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Zum Konsum von Bio-Produkten

Title: Zum Konsum von Bio-Produkten

Term Paper , 2005 , 14 Pages , Grade: 1,7

Autor:in: Sten Cudrig (Author)

Sociology - Consumption and Advertising
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In dieser Hausarbeit soll der Versuch unternommen werden, einen Überblick über das Konsumverhalten von Öko-Produkten zu geben. Da die zu diesem Thema existierende Literatur sehr umfangreich ist, kann diese Arbeit nur einen skizzenhaften Umriss darstellen, in dem dennoch die wichtigsten Komponenten eines ambivalenten Verbraucherverhaltens explizit aufgezeigt sein möchten. Hierbei soll sich primär auf Langzeitstudien von Fricke und Bruhn bezogen werden, die sich mit dem Nachfrageverhalten von Bio-Produkten befassen.
Um Eingang in das Thema zu finden, erscheint es plausibel, zunächst zu klären wie ein „ökologisches Produkt“ definiert wird und was der Aufgabenbereich einer Konsumentensoziologie sein könnte.

Excerpt


Inhaltsverzeichnis

1. Einleitung

1.1. Gegenstandsbereich der Konsumentensoziologie

1.2. Das ökologische Produkt und die Gefahr des Missbrauchs

2. Konsumententypologie

2.1. Motive des Konsumentenverhaltens

2.1.1. Konsumpräferenz nach Geschlecht und Alter

2.2. Zahlungsbereitschaft

3. Werthaltungen

Systemvertrauen:

Systemkritik:

4. Ausblick und Resümee

Zielsetzung & Themen

Die vorliegende Arbeit untersucht das Konsumverhalten von Bio-Produkten aus mikrosoziologischer Perspektive, um die komplexen Bestimmungsgründe für den Kauf alternativer Lebensmittel zu identifizieren und einzuordnen. Dabei steht die Forschungsfrage im Mittelpunkt, welche soziokulturellen Determinanten und Werthaltungen das Nachfrageverhalten der Konsumenten maßgeblich beeinflussen und wie sich diese über die Zeit verändert haben.

  • Definition des ökologischen Produktbegriffs und Analyse der Gefahr des Missbrauchs durch Trittbrettfahrer.
  • Segmentierung der Konsumenten in verschiedene Typologien basierend auf Verzehrhäufigkeit und Einstellungen.
  • Analyse der zentralen Kaufmotive wie Gesundheitsbewusstsein, Sicherheitsstreben und Umweltfreundlichkeit.
  • Untersuchung der Zahlungsbereitschaft im Kontext sozioökonomischer Faktoren und des gestiegenen Wohlstandsniveaus.
  • Einfluss von Werthaltungen wie Systemvertrauen und Systemkritik auf das langfristige Konsumverhalten.

Auszug aus dem Buch

1.2. Das ökologische Produkt und die Gefahr des Missbrauchs

In der Literatur werden Produkte bisher relativ einvernehmlich dann als „ökologisch“ bezeichnet, wenn sie bei der Nutzung, Distribution, Produktion und Entsorgung, geringere Umweltbelastungen verursachen, als Substitutionsprodukte, die einen ähnlichen Gebrauchsnutzen aufweisen. Demgemäß stellt es sich auch bei der Argumentation von Töpfer dar, nach der von einem ökologischen Produkt gesprochen werden kann, „wenn es gegenüber einem herkömmlichen Produkt den gleichen Gebrauchsnutzen erfüllt, aber bei der Herstellung, Verwendung und Vernichtung eine geringere Umweltbelastung hervorruft“ (Töpfer 1985: 242).

Allerdings sollte man in diesem Zusammenhang auch auf die Gefahr des „Trittbrettfahrens“ verweisen. Seit den 80er Jahren erfahren Öko-, respektive Bio-Produkte, eine bis zum heutigen Datum, wachsende Resonanz. Doch weist Dierkes bereits 1988 darauf hin: „Da diese und ähnliche Produktbezeichnungen rechtlich nicht geschützt sind, ist jedoch zu befürchten, daß sich mit der wachsenden Nachfrage auch Hersteller auf den Markt begeben, die auf zweifelhafter Grundlage ihre Produkte als umweltschonend ausweisen. Dies könnte langfristig zu erheblicher Verwirrung beim Verbraucher und zu Rückschlägen führen“ (Dierkes et al. 1988:138).

Zusammenfassung der Kapitel

1. Einleitung: Diese Einleitung führt in die mikrosoziologische Betrachtung des Konsumverhaltens von Bio-Produkten ein und definiert den Rahmen sowie die Zielsetzung der Arbeit unter Bezugnahme auf bestehende Langzeitstudien.

1.1. Gegenstandsbereich der Konsumentensoziologie: In diesem Kapitel wird der Fokus der Konsumentensoziologie erläutert, welche die soziokulturellen Determinanten des tatsächlichen Konsumverhaltens erforscht.

1.2. Das ökologische Produkt und die Gefahr des Missbrauchs: Hier wird der Begriff des ökologischen Produkts definiert und die Problematik ungeschützter Produktbezeichnungen sowie das Risiko des „Trittbrettfahrens“ thematisiert.

