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Brehnaer Grafen von Friedrich I. bis Friedrich II.

Title: Brehnaer Grafen von Friedrich I. bis Friedrich II.

Scientific Study , 2005 , 26 Pages

Autor:in: Dipl.-Lehrer Armin Feldmann (Author)

History of Europe - Middle Ages, Early Modern Age
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Eheschließung lässt sich nicht genau bestimmen. Im Jahr 1088 hat die Ehe gewiß bestanden, da ihr ältester Sohn Dedo im Jahr 1100 schon großjährig war.“ (Lange, Karl-Heinz) Lange geht also nicht von der Existenz eines Thimo II. als dem Vater Markgraf Konrads aus, allerdings sind ihm einige andere Historiker darin nicht gefolgt, sondern setzen nach wie vor einen Thimo II. von Wettin an, der auch der Ehegatte Idas von Northeim gewesen ist. Trifft das zu, dann wäre die Ehegattin Thimos I. von Wettin nicht bekannt.
Verheiratet war Markgraf Konrad, der nun auch Graf von Brehna war, mit Luitgard von Ravenstein (auch die Schreibungen Liutgart und Lucardis finden sich für sie), die Eheschließung war 1119, sie hatten sechs Söhne und sechs Töchter. Liutgart starb 1145 oder 1146, etwa zwölf Jahre vor ihrem Ehegemahl.
Konrads Anwesenheit in Brehna ist durch eine Urkunde von 1142 Febr. 27 belegt, mit der er die in der Augsburger Diözese gelegene Abtei Elchingen dem Schutz des Römischen Stuhles, also des Papstes, übergab. In der Urkunde ist vermerkt, dass sie „in loco, qui dicitur Brenn“ [in dem Ort, der Brehna heißt], ausgestellt wurde. Neben den Söhnen Otto, Dietrich, Heinrich und Dedo fehlt der Name des Sohnes Friedrich, des späteren Grafen Friedrich I. von Brehna, was der Urkunde ihre Bedeutung für den Zeitpunkt der Geburt dieses Friedrich gibt: Es wird angenommen, dass er noch nicht geboren war. In einer weiteren Urkunde, ausgestellt 1145 Mai 19, erscheint dann auch der Name Friedrichs neben dem der Mutter und der bereits hier zuvor genannten vier Brüder, er muss also in der Zwischenzeit zur Welt gekommen sein. In dieser Urkunde, deren Ausstellungsort nicht mitgeteilt wird, erscheint unter den Zeugen ein „Guernarius de Brena“, ein „Werner von Brehna“, von dem allerdings niemand weiß, wer oder was er gewesen ist, doch hier erscheint erstmals der Name des Ortes mit der heute üblichen a-Schreibung: Brena. Erst 1156 tritt Friedrich wieder in einer Urkunde auf, seine Brüder wurden dagegen bereits in weiteren Urkunden ihres Vaters genannt. Wenn die Altzeller Annalen (Annales Veterocellenses) zu 1124 angeben, Friedrich habe die Kirche in Brehna gegründet, ist das eine für dieses Jahr nicht zutreffende Angabe, denn er war zu diesem Zeitpunkt, wie eben dargestellt, noch nicht geboren. Da es sich in den Altzeller Annalen bei dieser Angabe um eine Randbemerkung neben den Eintragungen zum Jahr 1124 handelt (Chronicon Vetero-Cellense Minus.

Excerpt


Inhaltsverzeichnis

Brehnaer Grafen aus dem Haus Wettin von Friedrich I. bis zu Friedrich II. 1156-1221

Zielsetzung & Themen der Arbeit

Die vorliegende Arbeit untersucht die historische Bedeutung der Brehnaer Grafen aus dem Haus Wettin, insbesondere von Friedrich I. und Friedrich II., im Zeitraum von 1156 bis 1221, und analysiert deren politische Rolle sowie ihre Einbindung in das kaiserliche Herrschaftsgefüge unter Friedrich Barbarossa.

  • Genealogische Einordnung und Herkunft der Brehnaer Grafen.
  • Die Rolle der Brehnaer Grafen im Umfeld von Kaiser Friedrich I. Barbarossa.
  • Verwaltung und Entwicklung der Grafschaft Brehna im 12. und 13. Jahrhundert.
  • Beziehungen zu geistlichen Institutionen und lokalen Klöstern.
  • Die politische Rolle der Brehnaer im Spannungsfeld zwischen Adel und Reichspolitik.

Auszug aus dem Buch

Brehnaer Grafen aus dem Haus Wettin von Friedrich I. bis zu Friedrich II. 1156-1221

Die Grafschaft Brehna hat unter den Wettinischen Besitzungen zu bestimmten Zeiten eine nicht unbedeutende Rolle gespielt. Die historische Ersterwähnung Brehnaer Grafen und damit des Namens Brehna war in der in Goseck ausgestellten Urkunde von 1053 Sept. 29 erfolgt. Auf das umstrittene Datum der Ausstellung dieser Urkunde soll hier nicht eingegangen werden, zumal das Bestehen der Grafschaft Brehna und mit ihr des gleichnamigen Ortes zu diesem Zeitpunkt allgemein für sicher gehalten wird.

