Schulpraktische Studien im Fach Mathematik - Praktikumsbericht


Praktikumsbericht / -arbeit, 2006

14 Seiten


Leseprobe

Inhaltsverzeichnis

1 Persönliche Erwartungen an die schulpraktischen Studien

2 Rahmenbedingungen

3 Bisheriger Unterricht

4 Lerngruppe

5 Hospitation – Beobachtungen und Eindrücke hinsichtlich des Lehrerverhaltens

6 Eigene Unterrichtsversuche
6.1 Unterrichtsversuch im Fach Mathematik – Planung
6.2 Unterrichtsversuch im Fach Mathematik – Durchführung und Reflexion

7 Résumé und Ausblick

8 Literaturverzeichnis

1 Persönliche Erwartungen an die schulpraktischen Studien

Die Frage nach den Erwartungen an die schulpraktischen Studien lässt sich im Nachhinein und für meine Person generell nur schwer beantworten. Lehrer zu werden, war schon als recht junger Schüler mein auserkorenes Ziel. Seit fast 10 Jahren gebe ich regelmäßig Nachhilfe in Mathematik und bereits seit meinem 16. Lebensjahr bin ich als Jugendgruppenleiter sehr aktiv, leite wöchentlich eine Jugendgruppe und organisiere/begleite im Jahr unzählige Freizeiten, Wochenenden und Aktionen. Mein Berufswunsch hat sich also schon sehr früh gebildet und im Laufe der Jahre durch die vielen Erfahrungen mit Kindern und Jugendlichen, aber auch durch die sehr positiven Erfahrungen in meinem ersten Schulpraktikum, immer weiter gefestigt, so dass ich von diesen fachspezifischen Schulpraktischen Studien keinen Aufschluss mehr darüber erwartet habe, ob Lehrer der richtige Beruf für mich ist oder nicht. Stattdessen erwartete ich in den Schulpraktischen Studien didaktische Konzeptionen für Mathematikunterricht kennen zu lernen, anhand derer ich meinen Mathematikunterricht begründen kann. Darüber hinaus vermutete ich mit den Möglichkeiten zur Planung und Reflexion von Unterricht und diversen Vermittlungsmethoden konfrontiert zu werden.

2 Rahmenbedingungen

Die Schule ist zentral gelegen und mit öffentlichen Verkehrsmitteln sehr gut zu erreichen, da sich eine Haltestelle für diverse Straßenbahnen und Stadtbusse direkt vor der Schule befindet und der städtische Knotenpunkt auch nur wenige 100m entfernt liegt. Daher ist es gewährleistet, dass nicht nur Kinder aus dem unmittelbaren Umfeld, sondern mehr oder minder aus der ganzen Stadt, das Gymnasium besuchen können. Nichtsdestotrotz kommt es m. E. an der Schule hinsichtlich der Schüler zu einem gewissen Ausleseprozess, da sie als altsprachliches Gymnasium Latein verbindlich als erste Fremdsprache anbietet und somit bestimmte Vorgaben gemacht sind, welche die Eltern bei der Auswahl der Schule berücksichtigen müssen. Sowohl meinen eigenen Eindrücken zu Folge, als auch nach Rücksprache mit diversen Lehrern, kann man wohl festhalten, dass die Schule dadurch in Bezug auf so genannte „Problemfälle“ oder „Geradenoch-Gymnasiasten“ begünstigt wird und hier außerdem überdurchschnittlich viele Kinder aus der Oberschicht zu finden sind.

Im Rahmen meines Praktikums begleitete ich nun zusammen mit einer Kommilitonin für fünf Wochen einen Grundkurs 13. Der Unterricht fand dienstags und donnerstags jeweils in der dritten und vierten Stunde von 9.40-11.15 Uhr statt.

Die Lage der Stunden in diesem Block ist aufgrund der kuriosen Unterrichts- und Pausenzeitenregelung an der Schule organisatorisch von Bedeutung. Die großen Pausen finden nach der zweiten und nach der vierten Stunde jeweils für 15min statt, eine Schulstunde dauert an und für sich 45min. Die erste große Pause dauert z.B. bis 9.40 Uhr, dann klingelt es und die Schüler gehen in ihre Klassenräume. Eigentlich beginnt der Unterricht aber bereits auch schon um 9.40 Uhr, so dass immer eine Verzögerung besteht bis die Klasse dann auch tatsächlich da ist. Ähnlich gestaltet es sich zwischen der 5. und der 6.Stunde, die 5.Stunde endet und die 6.Stunde beginnt um 12.15 Uhr. Da entweder Lehrer oder Schüler aber erst einmal in den Raum gelangen müssen, ergibt sich wieder diese Verzögerung. Außerdem fehlt es durch diese abstruse Regelung am klaren Signal „jetzt fängt die Stunde an“ (Klingeln). Ich habe jedenfalls ein wenig den Eindruck, dass man ein vernünftiges Zeitensystem zu Gunsten eines Schulendes um exakt 13 Uhr geopfert hat.

