Auswege aus der demografischen Zwickmühle. Gibt es einen wohlfahrtssteigernden Übergang zwischen Umlage- und Kapitaldeckungsverfahren?


Seminararbeit, 2005

27 Seiten, Note: 2,3


Leseprobe

INHALTSVERZEICHNIS

Abbildungsverzeichnis

Anhangsverzeichnis

1. Aktuelle Ausgangslage

2. Ansatzpunkte der Reformüberlegungen
2.1 Das Umlageverfahren und seine demografischen Grenzen
2.2 Der Systemwechsel zum Kapitaldeckungsverfahren

3. Die Gestaltung eines Systemwechsels als Reformansatz
3.1 Die Theoretisch-abstrakten Implikationen
3.2 Die Gestaltung des Systemwechsels

4. Zusammenfassung und Ausblick

Literaturverzeichnis

ABBILDUNGSVERZEICHNIS

Abbildung 1: Demografiche Entwicklungen in Deutschland bis 2050

ANHANGSVERZEICHNIS

Anhang I: Entwicklung der Lebenserwartung bis 2045

Anhang II: Entwicklung der Beitragssätze bei Zunahme der Lebenserwartung

Anhang III: Entwicklung der Beitragssätze

Anhang IV: Bevölkerungsentwicklung bis 2050

Anhang V: Modell der Overlapping Generation

Anhang VI: Abbau des Kapitalstocks

1. Aktuelle Ausgangslage

„ Deutschland ist [ ] innerhalb der OECD zusammen mitösterreich und der Schweiz das Land mit der stärksten Altersstrukturverschiebung. “ 1 Im Rahmen dieser Entwicklung bilden die Auswirkungen der „demografischen Falle“ einen Brennpunkt der aktuellen Diskussionenüber die Reformierung des deutschen Sozialversicherungssystems2, dessen Finanzierung sich bisher noch verstärkt auf das Umlageverfahren stützt. Die Behebung dieser Problematik wird unter dem Blickwinkel möglicher Reformansätze kontrovers diskutiert und wirft eine Vielzahl von Ansatzmöglichkeiten auf. Bereits durch die Rentenreformen3 1992 und 1999 wurden Reformen innerhalb des Umlagesystems vorgenommen, welche die zentralen Elemente beibehielten, trotzdem aber die drohende finanzielle Krise des Alterssicherungssystems verhindern sollten. Die wesentlichen Maßnahmen bestanden in Rentenniveauverringerungen und dem Versuch den weiteren Anstieg des Beitragssatzes zu begrenzen. Bei diesen Reformen wurde eher der Versuch unternommen, die umlagebasierte Finanzierung zu stabilisieren. Jedoch scheinen diese Reformen noch keine dauerhafte Lösung zur Behebung der mit der demografischen Entwicklung verbundenen aktuellen Probleme gefunden zu haben. In diesem Zusammenhang werden daher auch weiterführende Ansätze diskutiert, die eine Ergänzung oder Ersetzung des umlagefinanzierten Rentensystems anstreben. Die Reform des Jahres 2001, die sogenannte „Riesterrente“, strebte bereits einen Schritt in diese Richtung an. Vor allem in Bezug auf die Reformierung des Systemsüber die Grenzen des umlagefinanzierten Verfahrens hinaus stellt sich die Frage: „Gibt es einen wohlfahrtssteigerndenübergang zwischen Umlage- und Kapitaldeckungsverfahren?“

Der vorliegenden Seminararbeit liegt das Ziel zugrunde mögliche Ansatzpunkte der Erweiterung bzw. Ergänzung des umlagefinanzierten Sozialversicherungssystems zu diskutieren. In diesem Zusammenhang wird zunächst erklärt, worin sich das zentrale Problem Deutschlands befindet und welche Effekte sich im Rahmen einesübergangs zum Kapitaldeckungsverfahren prinzipiell entwickeln. Darüber hinaus ist zu erläutern, wie die Gestaltung einer Ergänzung oder Ersetzung des umlagefinanzierten Versicherungssystems vorgenommen werden kann.

