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Grundbegriffe der Textlinguistik. Die sieben Kriterien der Textualität

Title: Grundbegriffe der Textlinguistik. Die sieben Kriterien der Textualität

Term Paper , 2004 , 22 Pages , Grade: 1,7

Autor:in: M.A. Kathleen Deutschmann (Author)

Speech Science / Linguistics
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„Welche allgemeinen Bedingungen muß ein sprachliches Gebilde erfüllen, um überhaupt als Text zu gelten? So läßt sich die Kernfrage formulieren, die sich die Textlinguistik seit ihrem Entstehen Mitte der 60er Jahre immer wieder gestellt hat. Es geht dabei um die Bedingungen, die in der Forschung unter dem Begriff der ‚Textualität’ (Texthaftigkeit) zusammengefaßt werden. Sprachliche Gebilde müssen also bestimmte Textualitätsmerkmale aufweisen, damit wir sie als Texte einstufen.“ Für die Frage „Was macht einen Text zum Text?“ haben die Autoren Robert-Alain de Beaugrande und Wolfgang Ulrich Dressler in ihrem Buch „Einführung in die Textlinguistik“ eine mögliche aber auch diskussionswürdige Lösung gefunden. Das von ihnen entwickelte Konzept sieht vor, dass sprachliche Gebilde sieben Kriterien der Textualität erfüllen müssen um als Text zu gelten. Diese Merkmale sollen hier dargestellt und das Modell kritisch hinterfragt werden. [...]

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Inhaltsverzeichnis

1. Einleitung

2. Kriterien der Textualität

2.1 Kohäsion

2.2 Kohärenz

2.3 Textinterne und textexterne Kriterien

2.4 Intentionalität

2.5 Akzeptabilität

2.6 Informativität

2.7 Situationalität

2.8 Intertextualität

2.8.1 Exkurs: Intertextualität in Textlinguistik und Literaturwissenschaft

2.9 Effizienz, Effektivität, Angemessenheit

3. Kritik

Zielsetzung & Themen

Diese wissenschaftliche Arbeit untersucht das von Robert-Alain de Beaugrande und Wolfgang Ulrich Dressler entwickelte Modell der sieben Kriterien der Textualität. Ziel ist es, das Konzept kritisch zu hinterfragen und zu prüfen, inwieweit diese Merkmale – Kohäsion, Kohärenz, Intentionalität, Akzeptabilität, Informativität, Situationalität und Intertextualität – aus textlinguistischer Perspektive notwendig und ausreichend sind, um ein sprachliches Gebilde als "Text" zu definieren.

  • Kritische Analyse des Modells der sieben Textualitätskriterien nach Beaugrande und Dressler
  • Unterscheidung zwischen textinternen und textexternen Merkmalen
  • Diskussion der theoretischen Fundierung des Textbegriffs
  • Erweiterung der textlinguistischen Perspektive um interdisziplinäre Ansätze
  • Abgrenzung von Texten gegenüber Nicht-Texten im Kontext der modernen Sprachwissenschaft

Auszug aus dem Buch

2.8.1 Exkurs: Intertextualität in Textlinguistik und Literaturwissenschaft

Bei Beaugrande und Dressler ist Intertextualität ein Kriterium der Textualität. Tatsächlich aber ist Intertextualität ein Begriff mit vielen Bedeutungen, der nicht nur in der (Text)Linguistik verwendet wird, sondern in so vielen verschiedenen wissenschaftlichen Kontexten, dass fast nicht mehr klar zu sein scheint, was dieser Begriff überhaupt bedeutet.

Ganz allgemein sind damit die wechselseitigen Bezüge eines Textes zu jenen Texten gemeint, auf die er verweist. Solche Verweise sind besonders offensichtlich bei Verfahren wie Parodie, Satire, Plagiat oder Übersetzung und manifestieren sich in Zitaten oder Anspielungen. Derartige Texte beziehen sich explizit und direkt auf einen anderen Text. Es gibt allerdings auch die Auffassung, dass jeder Text, egal ob vom Autor gewollt oder unbeabsichtigt, auf Vorlagen zurückgreift. Ein neuer Text wird also stets überlagert von einem Netz bereits vorliegender Texte.

