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Was ist Wissenschaft? – Was ist Pflegewissenschaft?

Title: Was ist Wissenschaft? – Was ist Pflegewissenschaft?

Presentation (Elaboration) , 2006 , 16 Pages , Grade: 1,0

Autor:in: Steve Strupeit (Author), Kreske Sieling (Author)

Nursing Science - Miscellaneous
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Summary Excerpt Details

„Bloßes Wissen, Bloße Kenntnis von Dingen und Tatsachen allein ist noch keine Wissenschaft; erst wer etwas über Entwicklung und ursächlichen Zusammenhang der Dinge erforscht, was bisher unbekannt war treibt Wissenschaft“ (Pettenkofer zit: nach Brandenburg, 2003, 22). Was ist eigentlich Wissenschaft? Schafft Wissenschaft Wissen (an Stelle von Glauben)? Erklärt Wissenschaft die Welt? Ist Wissenschaft ein Privileg? Wissenschaft die Suche nach Antworten? Es gibt neben diesen Fragen noch viele andere mehr die man sich stellen mag und doch werden wir nicht alle Fragen dieses komplexen Themas detailliert beantworten können. Jedoch wollen wir versuchen sie zu streifen. Die Aufgabenstellung dieser Arbeit ist es eine Einführung in die Thematik „Was ist Wissenschaft?“ zu geben. Dabei soll diese Fragestellung immer wieder durch die Brille der Pflegewissenschaft näher betrachtet und erläutert werden. Im ersten Abschnitt der Arbeit geht es zunächst darum ganz allgemein zu klären was Wissenschaft überhaupt ist. In welche Bereich die Wissenschaft sich einordnen lässt und es soll ganz bewusst auch die Frage nach dem verorten der Pflegewissenschaften in diesem Klassifizierungssystem aufgeworfen werden. Da die Pflegewissenschaft noch eine sehr junge Wissenschaft in Deutschland ist, soll geklärt werden was der Unterschied zwischen Alltagserkenntnis und wissenschaftlichen Wissen ist. An diesem Punkt werden wir aufzeigen, wie examinierte Pflegekräfte und wie Pflegewissenschaftler mit ein und derselben Situation umgehen würden. Anschließend werden die klassischen Wissenschaftlichen Gütekriterien exemplarisch dargestellt. Der zweite Teil der Arbeit widmet sich dann der Pflegewissenschaft „an sich“. Was ist Pflegewissenschaft, welche Aufgaben hat die Pflegewissenschaft zu leisten. In diesem Teil gehen wir auch kurz auf Paradigmen und Metaparadigmen der Pflegewissenschaft ein. Jedoch soll diese nur als abschließende Ergänzung dienen. [...]

Excerpt


Inhaltsverzeichnis

1 Einführung in die Thematik

2 Wissenschaften

2. 1 Erklärungsversuche und Definitionen von Wissenschaft

2.2 Einteilungen der Wissenschaftszweige

2.3 Unterscheidung Alltagserkenntnis und wissenschaftliches Wissen

2.4 Klassische Gütekriterien einer Wissenschaft

3 Pflegewissenschaft

3.1 Quellen des Wissens in der Pflege (-Wissenschaft)

3.2 Was ist Pflegewissenschaft? – Ein Erklärungsversuch

3.3 Gegenstandsbereiche der Pflegewissenschaft und Pflegeforschung

3.4 Aufgaben der Pflegewissenschaft

3.5 Exkurs Paradigmen

3.6 Metaparadigmen in der Pflege

4 Abschlussbetrachtung/Ausblick

Zielsetzung und Themen

Die vorliegende Ausarbeitung verfolgt das Ziel, eine grundlegende Einführung in die Thematik „Was ist Wissenschaft?“ zu geben und diese Fragestellung explizit durch die Brille der Pflegewissenschaft zu betrachten und kritisch zu hinterfragen.

