In den letzten Jahren hat sich der Markt für Kinderartikel zu einem starken Zweig in der Wirtschaft entwickelt. In den Jahren davor richtete sich die Werbung fast ausschließlich an die erwachsenen Konsumenten. Heutzutage versuchen die Firmen und Industrien, die jungen Konsumenten im Alter von drei bis vierzehn Jahren zum Kauf der Produkte zu bewegen. Dieses ist darauf zurückzuführen, dass Kinder immer mehr Geld zur Verfügung haben (Taschengeld und Geldgeschenke) und somit die Möglichkeit haben, dieses auszugeben.
Die Werbung kann auf mehreren Wegen zu den Kindern gelangen- durch elektronische und Print-Medien (Plakate, Zeitschriften und Fernsehwerbung). Die wichtigste Rolle bei der Werbeplatzierung nimmt die Fernsehwerbung ein. Fernsehen zählt neben dem Spielen zu den beliebtesten Freizeitbeschäftigungen von Kindern.
Die meisten Kinder haben uneingeschränkten Zugang zum Fernseher, teilweise besitzen sie einen eigenen Fernseher, der in ihrem Kinderzimmer steht. In diesem Zusammenhang werden wir noch näher auf die Rolle der Eltern im Werbewirkungsprozess eingehen.
Mit Hilfe der durchgeführten empirischen Studie wird das Fernsehverhalten von Kindern, die Werbewirkung auf diese Bezugsgruppe sowie deren Werbekompetenz erläutert.
Inhaltsverzeichnis
1. Einleitung
2. Allgemeine Grundlagen der Werbung
2.1 Definition der Werbung
2.1 Wirkung der Werbung
2.2 Ziele der Werbung
3. Kinder als Zielgruppe der Werbung
3.1 Gestaltung der für Kinder bestimmten Werbung
3.2 Für Kinderwerbung geltende Schutzbestimmungen
3.3 Die verschiedenen Altersklassen als Zielgruppe der Werbung
4. Rolle der Eltern im Werbewirkungsprozess
5. Geschlechtsspezifische Unterschiede zwischen Jungen und Mädchen in Bezug auf Werbung
6. Verdeutlichung der Werbewirkung auf Kinder an konkreten Beispielen
6.1 Stockmeyer Würstchenwerbung „Ferdi Fuchs“
6.2 Dr. Oetker Werbung „Paula`s Pudding“
7. Empirische Studie über das Werbeverhalten von Kindern
7.1 Intentionen der Fragestellung
7.2 Ergebnisse der empirischen Studie
8. Kritische Stellungnahme
Zielsetzung & Themen
Die vorliegende Arbeit untersucht die Wirkung von Fernsehwerbung auf Kinder und analysiert, wie Werbemaßnahmen gezielt auf unterschiedliche Altersgruppen und Geschlechter ausgerichtet werden. Das zentrale Ziel besteht darin, den Werbewirkungsprozess bei Kindern zu durchleuchten und durch eine empirische Befragung zu ermitteln, inwieweit Kinder die Intentionen von Werbespots verstehen und welche Faktoren ihre Mediennutzung beeinflussen.
- Grundlagen der Werbewirkung und psychologische Mechanismen
- Gestaltungskriterien für kindgerechte Werbung
- Einfluss des Elternhauses auf die Werbekompetenz
- Geschlechtsspezifische Unterschiede im Konsumverhalten
- Analyse aktueller Werbebeispiele wie „Ferdi Fuchs“ und „Paula`s Pudding“
Auszug aus dem Buch
6.1 Stockmeyer Würstchenwerbung „Ferdi Fuchs“
Eine Werbung, die Kinder anspricht, ist eine Würstchenwerbung der Firma Stockmeyer. Diese Werbung ist als Cartoon dargestellt, in der „Ferdi Fuchs“ die Hauptrolle spielt und gleichzeitig der Held des Werbespots ist.
Zu Beginn der Werbung erscheint Ferdi Fuchs, der gut gelaunt und pfeifend durch einen Wald spaziert und ein Würstchen in der Hand hält. Im Hintergrund ertönt eine zu Ferdis Stimmung passende Musik, in der er vorgestellt wird („Der Ferdi Fuchs (3x) ist da“). Danach erscheint ein Wildschwein und die fröhliche Musik hört auf. Das Wildschwein fordert Ferdi unfreundlich auf, ihm das Würstchen zu geben. Ferdi entgegnet, dieser müsse sich das Würstchen erst einmal verdienen und läuft vor dem Wildschwein weg. Das Wildschwein versucht, Ferdi zu fangen, um ihm das Würstchen zu stehlen. Sie rennen um einen Baum, und man kann nur noch ihre Staubwolke erkennen. Dieses Geschehen wird durch eine spannende Musik unterstrichen. Am Schluss liegt Ferdi entspannt auf der Baumspitze und isst genüsslich sein Würstchen, während das Wildschwein immer noch um den Baum läuft. Es ertönt wieder fröhliche Musik und Ferdi sagt, er habe sich das „clevere“ Würstchen verdient. Danach hält Ferdi die Würstchen der Firma Stockmeyer in die Kamera.