Bereits in der zweiten Generation der Brehnaer Grafen aus dem Adelsgeschlecht der Wettiner scheint Graf Dietrich (1089-1105) keine erbfähigen Nachkommen hinterlassen zu haben. Der Sohn seines Cousins Thimo II. von Wettin, Konrad der Große, Markgraf von Meißen und der sächsischen Ostmark, erbte neben Wettin und Eilenburg auch Dietrichs Grafschaft Brehna. Die Existenz dieses Thimo II. von Wettin wird allerdings von einigen Historikern nur aus der Tatsache geschlussfolgert, dass dessen Vater Thimo I., ein Onkel Graf Dietrichs, zu alt gewesen sei, um 1098 noch Markgraf Konrad zu zeugen, urkundlich belegt ist ein Thiemo II. nicht.

Zusammenfassung der Kapitel

Brehnaer Grafen aus dem Haus Wettin von Friedrich I. bis zu Friedrich II. 1156-1221: Diese Arbeit beleuchtet die historische Rolle der Grafschaft Brehna innerhalb der wettinischen Besitztümer und zeichnet die Genealogie sowie die politische Wirksamkeit von Friedrich I. und Friedrich II. nach.

Schlüsselwörter

Grafschaft Brehna, Haus Wettin, Friedrich I. von Brehna, Friedrich II. von Brehna, Kaiser Friedrich I. Barbarossa, Mittelalter, Genealogie, Ministerialität, Reichspolitik, Urkundenwesen, Petersberg, Klöster, Herrschaftsgeschichte, Mitteldeutschland, 12. Jahrhundert.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser historischen Untersuchung?

Die Arbeit analysiert die Geschichte der Grafschaft Brehna unter der Herrschaft der Grafen Friedrich I. und Friedrich II. im Kontext der wettinischen Familiengeschichte und der Reichspolitik des 12. und frühen 13. Jahrhunderts.

Welche zentralen Themenfelder stehen im Fokus?

Im Zentrum stehen die politische Handlungsfähigkeit der Brehnaer Grafen, ihre Verbindung zum kaiserlichen Hof unter Barbarossa sowie ihre Rolle als lokale Herren, die sowohl klösterliche Stiftungen förderten als auch eine eigene Verwaltung aufbauten.

Was ist das primäre Ziel der Arbeit?

Ziel ist es, die Bedeutung der Brehnaer Grafen als Akteure im Reich darzustellen und ein detailliertes Itinerar ihres Wirkens zu erstellen, um ihre Stellung innerhalb der mittelalterlichen Adels- und Herrschaftshierarchie präzise zu bestimmen.

Welche wissenschaftliche Methode wurde angewandt?

Der Autor stützt sich auf eine umfassende Analyse zeitgenössischer Urkunden, Chroniken (wie die Petersberger Chronik) und die Auswertung relevanter historischer Forschungsliteratur, um die Lebenswege und politischen Aktivitäten der Grafen zu rekonstruieren.

Welche Aspekte werden im Hauptteil behandelt?

Der Hauptteil befasst sich detailliert mit der Besitzaufteilung nach Markgraf Konrad dem Großen, der Teilnahme der Grafen an Hoftagen, ihrem militärischen Engagement (z.B. Schlacht bei Legnano) und ihrer spezifischen Beziehung zu geistlichen Einrichtungen.

Welche Keywords charakterisieren die Arbeit am besten?

Grafschaft Brehna, Haus Wettin, Kaiser Friedrich Barbarossa, Hochmittelalter, Urkundenanalyse, Ministerialität und politische Adelsgeschichte.

Was erfahren wir über das Ende der Brehnaer Grafschaft?

Das Dokument schließt mit dem Tod von Friedrich II. im Jahr 1221 und beleuchtet den Übergang der Herrschaftsrechte sowie die Rolle der nachfolgenden Generationen bis zum Ende der Eigenständigkeit der Grafschaft im Jahr 1290.

Wie gestaltete sich das Verhältnis zum Petersberger Kloster?

Das Verhältnis war zwiespältig; einerseits diente der Petersberg als Grablege und Empfänger zahlreicher Schenkungen, andererseits gab es immer wieder Konflikte um Besitzrechte und Patronatsverhältnisse, die das ambivalente Verhältnis zwischen Adel und Kirche widerspiegeln.

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Details

Title
Brehnaer Grafen von Friedrich I. bis Friedrich II.
Author
Dipl.-Lehrer Armin Feldmann (Author)
Publication Year
2005
Pages
26
Catalog Number
V66397
ISBN (eBook)
9783638584715
Language
German
Tags
Brehnaer Grafen Friedrich
Product Safety
GRIN Publishing GmbH
Quote paper
Dipl.-Lehrer Armin Feldmann (Author), 2005, Brehnaer Grafen von Friedrich I. bis Friedrich II., Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/66397
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