2. Ansatzpunkte der Reformüberlegungen

2.1 Das Umlageverfahren und seine demografischen Grenzen

Die Finanzierung des aktuellen Rentensystems in Deutschland wird, auch nach Einführung der Riesterrente 20014, im Wesentlichen durch das Umlageverfahren getragen.5 Vereinfacht betrachtet kennzeichnet sich dieses Verfahren dadurch, dass die derzeitigen Pensionszahlungen der älteren Generation durch die aktuellen Rentenbeiträgeübernommen werden.6 Das bedeutet, dass die Beitragzahlungen der „jungen Generation“ direkt in den Konsum der derzeitigen Rentner einfließen. Hier wird die Annahme eines Generationen-Vertrages7 zugrunde gelegt. Das heißt die Generationen der jeweils Erwerbstätigen sind verpflichtet mit ihren Beiträgen für die materielle Versorgung der Rentnergenerationen aufzukommen und erwerben das Recht, selbst im eigenen Ruhestand von den nachfolgenden erwerbstätigen Generationen versorgt zu werden. Somit scheint die Finanzierung des Umlageverfahrens entscheidend vom Verhältnis der Anzahl der Beitragszahler zur Anzahl der Leistungsempfänger abzuhängen.8

Im Zusammenhang mit der Finanzierung des Rentensystems wird häufig von einer „demografischen Falle“ gesprochen. Zunächst ist zu klären, worin diese „Falle“ der aktuellen demografischen Entwicklung liegt. Die Bevölkerungsentwicklung wird bis zum Jahre 2050 einem Wandel unterliegen, der dazu führt, dass die Anzahl der älteren Personen steigt. Im selben Zeitrahmen verringert sich aber im Vergleich auch die Anzahl der Erwerbstätigen, die für die gestiegene Zahl der älteren Personen in den Generationenvertrag eintritt. Diese Tendenz zeigt sich im Altenquotienten9 der deutschen Bevölkerung, welcher von 0,43 im Jahre 2001 auf ca. 0,78 im Jahr 2050 ansteigen und sich somit beinahe verdoppeln wird. Untermauert wird diese zentrale Tendenz durch Argumente der unverändert niedrigen Geburtenraten, der steigenden Lebenserwartung sowie den Annahmen zum Wanderungsverhalten.10 Diese Argumente basieren auf Erkenntnissen des Bundesamtes für Statistik und werden an dieser Stelle nicht näher erläutert. Die demografische Entwicklung findet sich in der nachstehenden Grafik visualisiert.

Die demografische Entwicklung in Deutschland bis 2050

Abbildung 1: Auszug aus Entwicklung der Bevölkerungszahlen bis 2050. aus: Statistisches Bundesamt (Hrsg.) (2003), S. 30

Abbildung in dieser Leseprobe nicht enthalten

Bezugnehmend auf die Finanzierung des Systems hebt Börsch-Supan hervor: „ Der deutsche Rentenbeitragssatz, momentan bei etwa 20% des Bruttoeinkommens, wird im Höhepunkt des Alterungsprozesses 30% des Bruttoeinkommensübersteigen, falls die aktuelle Ersatzquote und die Arbeitsmarktpartizipation konstant bleiben. “ 11 Diese finanzielle Mehrbelastung der zahlenmäßig kleineren Generation führt möglicherweise Tendenzen, das Statistische Bundesamt geht von einem Altenquotienten zwischen 0,44 im Jahre 2001 bis ca. 0,78 im Jahre 2050 aus. zudem wird sich laut Prognosen der OECD der Altenquotient in Deutschland bis 2030 mehr als verdoppeln. „Neben Österreich und der Schweiz wird dies weltweit der höchste Anteil der Älteren an der Bevölkerung sein.“ Börsch-Supan, A. (1997), S. 6, vgl. Anhang I-III tendenziell zu Akzeptanzproblemen bei den Beitragszahlern.12 Bezugnehmend auf die Zunahme des Altenquotienten und weitere Tendenzen der demografischen Entwicklung13 bis 2050 wird somit eine dauerhafte Sicherung der Rentenfinanzierungüber das Umlageverfahren in Frage gestellt, denn es scheint nicht die notwendige Flexibilität zur Bewältigung der künftigen demografischen Veränderungen zu enthalten.14

2.2 Der Systemwechsel zum Kapitaldeckungsverfahren

Über die umfangreichen Reformbemühungen innerhalb des umlagefinanzierten Rentensystems hinaus, wird als ein möglicher Ausweg aus theoretisch-abstrakter Sichtweise ein Wechsel (ganz oder teilweise) zum Kapitaldeckungsverfahren postuliert. In diesem Verfahren werden die Renten der zukünftigen Rentnergenerationenüber den Aufbau eines Kapitalstocks finanziert. Dabei sorgt jede Generation entweder privat oder staatlich organisiert für die spätere eigene Rente vor. Beim Kapitaldeckungsverfahren sparen die Erwerbstätigen aus ihrem eigenen Einkommen. Diese Beiträge werden am Kapitalmarkt angelegt, um dadurch einen Kapitalbestand (inklusive Zinsen) aufzubauen, der die zu erwartenden Versicherungsansprüche abdeckt. Der Kapitalstock wird dann durch die Auszahlungen im Rentenalter abgebaut.15

