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Ein Besuch in Versen - Achmatovas 'Ja prišla k poetu v gosti' als Antwort auf Bloks 'Kra-sota strašna, Vam skažut'

Ein Vergleich der beiden Poetiken

Title: Ein Besuch in Versen - Achmatovas 'Ja prišla k poetu v gosti' als Antwort auf Bloks 'Kra-sota strašna, Vam skažut'

Seminar Paper , 2001 , 18 Pages , Grade: 1,7

Autor:in: Natalie Schnar (Author)

Russian / Slavic Languages
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Summary Excerpt Details

Gegenstand der Hausarbeit ist ein Vergleich der Poetiken zweier Dichter. Dies erfolgt am Beispiel von Bloks „Krasota strašna, Vam skažut“ und Achmatovas „Ja prišla k poėtu v gosti“, das als Antwort auf Bloks Gedicht entstanden ist. Zwar sind die Gedichte im Abstand von einem Jahr geschrieben - Bloks Gedicht ist bereits 1913 fertig - dennoch sind beide Gedichte mit dem Besuch Achmatovas in Bloks Wohnung im Dezember 1913 in der „Oficerskaja“-Straße verbunden. Achmatova ist sicherlich eine der wenigen Dichter/innen, die ihr Widmungsgedicht persönlich bekommt. Denn an dem besagten Dezembertag 1913 besucht die noch recht unbekannte 24-jährige Anna Achmatova den großen, berühmten und von ihr schon seit langem verehrten Poeten Aleksander Blok. Sicherlich ein sehr aufregendes Erlebnis für die junge Dichterin. Achmatova bringt einige seiner Bücher mit, um sie signieren zu lassen. Nachdem die ersten Bücher recht unpersönlich und zurückhaltend mit „Für Achmatova - Blok“ signiert werden, schreibt Blok in das dritte Band das Widmungsgedicht „Krasota strašna, Vam skažut“, welches Achmatova später „Madrigal“ nennt 1 . Als Antwort auf „Madrigal“ schreibt die Dichterin 1914 das Gedicht „Ja prišla k poėtu v gosti“ und widmet es Aleksandr Blok . Zum ersten Mal gemeinsam werden die beiden Gedichte in der ersten Ausgabe der Literaturzeitschrift „L´jubov´ k trem apel´sinam“ im Jahre 1914 veröffentlicht. Blok, der damals Redakteur der lyrischen Abteilung dieser Zeitschrift ist, wünscht sich eine gemeinsame Veröffentlichung der beiden Gedichte. Es ist ihm wichtig, dass diese Gedichte in einem „Aufruf - Antwort“ - Verhältnis zu einander stehen, so betrachtet und auch so publiziert werden. Dadurch wird unmittelbar die Korrespondenz deutlich, in der die beiden Gedichte miteinander stehen. Nach dem Literaturwissenschaftler Toporov sind diese beiden Widmungsgedichte auch der offizielle Beginn des „poetischen Dialogs“, den Achmatova und Blok in den nächsten Jahrzehnten führen 2 . [...]

Excerpt


Inhaltsverzeichnis

1.Einleitung

1.2.Intertextualtätstheorien

1.3. Bachtin vs. Kristeva

1.4. Text und Subtext

2.1. Aleksandr Blok

2.2. Anna Achmatova

2.3. Symbolismus vs. Akmeismus

2.4. Die Zeit vor dem ersten Treffen

3.1.Bloks „Madrigal“

3.2. Hispanisierung durch die Stilisierung

3.3. Formale Ebene von „Madrigal“

3.4. Heilige und Hure

3.5. Achmatovas Antwort-Gedicht

3.6. Der Dichter als Sonne

3.7. Prozorovas Analyse

3.8. Formalen Ebenen von Achmatovas Gedicht

3.9. Theatralisch Inszenierung vs. Flucht nach draußen

4.1. Was ist eine Poetik?

4.2. Achmatovas Poetik

4.3. „Schatten Bloks“ in Achmatovas Poetik

4.3. Bloks Poetik

4.4. Ergebnisse der Gegenüberstellung

Zielsetzung & Themen

Die Arbeit untersucht den „poetischen Dialog“ zwischen Anna Achmatova und Aleksandr Blok, ausgehend von ihrem realen Treffen im Jahr 1913 und dem daraus resultierenden Austausch von Widmungsgedichten. Die zentrale Forschungsfrage fokussiert sich darauf, wie sich die Zugehörigkeit der beiden Dichter zu rivalisierenden literarischen Schulen – Symbolismus und Akmeismus – in ihrer gegenseitigen Wahrnehmung und ihren poetischen Antworten manifestiert.

