Im Stadtmarketing eilt die Praxis dem theoretischen Teil weit voraus, bei der Erfolgskontrolle im Stadtmarketing ist es jedoch umgekehrt. Die Erfolgskontrolle im Stadtmarketing bildet einen theoretische geprägten Teil. In der Praxis gehört sie eher zu den vernachlässigten Aufgabenbereichen.
Die Erfolgskontrolle im Stadtmarketing wird der Realisierungsphase zugeordnet. Sie erfolgt nach der Detailplanung und auch nach der Umsetzung der Maßnahmen, da erst einmal eine Planung beziehungsweise ein Ergebnis vorliegen muss, bevor man etwas kontrollieren kann.
Die Kontrolle bezieht sich nicht nur auf die Zielerreichung, sie steht auch im Bezug zum ganzen Prozess. Es steht jedoch die Ursachenanalyse unzureichender Zielerfüllung zur Verbesserung der inhaltlichen Arbeit und des Verfahrensweges im Vordergrund.
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Inhaltsverzeichnis
Voraussetzung für eine Erfolgskontrolle
Der betriebswirtschaftliche Begriff der Marketing-Kontrolle
Die Funktion der Marketing – Kontrolle
Die Funktionen der Erfolgskontrolle
Die Verfahren der Erfolgskontrolle
Der Inhalt der Erfolgskontrolle
Die Implementierung (=Umsetzung) der Erfolgskontrolle
Die Erfolgskontrolle im Stadtmarketing
Die Informationsgewinnung in der Stadtmarketing – Erfolgskontrolle
Der Inhalt der Erfolgskontrolle im Stadtmarketing
Zielsetzung und thematische Schwerpunkte
Die vorliegende Arbeit untersucht die Bedeutung, Methoden und Herausforderungen der Erfolgskontrolle innerhalb des Stadtmarketings, um die Lücke zwischen theoretischem Anspruch und praktischer Anwendung zu schließen. Das primäre Ziel ist es aufzuzeigen, wie eine systematische Erfolgskontrolle zu einer höheren Planungs- und Entscheidungssicherheit sowie zu effizienteren Stadtmarketing-Prozessen beitragen kann.
- Theoretische Grundlagen und Begriffsbestimmung der Marketing-Kontrolle
- Systematik und Funktionen der Erfolgskontrolle im Stadtmarketing
- Methoden der Informationsgewinnung und Indikatorenbildung
- Herausforderungen bei der Implementierung und Fehleranalyse
- Verfahren zur Messung von Zielerreichung, Wirkung und Wirtschaftlichkeit
Auszug aus dem Buch
Die Funktionen der Erfolgskontrolle
In erster Linie ist es eine Funktion der Erfolgskontrolle Informationen zur Entscheidung über die Weiterführung, die Modifizierung oder die Einstellung einer Maßnahme zu liefern. Die notwendigen Informationen werden dem Handlungsplan, der Kenntnisse über die Durchführung, die Zielerreichung, die Wirksamkeit und die Wirtschaftlichkeit bereitstellt, entnommen.
Außerdem wird kontrolliert, ob die Maßnahmen im Rahmen der festgelegten Zeit-, Ziel-, und Finanzpläne eingesetzt werden oder wurden. Hier wirkt die Kontrolle auch als prozessbegleitendes Informationssystem.
Die Hauptaufgabe der Erfolgskontrolle bleibt es jedoch Vergleiche zu ermöglichen anhand derer der jeweilige Erfolg oder Mißerfolg gemessen und beurteilt werden kann. Mit den erzielten Ergebnissen kann man die Entscheidungs- und Planungsprozesse optimieren oder falls notwendig Maßnahmen modifizieren. (nach: Bussmann 1995: 345 / Volz 1980: 51)
Zusammenfassung der Kapitel
Voraussetzung für eine Erfolgskontrolle: Dieses Kapitel erläutert, dass eine fundierte Planung inklusive klar definierter Ziele und eines operrationalisierten Zielsystems die unerlässliche Basis für jede sinnvolle Erfolgskontrolle darstellt.
Der betriebswirtschaftliche Begriff der Marketing-Kontrolle: Es wird definiert, wie Unternehmen durch systematische Planung und den Soll-Ist-Vergleich Fehlentwicklungen vermeiden und Ziele dauerhaft sichern können.
Die Funktion der Marketing – Kontrolle: Die Unterteilung in Sicherheits-, Initiierungs- und Lernfunktion verdeutlicht den qualitätssteigernden und motivierenden Nutzen der Kontrolle bei korrekter Anwendung.
