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Koordination durch Verträge - Einführung in die Vertragstheorie

Title: Koordination durch Verträge - Einführung in die Vertragstheorie

Seminar Paper , 2001 , 45 Pages , Grade: 2,3

Autor:in: Dr. Jochen Haller (Author)

Business economics - Operations Research
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Im Rahmen der Arbeit wird die Bedeutung der ökonomischen Vertragstheorie für die Analyse der Kooperation innerhalb des Supply Chain Managements (SCM) dargestellt. Ziel ist es die bedeutendsten Modelle der Vertragstheorie darzustellen und deren Eignung für die kontraktuale Gestaltung im Rahmen des SCM zu beurteilen.

Nachdem in Kapitel 1 die Bedeutung von SCM dargelegt und auf dessen Bezug zur Vertragsgestaltung bzw. der Vertragstheorie eingegangen wird, werden in Kapitel 2 die theoretischen Grundlagen der Vertragstheorie dargestellt. Hierbei wird zunächst deren Entwicklung kurz skizziert. Danach werden die wesentlichen Grundbegriffe und Grundannahmen der Vertragstheorie knapp dargelegt. In Kapitel 3 wird mit der Principal-Agent-Theorie und dem Signaling-Modell auf die bedeutendsten Modelle der Vertragstheorie
eingegangen. Zusätzlich wird mit dem Konzept der idiosykratischer Investitionen, welche ein zentrales Element der Theorie der unvollständigen Verträge von Grossmann/Hart darstellt, auf eine neuere Entwicklung der Vertragstheorie eingegangen. Abschließend wird in Kapitel 4 kurz auf die Eignung der Vertragstheorie als normative Gestaltungsempfehlung für die kontraktuale Gestaltung des SCM eingegangen.

Excerpt


Inhaltsverzeichnis

1 Die Rolle von Kontrakten innerhalb des Supply Chain Management

2 Theoretische Grundlagen der Vertragstheorie

2.1 Gegenstand der Vertragstheorie

2.2 Klassifizierung vertragstheoretischer Probleme

3 (Grund-)Modelle der Vertragstheorie

3.1 Das Principal-Agent-Modell

3.1.1 Das Principal-Agent-Modell bei zwei Handlungen

3.1.2 Das Principal-Agent-Modell bei stetigen Handlungen

3.1.3 Das allgemeine Principal-Agent-Modell

3.2 Das Signaling-Modell von Spence

3.3 Idiosynkratische Investitionen

4 Kritische Würdigung der Vertragstheorie

Zielsetzung & Themen der Arbeit

Die vorliegende Seminararbeit untersucht die Bedeutung und Anwendungsmöglichkeiten der Vertragstheorie im Kontext des Supply Chain Managements (SCM). Das primäre Ziel ist es, aufzuzeigen, wie vertragliche Anreizmechanismen genutzt werden können, um opportunistisches Verhalten von Lieferanten zu steuern und somit den Gesamterfolg der logistischen Wertschöpfungskette zu maximieren.

  • Grundlagen und Klassifizierung vertragstheoretischer Problemstellungen.
  • Analyse des Principal-Agent-Modells bei diskreten und stetigen Handlungen.
  • Untersuchung des Signaling-Modells nach Spence zur Lösung von Problemen der adversen Selektion.
  • Erörterung von idiosynkratischen Investitionen und dem Hold-up-Problem.
  • Kritische Reflexion der Eignung vertragstheoretischer Ansätze als normative Gestaltungsempfehlung für das SCM.

Auszug aus dem Buch

3.1.1 Das Principal-Agent-Modell bei zwei Handlungen

Gegeben sei ein Produzent dessen Gewinn nur von der Qualität des von seinem Lieferanten zur Verfügung gestellten Inputs abhängt. Wobei dessen Gewinn entweder einen hohen Wert πh oder einen niedrigen Wert πl annehmen kann. Die Qualität des Inputs hängt dabei nur von der Anstrengung des Lieferanten ab. Diese kann entweder hoch oder niedrig sein.

Der Lieferant erzielt durch den Verkauf des Inputs einen Nutzen von U = u(w−Φ), wenn er sich anstrengt und von U = u(w), wenn er sich nicht anstrengt. Würde der Lieferant anstatt des jetzigen Produzenten einen anderen beliefern, bekäme er einen Nutzen von U0 = u(w0). D.h. der Produzent muß dem Lieferanten mindestens einen Preis von w0 bezahlen, daß dieser an ihn liefert. Der Ablauf eines solchen typischen Principal-Agent-Modells ist in Abb. 3.1 dargestellt. Die Zielfunktion des Produzenten sei E[π − w], sprich der Erwartungswert seines Nettogewinns.

