Praktische Beispiele im Rahmen der Lernortkooperation


Hausarbeit, 2006
11 Seiten, Note: 1,3

Leseprobe

Inhaltsverzeichnis

1. Einleitung

2. Der kooperative Erkundungsauftrag

2.1 Zielbezüge
2.2 Ausführung
2.3 Realisierungsvoraussetzungen
2.4 Beispiele
2.5 Erfahrungen

3. Betriebsprojekttage
3.1 Zielbezüge
3.2 Umsetzungsbedingungen
3.3 Ergebnisse

4. Fazit

5. Literaturverzeichnis

1. Einleitung

Im Rahmen des Seminars „Strukturen und Funktionen beruflicher Aus- und Weiterbildung“ habe ich zusammen mit den Herren Meins, Mesch und Vallo das Thema der Lernortkooperation in einem Referat präsentiert. Mein Part war es, bereits durchgeführte Projekte beispielhaft vorzustellen und zu analysieren. In dieser Ausarbeitung stelle ich die zwei exemplarischen Beispiele zur Lernortkooperation noch einmal vor. Als erstes möchte ich im Kapitel 2 den „Kooperativen Erkundungsauftrag“ erläutern. In meinem zweiten Beispiel werde ich in Kapitel 3 die „Betriebmittelprojekttage“ einer näheren Betrachtung unterziehen, um abschließend die vorgestellten Projekte zur Lernortkooperation kritisch zu bewerten.

2. Der kooperative Erkundungsauftrag

Kooperative Erkundungsaufträge wurden im Rahmen des Modellversuches KOLORIT (Kooperation der Lernorte im Bereich Informationstechnologien) im Auftrag der Bezirksregierung Münster entwickelt, erprobt und evaluiert. Bei kooperativen Erkundungsaufträgen handelt es sich um eine Form der Lernortkooperation, Grundgedanke ist die Bearbeitung einer Lernaufgabe an zwei Lernorten (Betrieb und Schule). Entscheidend ist hierbei die Koordination zwischen den Betriebs- und Lehrpersonal. Möglich wird so die Bearbeitung eines Themas aus verschiedenen Perspektiven, abstraktes Lehrbuchwissen kann dadurch praxisnah und konkret nachvollzogen werden. Durch die Auseinandersetzung der Lernenden mit dem Erkundungsauftrag wird das in der Berufsschule vermittelte Theoriewissen mit der betrieblichen Erfahrung mit dem Ziel verbunden, die Handlungskompetenz der Schüler auszubilden.[1]

2.1 Zielbezüge

Die Ziele des kooperativen Erkundungsauftrags lassen sich hinsichtlich der Handlungskompetenzen einordnen in: a) Fachkompetenzen auf den taxonomisch höheren Stufen Anwendung, Analyse und Bewertung; b) Lernmethodenkompetenz mit den Anteilen selbständige, methodische Informationsbeschaffung und die Erfassung und Strukturierung praktischer Sachverhalte; c) sozial-kommunikative Kompetenzen durch die erforderlichen Gespräche mit Betriebsangehörigen einerseits und bei der Präsentation und Erläuterung der erarbeiten Ergebnisse im Berufsschulunterricht andererseits.[2]

2.2 Ausführung

Die Zweiteilung des kooperativen Erkundungsauftrags findet sich auch in der Aufgabenverteilung wieder. Die Schule in Gestalt der Lehrpersonen ist für die Ausgabe und Erläuterung der Lernaufgabe zuständig. Sie übernimmt die Auswertung und Systematisierung der Ergebnisse und schafft die Verbindung von Fachtheorie und exemplarischer Praxis. Der Betrieb wiederum übernimmt die Bereitstellung von Informationen und Informanten in den einzelnen Fachabteilungen und unterstützt die Lernenden bei der Aufbereitung der Ergebnisse.[3]

2.3 Realisierungsvoraussetzungen

Damit kooperative Erkundungsaufträge gelingen können, müssen eine Reihe von Faktoren erfüllt sein. So ist es erforderlich, dass in den einzelnen Fachabteilungen des Betriebes geeignete Ansprechpartner zur Verfügung stehen, die die Betreuung der Auszubildenden übernehmen können. Auch das Zusammenwirken der Kooperationspartner in Schule und Betrieb muss gewährleistet sein, die Abstimmung untereinander und die gegenseitige Information in Bezug auf Lernverhalten der Schüler, Bearbeitungsstand und Terminierung der Aufträge, Organisation in Betrieb und Schule, Bereitstellung von Lernmaterialien, etc. ist der Schlüssel zum Erfolg. Weiterhin müssen die Anforderungen an die Lernenden im Hinblick auf ihre Kompetenzen angemessen sein, sie dürfen nicht über- oder unterfordert werden. Beides würde sich negativ auf die Motivation auswirken. Zwei wichtige Faktoren in der Umsetzung und Anpassung an das Leistungsniveau der Schüler ist im ersten Schritt die Erarbeitung einer Aufgabenstellung und in Schritt zwei die Festigung des Gelernten. Auch bei der Entwicklung eines kooperativen Erkundungsauftrages ist es sinnvoll, dass Betrieb und Schule die Konzeption gemeinsam durchführen, um so die Akzeptanz durch die Schüler zu erhöhen.[4]

[...]


[1] Vgl. Euler, Dieter, Kooperativer Erkundungsauftrag, in: Euler, Dieter (Hrsg.), Handbuch der Lernortkooperation, Bd. 2, Praktische Erfahrungen, Bielefeld 2003, 44f.

[2] Vgl. a. a. O., 45.

[3] Vgl. ebd.

[4] Vgl. a. a. O., 45-47.

Ende der Leseprobe aus 11 Seiten

Details

Titel
Praktische Beispiele im Rahmen der Lernortkooperation
Hochschule
Universität Osnabrück
Veranstaltung
Strukturen und Funktionen beruflicher Aus- und Weiterbildung
Note
1,3
Autor
Jahr
2006
Seiten
11
Katalognummer
V66766
ISBN (eBook)
9783638591812
ISBN (Buch)
9783638799546
Dateigröße
405 KB
Sprache
Deutsch
Schlagworte
Praktische, Beispiele, Rahmen, Lernortkooperation, Strukturen, Funktionen, Aus-, Weiterbildung
Arbeit zitieren
Dipl.-Ing. Klaus Wewer (Autor), 2006, Praktische Beispiele im Rahmen der Lernortkooperation, München, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/66766

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