Die Funktionen der Erfolgskontrolle: Dieses Kapitel beschreibt die Rolle der Kontrolle als Informationssystem zur fundierten Entscheidungsfindung bezüglich der Fortführung oder Anpassung von Maßnahmen.
Die Verfahren der Erfolgskontrolle: Hier werden unterschiedliche Vergleichsmethoden wie Ist-Ist-, Ist-Status Quo- und Soll-Ist-Vergleiche dargestellt, um Erfolg messbar zu machen.
Der Inhalt der Erfolgskontrolle: Die detaillierte Unterteilung in Durchführungs-, Zielerreichungs-, Bedingungs-, Wirkungs- und Wirtschaftlichkeitskontrolle bildet das inhaltliche Grundgerüst für die Analyse.
Die Implementierung (=Umsetzung) der Erfolgskontrolle: Das Kapitel analysiert praktische Hürden bei der Einführung von Kontrollsystemen und beleuchtet typische Fehler, die eine effektive Anwendung verhindern.
Die Erfolgskontrolle im Stadtmarketing: Es erfolgt die Übertragung der theoretischen Kontrollmodelle auf die spezifischen Bedingungen des Stadtmarketings sowie eine Erläuterung der zunehmenden Notwendigkeit von Kontrollen.
Die Informationsgewinnung in der Stadtmarketing – Erfolgskontrolle: Dieses Kapitel behandelt die Wahl geeigneter Kern- und Nebenindikatoren sowie qualitativer Methoden für eine belastbare Datenbasis.
Der Inhalt der Erfolgskontrolle im Stadtmarketing: Hier werden die Instrumente der Durchführungs-, Zielerreichungs-, Bedingungs-, Wirkungs- und Wirtschaftlichkeitskontrolle spezifisch auf den Kontext des Stadtmarketings angewendet.
Schlüsselwörter
Stadtmarketing, Erfolgskontrolle, Marketing-Kontrolle, Zielerreichung, Soll-Ist-Vergleich, Wirksamkeitsanalyse, Wirtschaftlichkeitskontrolle, Prozessbegleitung, Indikatoren, Planungssicherheit, Stadtentwicklung, Nutzwertanalyse, Maßnahmenplanung, Kosten-Nutzen-Analyse, Umsetzungsprüfung
Häufig gestellte Fragen
Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?
Die Arbeit befasst sich mit der theoretischen Herleitung und der praktischen Anwendung von Erfolgskontrollinstrumenten im Bereich des Stadtmarketings.
Was sind die zentralen Themenfelder?
Im Fokus stehen die Definition von Marketing-Kontrollen, die verschiedenen Verfahren der Erfolgskontrolle sowie deren spezifische Implementierung und Informationsgewinnung im kommunalen Umfeld.
Was ist das primäre Ziel oder die Forschungsfrage?
Ziel ist es aufzuzeigen, wie durch eine systematische Prozessbegleitung und den Einsatz geeigneter Kontrollinstrumente eine höhere Planungsqualität und Effizienz in Stadtmarketing-Prozessen erreicht werden kann.
Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?
Die Arbeit basiert auf einer fundierten Literaturanalyse bestehender Konzepte und Methoden zur Erfolgskontrolle, die kritisch auf die Besonderheiten des Stadtmarketings übertragen werden.
Was wird im Hauptteil behandelt?
Der Hauptteil gliedert sich in die theoretische Fundierung, die Beschreibung einzelner Kontrollarten (von der Durchführung bis zur Wirtschaftlichkeit) und die Analyse der praktischen Implementierung im Stadtmarketing.
Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?
Zu den zentralen Begriffen zählen Stadtmarketing, Erfolgskontrolle, Zielerreichung, Wirkungsanalyse und Wirtschaftlichkeitskontrolle.
Warum wird die Erfolgskontrolle in der Praxis des Stadtmarketings oft vernachlässigt?
Die Literatur führt dafür unter anderem die Komplexität der Ziele, fehlende methodische Instrumente sowie den Rechtfertigungsdruck bei öffentlichen Planungen an.
Was unterscheidet Kernindikatoren von Nebenindikatoren bei der Datenerhebung?
Kernindikatoren wie Kundenfrequenzen erfordern eine hochfrequente Erhebung (monatlich), während Nebenindikatoren wie Leerstände in längeren Intervallen (halbjährlich/jährlich) erhoben werden können.
- Quote paper
- Stefan Obendorfer (Author), 2002, Stadtmarketing und Kontrolle, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/6626