Zusammenfassung der Kapitel

1 Die Rolle von Kontrakten innerhalb des Supply Chain Management: Einführung in die wachsende Bedeutung des SCM durch Globalisierung und technische Entwicklungen sowie die Notwendigkeit kontraktueller Koordination.

2 Theoretische Grundlagen der Vertragstheorie: Definition des Vertragsbegriffs im ökonomischen Sinne und systematische Einordnung von Informationsasymmetrien als Kernproblem der Vertragstheorie.

3 (Grund-)Modelle der Vertragstheorie: Detaillierte Darstellung des Principal-Agent-Modells, des Signaling-Modells von Spence sowie der Theorie der idiosynkratischen Investitionen.

4 Kritische Würdigung der Vertragstheorie: Synthese der Ergebnisse mit der Erkenntnis, dass Vertragstheorie primär als Denkrahmen zur Analyse komplexer ökonomischer Strukturen dient, statt exakte Handlungsanweisungen zu liefern.

Schlüsselwörter

Vertragstheorie, Supply Chain Management, Principal-Agent-Theorie, Moral Hazard, Adverse Selektion, Signaling-Modell, Idiosynkratische Investitionen, Informationsasymmetrie, Anreizverträglichkeitsbedingung, Pareto-Effizienz, Beschränkte Rationalität, Opportunismus, Vertragsgestaltung.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit behandelt die theoretischen Möglichkeiten, wie durch vertragliche Anreize die Koordination in einer Supply Chain verbessert und opportunistisches Verhalten minimiert werden kann.

Welche zentralen Themenfelder werden abgedeckt?

Die Schwerpunkte liegen auf der Principal-Agent-Theorie, Signaling-Modellen zur Überwindung von Informationsproblemen sowie der Analyse spezifischer Investitionen innerhalb von Lieferbeziehungen.

Was ist das primäre Ziel der Untersuchung?

Ziel ist es, den Beitrag der Vertragstheorie zur Gestaltung effizienter Logistikketten zu evaluieren und aufzuzeigen, wie unterschiedliche Vertragstypen reale ökonomische Probleme lösen können.

Welche wissenschaftliche Methode kommt zum Einsatz?

Es wird eine modelltheoretische Analyse verwendet, die auf mikroökonomischen Grundlagen basiert, um Anreizmechanismen und Gleichgewichtszustände unter Bedingungen asymmetrischer Information zu untersuchen.

Was wird im Hauptteil schwerpunktmäßig behandelt?

Der Hauptteil widmet sich der mathematischen und konzeptionellen Herleitung verschiedener Modelle, insbesondere zur Lösung von Problemen bei versteckten Handlungen (Moral Hazard) und versteckten Eigenschaften (Adverse Selektion).

Welche Schlüsselbegriffe charakterisieren die Arbeit?

Wichtige Fachbegriffe sind unter anderem "Principal-Agent-Modell", "Idiosynkratische Investitionen", "Signaling", "Informationsasymmetrie" und "Pareto-Effizienz".

Was genau ist unter idiosynkratischen Investitionen zu verstehen?

Dabei handelt es sich um spezifische Investitionen, die ihren Nutzen primär innerhalb einer bestimmten vertraglichen Beziehung entfalten, was zu Abhängigkeiten und potenziellen Hold-up-Problemen führt.

Wie bewertet der Autor den praktischen Nutzen der Vertragstheorie?

Der Autor ordnet die Vertragstheorie als einen wertvollen Denkrahmen ein, der zwar keine fertigen "Kochrezepte" für die Praxis liefert, aber das Verständnis für komplexe vertragliche Entscheidungssituationen maßgeblich schärft.

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Details

Title
Koordination durch Verträge - Einführung in die Vertragstheorie
College
University of Mannheim  (Lehrstuhl für Allgemeine Betriebswirtschaftslehre...)
Course
Seminar zur Unternehmensplanung
Grade
2,3
Author
Dr. Jochen Haller (Author)
Publication Year
2001
Pages
45
Catalog Number
V667
ISBN (eBook)
9783638104401
ISBN (Book)
9783638636933
Language
German
Tags
Vertragstheorie Supply Chain Management Adverse Selektion Hidden Information Hidden Action Unvollständige Verträge Idiosynkratische Investitionen Principal-Agent-Theorie;
Product Safety
GRIN Publishing GmbH
Quote paper
Dr. Jochen Haller (Author), 2001, Koordination durch Verträge - Einführung in die Vertragstheorie, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/667
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