  • Analyse der intertextuellen Bezüge in den Werken von Blok und Achmatova.
  • Gegenüberstellung der poetischen Stile (Symbolismus vs. Akmeismus).
  • Untersuchung der formalen und inhaltlichen Struktur der Gedichte „Madrigal“ und „Ja prišla k poėtu v gosti“.
  • Betrachtung der unterschiedlichen Rollenbilder von Mann und Frau in der Dichtung der beiden Autoren.

Auszug aus dem Buch

1.Einleitung

Gegenstand der Hausarbeit ist ein Vergleich der Poetiken zweier Dichter. Dies erfolgt am Beispiel von Bloks „Krasota strašna, Vam skažut“ und Achmatovas „Ja prišla k poėtu v gosti“, das als Antwort auf Bloks Gedicht entstanden ist. Zwar sind die Gedichte im Abstand von einem Jahr geschrieben – Bloks Gedicht ist bereits 1913 fertig – dennoch sind beide Gedichte mit dem Besuch Achmatovas in Bloks Wohnung im Dezember 1913 in der „Oficerskaja“-Straße verbunden.

Achmatova ist sicherlich eine der wenigen Dichter/innen, die ihr Widmungsgedicht persönlich bekommt. Denn an dem besagten Dezembertag 1913 besucht die noch recht unbekannte 24-jährige Anna Achmatova den großen, berühmten und von ihr schon seit langem verehrten Poeten Aleksander Blok. Sicherlich ein sehr aufregendes Erlebnis für die junge Dichterin. Achmatova bringt einige seiner Bücher mit, um sie signieren zu lassen. Nachdem die ersten Bücher recht unpersönlich und zurückhaltend mit „Für Achmatova – Blok“ signiert werden, schreibt Blok in das dritte Band das Widmungsgedicht „Krasota strašna, Vam skažut“, welches Achmatova später „Madrigal“ nennt. Als Antwort auf „Madrigal“ schreibt die Dichterin 1914 das Gedicht „Ja prišla k poėtu v gosti“ und widmet es Aleksandr Blok.

Zum ersten Mal gemeinsam werden die beiden Gedichte in der ersten Ausgabe der Literaturzeitschrift „L´jubov´ k trem apel´sinam“ im Jahre 1914 veröffentlicht. Blok, der damals Redakteur der lyrischen Abteilung dieser Zeitschrift ist, wünscht sich eine gemeinsame Veröffentlichung der beiden Gedichte. Es ist ihm wichtig, dass diese Gedichte in einem „Aufruf – Antwort“ – Verhältnis zu einander stehen, so betrachtet und auch so publiziert werden. Dadurch wird unmittelbar die Korrespondenz deutlich, in der die beiden Gedichte miteinander stehen. Nach dem Literaturwissenschaftler Toporov sind diese beiden Widmungsgedichte auch der offizielle Beginn des „poetischen Dialogs“, den Achmatova und Blok in den nächsten Jahrzehnten führen.

Zusammenfassung der Kapitel

1.Einleitung: Vorstellung des Themas und der historischen Hintergründe des poetischen Austauschs zwischen Blok und Achmatova.

1.2.Intertextualtätstheorien: Klärung des Begriffs der Intertextualität als theoretisches Fundament für die Untersuchung.

1.3. Bachtin vs. Kristeva: Gegenüberstellung unterschiedlicher theoretischer Ansätze zur Analyse von Textbeziehungen.

1.4. Text und Subtext: Erörterung der Beziehung zwischen Akmeismus und Bachtins Theorien sowie der Definition von Subtexten.

2.1. Aleksandr Blok: Biografische Einführung und Einordnung von Bloks Werk in den Symbolismus.

2.2. Anna Achmatova: Biografische Einführung und Einordnung von Achmatovas Werk in den Akmeismus.

2.3. Symbolismus vs. Akmeismus: Vergleich der rivalisierenden literarischen Strömungen und ihrer Vertreter.

2.4. Die Zeit vor dem ersten Treffen: Darstellung der frühen literarischen Beeinflussung Achmatovas durch Bloks Werk.

3.1.Bloks „Madrigal“: Analyse des Gedichtinhalts und der darin beschriebenen Frauenfigur.

3.2. Hispanisierung durch die Stilisierung: Untersuchung der stilisierenden Wirkung von Symbolen wie der Rose und dem spanischen Tuch.

3.3. Formale Ebene von „Madrigal“: Analyse der metrischen Struktur des Gedichts.

3.4. Heilige und Hure: Reflexion über Weiblichkeitsstereotypen in Bloks Weltanschauung und Achmatovas Image.

3.5. Achmatovas Antwort-Gedicht: Untersuchung von Achmatovas Widmungsgedicht und seiner Funktion als Erwiderung.

3.6. Der Dichter als Sonne: Interpretation der metaphorischen Charakterisierung Bloks in Achmatovas Gedicht.

3.7. Prozorovas Analyse: Auseinandersetzung mit wissenschaftlichen Interpretationen der Gedichtstrukturen.

3.8. Formalen Ebenen von Achmatovas Gedicht: Vergleich der formalen Gestaltung beider Werke.

3.9. Theatralisch Inszenierung vs. Flucht nach draußen: Gegenüberstellung der Handlungsentwicklung in den beiden Gedichten.