Durch einen Systemwechsel hin zum Kapitaldeckungsverfahren scheint der demografischen Entwicklung dahingehend Rechnung getragen zu werden, dassüblicherweise keine Transfers zwischen den Generationen stattfinden und somit die Finanzierung dieses Verfahrens nicht von den dargestellten demografischen Veränderungen abhängig zu sein scheint. Somit scheint sich durch dieses Verfahren die Möglichkeit einer Glättung der demografischen Entwicklung zu eröffnen.16

Darüber hinaus kommen weitere Argumente für eine Systemumstellung zum Tragen, die dem Kapitaldeckungsverfahren stets eine höhere Effizienz in Form der Rendite gegenüber dem Umlageverfahren beimessen. Das Kapitaldeckungsverfahren wird dabei an der Verzinsung des Kapitalstocks auf dem Kapitalmarkt gemessen.17 Die interne Rendite des Umlageverfahrens hingegen ist von zwei Faktoren abhängig: Der Wachstumsrate der Löhne und der Wachstumsrate der Erwerbsbevölkerung, welche in der Wachstumsrate der Lohnsumme subsumiert werden. Nach Lueg, Ruprecht und Wolgast ergibt sich für die interne Rendite des Umlageverfahrens die folgende Formel18:

Bezugnehmend auf diese Formel erscheint also das Kapitaldeckungsverfahren profitabel, wenn die relative Zunahme der Lohnsumme größer als der Marktzins ist. Ein Vergleich der prognostizierten Renditen deutet darauf hin, dass die interne Rendite des Umlageverfahrens mit ca. 1,5% geringer sei als die interne Rendite des Kapitaldeckungsverfahrens, die um 3% schwanken soll.19 Tendenziell deuten die ökonomischenüberlegungen dauerhaft auf eine solche Verteilung der Renditen hin.20 Diese Renditewerte des Umlageverfahrens in Deutschland zeichnen sich bereits seit 1957 ab.21 Bezugnehmend auf die demografische Entwicklung reichen die Arbeitsproduktivität und das Wachstum des Erwerbspersonenpotenzials zur Sicherung dieser Rendite möglicherweise zukünftig aber nicht mehr lange aus.

Abgabenpflichtigen zu Leistungsempfängern bei gleichbleibenden Leistungsniveau auf die Höhe des Abgabesatzes aus. Diese Änderung wird bei dem kapitalfundierten Verfahren nicht wirksam. Derübergang zum Kapitaldeckungsverfahren wird seit den 80 er Jahren erörtert. vgl. Hof, B. (1997), S. 84; vgl. Schmähl, W. (1992), S. 45

Darüber hinaus hat ein Vergleich der Einzahlungen in das jeweilige Finanzierungssystem ergeben, dass die Einzahlungen in das Kapitaldeckungsverfahren bezugnehmend auf die zu erwartende Rendite dauerhaft günstiger sind.22 Anzuführen sind hierbei die Annahmen, die von einer Steigerung der Rentenversicherungsbeiträge aufüber 30% des Bruttoeinkommens ausgehen. Die Einzahlungen in das Kapitaldeckungsverfahren entsprechen lediglich etwa 10% der aktuellen jährlichen Beiträge zum Umlageverfahren. Gesamtwirtschaftlich führt das Kapitaldeckungsverfahren somit zu höheren Lebenseinkommen, höheren Ersparnissen und durch die steigende Kapitalakkumulation ermöglicht es Produktions- und Wachstumsgewinne der Wirtschaft.23 Zudem werden diesem Finanzierungsverfahren gesamtwirtschaftliche Vorteile zugesprochen, die beispielsweise eine höhere Akzeptanz durch die Beitragszahler erzielen können. Diese Argumentation geht prinzipiell von einer höheren Verteilungsgerechtigkeit aus, wenn die Rentner entsprechend ihrer Beiträge ihre Rente erhalten und am wirtschaftlichen Fortschritt partizipieren.24