Da nun, wie bereits erwähnt, das Klingeln, welches das Ende der großen Pause anzeigt, und der Unterrichtsbeginn zur selben Zeit erfolgen, konnte der Unterricht in dieser Klasse stets erst mit ein paar Minuten Verspätung beginnen. Vereinzelte Schüler kamen fast immer fünf Minuten später als der Rest.

Aufgefallen ist mir des Weiteren von der Ausstattung her, dass die Klassenräume nicht mit OH-Projektoren ausgerüstet sind, sondern nur einer oder zwei für alle da sind, die dann auch erst einmal in das betreffende Zimmer transportiert werden müssen.

3 Bisheriger Unterricht

Die Klasse befindet sich unmittelbar vor dem Abitur, für das nach bisheriger Regelung nur Schulstoff verwendet werden darf, der bis zum Ende von Schulhalbjahr 13.1 behandelt wurde. Daher stand die Lehrerin ein wenig unter Zeitdruck. Analysis und Stochastik waren bereits abgeschlossen, zum Abschluss stand der Bereich Analytische Geometrie auf dem Plan. Unmittelbar vor Beginn unseres Praktikums behandelte die Klasse die Darstellung der Ebene im Raum in Koordinaten- und Parameterform und daran anschließend Schnittmengen (Ebene-Gerade, Ebene-Ebene). Unsere erste Stunde begann mit der Entwicklung der Normalenform der Ebene.

4 Lerngruppe

Bei der Lerngruppe handelt es sich um einen Grundkurs 13, bestehend aus zz Schülern, darunter xx Jungen und yy Mädchen.

Ich würde den Kurs in Einklang mit der Meinung der Lehrerin als weder unter- noch überdurchschnittlich in ihrer mathematischen Leistungsstärke bezeichnen. Neben einem Jungen, der zwar die ganze Stunde geistig nicht anwesend wirkt, aber immer 15 Punkte schreibt, gibt es drei bis vier weitere gute Schülerinnen, die in der Regel zweistellig schreiben und auch mündlich sehr engagiert sind. Der Rest der Klasse bewegt sich, von zwei Schülerinnen abgesehen, im Bereich fünf bis zehn Punkte und ist mündlich teilweise sehr aktiv, teilweise aber auch sehr still. Die genannten zwei Schülerinnen dagegen schreiben nach Auskunft der Lehrerin regelmäßig zwischen null und drei Punkten und sind als mathematisch desinteressiert zu bezeichnen. Insbesondere eine dieser Schülerinnen zeigt recht offen ihre Abneigung gegenüber dem Fach, fehlt häufig und versucht teilweise auch die um sie herum sitzenden Schüler mit ihrer Einstellung anzustecken. Allgemein ist das mathematische Interesse in der Klasse nicht sehr ausgeprägt, mit dem nötigen Engagement gelingt es jedoch auch unmotiviertere oder stillere Schüler zu aktivieren.

Das Verhältnis der Schüler untereinander würde ich nach meinen bisherigen Beobachtungen als weitestgehend gut bezeichnen. Mir ist in meiner Praktikumszeit kein wirklicher Außenseiter aufgefallen und ebenso kein Klassenclown. Allenfalls der von der Leistung her sehr gute Schüler wirkt auf mich nicht wirklich eingebunden, für eine präzise Aussage reichen jedoch meine Beobachtungen nicht aus.

Das Verhältnis zwischen Lehrerin und Schülern wirkt auf mich ebenfalls unproblematisch, ich konnte hier keine Auffälligkeiten im Sinne von Spannungen feststellen.

[...]

Ende der Leseprobe aus 14 Seiten

Details

Titel
Schulpraktische Studien im Fach Mathematik - Praktikumsbericht
Hochschule
Technische Universität Darmstadt
Veranstaltung
Schulpraktische Studien
Autor
Jahr
2006
Seiten
14
Katalognummer
V66754
ISBN (eBook)
9783638584821
Dateigröße
417 KB
Sprache
Deutsch
Schlagworte
Schulpraktische, Studien, Fach, Mathematik, Praktikumsbericht
Arbeit zitieren
Christian Klaas (Autor), 2006, Schulpraktische Studien im Fach Mathematik - Praktikumsbericht , München, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/66754

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