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Die vertrauliche Anrede an Bekannte im Russischen und Deutschen - eine vergleichende empirische Studie zum Anredeverhalten

Title: Die vertrauliche Anrede an Bekannte im Russischen und Deutschen - eine vergleichende empirische Studie zum Anredeverhalten

Term Paper (Advanced seminar) , 2004 , 30 Pages , Grade: 1,3

Autor:in: Natalie Schnar (Author)

Russian / Slavic Languages
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Summary Excerpt Details

Die vorliegende Studie ist ein theoretischer und empirischer Beitrag zur Darstellung des Anredeverhaltens im modernen Russischen und Deutschen. Gegenstand des interkulturellen Sprachvergleichs ist die vertrauliche Anrede an Bekannte, wobei sich der Fokus des empirischen Teils der Arbeit vor allem auf das Anredeverhalten der Generation junger Akademiker richtet. Eine mögliche Intimisierung und Individualisierung der vertraulichen Anrede wird mittels einer Fragebogenaktion ermittelt, an der insgesamt 24 Studenten/innen und Absolventen/innen der Moskauer und Berliner Hochschulen im Alter zwischen 20 und 30 Jahren teilgenommen haben.

Durch einen direkten Vergleich des Anredeverhaltens der russischen und deutschen Probanden konnten die Unterschiede des Anredeetiketts beider Sprachgemeinschaften verdeutlicht werden. Zwar besteht lediglich ein unwesentlicher Unterschied vor allem in der reglementierten Asymmetrie in der pronominalen und nominalen Anrede zwischen Erwachsenen im Russischen und Deutschen. Die ermittelte Formenvielfalt der nominalen Anrede in Form von Deminutiv- und Kurzformen des Vornamens sowie Kose- und Spitznamen im Russischen zeichnen allerdings die unmittelbar zahlreicheren Ausdrucksmöglichkeiten der Beziehung zwischen den Kommunikationspartnern im Russischen aus.

Excerpt


Inhaltsverzeichnis

Einleitung

1. Anrede – Gegenstand der Soziolinguistik

1.1. Definition der Anrede

1.1.1. Nominale Anredeform - Vornamen

1.1.2. Nominale Anredeform - Verwandtschaftsbezeichnungen

1.1.3. Kose- und Spitznamen

2. Vertrauliche Anrede an Bekannte

2.1. Familie

2.2. Verwandtschaft

2.3. Bekannten- und Freundeskreis

3. Analytischer Teil

3.1. Fragebogen

3.2. Auswertung des Fragebogens

3.2.1. Spitznamen im Sprachgebrauch

3.2.2. Vornamen im Sprachgebrauch

3.3. Auswertung und Interpretation der Untersuchungsergebnisse

Fazit

Zielsetzung & Themen

Die vorliegende Arbeit untersucht das moderne russische und deutsche Anredeverhalten im interkulturellen Vergleich mit einem Fokus auf die vertrauliche Anrede an Bekannte bei jungen Akademikern, um durch eine empirische Erhebung Unterschiede in der Intimisierung und Individualisierung der Sprache zu identifizieren.

  • Vergleich von russischen und deutschen Anredeetiketten in privaten und familiären Kontexten.
  • Analyse der Verwendung von Vornamen, Kurzformen und Patronymika.
  • Untersuchung der Häufigkeit und Funktion von Kose- und Spitznamen in sozialen Beziehungen.
  • Empirische Auswertung von Fragebogendaten studentischer Probanden aus Moskau und Berlin.
  • Einfluss soziolinguistischer Faktoren wie Alter, Geschlecht und persönlicher Vertrautheit auf das Anredeverhalten.

Auszug aus dem Buch

1.1. Definition der Anrede

Jede Sprache und Sprachgemeinschaft verfügt über eine ganze Reihe von Anredemöglichkeiten und damit über ein „[...] mehr oder weniger strukturiertes, Register von linguistischen, paralinguistischen und extralinguistischen Mitteln, mit Hilfe derer Sprecher [...] Verhältnisse untereinander konstituieren und Rollenzuweisungen vornehmen.“ Dabei ist die wichtigste Funktion jeder Anredeform, die direkt/indirekt, mündlich/schriftlich, vertraut oder als Distanzanrede mithilfe der Titel, Nomen oder Pronomen verwendet werden kann, die Herstellung und Erhaltung der Kommunikation.

Dabei unterliegt die Wahl der passenden Anredeform mehreren Faktoren, wobei der Sprecher (Adressant) die biologischen Variablen „Alter“/„Geschlecht“ und soziokulturelle Variablen „gesellschaftlicher Status“ und sein „persönliches Verhältnis“ zum Angesprochenen (Adressat) beachten muss. Dadurch wird die Wahl konkreter Anredeform je nach Gesprächspartner und Gesprächssituation sozial und situativ determiniert.