  • Grundlagen und Definitionen des allgemeinen Wissenschaftsbegriffs
  • Unterscheidung zwischen Alltagserkenntnis und wissenschaftlichem Wissen
  • Klassische Gütekriterien in der wissenschaftlichen Forschung
  • Theoretische Verortung und Definition der Pflegewissenschaft
  • Auseinandersetzung mit Paradigmen und Metaparadigmen in der Pflege

Auszug aus dem Buch

2.2 Einteilungen der Wissenschaftszweige

Nach ihren Methoden lassen sich drei große Zweige von Wissenschaften unterscheiden (vgl. Mühlbauer, 2003, 153ff; Brandenburg/Dorschner, 2003, 26ff; Benedikter, 2001, 137ff):

1. Strukturwissenschaften (Mathematik, Informatik): sie zeichnen sich durch vollständige Formalisierbarkeit ihres Untersuchungsobjektes aus. Zudem beschäftigen sie sich nur mit theoretischen Konzepten, nicht mit im eigentlichen Sinn „realen“ Gegenständen. Ein strenger Beweis der Fehlerfreiheit vorausgesetzt, für alle Zeiten gilt, ist nur in diesen Wissenschaften möglich.

2. Naturwissenschaften (Physik, Chemie, Biologie, Medizin, …): sind die Wissenschaften, die der erwachsene Mensch noch am ehesten als Wissenschaften erkennen würde. Sie zeichnen sich in der Regel durch experimentelle Arbeiten aus. Beweise können diese Wissenschaften jedoch im streng mathematischen Sinn nicht liefern. Denn auch ein Naturgesetz ist nur ein Erfahrungsgesetz, dass darauf gründet, das es bislang keine anderweitigen Erfahrungen gibt und aus verschiedenen Gründen auch sehr wahrscheinlich in Zukunft nicht geben wird. Hier geht es um das Allgemeine der Welt.

3. Geisteswissenschaften und/oder Sozialwissenschaften (Philosophie, Geschichte, Politik, Pflege, …):Auch hier ist das Ziel, mit Hilfe des Verstandes und unter Anwendung bestimmter mehr oder weniger allgemein anerkannter Methoden zu Aussagen zu gelangen, die vom Betrachter möglichst unabhängig sind. Hier geht es um das Besondere und Einmalige des Menschlichen.

Demnach verstehen sich die Pflegewissenschaften als einen Zweig der Geisteswissenschaften. Jedoch erfordert die Komplexität der Pflegewissenschaften einen Dialog des „Pluralismus“ (Käppli, 1996, 156) zwischen den Bezugswissenschaften. Eine völlige Abgrenzung als Pflegewissenschaft –im Singular- scheint zum jetzigen Zeitpunkt nicht möglich. Eine Beantwortung was für eine Wissenschaft die Pflege darstellt ist somit eine mit „praktischen Folgen“ (Käppli, 1999, 157). Mögliche wäre es aber auch, dass die Pflegewissenschaften weiterhaft standhaft bleibt und sich gegen „Ordnungsprinzipien“ (Krüger, 1996, 39) durchsetzten vermag, zugunsten eines „eigenständigen Wissenschaftskanons“ (Krüger, 1996, 39).

Zusammenfassung der Kapitel

1 Einführung in die Thematik: Der Einleitungsteil führt in die Problematik ein, was Wissenschaft grundlegend ausmacht, und stellt die Leitfrage der Arbeit unter Berücksichtigung der Pflegewissenschaft vor.

2 Wissenschaften: Dieses Kapitel definiert den allgemeinen Wissenschaftsbegriff, klassifiziert Wissenschaftszweige, unterscheidet Alltagserkenntnis von wissenschaftlichem Wissen und erläutert klassische Gütekriterien.

3 Pflegewissenschaft: Hier wird der Fokus auf die Pflegewissenschaft gelegt, wobei Wissensquellen, verschiedene Erklärungsversuche, Gegenstandsbereiche, Aufgaben sowie Paradigmen und Metaparadigmen detailliert diskutiert werden.

4 Abschlussbetrachtung/Ausblick: Die Autoren reflektieren die Dynamik der Pflegewissenschaft in Deutschland und betonen die Notwendigkeit, Autonomie und Handlungsfreiheit für die Disziplin zu gewinnen.

