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George Philipps - Laien in der Kirche

Title: George Philipps - Laien in der Kirche

Term Paper (Advanced seminar) , 2003 , 17 Pages , Grade: 2,0

Autor:in: Thomas Bauer (Author)

Theology - Systematic Theology
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Summary Excerpt Details

George Phillips wurde am 6.1.1804 in Königsberg als Sohn des englischen Kaufmanns James Phillips und der Eleonora geboren. Er nahm 1822 in Berlin das Studium der Rechte auf, wechselte dann nach Göttingen, wo er 1825 zum Doctor iuris promoviert wurde. Nach einem Studienaufenthalt in England habilitierte er sich 1826 in Berlin für deutsches Recht und wurde dort 1827 zum außerordentlichen Professor ernannt. Im selben Jahr heiratete er Charlotte Housselle. 1828 konvertierten beide zur Katholischen Kirche. 1833 ging Phillips als Ministerialrat nach München, wo er 1834 eine Professur der Geschichte übernahm und nach wenigen Monaten ordentlicher Professor der Rechte wurde. Er hatte enge Beziehungen zum Görres-Kreis und war Mitbegründer der „Historisch-Politischen Blätter“. Im Gefolge der Lola-Montez-Affäre seiner Professur enthoben, nahm Phillips 1848 ein Mandat als Abgeordneter des Wahlkreises Deggendorf in der Frankfurter Nationalversammlung wahr, aus der er im folgenden Jahr austrat. 1850 einem Ruf als ordentlicher Professor nach Innsbruck folgend, wechselte Phillips bereits 1851 als ordentlicher Professor an die Juristische Fakultät in Wien. Nach dem Tod seiner ersten Frau heiratete er 1868 seine bisherige Wirtschafterin Veronica Dirr. Am 6.9.1872 ist George Phillips in Aigen bei Salzburg gestorben.
Mit Ferdinand Walter gilt er als Begründer einer Lehre von der dreifachen Kirchengewalt, die bewusst im Gegensatz zur hergebrachten Zweiteilung in ordo und iurisdictio steht.
Die Lehre vom triplex munus Christi, die aus der protestantischen Theologie stammt, wurde vom Zweiten Vatikanischen Konzil übernommen.
Als erste große kanonistische Veröffentlichung gilt sein Artikel in den „Historisch-Politischen Blättern“ aus dem Jahre 1839 mit dem Titel „Religion, Kirche, Kirchenrecht“. Wichtigstes Werk war sein „Kirchenrecht“ in sieben Bänden, erschienen zwischen 1845 und 1872 (einige Bände. in weiteren Auflagen; Band 8 von Friedrich H. Vering, 1889; Nachdruck 1959–1960). Er brachte auch 1859 ein Lehrbuch des Kirchenrechts in zwei Bänden heraus. Dieses wurde 1881 in einer dritten Auflage von Christoph Moufang herausgegeben. Bereits 1875 hatte Friedrich H. Vering das Werk auf Lateinisch veröffentlicht.

Excerpt


Inhaltsverzeichnis

1. Leben und Wirken:

2. Das Kirchenverständnis von Phillips:

3. Kurzübersicht über die Verfassung der Kirche:

4. Die kirchlichen Stände bei Phillips:

5. Die Gewaltenlehre bei Phillips:

6. Schluss:

Zielsetzung & Themen

Die Arbeit untersucht das ekklesiologische Denken von George Phillips, insbesondere seine Lehre von der dreifachen Kirchengewalt, und setzt diese in Bezug zu den Entwicklungen des Zweiten Vatikanischen Konzils sowie zu aktuellen kirchlichen Fragestellungen.

  • Biografie und Wirken von George Phillips
  • Kirchenverständnis als Bund zwischen Gott und Mensch
  • Struktur und Hierarchie der Kirche (Königtum, Lehramt, Priestertum)
  • Unterscheidung und Verhältnis von Klerus und Laien
  • Gewaltenlehre und Jurisdiktionsgewalt

Auszug aus dem Buch

Die kirchlichen Stände bei Phillips

„Dieß eigenthümliche Priesterthum trat in seiner hierarchischen Gliderung nach den drei Stufen der Bischöfe, Presbyter und Diakonen dem Menschengeschlechte mit Weihe, Lehre und Befehl entgegen. Allen ward die frohe Botschaft gebracht; die sie annahmen, wurden durch die Taufe als Glieder des Reiches Gottes geweiht. So ward ein auserwähltes Geschlecht, ein königliches Priestertum, ein heiliges Volk erzeugt. Auch dieß allgemeine, auf der Taufweihe beruhende Priesterthum steht, wie jedes Priesterthum, in Beziehung zu dem Opfer.“