Auch wenn die angeführten Argumente für einen Systemwechsel zu sprechen scheinen, so werden in den einschlägigen Quellen ebenso dessen mögliche Risiken aufgegriffen.25 Einen wesentlichen Aspekt lieferte dabei dieüberlegung ob ein individuell getragenes oder staatlich gesteuertes Kapitaldeckungsverfahren von Vorteil sei. Die staatlich gesteuerte Finanzierung kann in Bezug auf mögliche staatliche Eingriffe als nachteilig erachtet werden. Auch scheint die Streuung bestimmter finanzieller Risiken26 durch ein individuell getragenes Kapitaldeckungsverfahren vorteilhaft zu sein. In diesem Zusammenhang wird vor allem auf die möglichen finanziellen Risiken des Kapitaldeckungsverfahrens hingewiesen, die sich beispielsweise durch Inflation ergeben und dessen Renditen reduzieren können.27 Im Zusammenhang mit dem Vergleich der beiden Verfahren wird dem Kapitaldeckungsverfahren zudem angelastet, dass es in der Ansparphase die teilweise Umschichtung der Sparformen bzw. in der Entnahmephase eine Gefährdung der wirtschaftlichen Stabilität durch den Abbau des Kapitalstocks nach sich ziehen kann.28 Das Erfordernis einer Umstellung des Verfahrens scheint auch entgegen der angeführten Risiken zu bestehen, denn bezugnehmend auf die Ausführungen des Punktes 2.1 scheint die Einführung des Kapitaldeckungsverfahrens eine Glättung der demografischen Tendenzen herbeizuführen zu können. Die beschriebenen Vorteile scheinen durch die Aussagenüber bisherige wirtschaftliche und demografische Entwicklungen gestützt zu werden. Buttler und Klein heben zudem hervor: „ Aus heutiger Sicht spricht vieles dafür, dass dies noch lange so sein wird. “ 29 wie die weitere Entwicklung verläuft kann lediglich auf Basis komplexer Parameter abgeschätzt und in Zukunft abgewartet werden.30

3. Die Gestaltung eines Systemwechsels als Reformansatz

3.1 Theoretisch-abstrakte Implikationen

Im Rahmen der theoretischen Betrachtung erlangt die eingangs in dieser Seminararbeit formulierte Frage Relevanz, ob es einen wohlfahrtssteigerndenübergang zwischen den beiden Finanzierungssystemen gibt. Ein Argument für eine mögliche Wohlfahrtssteigerung ist die potenzielle Verwertung des Kapitalstocks durch die Wirtschaft und damit verbunden ein mögliches Produktions- und Wirtschaftswachstum. Auch die Vorteile des Kapitaldeckungsverfahrens, die unter Punkt 2.2 beschrieben wurden, weisen auf eine mögliche weitere Wohlfahrtssteigerung hin.

[...]


1 Börsch-Supan, A. (1997), S. 1

2 Im Rahmen dieser Arbeit soll mit den Werten der Rentenversicherung argumentiert werden, da diese den größten Anteil an den einzelnen Sozialversicherungsbeiträgen bilden.

3 vgl. zu den Reformen Schmähl, W. (2002), S. 110

4 Die Riester-Rente ist als geförderte freiwillige kapitalbasierte Zusatzversicherung auf Rentenbasis ausgestaltet. Dabei schließen die Individuen bei Vorsorgeverträge ab, die bestimmte vom Gesetzgeber vorgegebene Kriterien erfüllen müssen. Diese werden mit einem vom Bruttoeinkommen prozentual berechneten Sparbeitrag bespart, zu dem eine zusätzliche staatliche Förderung ausbezahlt wird. vgl. Windhövel, K. (2000), S. 8 f, vgl. dazu auch Schmähl, W. (2002), S. 106

5 vgl. Kronbacher, R. (2001), S. 367; vgl. Bahr, H., Kater, U. (1997), S. 214

6 Die Finanzierung der Rentensysteme wird durch die Rentenbeiträge bestritten, die sich auch aus den Beitragszahlungen z.B. der erwerbstätigen Bevölkerungsschichten aber auch der Zahlungen den Bundeszuschüssen ergeben. vgl. Kronberger, R. (2001), S. 367

7 vgl. Anhang V

8 Es liegt im Rahmen dieses Verfahrens ein Ausgleich zwischen Ausgaben und Einnahmen vor innerhalb eines zeitlich begrenzten Rahmens vor. vgl. Windisch, R. (2004), S. 6; Gesamtverband der deutschen Versicherungswirtschaft e.V. (Hrsg.) (2003), S. 3

