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Friktionelle und strukturelle Arbeitslosigkeit - Ursachen und Lösungsansätze

Title: Friktionelle und strukturelle Arbeitslosigkeit - Ursachen und Lösungsansätze

Seminar Paper , 2005 , 25 Pages , Grade: 1,3

Autor:in: Markus Maisch (Author)

Economics - Job market economics
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Angesichts einer Rekordarbeitslosigkeit von 5 Millionen Anfang des Jahres 2005 wird deren Bekämpfung als eines der wichtigsten Ziele der Wirtschaftspolitik empfunden. Bei der öffentlichen Diskussion wird dabei immer wieder betont, dass insbesondere der strukturelle Teil der Arbeitslosigkeit sehr hoch sei. Strukturell i.e.S. bezieht sich auf die Anzahl der offener Arbeitsstellen, die aufgrund von „mismatch“ Problemen verbunden mit Informationsdefiziten nicht besetzt werden. Sie ist daher auch mit der friktionellen Komponente der Arbeitslosigkeit verknüpft, die unter Punkt 2.) gesondert analysiert wird. Strukturelle Arbeitslosigkeit i.w.S. ist von vielen weitern verschiedenen Komponenten abhängig, die unter Punkt 3.) genauer analysiert werden, bevor unter 4.) mögliche Lösungsansätze genauer diskutiert werden.

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Inhaltsverzeichnis

1.) Einführung in die Problematik

2.) Analyse und Ursachen der friktionellen Arbeitslosigkeit in Deutschland

2.1) Die Analyse des Suchverhaltens der Arbeitnehmer

2.2) Die Arbeitgeber als Suchende

2.3) Verbesserung der Vermittlungseffizienz und der Informationssysteme auf dem Arbeitsmarkt zur Verminderung der friktionelle Arbeitslosigkeit

2.4) Verbesserung der Arbeitsmarkttransparenz

3.) Analyse der strukturellen Arbeitslosigkeit

3.1) Das analytische Rahmenmodell der QERU/NAIRU

3.2) Der strukturalistische Ansatz der Beschäftigungstheorie (SA) nach Phelps

3.3.) Einige Bestimmungsfaktoren der QERU

3.3.1) Kollektive Lohnverhandlungen und Zentralisierungsgrad

3.3.2) Effiziente Löhne

3.3.3) Strukturelle Diskrepanzen zwischen Arbeitsangebot und –nachfrage

3.4) Die Wirkung von Schocks auf den Arbeitsmarkt

3.4.1) Die Verteuerung von Importpreisen - Ölpreisschocks

3.4.2) Anstieg des weltweiten Realzinsniveaus

3.4.3) Veränderung der institutionellen Regelungen

4.) Lösungsansätze zur Verminderung der strukturellen Arbeitslosigkeit

4.1) Verbesserung der beruflichen und regionalen Mobilität

4.2) Arbeitslosenversicherung und Kündigungsschutz

4.3) Abbau der Staatsschulden und Steigerung des Produktivitätswachstums

4.4) Möglichkeiten der Lohnpolitik und Veränderung der Lohnstruktur

5.) Abschließende Betrachtung

Zielsetzung & Themen

Die vorliegende Arbeit untersucht die Ursachen der friktionellen und strukturellen Arbeitslosigkeit in Deutschland, analysiert die zugrunde liegenden ökonomischen Wirkungsmechanismen und erörtert darauf aufbauend wirtschaftspolitische Lösungsansätze zur Verminderung dieser Arbeitslosigkeit.

  • Analyse des Suchverhaltens von Arbeitnehmern und Arbeitgebern
  • Strukturalistische Ansätze und Bestimmungsfaktoren der QERU
  • Einfluss von externen Schocks wie Ölpreissteigerungen und Zinsniveauänderungen
  • Diskussion institutioneller Rahmenbedingungen wie Arbeitslosenversicherung und Kündigungsschutz
  • Reformmöglichkeiten durch Lohnpolitik und Mobilitätsförderung

Auszug aus dem Buch

2.1) Die Analyse des Suchverhaltens der Arbeitnehmer

Der Arbeitnehmer trifft bei der Suche nach einem neuen Arbeitsplatz verschiedene Entscheidungen darüber, wie lange und mit welcher Intensität er suchen möchte, bei welchen Firmen mit offenen Stellen er anfragen soll oder wie viele Angebote er einholt und an Hand welcher Kriterien er diese beurteilt. Mit Hilfe eines Suchmodells kann man nun die Faktoren, von denen die optimale Suchdauer abhängt, ermitteln. Zudem kann man nachweisen, dass Sucharbeitslosigkeit bis zu einem Grad durchaus effizient sein kann.

Das nachfolgend verwendete Modell basiert hauptsächlich auf einem Konzept von Mortensen aus dem Jahr 1970. Es wird dabei angenommen, dass der Suchende über unvollständige Informationen bezüglich der freien Stellen und Arbeitsangebote verfügt. Dies bedeutet, dass er weder die benötigten Qualifikationsvoraussetzungen, noch die Lohnangebote für die vakanten Stellen kennt. Die einzigen Informationen über die er verfügt, sind das Aussehen der Verteilungsfunktion der freien Stellen, seine eigene Qualifikation q sowie das dazu gehörige Lohnangebot.

