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Die Entdeckung oder Erfindung von Jugend - Jugend in historischer Perspektive

Titre: Die Entdeckung oder Erfindung von Jugend - Jugend in historischer Perspektive

Exposé Écrit pour un Séminaire / Cours , 2006 , 15 Pages , Note: 2,0

Autor:in: Susan Bartlitz (Auteur)

Sociologie - Enfants et Adolescence
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Jugend und Jugendliche gab es schon immer. Aber viele Merkmale dieser Lebensphase haben sich im Laufe der Zeit, besonders in den letzten zwei Jahrhunderten, gravierend verändert. Einen besonderen Einflußfaktor auf die Veränderung der Jugendphase stellt somit die Industrialisierung dar. Aber ein solcher Wandel stellt ebenso ein Problem für eine präzise Definition von Jugend dar. Was ist Jugend? Wann beginnt sie und wann endet sie? Wann endet Kindheit und wann beginnt das Erwachsenenalter? Welche Einflußfaktoren bestimmen die Zeitspanne dieser Lebensphase? Gibt es überhaupt eine Zeitspanne oder geht jede Lebensphase stufenlos in die andere über? Die Antworten auf all diese Fragen haben sich mit der Zeit wesentlich verändert. Vor der Industrialisierung war ziemlich selbstverständlich, wann ein Jugendlicher ins Erwachsenenalter übergeht und beginnen kann, auf dem elterlichen Hof oder als Knecht auf dem Hof eines anderen Bauern zu arbeiten. Hat man sich zu dieser Zeit überhaupt Gedanken über die Jugendphase gemacht? Im früheren Jahrhundert war diese Jugendzeit eher an das Alter, an das Geschlecht und an den Stand gebunden. Je niedriger der Stand der Familie war, desto früher beanspruchten die Eltern die Arbeitskraft des Kindes und beendeten somit seine Jugendzeit. In höheren Ständen widmeten sich die Kinder länger einer Schulbildung und verweilten so länger in der Obhut des Elternhauses. Heute ist die Jugend eher individuell zu bestimmen. Es vollzieht sich die Jugendzeit bei jedem Jugendlichen anders, z.B. beginnt die Zeit der Geschlechtsreife bei Jugendlichen unterschiedlich und sie haben heute mehr Möglichkeiten einer Ausbildung und so dauert die Zeit der Jugend heute länger. Das Ziel dieser Arbeit ist es, den Zusammenhang zwischen dem geschichtlichen Wandel der Gesellschaft und dem Wandel der Bedeutung von Jugend darzustellen. Hierbei geht zu Beginn meiner Arbeit eine Definition von Jugend voran. Da, wie schon erwähnt, die Industrialisierung ein gutes Stück Verantwortung für die Veränderung der Jugendzeit zu tragen hat, werde ich den nächsten Teil dieser Arbeit der Jugend in der vorindustriellen Zeit widmen. Hierbei gehe ich besonders auf die Jugend in der traditionellen Familie und Gesellschaft ein. Darauf folgt ein Einschnitt in die Jugendzeit der nachindustriellen Zeit, wobei man hier schon deutliche Unterschiede zur vorindustriellen Zeit feststellen kann. Außer Acht lassen sollte man aber auch nicht den aktuellen Stand der Jugendzeit.

Extrait


Inhaltsverzeichnis

1. Definition von „Jugend“

2. Die Jugend in der vorindustriellen Zeit

2. 1. Die Jugend in einfachen Gesellschaften

2. 1. 1. Der Jugendliche in der bäuerlichen Hausgenossenschaft

2. 1. 2. Der Jugendliche in der Handwerksfamilie

3. Die Jugend in der nachindustriellen Zeit

3. 1. Die biologische Sicht auf den Jugendlichen

3. 2. Die Privatisierung der Familie und die Folgen für den Jugendlichen

4. Jugend heute

5. Zusammenfassung und Ausblick

6. Literatur

Zielsetzung & Themen

Diese Arbeit untersucht den historischen Wandel der Lebensphase „Jugend“ im Kontext gesellschaftlicher Entwicklungen, insbesondere unter dem Einfluss der Industrialisierung und des Strukturwandels der Familie. Ziel ist es, die Transformation der Jugend von einer fremdbestimmten, in die Hauswirtschaft integrierten Phase hin zu einer zunehmend autonomeren und gesellschaftlich mitgestalteten Lebensspanne aufzuzeigen.

  • Historische Definitionen und Konzepte von Jugend
  • Sozialisation in vorindustriellen Gesellschaftsformen
  • Einfluss der Industrialisierung und Urbanisierung auf Familienstrukturen
  • Veränderung der biologischen Reifeprozesse und des Eintrittsalters in die Jugendphase
  • Bedeutung von Massenmedien, Mobilität und Enttabuisierung für heutige Jugendliche

Auszug aus dem Buch

3. 1. Die biologische Sicht auf den Jugendlichen

Die Erscheinungsformen der Jugend sind abhängig von ökonomischen und sozio – kulturellen Bedingungen, aber auch biologische Prozesse sind bedeutend. Die Entwicklung des körperlichen Wachstums und des physischen Reifens beeinflussen das soziale Escheinungsbild von Jugend. Warum ist es trotz gleich bleibender biologisch – physiologischer Voraussetzungen während der historischen Entwicklung zu bedeutenden Veränderungen von Jugend gekommen? Die natürlichen Aspekte des Jugendlichseins sind dem historisch – sozialen Wandel unterworfen. Der Zeitpunkt der Geschlechtsreife hat sich in den letzten Jahrhunderten stark verschoben. 1850 lag das Durchschnittsalter der Geschlechtsreife bei über 17 Jahren und heute liegt es bei den Jungen bei 14 Jahren und bei den Mädchen bei 13,2 Jahren. Dies ist in modernen Industrienationen eine allgemeine Erscheinung. Dafür kann man z. B. eine verbesserte Ernährungslage verantwortlich machen, die weder 1850 noch in heutigen Entwicklungsländern zu finden ist. Aber auch psychosoziale Momente spielen eine Rolle. Dabei sind die Unterschiede nach dem jeweiligen Modernisierungsgrad einer Gesellschaft und innerhalb der selben zwischen Stadt und Land und nach sozialen Schichten zu beachten. In West- und Mitteleuropa führte diese gesellschaftliche Entwicklung dazu, dass das Heiratsalter weit über dem Alter der Geschlechtsreife liegt. Die Zeit zwischen beginnender Geschlechtsreife und der sozial – ökonomischen Heiratsfähigkeit ist die Phase im Lebenszyklus, die als Jugendphase bezeichnet wird.