9 vgl. Windisch, R. (2004), S. 10, vgl. dazu auch Statistisches Bundesamt (Hrsg.) (2003), S. 31; Der Altenquotient, ist das Verhältnis zwischen der Bevölkerung im Alter von 60 Jahren und älter und der Bevölkerung im Alter von 20-59 Jahren. Die Werte weichen zwar voneinander ab, zeigen jedoch ähnliche

10 vgl. dazu die Angaben von Hof, B. (1997), S. 141; vgl. Statistisches Bundesamt (Hrsg.) (2003), S. 31

11 vgl. Börsch-Supan, A. (1997), S. 7 Der Anteil zur Rentenversicherung wird hälftig von Arbeitgeber und Arbeitnehmerübernommen. vgl. dazu auch Buttler, G., Klein, I. (2000), S. 23; vgl. Anhang II

12 vgl. Bahr, H., Kater, U. (1997), S. 214; vgl. dazu auch Knappe, E. (2003), S. 1

13 Dazu können beispielsweise Annahmenüber das Erwerbsverhalten der Bevölkerung undüber Arbeitsmarktentwicklungen angeführt werden. vgl. Hof, B. (1997) S. 150; Statistisches Bundesamt (Hrsg.) (2003), S. 31

14 vgl. Börsch-Supan, A. (1997), S. 6; Die aktuelle Diskussion fasst zudem Beiträge zu Aspekten der Demografieabhängigkeit des Umlageverfahrens sowie des Kapitaldeckungsverfahrens auf und vergleicht diese explizit miteinander. Anzuführen ist in diesem Zusammenhang die Diskussion um die Mackenroth- These. vgl. Gesamtverband der deutschen Versicherungswirtschaft e.V. (Hrsg.) (2003), S. 3 f; vgl. Börsch-Supan, A. (1997), S. 1

15 vgl. Windisch, R. (2004), S. 6

16 vgl. Lampert/Althammer (2001), S. 233; vgl. Börsch-Supan, A. (1998), S.422; vgl. dazu auch Gesamtverband der deutschen Versicherungswirtschaft e.V. (Hrsg.) (2003), S. 3; Hof, B. (1997), S. 92 f; vgl. Buttler, G., Klein, I. (2000), S. 19; Im Umlageverfahren wirken sich die Veränderungen zwischen

17 Annahmen zur tendenziellen Entwicklung der Renditen basieren auf den bisherigen Entwicklungen. vgl. Lueg, T., Ruprecht, W., Wolgast, M. [http://www.gdv.de/presseservice/21647.htm, 19.08.2005], S. 13 u. 15; Die Ertragsrate ergibt sich somit als reale Verzinsung des angesparten Kapitalstocks. Vgl. Bahr, H., Kater, U. (1997), S. 215

18 Die Prämissen für die Anwendung dieser Formel zeigen einen „konstanten Beitragssatz“ und eine „konstante Bevölkerung“. Auf eine detaillierte Herleitung soll an dieser Stelle verzichtet werden. Diese Formel entspricht der Veränderung der Lohnsumme und damit der internen Rendite des Umlage- verfahrens, während das i für interne Rendite des Kapitaldeckungsverfahrens steht. vgl. Queisser, M. (1993), S. 156; vgl. Breyer, F. (2000), S. 387

19 vgl. Lueg, Thomas, Ruprecht, Wilhelm, Wolgast, Michael [http://www.gdv.de/presseservice/21647.htm; 19-09.2005], S. 16; Ähnliche Werte finden sich auch im Jahresgutachten des Sachverständigenrates bzw. in einer Erhebung von Mc Kinsey. vgl. dazu Bahr, H., Kater, U. (1997), S. 216; vgl. dazu auch Börsch-Supan, A. (1997), S. 13; Winhövel, K. (2000) [http://doku.iab.de/grauepap/2004/WindhoevelRiester-Rente.pdf; 19.09.2005], S. 7

