Gewaltvorfälle zu ignorieren oder abzuwerten (z.B. durch Bagatellisierung oder Täter-Opfer-Umkehr), was Betroffenen ein Bekenntnis zu erlebter Gewalt zusätzlich erschwert.

Warum fällt es Jungen und Männern besonders schwer, über sexuelle Gewalt im Sport zu sprechen?

Dies liegt an tief verwurzelten Rollenerwartungen, die von Jungen Stärke und Selbstbeherrschung fordern, sowie an einer zusätzlichen Tabuisierung von Homosexualität, die zu Scham und Angst vor Stigmatisierung führt.

Wie unterscheidet sich die Täterrolle bei Frauen im Vergleich zu Männern?

Während Frauen seltener als Täterinnen wahrgenommen werden, sind ihre Motivationsgründe (z.B. Machtdemonstration, Stressabbau) denen der Männer ähnlich, wenngleich sie oft weniger Gewalt anwenden.

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Details

Title
Das Problem sexualisierter Gewalt im Sportunterricht
College
University of Hannover  (Institut für Sportwissenschaft - Hannover)
Grade
2
Author
Susan Gießler (Author)
Publication Year
2006
Pages
75
Catalog Number
V65982
ISBN (eBook)
9783638583770
ISBN (Book)
9783656812319
Language
German
Tags
Problem Gewalt Sportunterricht
Product Safety
GRIN Publishing GmbH
Quote paper
Susan Gießler (Author), 2006, Das Problem sexualisierter Gewalt im Sportunterricht, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/65982
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