Die immer wieder zu findende Behauptung, die Brehnaer Grafen hätten gegen 1184 den Sitz ihrer Grafschaft nach Herzberg verlegt, wird widerlegt und stattdessen die dortige Entstehung einer weiteren Residenz festgestellt. Der Text wurde bereits im "Heimatkalender 2007 für die Region Herzberg" (Verlag Bücherkammer 2006) veröffentlicht.
Inhaltsverzeichnis
- Sitz der Brehnaer Grafschaft in Herzberg?
- Die erste urkundliche Nennung Herzbergs
- Schulze und die Herzberger Geschichte
- Pallas und der Hirsch im Wappen
- Köhler und die Brehnaer Besitzungen
- Die Brehnaer Grafen und ihre Residenz
Zielsetzung und Themenschwerpunkte
Der Text befasst sich mit der Frage, ob die Grafen von Brehna ihren Sitz von Brehna nach Herzberg verlegt haben. Dabei werden verschiedene Quellen und historische Darstellungen kritisch analysiert und miteinander verglichen.
- Entwicklung der Grafschaft Brehna
- Urkundliche Nennung und Entstehung von Herzberg
- Historische Darstellungen zur Beziehung zwischen Brehna und Herzberg
- Analyse der Sitzwahl von mittelalterlichen Herrschern
- Die Bedeutung von Herzberg für die Grafschaft Brehna
Zusammenfassung der Kapitel
- Das erste Kapitel stellt die Frage nach dem Sitz der Brehnaer Grafschaft in Herzberg auf und erläutert den Ausgangspunkt der Untersuchung. Dabei wird auf ein Lexikon-Eintrag zu Herzberg verwiesen, der die Verlegung des Grafensitzes nach Herzberg um 1184 behauptet.
- Im zweiten Kapitel wird die erste urkundliche Nennung von Herzberg im Jahr 1239 beschrieben. Es wird deutlich, dass Herzberg sich bereits zu diesem Zeitpunkt zu einer Stadt entwickelt hatte, während die Grafen von Brehna erst mit dieser Urkunde in Verbindung mit der Stadt in Erscheinung treten.
- Das dritte Kapitel befasst sich mit den historischen Darstellungen von Schulze und Pallas. Beide Autoren liefern unterschiedliche Interpretationen zur Geschichte von Herzberg und der Rolle der Brehnaer Grafen.
- Das vierte Kapitel beleuchtet die Darstellung von Köhler, der die wichtigsten Besitztümer der Brehnaer Grafen auflistet.
- Das fünfte Kapitel analysiert die Frage, ob die Brehnaer Grafen ihre Residenz nach Herzberg verlegt haben. Es wird argumentiert, dass mittelalterliche Herrscher nicht nur einen festen Wohnsitz hatten, sondern aus unterschiedlichen Gründen an verschiedenen Orten präsent waren.
Schlüsselwörter
Die wichtigsten Schlüsselwörter und Themenschwerpunkte des Textes sind: Grafschaft Brehna, Herzberg, Sitz der Grafschaft, mittelalterliche Herrschaftsstrukturen, Urkundenanalyse, historische Darstellungen, Reisekönigtum, mittelalterliche Stadtentwicklung.
Häufig gestellte Fragen
Hatten die Brehnaer Grafen ihren Sitz in Herzberg?
Die Untersuchung widerlegt die Behauptung, dass der Hauptsitz der Grafschaft nach Herzberg verlegt wurde. Stattdessen entstand dort lediglich eine weitere Residenz.
Wann wurde Herzberg erstmals urkundlich erwähnt?
Die erste gesicherte urkundliche Nennung Herzbergs stammt aus dem Jahr 1239, zu einem Zeitpunkt, als Herzberg bereits eine entwickelte Stadt war.
Warum behaupten manche Quellen eine Sitzverlegung um 1184?
Diese Behauptung findet sich oft in älteren Lexika oder regionalgeschichtlichen Darstellungen (z.B. bei Schulze), hält aber einer kritischen Prüfung der Quellen nicht stand.
Was bedeutet "Reisekönigtum" für mittelalterliche Grafen?
Mittelalterliche Herrscher hatten oft keinen einzigen festen Wohnsitz, sondern zogen zwischen verschiedenen Residenzen (Pfalzen) umher, um Präsenz zu zeigen und Verwaltung auszuüben.
Welche Bedeutung hatte der Hirsch im Wappen?
Die Arbeit setzt sich kritisch mit den Thesen von Pallas auseinander, der heraldische Symbole wie den Hirsch zur Deutung der Herzberger Geschichte heranzog.
Welche Besitztümer waren für die Grafen von Brehna zentral?
Neben Brehna gehörten verschiedene Gebiete im heutigen Sachsen-Anhalt und Brandenburg zum Kernbesitz, wobei Herzberg eine wichtige wirtschaftliche und strategische Rolle einnahm.
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- Dipl.-Lehrer Armin Feldmann (Author), 2007, Sitz der Brehnaer Grafschaft in Herzberg?, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/66398