Zusammenfassung der Kapitel
1. Einleitung: Vorstellung des Themas und der Relevanz von Kindern als wachsende Konsumentengruppe im Medienzeitalter.
2. Allgemeine Grundlagen der Werbung: Erläuterung der Definition, der komplexen Wirkungsmechanismen und der ökonomischen Ziele von Werbemaßnahmen.
3. Kinder als Zielgruppe der Werbung: Analyse der Gestaltungsmittel, rechtlicher Schutzbestimmungen und der altersgruppenspezifischen Rezeptionsfähigkeit.
4. Rolle der Eltern im Werbewirkungsprozess: Untersuchung der Vorbildfunktion der Eltern und der Bedeutung gemeinsamer Mediennutzung für die Werbekompetenz.
5. Geschlechtsspezifische Unterschiede zwischen Jungen und Mädchen in Bezug auf Werbung: Betrachtung gesellschaftlicher Stereotype und deren Anwendung in der kindgerechten Werbegestaltung.
6. Verdeutlichung der Werbewirkung auf Kinder an konkreten Beispielen: Detaillierte Fallstudie zu den Werbespots „Ferdi Fuchs“ und „Paula`s Pudding“.
7. Empirische Studie über das Werbeverhalten von Kindern: Vorstellung und Auswertung einer Befragung zur Mediennutzung und zum Verständnis der Werbeabsichten bei Kindern.
8. Kritische Stellungnahme: Zusammenfassende Reflexion über den tatsächlichen Einfluss der Werbung auf Kinder im Vergleich zur Ausgangshypothese.
Schlüsselwörter
Fernsehwerbung, Kinder, Werbewirkung, Medienkompetenz, Werbekompetenz, Zielgruppe, Kaufverhalten, Altersstufen, Konsumenten, Sozialisation, Werbegestaltung, Empirische Studie, Markenpräferenz, Werbeerfolg, Eltern-Kind-Interaktion.
Häufig gestellte Fragen
Worum geht es in der Arbeit grundsätzlich?
Die Arbeit beschäftigt sich mit dem Einfluss von Fernsehwerbung auf die kindliche Zielgruppe und untersucht, wie Werbeprofis versuchen, Kinder als Konsumenten zu gewinnen.
Was sind die zentralen Themenfelder?
Die Schwerpunkte liegen auf den psychologischen Grundlagen der Werbung, den spezifischen Gestaltungsregeln für Kinderprodukte, der Rolle der Eltern sowie geschlechtsspezifischen Präferenzen.
Was ist das primäre Ziel der Untersuchung?
Das Ziel ist es, zu klären, wie Kinder Werbung wahrnehmen, ob sie die ökonomischen Absichten dahinter verstehen und wie stark sie durch Werbemaßnahmen im Fernsehen tatsächlich beeinflusst werden.
Welche wissenschaftliche Methode wurde verwendet?
Neben einer theoretischen Literaturanalyse wurde eine empirische Befragung von 74 Kindern unterschiedlichen Alters durchgeführt, um deren konkretes Fernseh- und Werbeverhalten zu dokumentieren.
Was wird im Hauptteil behandelt?
Der Hauptteil umfasst theoretische Grundlagen, eine detaillierte Analyse der Werbegestaltung für Kinder sowie eine konkrete Untersuchung zweier bekannter Werbespots („Ferdi Fuchs“ und „Paula`s Pudding“).
Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?
Die Arbeit lässt sich am besten mit Begriffen wie Werbekompetenz, kindliche Zielgruppe, Werbewirkung, Mediennutzung und Konsumentenverhalten beschreiben.
Warum spielt die Unterscheidung der Altersklassen eine so wichtige Rolle?
Das Alter bestimmt maßgeblich, ob ein Kind zwischen Realität und Fernsehwelt unterscheiden kann und inwiefern es die Absicht „Werbung“ als Verkaufsargument erkennt.
Welche Rolle spielen die Eltern bei der Werbekompetenz ihrer Kinder?
Eltern fungieren als Mediatoren; durch gemeinsame Mediennutzung und Diskussionen können sie die Werbekompetenz der Kinder fördern und kritische Distanz aufbauen.
Wie unterscheidet sich die Werbung für Jungen von der für Mädchen?
Die Werbung bedient sich oft gesellschaftlicher Klischees: Während Mädchen eher im Bereich der „heilen Welt“ angesprochen werden, fokussieren sich Werbespots für Jungen oft auf Action, Macht und Wettbewerb.
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- Kathrin Schütz (Author), Jessica Zorn (Author), 2006, Die Wirkung der Fernsehwerbung auf Kinder, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/66084