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Gnade und Verdienst bei Thomas von Aquin

Title: Gnade und Verdienst bei Thomas von Aquin

Term Paper , 2004 , 18 Pages , Grade: 1,0

Autor:in: Peter Kaimer (Author)

Theology - Systematic Theology
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Wie wird man heilig? Eine Frage, die sich das Christentum von Anfang an gestellt hat. Wie sieht es nun aus mit dem Verdienst? Kann man sich das Himmelreich verdienen, oder regiert Gott und sucht sich diejenigen aus, die in das Reich Gottes kommen dürfen? Was passiert dann mit den sogenannten "Bösen"? Und warum sorgt Gott mit seiner Gnade nicht dafür, dass die "Bösen" gut sind?
Das sind Fragen, denen sich Thomas von Aquin hier stellt. In fachwissenschaftlicher Sprache wird in dieser Arbeit über die Gnade und das Verdienst des Menschen vor Gott reflektiert. Thomas von Aquin hat auch nicht die befriedigende Antwort für diese obengenannten brennenden Fragen eines gläubigen Christen. Dennoch bringt er Antworten, die ein Weiterdenken erlauben und dieses anstoßen.

Excerpt


Inhaltsverzeichnis

1. Die mittelalterliche Gnadentheologie

2. Lebensgang des Thomas von Aquin

3. Bedeutung des Thomas von Aquin in der damaligen Zeit

4. Thomas von Aquin und die Gnade

4.1 Der Mensch als ein Geschöpf Gottes: Natur und Kreatur

4.2 Die Gnade als Mitteilung Gottes

4.3 Geschaffene und zugleich ungeschaffene Glückseligkeit des Menschen

4.4 Die Ursünde

4.5 Die Gnade

4.5.1 Der Mensch als Bedürfender und Empfänger der Gnade

4.5.2 Die Ursache der Gnade

4.5.3 Die Wirkungen der Gnade und die Rechtfertigung des Sünders

4.5.4 Das Verdienst

4.6. Die Entwicklung der Prädestination bei Thomas von Aquin

4.6.1 Erstes Stadium: bedingte Prädestination

4.6.2 Zweites Stadium: unbedingte Prädestination

4.6.3 Drittes Stadium: Endgültige Fassung des Gnadenbegriffs

5. Die Rechtfertigung als schematische Darstellung

Zielsetzung & Themen

Die vorliegende Arbeit verfolgt das Ziel, die systematische Gnadenlehre des Thomas von Aquin darzulegen und insbesondere das Verhältnis von göttlicher Gnade, menschlicher Freiheit und Verdienst zu analysieren.

  • Historischer Kontext der scholastischen Gnadentheologie
  • Die ontologische und theozentrische Auffassung der Gnade bei Thomas von Aquin
  • Anthropologische Implikationen der Ursünde und die Notwendigkeit der Rechtfertigung
  • Die Entwicklung des Prädestinationsbegriffs im Denken des Aquinaten
  • Die Rolle der menschlichen Freiheit und das Verständnis von Verdienst vor Gott

Auszug aus dem Buch

4.5.2 Die Ursache der Gnade

Thomas bearbeitet dieses Problem sehr pragmatisch: Er redet vom Ursache-Wirkungs-Prinzip. Leicht einzusehen ist, dass die Ursache immer mächtiger sein muss, als die Wirkung. Dies folgt aus der Tatsache, dass die Ursache eine Wirkung auslöst. Dies kann man auch mit der Reiz-Reaktions-Theorie aus der Biologie vergleichen. Dadurch, dass die Ursache die Wirkung auslöst, muss die Ursache größer sein, als die Wirkung. Die Gnade als solches ist eine Wirkung, die irgendwo ihre Ursache hat. Die Gnade ist aber nichts Natürliches, sondern etwas, dass die Natur des Menschen übersteigt. Deshalb können auch kein Mensch und kein Geschöpf die Ursache der Gnade sein. Thomas bringt dazu ein einleuchtendes Beispiel: „Nichts kann etwas feurig machen, außer das Feuer selbst“. So begründet er, dass Gott derjenige ist, der allein vergöttlichen kann und somit als Einziger in Frage kommt, der die Ursache der Gnade ist.