Zusammenfassung der Kapitel

Einleitung: Diese Einleitung stellt die Bedeutung der Anrede für die soziale Kommunikation dar und definiert das Forschungsziel, moderne Anredepraktiken im russisch-deutschen Vergleich zu analysieren.

1. Anrede – Gegenstand der Soziolinguistik: In diesem Kapitel werden die theoretischen Grundlagen der Anredeforschung sowie die Definitionen verschiedener nominaler Anredeformen wie Vornamen und Kosenamen erläutert.

2. Vertrauliche Anrede an Bekannte: Dieser Abschnitt befasst sich mit der Anwendung von Anredeformen in verschiedenen sozialen Domänen, unterteilt in Familie, Verwandtschaft sowie Bekannten- und Freundeskreis.

3. Analytischer Teil: Hier werden Methodik und Ergebnisse der empirischen Studie vorgestellt, wobei der Fokus auf der Auswertung der Fragebögen hinsichtlich des Gebrauchs von Spitz- und Vornamen liegt.

Fazit: Das Fazit fasst die Erkenntnisse zusammen und bestätigt, dass trotz kultureller Ähnlichkeiten spezifische Unterschiede in der Intimisierung und der Wahl der Anredeform zwischen Russen und Deutschen bestehen.

Schlüsselwörter

Anredeverhalten, Soziolinguistik, interkultureller Vergleich, Vornamen, Kosenamen, Spitznamen, Sprachetikett, empirische Studie, russische Sprache, deutsche Sprache, Kommunikation, Intimisierung, Individualisierung, Anredeform, Soziokulturelle Variablen.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser wissenschaftlichen Arbeit grundlegend?

Die Arbeit befasst sich mit einem interkulturellen Sprachvergleich zwischen dem Russischen und Deutschen, speziell hinsichtlich der vertraulichen Anrede an Bekannte.

Welche zentralen Themenfelder werden bearbeitet?

Die Untersuchung konzentriert sich auf die Nutzung von Vornamen, Kosenamen, Spitznamen und Verwandtschaftsbezeichnungen innerhalb familiärer und sozialer Kontexte.

Was ist das primäre Forschungsziel?

Das Ziel ist es, den Gebrauch moderner Anredeformen bei jungen Akademikern zu analysieren und festzustellen, ob interkulturelle Unterschiede in der Intimisierung und Individualisierung existieren.

Welche wissenschaftliche Methode kommt zum Einsatz?

Die Arbeit stützt sich auf eine Literaturanalyse soziolinguistischer Studien sowie auf eine eigene empirische Befragung von jeweils 12 russischen und deutschen Studenten mittels eines Fragebogens.

Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?

Der Hauptteil gliedert sich in theoretische Begriffsbestimmungen der Anrede und den analytischen Teil, in dem die erhobenen Daten ausgewertet und interpretiert werden.

Welche Schlagworte charakterisieren die Untersuchung?

Wichtige Begriffe sind Anredeverhalten, Soziolinguistik, kulturelle Identität, Namensvarianten, familiäre Rollen und soziale Distanz.

Warum spielt das Patronymikum bei der Analyse eine Rolle?

Das Patronymikum ist ein spezifisches Merkmal der russischen offiziellen Anrede und dient im Vergleich zum Deutschen als wichtiger Abgrenzungsfaktor in der nominalen Anredestruktur.

Welche Besonderheit beim Spitznamengebrauch wurde festgestellt?

Die Studie zeigt eine deutlich höhere Frequenz und Vielfalt bei der Verwendung von Spitznamen im privaten russischen Sprachgebrauch im Vergleich zu den deutschen Probanden.

Wie gehen deutsche Probanden laut der Studie mit der Anrede von Schwiegereltern um?

Die Daten deuten darauf hin, dass deutsche Befragte bei Schwiegereltern häufiger eine direkte Anrede vermeiden, während russische Probanden eher offizielle Höflichkeitsformen bevorzugen.

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Details

Title
Die vertrauliche Anrede an Bekannte im Russischen und Deutschen - eine vergleichende empirische Studie zum Anredeverhalten
College
Humboldt-University of Berlin  (Slawistik)
Course
Die Sprachsituation in Russland
Grade
1,3
Author
Natalie Schnar (Author)
Publication Year
2004
Pages
30
Catalog Number
V66242
ISBN (eBook)
9783638589154
ISBN (Book)
9783638671248
Language
German
Tags
Anrede Bekannte Russischen Deutschen Studie Anredeverhalten Sprachsituation Russland
Product Safety
GRIN Publishing GmbH
Quote paper
Natalie Schnar (Author), 2004, Die vertrauliche Anrede an Bekannte im Russischen und Deutschen - eine vergleichende empirische Studie zum Anredeverhalten, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/66242
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