Inhalt dieser Arbeit ist eine Betrachtung der computervermittelten Kommunikation mit seinen Auswirkungen, Effekten und Befunden durchzuführen. Hierbei werden zuerst die Grundlagen der Kommunikation und der menschlichen/interpersonalen Kommunikation dargestellt, um dann die computervermittelte Kommunikation klar abgrenzen zu können. In Kapitel 2 werden aktuelle Dienste und Anwendungen beschrieben. Anschließend werden einige Modelle und Theorien zur computervermittelten Kommunikation dargestellt, die zur Erklärung von Medieneffekten/Mediennutzung/Medienwirkungen dienen. Die wichtigsten Folgen und Wirkungen dieser Kommunikationsform werden weiterhin diskutiert. In Kapitel 4 wird dann eingegangen auf aktuelle Forschungsbefunde zur computervermittelten Kommunikation, speziell auf Bereiche die das Lernen und die Schule betreffen.
Inhaltsverzeichnis
Thema: Forschungsbefunde zur computervermittelten Kommunikation
1. Einleitung
2. Grundlagen der Kommunikation
2.1 Grundlagen & Eigenschaften interpersonaler Kommunikation
2.2 Grundlagen & Eigenschaften computervermittelter Kommunikation
3. Modelle & Theorien zur computervermittelten Kommunikation
3.1 Dienste und Anwendungen
3.2 Modelle der CvK nach Nicola Döring
3.3 Folgen und Wirkungen
4. Computervermittelte Kommunikation in der Lehre
5. Fazit
Zielsetzung & Themen
Die vorliegende Arbeit setzt sich zum Ziel, die computervermittelte Kommunikation (CvK) umfassend zu betrachten, ihre sozialpsychologischen Auswirkungen zu analysieren und aktuelle Forschungsbefunde, insbesondere im Kontext von Lehre und Schule, zu diskutieren. Dabei wird der Frage nachgegangen, wie sich diese Kommunikationsform auf Individuen, Gruppen und Organisationen auswirkt und welche theoretischen Modelle zur Erklärung der Phänomene dienen.
- Grundlagen der interpersonalen und computervermittelten Kommunikation
- Übersicht über digitale Dienste und Anwendungen
- Modelle und Theorien zur Medienwahl und Medienwirkung
- Folgen, Wirkungen und Suchtpotenziale der Online-Kommunikation
- Einsatzmöglichkeiten und Lernmotivation in virtuellen Seminaren
Auszug aus dem Buch
3.3 Folgen und Wirkungen
Die o.a. Modelle und Theorien geben einigen Aufschluss über einzelne Effekte der computervermittelten Kommunikation, aber nicht über ihre Folgen und Wirkungen. Wie in vielen Bereichen des alltäglichen menschlichen Lebens kann diese neue Form der Kommunikation sowohl durchaus positive Auswirkungen haben, aber sich auch ebenso negativ auswirken. Erinnert sollte man sich an dieser Stelle an die ausführliche und gründliche Debatte zu den Folgen und Wirkungen des Fernsehens. Und wie bei allen neuartigen Medien gibt es auf der einen Seite Euphorie und auf der anderen Seite verstummen nie die Kritiker mit dem „mahnenden Zeigefinger“. Aber schon Mantovani formuliert: „Es ist schwierig zu verstehen, was wirklich in der computervermittelten Kommunikation geschieht, und die Entwicklung der Situation auf mittlere und lange Sicht voraus zu sehen.“
Um zu verstehen können die vorgestellten Modelle und Theorien nur Ausgangspunkte bilden, die jeweils immer nur einzelne Bereiche analysieren, abbilden und erklären können. Lebensweltliche, gesamtgesellschaftliche, soziale und kommunikative Zusammenhänge sind einfach viel zu komplex, um allgemeingültige Aussagen herbeiführen zu können. Einen Hammer können wir in die Hand nehmen, ihn zum Arbeiten benutzen und anschließend seine Auswirkungen und Funktionsweisen genau beschreiben. Bei der Verwendung des Computers und der Nutzung der computervermittelten Kommunikation ist das anders, sie sind nicht ausschließlich passive Werkzeuge. „Computer tun nicht nur Dinge für uns, sondern auch mit uns, und dies betrifft auch unsere Sicht von uns selbst und anderen“
Zusammenfassung der Kapitel
1. Einleitung: Diese Einleitung führt in die Allgegenwärtigkeit computervermittelter Kommunikation ein und definiert das Ziel der Arbeit, deren Auswirkungen und sozialpsychologische Effekte zu untersuchen.