Zusammenfassung der Kapitel

1. Die mittelalterliche Gnadentheologie: Überblick über die scholastischen Strömungen und die Vorarbeiten, die den Rahmen für die Synthese des Thomas von Aquin bildeten.

2. Lebensgang des Thomas von Aquin: Darstellung der biographischen Meilensteine von den Anfängen in Neapel bis zum Wirken an den Zentren der scholastischen Wissenschaft.

3. Bedeutung des Thomas von Aquin in der damaligen Zeit: Einordnung seines Einflusses als „großer Meister“ und seiner Rolle bei der Begründung des Thomismus.

4. Thomas von Aquin und die Gnade: Kernstück der Arbeit, welches das Verhältnis von Natur und Gnade, die Rolle der Ursünde und die Entwicklung der Prädestinationslehre detailliert analysiert.

5. Die Rechtfertigung als schematische Darstellung: Zusammenfassende Visualisierung des Gnadenprozesses basierend auf dem aristotelischen Materie-Form-Schema.

Schlüsselwörter

Thomas von Aquin, Gnadenlehre, Scholastik, Prädestination, Rechtfertigung, gratia creata, gratia increata, Ursünde, freier Wille, Verdienst, theozentrisch, Selbsttranszendenz, Gotteswirksamkeit, göttliche Liebe, Aristotelismus

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit untersucht das Verständnis von Gnade und menschlichem Verdienst im Denken des scholastischen Philosophen und Theologen Thomas von Aquin.

Was sind die zentralen Themenfelder?

Die zentralen Themen sind das Verhältnis von menschlicher Natur und göttlichem Wirken, die Notwendigkeit der Gnade nach dem Sündenfall und die methodische Herleitung von Gottes Wirken auf den Menschen.

Was ist das primäre Ziel der Untersuchung?

Das Ziel ist es, den Gnadenbegriff bei Thomas von Aquin zu systematisieren und aufzuzeigen, wie er den Widerspruch zwischen göttlicher Souveränität und menschlicher Willensfreiheit auflöst.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Die Arbeit nutzt die Analyse scholastischer Quellen, insbesondere der „Summa Theologiae“ und „Summa contra gentiles“, und wendet philosophische Kategorien des Aristotelismus an.

Was wird im Hauptteil behandelt?

Der Hauptteil gliedert sich in die anthropologischen Grundlagen, das Verständnis der Gnade als Mitteilung Gottes, die Analyse der Ursünde und eine chronologische Betrachtung der Entwicklung des Prädestinationsverständnisses.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Die Arbeit wird maßgeblich durch Begriffe wie Gnadenlehre, Prädestination, Rechtfertigung, gratia gratum faciens und die thomistische Unterscheidung von Materie und Form definiert.

Wie erklärt Thomas den Übergang von der Sünde zur Gerechtigkeit?

Durch die gratia operans, die Gott dem Menschen entgegenbringt, wird eine Neuausrichtung des Willens bewirkt, die im Stand der Rechtfertigung und im Verharren im Guten mündet.

Was versteht Thomas unter der „bedingten Prädestination“?

In seinem Frühwerk vertrat Thomas die Ansicht, dass Gottes Gnadenangebot universell ist und die Vorbereitung des Menschen durch dessen freien Willen eine Rolle bei der Gnadeneingießung spielt.

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Details

Title
Gnade und Verdienst bei Thomas von Aquin
College
University of Augsburg
Course
Seminar: Gnade und Verdienst - oder wie wird man heilig?
Grade
1,0
Author
Peter Kaimer (Author)
Publication Year
2004
Pages
18
Catalog Number
V66047
ISBN (eBook)
9783638588201
ISBN (Book)
9783638775878
Language
German
Tags
Gnade Verdienst Thomas Aquin Seminar Gnade Verdienst
Product Safety
GRIN Publishing GmbH
Quote paper
Peter Kaimer (Author), 2004, Gnade und Verdienst bei Thomas von Aquin, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/66047
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