„Es gibt also zwei Arten von Christen, zwei kirchliche Stände; die Einen haben sich in ihrem Berufe ganz und gar dem göttlichen Opferdienste gwidmet; dadurch sollen sie, ‚von dem Geräusche der Welt entfernt, dem Gebete und der Betrachtung ergeben sein’. Sie heißen daher, als die Auserwählten, im Gegensatz zu dem Volke (λαος, Plebs), zu den Laien: Klerus (κληρος, Ordo). Diese gehören dem Herrn an, und wie im alten Bunde für den Stamm Levi, der bei der Theilung von Canaan kein Land erhielt, Gott selbst der Antheil (Κληρος, sors) wurde, so sollen auch die Kleriker, die eben hiervon ihren Namen tragen, den Herrn so ganz als ihren Antheil betrachten, daß sie ihn in Wahrheit besitzen, ihrerseits aber auch wiederum sein Besitzthum werden.“

Zusammenfassung der Kapitel

1. Leben und Wirken:: Biografische Darstellung des Lebensweges und der akademischen Laufbahn von George Phillips sowie eine Einordnung seiner bedeutendsten kanonistischen Werke.

2. Das Kirchenverständnis von Phillips:: Analyse der Definition der Kirche bei Phillips als sichtbare Bundesgenossenschaft und Reich Gottes, gegründet auf Christus als Haupt.

3. Kurzübersicht über die Verfassung der Kirche:: Erläuterung der hierarchischen Struktur der Kirche mit Fokus auf das Primat des Papstes und die Teilung in Klerus und Laien.

4. Die kirchlichen Stände bei Phillips:: Untersuchung der Unterscheidung zwischen dem „eigentlichen Priestertum“ des Klerus und dem „allgemeinen Priestertum“ der Gläubigen aufgrund der Taufe.

5. Die Gewaltenlehre bei Phillips:: Darstellung der Verbindung von Priestertum, Königtum und Lehramt sowie die Ablehnung einer strikten Trennung zwischen Jurisdiktions- und Weihegewalt.

6. Schluss:: Zusammenfassende Einordnung der Phillips’schen Theologie im Kontext der Ekklesiologie des 19. Jahrhunderts und deren Rezeption im Zweiten Vatikanischen Konzil.

Schlüsselwörter

George Phillips, Kirchenrecht, Kirchenverständnis, Tria Munera, Jurisdiktion, Priestertum, Laien, Klerus, Ekklesiologie, Reich Gottes, Leib Christi, Primat, Zweites Vatikanisches Konzil, Weihegewalt, Bundesgenossenschaft.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit befasst sich mit der ekklesiologischen Lehre von George Phillips, insbesondere seiner Konzeption der dreifachen Kirchengewalt.

Was sind die zentralen Themenfelder?

Im Zentrum stehen die Struktur der Kirche, das Verhältnis von Weihe- und Jurisdiktionsgewalt sowie die Unterscheidung zwischen dem Klerus und den Laien.

Was ist das primäre Ziel der Arbeit?

Ziel ist es, Phillips' kirchenrechtliche Entwürfe darzustellen und ihre Bedeutung für die moderne Kirche im Licht der Aussagen des Zweiten Vatikanischen Konzils kritisch zu reflektieren.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Der Autor führt eine textanalytische Untersuchung von Primärquellen Phillips' durch und vergleicht diese mit aktuellen lehramtlichen Dokumenten wie dem Katechismus der Katholischen Kirche.

Was wird im Hauptteil behandelt?

Der Hauptteil analysiert die Entstehung der kirchlichen Hierarchie, die Gewaltenlehre sowie die Rollenverteilung innerhalb der kirchlichen Stände.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Wichtige Begriffe sind unter anderem Tria Munera, Kirchenrecht, Hierarchie, Jurisdiktionsgewalt und allgemeines Priestertum.

Wie definiert Phillips das Verhältnis zwischen Klerus und Laien?

Phillips betont zwar die gemeinsame Taufe als Basis, unterscheidet jedoch scharf zwischen dem „eigentlichen Priestertum“ des Klerus und dem „allgemeinen Priestertum“ der Laien, wobei er den Laien dennoch eine aktive Rolle zuschreibt.

Welches Problem identifiziert der Autor in Bezug auf die heutige Zeit?

Der Autor sieht ein Problem darin, dass die bei Phillips angelegte Einheit von Regierungsfunktion und Weihegewalt in modernen Pfarreien durch eine unscharfe Rollenverteilung oft nicht mehr in ihrer vollen Tiefe wahrgenommen wird.

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Details

Title
George Philipps - Laien in der Kirche
College
LMU Munich  (Katholisch Theologische Fakultät)
Course
Die Laien in der Kirche
Grade
2,0
Author
Thomas Bauer (Author)
Publication Year
2003
Pages
17
Catalog Number
V66097
ISBN (eBook)
9783638588294
ISBN (Book)
9783638753814
Language
German
Tags
George Philipps Laien Kirche Laien Kirche
Product Safety
GRIN Publishing GmbH
Quote paper
Thomas Bauer (Author), 2003, George Philipps - Laien in der Kirche, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/66097
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