2. Grundlagen der Kommunikation: Es werden die theoretischen Fundamente menschlicher Kommunikation erörtert und die spezifischen Merkmale der interpersonellen sowie der computervermittelten Kommunikation abgegrenzt.
3. Modelle & Theorien zur computervermittelten Kommunikation: Das Kapitel bietet eine Übersicht zu Internetdiensten, stellt theoretische Modelle zur Medienwahl und -wirkung vor und diskutiert die soziopsychologischen Folgen der Mediennutzung.
4. Computervermittelte Kommunikation in der Lehre: Hier wird der Einsatz von CvK im Bildungskontext anhand einer Studie zum netzbasierten Lernen analysiert, wobei Chancen und Probleme wie Reaktionszeiten oder Lernmotivation beleuchtet werden.
5. Fazit: Das Fazit fasst die Ambivalenz der technologischen Entwicklung zusammen und betont die Notwendigkeit der Förderung von Medienkompetenz für einen verantwortungsvollen Umgang mit digitalen Kommunikationsmedien.
Schlüsselwörter
Computervermittelte Kommunikation, CvK, CMC, Interpersonale Kommunikation, Medienpsychologie, Medienkompetenz, Internet, Online-Dienste, Soziale Interaktion, Medienwahl, Medienwirkung, Virtuelle Seminare, Identitätskonstruktion, Informationsüberflutung, Netiquette
Häufig gestellte Fragen
Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?
Die Arbeit untersucht die computervermittelte Kommunikation (CvK) hinsichtlich ihrer Definition, der ihr zugrunde liegenden theoretischen Modelle und ihrer Auswirkungen auf das soziale Verhalten und das Lernen.
Was sind die zentralen Themenfelder der Publikation?
Die Schwerpunkte liegen auf den Grundlagen der Kommunikation, der Kategorisierung von Internetdiensten, psychologischen Theorien zur Medienwahl und den gesellschaftlichen sowie individuellen Folgen der Online-Nutzung.
Was ist das primäre Ziel der Seminararbeit?
Ziel ist es, ein Verständnis für die sozialpsychologischen Effekte der digitalen Kommunikation zu entwickeln und zu beleuchten, wie sich Computer als Werkzeuge auf den Menschen und seine soziale Identität auswirken.
Welche wissenschaftlichen Methoden werden verwendet?
Die Arbeit basiert auf einer Literaturanalyse und der Auswertung bestehender sozialwissenschaftlicher Theorien sowie der Diskussion empirischer Studien zum netzbasierten Lernen.
Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?
Der Hauptteil gliedert sich in die Definition von CvK, die Vorstellung von Modellen wie der Media-Richness-Theorie, eine Diskussion über Chancen und Risiken (wie Flaming oder Sucht) und eine Fallanalyse zum Lernen im virtuellen Seminar.
Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit am besten?
Wichtige Begriffe sind insbesondere Computervermittelte Kommunikation, Medienkompetenz, soziale Interaktion, Medienwirkung und Identitätskonstruktion.
Wie unterscheidet sich die Online-Kommunikation von der Face-to-Face-Kommunikation laut der Arbeit?
Die Arbeit verweist auf die Kanalreduktion in der CvK, den Verlust nonverbaler Signale und die daraus resultierende potenzielle Anonymität, die sowohl zu Offenheit als auch zu Missverständnissen oder aggressivem Verhalten führen kann.
Welche Schlussfolgerung zieht der Autor in Bezug auf die Internetsucht?
Der Autor argumentiert, dass Internetsucht oft ein vorübergehendes Phänomen bei Neulingen ist oder auf tiefer liegende generelle Suchtproblematiken des Individuums hinweist, anstatt das Medium allein als Ursache zu sehen.
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- Roman Ott (Author), 2006, Aktuelle Forschungsbefunde der computervermittelten Kommunikation , Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/66276