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Die RAF zwischen Anspruch und Wirklichkeit - ein Vergleich

Title: Die RAF zwischen Anspruch und Wirklichkeit - ein Vergleich

Term Paper , 2004 , 28 Pages , Grade: 1,7

Autor:in: Daniel Klaus (Author)

History of Germany - Postwar Period, Cold War
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„RAF“ – heute liest man diese Initialen häufig neben „Anarchie“- oder „Nazis raus“-Parolen in U-Bahn-Schächten oder an verschmierten Wänden. Die heutige linke Szene, die „Punkergeneration“, scheut sich nicht davor, von Sprühdosen Gebrauch zu machen, um ihre Meinung preiszugeben. Die RAF übt also noch heute eine große Anziehungskraft bei der Linken aus. Rote Armee Fraktion – das bedeutet soviel wie Krieg gegen Nazi-Deutschland. Die heutigen „Punks“ meinen damit ihren eigenen Krieg gegen die „Skinheads“. Zur Zeit der RAF gab es aber viele Richter und Politiker, die bereits bei Hitler im Amt waren. Auf dem Hass auf diese Gruppe basiert nicht nur der Name „Rote Armee Fraktion“, sondern auch die gesamte Studentenbewegung. Die junge Generation lehnte sich enorm gegen die Alte auf, die im Dritten Reich mitgelaufen war. Nach dem Scheitern dieser Protestbewegung zog es viele Studenten zur RAF hin. Durch ihren Handlungsdrang, ihre Ideologie und ihre Propaganda hatte die RAF eine große Anziehungskraft, die heute noch spürbar ist.
Es stellt sich die Frage, in wie weit die Masse von der RAF angesprochen wurde und welche politischen Auswirkungen daraus ersichtlich wurden.

Excerpt


Inhaltsverzeichnis

1 Die Anziehungskraft der RAF

2 Die erste RAF–Generation

2.1 Die Hauptpersonen der ersten Generation: Andreas Baader, Gudrun Ensslin und Ulrike Meinhof

2.2 Von der Studentenbewegung zum Terrorismus

2.2.1 Die Studentenbewegung

2.2.2 Die Kaufhausbrandstiftung und ihre Folgen

2.2.3 Die Baader–Befreiung

2.3 Aufbau der Logistik und Vorbereitung auf die Offensive

2.4 Die Offensive im Mai 1972

2.5 Die RAF im Gefängnis

2.5.1 Die Lüge von der Isolationsfolter als Propagandamittel

2.5.2 Der eigene Körper als Waffe

2.5.3 Der Gerichtssaal von Stammheim als Propagandamittel

3 Die zweite RAF–Generation

3.1 Die neue Untergrundgruppe

3.2 Das Stockholm Attentat

3.3 Die Offensive 1977

3.3.1 Gezielte Mordanschläge zur Einschüchterung des Staates

3.3.2 Der Deutsche Herbst

3.4 Die Zerschlagung der zweiten Generation

4 Die dritte RAF–Generation

4.1 Verlagerung der Zielsetzung

4.2 Vereinzelte Anschläge der dritten Generation von 1984 bis 1991

5 Abschließende Zusammenfassung und Wertung

6 Internationaler Terrorismus als heutige Gefahr

Zielsetzung & Themen

Die Arbeit analysiert die Entstehung, Ideologie und Strategie der Rote Armee Fraktion (RAF) über ihre drei Generationen hinweg, um die Frage zu beantworten, inwiefern die RAF die Masse ansprechen konnte und welche politischen Auswirkungen ihr Wirken tatsächlich hatte.

  • Historische Entwicklung der drei RAF-Generationen
  • Ideologische Grundlagen und kommunistische Zielsetzungen
  • Strategien und Methoden im Kampf gegen den Staat (Logistik, Terrorwellen, Propaganda)
  • Rolle der Inhaftierung und Gefängniskämpfe
  • Reaktion des Staates und gesellschaftliche Resonanz

Auszug aus dem Buch

2.3 Aufbau der Logistik und Vorbereitung auf die Offensive

„Wir sagen natürlich, die Bullen sind Schweine [...] und natürlich kann geschossen werden.“ Ulrike Meinhof machte mit dieser Aussage unmissverständlich klar, dass die RAF zum Morden bereit gewesen war. Da die Gruppe zu dieser Zeit von der Polizei fieberhaft gesucht wurde, blieb der RAF nichts anderes übrig als einen Kampf aus dem Untergrund zu betreiben.

Ziel dieses Kampfes war eine Terrorwelle, die nicht ohne vorherige Ausbildung der Ausführenden erfolgen konnte und sollte. Die Gruppe, die bereits aus etwa 20 Mitgliedern bestand, reiste dazu schon im Sommer 1970 mit gefälschten Reisepässen nach Jordanien. Dort wurden sie im Camp einer palästinänsischen Organisation ausgebildet, wobei ihnen u.a. der Umgang mit allerlei Arten von Waffen und die Behandlung von Sprengstoff beigebracht wurden.

Zurück in Deutschland ging es nach der Ausbildung weitestgehend um den „Aufbau der Logistik“. Als „Logistik“ verstand die RAF die gezielte Vorbereitung des Terrors, basierend auf den Überlegungen in einem Werk von Carlos Marighella, eines südamerikanischen Guerillaführers. In diesem Buch geht es um die Beschaffung von Fahrzeugen, Waffen, Munition, Sprengstoff und Geld für Terrorakte. Diese fünf Punkte stellen die Voraussetzung für einen erfolgreichen Kampf gegen die Obrigkeit dar. Außerdem riet der Autor, man solle die politischen Aktionen gut durchplanen und nichts überstürzen. Der Überraschungsangriff sei die beste Möglichkeit, um gegen den Staat vorzugehen. Die RAF nahm dieses Werk als Grundlage, um ihre eigene terroristische „Logistik“ aufzubauen.