Schlüsselwörter

Wissenschaft, Pflegewissenschaft, Alltagserkenntnis, Gütekriterien, Theorieentwicklung, Pflegepraxis, Paradigmen, Metaparadigmen, Empirie, Wissensquellen, Wissenschaftszweige, Forschungsmethoden, Pflegeforschung, Professionalisierung, Validität.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser wissenschaftlichen Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit befasst sich mit der Definition und Einordnung von Wissenschaft allgemein und überträgt diese Erkenntnisse speziell auf die junge Disziplin der Pflegewissenschaft.

Was sind die zentralen Themenfelder der Ausarbeitung?

Die Themen umfassen die Definition von Wissenschaft, die Differenzierung von Alltagswissen und wissenschaftlicher Erkenntnis, die Rolle der Gütekriterien sowie die spezifischen Aufgaben und Paradigmen der Pflegewissenschaft.

Welches ist das primäre Ziel oder die Forschungsfrage?

Das Ziel ist es, eine grundlegende Einführung in das Thema „Was ist Wissenschaft?“ zu geben und die Verortung der Pflegewissenschaft in diesem System kritisch zu durchleuchten.

Welche wissenschaftliche Methodik wird verwendet?

Die Autoren nutzen eine literaturgestützte Analyse und theoretische Herleitung, indem sie Definitionen und wissenschaftstheoretische Konzepte aus der Fachliteratur zusammenführen und auf die Pflege anwenden.

Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?

Der Hauptteil gliedert sich in eine allgemeine wissenschaftstheoretische Basis (Wissenschaftsbegriff, Gütekriterien) und einen pflegewissenschaftlichen Teil (Quellen, Paradigmen, Metaparadigmen).

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit am besten?

Die Arbeit ist durch Begriffe wie Pflegewissenschaft, Alltagserkenntnis, Gütekriterien, Paradigmen und Metaparadigmen in der Pflege charakterisiert.

Welche Rolle spielt die Alltagserkenntnis in der pflegerischen Arbeit?

Die Autoren beschreiben Alltagserkenntnis als eine intuitiv genutzte Wissensform, die zwar handlungsorientiert ist, aber sich von der systematischen, methodengeleiteten Analyse der Wissenschaft durch fehlende Verallgemeinerbarkeit unterscheidet.

Warum betrachten die Autoren die Pflegewissenschaft als „junge“ Disziplin?

Die Pflegewissenschaft in Deutschland hat laut den Autoren noch wenig Tradition, ist primär an Fachhochschulen verortet und ringt noch um ihre endgültige Etablierung auf dem „Parkett der Wissenschaften“.

Was sind die vier Metaparadigmen der Pflege?

Die vier grundlegenden Konzepte, die laut den Autoren unter dem Metaparadigma der Pflege zu verstehen sind, lauten: Person, Umwelt, Pflege und Gesundheit.

Welche Bedeutung haben Gütekriterien für die pflegewissenschaftliche Forschung?

Sie dienen als verpflichtende Normen und Werte, um die Qualität, Objektivität, Validität und Zuverlässigkeit pflegewissenschaftlicher Aussagen und Studien in der Fachwelt zu gewährleisten.

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Details

Title
Was ist Wissenschaft? – Was ist Pflegewissenschaft?
College
University of Bremen
Course
Wissenschaftliches Arbeiten
Grade
1,0
Authors
Steve Strupeit (Author), Kreske Sieling (Author)
Publication Year
2006
Pages
16
Catalog Number
V66129
ISBN (eBook)
9783638584241
ISBN (Book)
9783656814580
Language
German
Tags
Wissenschaft Pflegewissenschaft Wissenschaftliches Arbeiten
Product Safety
GRIN Publishing GmbH
Quote paper
Steve Strupeit (Author), Kreske Sieling (Author), 2006, Was ist Wissenschaft? – Was ist Pflegewissenschaft?, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/66129
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