Geprägt wurde der Begriff der Intertextualität in der Literaturwissenschaft. Erstmals erwähnt wurde er 1967 von Julia Kristeva, einer französischen Literaturwissenschaftlerin, Psychoanalytikerin und Essayistin bulgarischer Herkunft. Das Phänomen Intertextualität an sich ist aber schon sehr viel älter bzw. besteht schon seit jeher. Intertextualität in der Literaturwissenschaft galt als Schlagwort für ein neues Verständnis von Kultur und Gesellschaft im Allgemeinen und literarischem Text im Besonderen.

Zusammenfassung der Kapitel

1. Einleitung: Die Einleitung stellt die zentrale Forschungsfrage nach den Bedingungen der Textualität und führt in das Modell von Beaugrande und Dressler ein.

2. Kriterien der Textualität: In diesem Hauptteil werden die sieben Kriterien der Textualität detailliert erläutert, in textinterne und textexterne Gruppen unterteilt und hinsichtlich ihrer Relevanz diskutiert.

3. Kritik: Das Kapitel bietet eine kritische Würdigung des Beaugrande-Dressler-Modells, hinterfragt dessen starre Definition und diskutiert alternative Ordnungsansätze.

Schlüsselwörter

Textlinguistik, Textualität, Kohäsion, Kohärenz, Intentionalität, Akzeptabilität, Informativität, Situationalität, Intertextualität, Textsorten, Sprachwissenschaft, Kommunikation, Textproduktion, Diskursanalyse, Textrezipient

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit beschäftigt sich mit der wissenschaftlichen Definition eines "Textes" und untersucht das maßgebliche Kriterienmodell von Beaugrande und Dressler.

Was sind die zentralen Themenfelder?

Die Arbeit fokussiert auf die sieben konstitutiven Kriterien der Textualität sowie deren praktische Anwendbarkeit und theoretische Belastbarkeit.

Was ist das primäre Ziel oder die Forschungsfrage?

Das Ziel ist die kritische Hinterfragung der These, dass ein sprachliches Gebilde nur dann als Text gilt, wenn es alle sieben Kriterien gleichzeitig erfüllt.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Es wird eine literaturgestützte, textlinguistische Analyse und kritische Diskussion der Fachliteratur vorgenommen.

Was wird im Hauptteil behandelt?

Im Hauptteil werden die einzelnen Merkmale wie Kohäsion, Intentionalität oder Intertextualität definiert und durch theoretische Vergleiche und Beispiele auf ihren Nutzen hin geprüft.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Die Arbeit wird primär durch Begriffe wie Textualität, Textlinguistik, Kohärenz und Intertextualität definiert.

Wie unterscheidet sich Kohäsion von Kohärenz laut dieser Arbeit?

Kohäsion beschreibt die grammatische Verknüpfung an der Textoberfläche, während Kohärenz die kognitive Sinnkonstitution der zugrunde liegenden "Textwelt" betrifft.

Wie wird das Kriterium der Intertextualität im Exkurs bewertet?

Der Exkurs zeigt auf, dass der Begriff in der Literaturwissenschaft deutlich umfassender diskutiert wird als in der traditionellen linguistischen Definition von Beaugrande und Dressler.

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Details

Title
Grundbegriffe der Textlinguistik. Die sieben Kriterien der Textualität
College
University of Leipzig  (Institut für Anglistik)
Course
Text Linguistik (Anglistik)
Grade
1,7
Author
M.A. Kathleen Deutschmann (Author)
Publication Year
2004
Pages
22
Catalog Number
V66578
ISBN (eBook)
9783638591423
ISBN (Book)
9783656794899
Language
German
Tags
Grundbegriffe Textlinguistik Kriterien Textualität Text Linguistik
Product Safety
GRIN Publishing GmbH
Quote paper
M.A. Kathleen Deutschmann (Author), 2004, Grundbegriffe der Textlinguistik. Die sieben Kriterien der Textualität, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/66578
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