Zusammenfassung der Kapitel

1. Definition von „Jugend“: Dieses Kapitel erläutert die Schwierigkeit einer präzisen Begriffsbestimmung und betrachtet Jugend als eine zwischen Kindheit und Erwachsenenalter angesiedelte Lebensphase, die durch den Aufbau einer eigenen Identität geprägt ist.

2. Die Jugend in der vorindustriellen Zeit: Hier wird analysiert, wie die bäuerliche und handwerkliche Hausgemeinschaft die Sozialisation und Abhängigkeit von Jugendlichen durch feste Rollenvorgaben und Arbeitszwänge determinierte.

3. Die Jugend in der nachindustriellen Zeit: Das Kapitel befasst sich mit der Verschiebung des Eintrittsalters in die Pubertät sowie den soziokulturellen Folgen der Trennung von Familie und Arbeitswelt durch Industrialisierung und Urbanisierung.

4. Jugend heute: Die Analyse konzentriert sich auf die zunehmende Autonomie von Jugendlichen, geprägt durch Massenmedien, gesteigerte Mobilität und die Enttabuisierung von Sexualität in einer sich selbst organisierenden Jugendphase.

5. Zusammenfassung und Ausblick: Diese abschließende Betrachtung resümiert den Wandel der Jugend von einer familiengebundenen Arbeitskraft hin zu einer durch gesellschaftliche Institutionen geförderten, aber auch stärker regulierten Lebensphase.

Schlüsselwörter

Jugend, Industrialisierung, Sozialisation, Familie, Hausgemeinschaft, Identitätsaufbau, Geschlechtsreife, Soziologie, Lohnarbeit, Jugendphase, Autonomie, Massenmedien, Mobilität, soziale Kontrolle, pädagogische Perspektive.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit behandelt den historischen und gesellschaftlichen Wandel der Lebensphase Jugend von der vorindustriellen Zeit bis zur Gegenwart.

Was sind die zentralen Themenfelder der Untersuchung?

Im Fokus stehen die Rolle der Familie, der Einfluss der Industrialisierung, biologische Faktoren wie die Geschlechtsreife sowie die Auswirkungen moderner Medien und Mobilität auf Jugendliche.

Was ist das primäre Ziel oder die Forschungsfrage?

Das Ziel ist es, den Zusammenhang zwischen dem geschichtlichen Wandel der Gesellschaft und der Bedeutung des Konzepts „Jugend“ zu verdeutlichen.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Es handelt sich um eine theoretische Auseinandersetzung mit soziologischen und pädagogischen Grundlagen, die auf Literaturrecherchen zu geschichtlichen und strukturellen Wandlungsprozessen basiert.

Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?

Der Hauptteil gliedert sich in die Untersuchung von Jugend in vorindustriellen bäuerlichen und handwerklichen Strukturen, den Übergang in die nachindustrielle Zeit und eine Analyse der aktuellen Lebenssituation von Jugendlichen.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Die zentralen Begriffe umfassen Jugendsoziologie, Familienstruktur, Sozialisation, historische Entwicklung, Industrialisierung und Autonomie.

Wie unterschied sich die Jugend in der bäuerlichen Hausgenossenschaft von der heutigen Zeit?

Jugendliche in der vorindustriellen Zeit waren primär als Arbeitskräfte in den elterlichen Betrieb eingebunden und unterstanden der direkten hausherrlichen Gewalt, wohingegen heute eine Abnabelung vom Elternhaus und eine stärkere gesellschaftliche Individualisierung stattfindet.

Welche Rolle spielen Massenmedien für die heutige Jugendkultur?

Massenmedien fungieren als bedeutende Sozialisationsinstanz, die Lifestyle-Trends vorgibt, globale Vergleiche ermöglicht und das jugendliche Bewusstsein sowie die Identitätsfindung maßgeblich beeinflusst.

Was ist mit dem „Funktionsverlust des Elternhauses“ gemeint?

Dies beschreibt die Beobachtung, dass die Familie heute nicht mehr alle für das berufliche und gesellschaftliche Fortkommen notwendigen Kompetenzen vermitteln kann, weshalb staatliche Institutionen wie Schulen und Jugendzentren diese Aufgaben zunehmend übernehmen.

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Résumé des informations

Titre
Die Entdeckung oder Erfindung von Jugend - Jugend in historischer Perspektive
Université
University of Augsburg
Note
2,0
Auteur
Susan Bartlitz (Auteur)
Année de publication
2006
Pages
15
N° de catalogue
V66636
ISBN (ebook)
9783638595674
ISBN (Livre)
9783656782537
Langue
allemand
mots-clé
Entdeckung Erfindung Jugend Perspektive
Sécurité des produits
GRIN Publishing GmbH
Citation du texte
Susan Bartlitz (Auteur), 2006, Die Entdeckung oder Erfindung von Jugend - Jugend in historischer Perspektive, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/66636
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Extrait de  15  pages
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