Zusammenfassung der Kapitel

1 Die Anziehungskraft der RAF: Untersucht, warum die RAF trotz ihrer extremistischen Ausrichtung eine Anziehungskraft auf Teile der linken Szene ausübte und auf welchen historischen Gründen dieser Hass gegen den Staat basierte.

2 Die erste RAF–Generation: Porträtiert die führenden Köpfe der ersten Generation und beschreibt den radikalen Übergang von der Studentenbewegung zum bewaffneten Terrorismus sowie die ersten Aktionen.

3 Die zweite RAF–Generation: Beleuchtet den Neuaufbau der Gruppe nach den Inhaftierungen der Führungsebene, die Eskalation durch Anschläge und die Ereignisse des „Deutschen Herbstes“.

4 Die dritte RAF–Generation: Analysiert den Wandel in Strategie und Zielsetzung hin zu einer professionelleren Guerilla-Taktik sowie die Ausweitung auf europäische Kooperationen.

5 Abschließende Zusammenfassung und Wertung: Reflektiert kritisch das Scheitern der RAF-Ideologie und den massiven Widerspruch zwischen den Zielen der Terroristen und der gesellschaftlichen Realität.

6 Internationaler Terrorismus als heutige Gefahr: Zieht eine Parallele zur aktuellen Bedrohung durch internationalen islamistischen Terrorismus und betont die ständige Notwendigkeit von Sicherheitsmaßnahmen.

Schlüsselwörter

Rote Armee Fraktion, RAF, Terrorismus, Studentenbewegung, Baader-Meinhof-Gruppe, Guerilla, Deutscher Herbst, Logistik, Ideologie, Kommunismus, Linksradikalismus, Stammheim, Widerstand, Politische Gewalt, Attentate.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit befasst sich mit der Geschichte der terroristischen Vereinigung Rote Armee Fraktion (RAF) in der Bundesrepublik Deutschland von ihren Anfängen in den 1960er Jahren bis zu ihrer offiziellen Auflösung 1998.

Was sind die zentralen Themenfelder der Untersuchung?

Die zentralen Themen umfassen die ideologische Entwicklung der verschiedenen RAF-Generationen, den strategischen Aufbau logistischer Netzwerke für Anschläge, die Rolle der Inhaftierungen sowie die Reaktionen von Staat und Gesellschaft.

Was ist das primäre Ziel oder die Forschungsfrage der Arbeit?

Die Untersuchung zielt darauf ab, die ideologische Motivation der RAF zu beleuchten und kritisch zu hinterfragen, inwiefern die Gruppe mit ihren Aktionen tatsächlich politischen Einfluss nehmen konnte oder ob sie politisch isoliert blieb.

Welche wissenschaftliche Methode wird in der Arbeit verwendet?

Die Arbeit basiert auf einer historischen Analyse, die sich auf zeitgenössische Quellen, Fachliteratur und Dokumente wie Selbstbezichtigungsschreiben und Hungerstreikerklärungen stützt.

Was wird im Hauptteil behandelt?

Der Hauptteil ist chronologisch gegliedert und behandelt detailliert den Werdegang der ersten, zweiten und dritten Generation der RAF sowie deren spezifische Anschlagsserien, interne Strukturen und das Scheitern ihrer revolutionären Konzepte.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Die Arbeit wird maßgeblich durch Begriffe wie RAF, Terrorismus, Guerilla, Deutscher Herbst, Ideologie, politische Gewalt und logistischer Aufbau charakterisiert.

Warum wird der „2. Juni 1967“ als Wendepunkt beschrieben?

Der Tod von Benno Ohnesorg während der Proteste gegen den Schah-Besuch markiert laut der Arbeit den Moment, in dem die gewaltlose Studentenbewegung radikalisiert wurde und das Vertrauen vieler Studenten in den Staat endgültig zerbrach.

Welche Rolle spielten die Gefängnisse für die RAF?

Gefängnisse fungierten für die RAF nicht nur als Orte der Inhaftierung, sondern als „andere Front“ im Kampf gegen den Staat. Durch Hungerstreiks und das Instrumentalisieren der Prozessführung wurde versucht, Propaganda zu betreiben und die „Isolation“ als politisches Mittel zu thematisieren.

Was zeichnet die „dritte Generation“ im Vergleich zu ihren Vorgängern aus?

Die dritte Generation agierte deutlich professioneller und distanzierte sich von der ursprünglichen Strategie der Gefangenenbefreiung, um stattdessen gezielte Anschläge auf Repräsentanten aus Industrie und Militär auszuführen und eine europäische „antiimperialistische front“ aufzubauen.

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Details

Title
Die RAF zwischen Anspruch und Wirklichkeit - ein Vergleich
College
University of Bamberg
Grade
1,7
Author
Daniel Klaus (Author)
Publication Year
2004
Pages
28
Catalog Number
V66266
ISBN (eBook)
9783638589345
ISBN (Book)
9783656812081
Language
German
Tags
Anspruch Wirklichkeit Vergleich
Product Safety
GRIN Publishing GmbH
Quote paper
Daniel Klaus (Author), 2004, Die RAF zwischen Anspruch und Wirklichkeit - ein Vergleich, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/66266
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