4.1. Was ist eine Poetik?: Definition und theoretische Einordnung des Begriffs der Dichterpoetik.

4.2. Achmatovas Poetik: Analyse von Achmatovas Stilmerkmalen wie Einfachheit, Emotion und weiblicher Perspektive.

4.3. „Schatten Bloks“ in Achmatovas Poetik: Untersuchung des Einflusses von Bloks Vokabular auf Achmatovas Dichtung.

4.3. Bloks Poetik: Zusammenfassung der mystisch-romantischen Prägung von Bloks Dichtung.

4.4. Ergebnisse der Gegenüberstellung: Synthese der Erkenntnisse über die Poetiken und den Dialog der Dichter.

Schlüsselwörter

Anna Achmatova, Aleksandr Blok, Symbolismus, Akmeismus, Widmungsgedicht, Intertextualität, Poetischer Dialog, Madrigal, Hispanisierung, Weiblichkeit, Literaturtheorie, Lyrikanalyse, Romanzero-Strophe, Dichterpoetik, Text und Subtext.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser wissenschaftlichen Arbeit grundlegend?

Die Arbeit vergleicht die Poetiken der russischen Dichter Anna Achmatova und Aleksandr Blok anhand ihrer Widmungsgedichte, die im Kontext ihres Treffens 1913 entstanden.

Was sind die zentralen Themenfelder der Untersuchung?

Die zentralen Themen umfassen den intertextuellen Dialog zwischen zwei Autoren, den Gegensatz zwischen Symbolismus und Akmeismus sowie die Analyse von Rollenbildern und poetischen Werkzeugen.

Was ist das primäre Ziel oder die Forschungsfrage der Arbeit?

Die Arbeit untersucht, wie die Zugehörigkeit zu unterschiedlichen literarischen Schulen die Wahrnehmung der Dichter voneinander beeinflusst hat und wie sich dies in ihrer Dichtung widerspiegelt.

Welche wissenschaftliche Methode wird primär verwendet?

Es wird eine literaturwissenschaftliche Analyse durchgeführt, die intertextuelle Ansätze nach Bachtin und Kristeva mit formalen Textanalysen kombiniert.

Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?

Der Hauptteil widmet sich der detaillierten Analyse der Widmungsgedichte, der biografischen Einordnung der Autoren, dem Vergleich der Poetiken und der strukturellen Untersuchung der Gedichtinhalte.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Zu den prägenden Begriffen gehören Intertextualität, Akmeismus, Symbolismus, poetischer Dialog, Widmungsgedicht und die spezifische Poetikanalyse der beiden Autoren.

Wie unterscheidet sich die Darstellung der Frau in den Gedichten von Blok und Achmatova?

Blok nutzt stereotype Requisiten zur Dämonisierung und Stilisierung einer mystisch-erotischen Frauengestalt, während Achmatova eine nüchterne, narrative Perspektive einnimmt und sich dem fremden Bild durch eine eigene, kühl-beherrschte Poetisierung entgegenstellt.

Welche Bedeutung kommt dem „Schatten Bloks“ in Achmatovas Werk zu?

Dieser Begriff beschreibt die intertextuelle Präsenz von Bloks Vokabular und seiner rhythmisch-syntaktischen Methoden in Achmatovas Lyrik, die sie jedoch im Sinne einer eigenen, eigenständigen Poetik umformt.

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Details

Title
Ein Besuch in Versen - Achmatovas 'Ja prišla k poetu v gosti' als Antwort auf Bloks 'Kra-sota strašna, Vam skažut'
Subtitle
Ein Vergleich der beiden Poetiken
College
University of Hamburg  (Institut für Slawistik)
Course
Dialogische Dichtung: Intertextualität bei Achmatova und Mandelstam
Grade
1,7
Author
Natalie Schnar (Author)
Publication Year
2001
Pages
18
Catalog Number
V66324
ISBN (eBook)
9783638589666
ISBN (Book)
9783656251293
Language
German
Tags
Besuch Versen Achmatovas Antwort Bloks Kra-sota Vergleich Poetiken Dialogische Dichtung Intertextualität Achmatova Mandelstam
Product Safety
GRIN Publishing GmbH
Quote paper
Natalie Schnar (Author), 2001, Ein Besuch in Versen - Achmatovas 'Ja prišla k poetu v gosti' als Antwort auf Bloks 'Kra-sota strašna, Vam skažut' , Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/66324
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