Um nun eine seiner Qualifikation entsprechende Stelle zu finden, muss der arbeitslose Arbeitnehmer suchen und dies nimmt Zeit in Anspruch. Bei seiner Suche geht er annahmegemäß sequentiell vor, das heißt er entscheidet nach jedem angebotenem Arbeitsplatz, ob er diesen annimmt oder weitersucht. Dabei hängt seine Entscheidung im Wesentlichen von der Höhe der Lohnofferte w ab. Diese ist somit das zentrale Kriterium des Suchenden. Andere Eigenschaften wie beispielsweise das Betriebsklima bleiben ohne genauere Betrachtung. Der Arbeitslose vergleicht den ihm angebotenen Lohn w mit seinem individuellen Anspruchslohn w^R. Dabei wird das Angebot akzeptiert wenn w ≥ w^R ist, bzw. abgelehnt und weitergesucht solange w ≤ w^R.

Zusammenfassung der Kapitel

1.) Einführung in die Problematik: Die Einleitung beleuchtet die hohe Arbeitslosigkeit im Jahr 2005 und grenzt die friktionelle von der strukturellen Arbeitslosigkeit ab.

2.) Analyse und Ursachen der friktionellen Arbeitslosigkeit in Deutschland: Dieses Kapitel untersucht das Suchverhalten von Arbeitnehmern und Arbeitgebern und diskutiert Maßnahmen zur Verbesserung der Arbeitsmarkttransparenz.

3.) Analyse der strukturellen Arbeitslosigkeit: Hier werden theoretische Modelle wie die QERU/NAIRU vorgestellt und Faktoren wie Lohnverhandlungen sowie Auswirkungen von exogenen Schocks analysiert.

4.) Lösungsansätze zur Verminderung der strukturellen Arbeitslosigkeit: Das Kapitel widmet sich konkreten wirtschaftspolitischen Maßnahmen, darunter Mobilitätsförderung, Reformen der Sozialsysteme und Lohnpolitik.

5.) Abschließende Betrachtung: Das Fazit fasst die Komplexität der Bestimmungsfaktoren zusammen und bewertet den bisherigen Erfolg der Reformbemühungen wie der Agenda 2010.

Schlüsselwörter

Friktionelle Arbeitslosigkeit, Strukturelle Arbeitslosigkeit, QERU, NAIRU, Suchmodell, Anspruchslohn, Matching-Probleme, Arbeitsmarkttransparenz, Lohnsetzungskurve, Effizienzlohn, Humankapital, Arbeitsmarktpolitik, Hartz-Kommission, Beschäftigungstheorie

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit analysiert die Ursachen und wirtschaftspolitischen Lösungsansätze für friktionelle und strukturelle Arbeitslosigkeit in Deutschland.

Was sind die zentralen Themenfelder der Analyse?

Die zentralen Themen umfassen Suchprozesse auf dem Arbeitsmarkt, theoretische Beschäftigungsmodelle (QERU/NAIRU) sowie den Einfluss von Lohnpolitik und Institutionen.

Was ist das primäre Ziel der Untersuchung?

Das Ziel ist es, die komplexen Ursachen der Arbeitslosigkeit wissenschaftlich zu erklären und Möglichkeiten aufzuzeigen, wie diese durch wirtschaftspolitische Reformen vermindert werden kann.

Welche wissenschaftlichen Methoden werden verwendet?

Der Autor nutzt theoretische ökonomische Modelle, insbesondere Suchmodelle (Mortensen) und strukturalistische Ansätze der Beschäftigungstheorie (Phelps), um Arbeitsmarktphänomene zu erklären.

Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?

Der Hauptteil gliedert sich in die Analyse der friktionellen Arbeitslosigkeit durch Suchverhalten, die Untersuchung der strukturellen Arbeitslosigkeit mittels WS/LD-Modellen sowie die Diskussion von Lösungsansätzen.

Welche Schlüsselbegriffe charakterisieren die Arbeit?

Wichtige Begriffe sind insbesondere QERU, NAIRU, Sucharbeitslosigkeit, Mismatch, Reallohnstarrheit und Effizienzlohn.

Warum spielt das Konzept der „QERU“ eine zentrale Rolle?

Die QERU (Quasi Equilibrium Rate of Unemployment) dient als analytischer Rahmen, um das strukturelle Gleichgewicht auf dem Arbeitsmarkt zu bestimmen, bei dem die Pläne von Arbeitnehmern und Unternehmen übereinstimmen.

Inwiefern beeinflussen Ölpreisschocks die strukturelle Arbeitslosigkeit?

Ein Ölpreisschock verschlechtert die Angebotsbedingungen, was die Arbeitsnachfrage senkt und je nach Lohnflexibilität und gewerkschaftlichem Verhalten zu einer dauerhaften Erhöhung der Arbeitslosenquote führen kann.

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Details

Title
Friktionelle und strukturelle Arbeitslosigkeit - Ursachen und Lösungsansätze
College
University of Hohenheim  (Lehrstuhl für Wirtschaftstheorie)
Grade
1,3
Author
Markus Maisch (Author)
Publication Year
2005
Pages
25
Catalog Number
V66181
ISBN (eBook)
9783638588720
Language
German
Tags
Friktionelle Arbeitslosigkeit Ursachen Lösungsansätze
Product Safety
GRIN Publishing GmbH
Quote paper
Markus Maisch (Author), 2005, Friktionelle und strukturelle Arbeitslosigkeit - Ursachen und Lösungsansätze, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/66181
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