2. Konsumententypologie: Dieses Kapitel segmentiert Konsumenten anhand eines Verzehrindex in acht verschiedene Typen, von „Nichtkäufern“ bis hin zu „Intensivkäufern“.

2.1. Motive des Konsumentenverhaltens: Hier werden die zentralen Kaufmotivationen, insbesondere das Sicherheitsmotiv und der Wunsch nach gesunden Lebensmitteln, detailliert analysiert.

2.1.1. Konsumpräferenz nach Geschlecht und Alter: Dieses Unterkapitel untersucht geschlechtsspezifische Unterschiede im Gesundheitsbewusstsein sowie die altersabhängige Bedeutung von Bio-Produkten.

2.2. Zahlungsbereitschaft: Hier wird die ökonomische Komponente beleuchtet, insbesondere warum Verbraucher bereit sind, für Bio-Produkte trotz höherer Erzeugerpreise einen Mehrpreis zu zahlen.

3. Werthaltungen: Dieses Kapitel analysiert den Einfluss grundlegender Einstellungen wie „Systemvertrauen“ und „Systemkritik“ auf das Konsumverhalten.

4. Ausblick und Resümee: Das Schlusskapitel fasst die Entwicklung des Biomarktes zusammen und bewertet die zukünftigen Potenziale zur Mobilisierung neuer Konsumentenschichten.

Schlüsselwörter

Konsumentensoziologie, Bio-Produkte, Konsumverhalten, Gesundheitsbewusstsein, Verzehrindex, Sicherheitsmotivation, Umweltbewusstsein, Mehrpreisbereitschaft, Systemvertrauen, Systemkritik, Wertewandel, Käufermarkt, Konsumententypologie, Lebensmittelkonsum, Nachhaltigkeit.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit behandelt mikrosoziologische Aspekte des Konsums von Bio-Produkten und untersucht, welche Faktoren und Werte das Verbraucherverhalten in diesem Bereich steuern.

Was sind die zentralen Themenfelder der Untersuchung?

Zu den Schwerpunkten zählen die Konsumententypologie, Kaufmotive wie Gesundheit und Sicherheit, die Zahlungsbereitschaft sowie der Einfluss von gesellschaftlichen Werthaltungen.

Was ist das primäre Ziel oder die Forschungsfrage?

Das Ziel ist es, einen Überblick über das komplexe Konsumverhalten bei Öko-Produkten zu geben und aufzuzeigen, wie soziokulturelle Determinanten die Nachfrage nach solchen Produkten prägen.

Welche wissenschaftliche Methode wird in der Arbeit verwendet?

Die Arbeit basiert auf der Auswertung bestehender Langzeitstudien und soziologischer Fachliteratur, wobei insbesondere die Analysen von Plöger, Fricke, Bruhn und anderen herangezogen werden.

Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?

Der Hauptteil gliedert sich in die Analyse von Konsumententypen, die Untersuchung spezifischer Motive, die Rolle von Geschlecht und Alter sowie die Bedeutung von Werthaltungen für die Kaufentscheidung.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit am besten?

Konsumentensoziologie, Bio-Produkte, Gesundheitsbewusstsein, Konsumententypologie, Zahlungsbereitschaft und Systemkritik sind zentrale Begriffe dieser Untersuchung.

Warum spielt das "Sicherheitsmotiv" eine so große Rolle beim Kauf von Bio-Produkten?

Laut der Arbeit ist das Sicherheitsmotiv eine wesentliche Triebkraft, da Verbraucher durch Lebensmittelskandale verunsichert sind und Bio-Produkte als eine Strategie zur Risikoreduktion wahrnehmen.

Wie verändert sich das Umweltbewusstsein laut der Studie über die Jahrzehnte?

Die Arbeit stellt fest, dass das explizit altruistische „Umweltmotiv“ seit den 90er Jahren an Bedeutung verloren hat, während das gesundheitsbezogene Sicherheitsstreben zur dominierenden Triebkraft avanciert ist.

Welchen Zusammenhang sieht der Autor zwischen dem Alter der Konsumenten und deren Bio-Konsum?

Ältere Konsumenten zeigen tendenziell ein höheres Gesundheitsbewusstsein und eine höhere Zahlungsbereitschaft für Bio-Produkte, was sich in einem überdurchschnittlichen Verzehrindex dieser Gruppe niederschlägt.

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Details

Title
Zum Konsum von Bio-Produkten
College
Martin Luther University  (Institut für Soziologie)
Course
Einführung in die Umweltsoziologie
Grade
1,7
Author
Sten Cudrig (Author)
Publication Year
2005
Pages
14
Catalog Number
V66452
ISBN (eBook)
9783638590433
ISBN (Book)
9783638768023
Language
German
Tags
Konsum Bio-Produkten Einführung Umweltsoziologie
Product Safety
GRIN Publishing GmbH
Quote paper
Sten Cudrig (Author), 2005, Zum Konsum von Bio-Produkten, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/66452
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