20 vgl. Börsch-Supan, A. (1997), S. 13

21 vgl. Börsch-Supan, A. (1997), S. 13

22 vgl. Bahr, H., Kater, U. (1997), S. 215 Diese ökonomischenüberlegungen beziehen die Annahmen zur Umfeldentwicklung, wie zum Beispiel die Entwicklung der Produktions- und Arbeitsmarktlage mit ein. Hier wird zumeist der Vergleich angestrebt, die prognostizierte Erhöhung der Beitragsätze gegenüber der Beitragszahlungen zu beleuchten. Das Gut Alterssicherung ist demnach zu geringeren Kosten im Kapitaldeckungsverfahren zu erhalten. vgl. dazu Winhövel, K. (2000) [http://doku.iab.de/grauepap/2004/WindhoevelRiester-Rente.pdf; 19.09.2005], S.7

23 vgl. Börsch-Supan, A. (1997), S. 14; vgl. Hof, B. (1997), S. 92 f; vgl. Bahr, H., Kater, U. (1997), S. 216

24 vgl. Buttler, G., Klein, I. (2000), S. 19, Hof, B. (1997), S. 92 f; vgl. Bahr, H., Kater, U. (1997), S. 216

25 zu einer Diskussion der Risiken vgl. Buttler, G., Klein, I. (2000), S. 17 f, Börsch-Supan, A. (1997), S. 19 f; Bahr, H., Kater, U. (1997), S. 216 f; Eine umfassende Diskussion aller prinzipiell möglichen Risiken findet sich in der einschlägigen Literatur und soll an dieser Stelle nicht explizit aufgegriffen werden.

26 Bei der Umstellung auf ein individuelles Kapitaldeckungsverfahren kommt es dazu, dass einkommensbezogene Risiken auf die Individuen selbst verlagert werden. Der Einfluss der staatlichen Steuerung nimmt ab und bestimmte Risiken, wie die mögliche staatliche Verwendung des Kapitalstocks können somit ausgeschlossen werden. Bahr und Kater argumentieren in diesem Zusammenhang, dass sich durch die geringen Abgaben auf den Faktor Arbeit möglicherweise Wohlfahrtsgewinne ergeben.

27 vgl. Börsch-Supan, A. (1997), S. 19; Solche Risiken ergeben sich beispielsweise durch die Art der Anlageform und die Stabilität der Kapitalmärkte unter dem Einfluss der Inflation.

28 vgl. Börsch-Supan, A. (1997), S. 19 f; vgl. dazu auch Kronbacher, R. (2001), S. 369 (eine prognostizierte Erhöhung der Sparquote deutet keineswegs auf historische Präzidenz hin) vgl. dazu Börsch-Supan, A. (1997), S. 19; vgl. Anhang VI

29 Buttler, G., Klein, I. (2000), S. 11

30 Die angeführten Risiken lassen sich aufgrund der komplexen Parameter nur bedingt abschätzen. Es existieren zwar Erhebungenüber die Bevölkerungsentwicklung, die die demografische Entwicklung relativ sicher zu prognostizieren scheinen. Jedoch lassen sich beispielsweise Parameter, wie die Arbeitsmarktentwicklung aber auch Kapitalmarktentwicklung (beispielsweise eineüberraschende Inflation) lediglich bedingt abschätzen, da deren Einflussgrößen vielschichtig und schwer prognostizierbar zu sein scheinen. Prognosen zur Arbeitslosenquote und wirtschaftlichen Entwicklung finden sich bei Winhövel, K. (2000), [http://doku.iab.de/grauepap/2004/WindhoevelRiester-Rente.pdf; 19.09.2005], S. 6 f

Ende der Leseprobe aus 27 Seiten

Details

Titel
Auswege aus der demografischen Zwickmühle. Gibt es einen wohlfahrtssteigernden Übergang zwischen Umlage- und Kapitaldeckungsverfahren?
Hochschule
Friedrich-Schiller-Universität Jena  (Wirtschaftswissenschaftliche Fakultät Lehrstuhl für Volkswirtschaftslehre Finanzwissenschaften)
Veranstaltung
Seminar Hauptstudium VWL
Note
2,3
Autor
Jahr
2005
Seiten
27
Katalognummer
V66687
ISBN (eBook)
9783638599207
ISBN (Buch)
9783656890515
Dateigröße
520 KB
Sprache
Deutsch
Anmerkungen
Schlagworte
Auswege, Zwickmühle, Gibt, Umlage-, Kapitaldeckungsverfahren, Seminar, Hauptstudium
Arbeit zitieren
Carolin Fritsche (Autor), 2005, Auswege aus der demografischen Zwickmühle. Gibt es einen wohlfahrtssteigernden Übergang zwischen Umlage- und Kapitaldeckungsverfahren?, München, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/66687

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