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Sexualität im Alter. (K)ein Tabu im Pflegeheim

Title: Sexualität im Alter. (K)ein Tabu im Pflegeheim

Diploma Thesis , 2006 , 130 Pages , Grade: 1,0

Autor:in: Diplom Pflegewirtin Manuela Kästner (Author)

Nursing Science - Miscellaneous
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Summary Excerpt Details

Ein Artikel der «Welt am Sonntag» vom 8. Mai 2005 stellte die Frage: «Wie viel Sex brauchen Altersheim-Bewohner?». Daraufhin begann die Autorin ein im Jahr 2004 durchgeführtes Praktikum in einer stationären Pflegeeinrichtung der Altenhilfe zu reflektieren. Ein Bewohner dieser Einrichtung sprach offen mit der Autorin über Gefühle und Wünsche bezüglich seiner Sexualität, äußerte aber zugleich die Einschränkungen zur Ausübung von Sexualität in diesem Pflegeheim. Außerdem kam die Erinnerung an die zum Teil unprofessionellen Bemerkungen des Pflegepersonals über die Sexualität einzelner Bewohner zurück in das Bewusstsein der Autorin. So entstand die Idee herauszufinden, wie sich das gezeigte Verhalten des Pflegepersonals begründen lässt. Hierzu waren die Rahmenbedingungen zu untersuchen: Welche Einschränkungen der Sexualität im Alter gelten und wie sich diese speziell in stationären Pflegeeinrichtungen der Altenhilfe darstellen.

Im Hintergrund der Auseinandersetzung mit diesem Thema stehen die rechtlichen und sozialstaatlichen Regelungen, welche jedem Menschen ein menschenwürdiges Leben bis zum Tode ermöglichen und ihn vor besonderen Härten bewahren sollen. In der Lebensphase des Alterns sind einige grundlegende Menschenrechte von besonderer Relevanz. Sie werden daher im Sinne eines Vorwortes für alles Nachfolgende kurz dargestellt.(...)

Darum soll in dieser Diplomarbeit untersucht werden, ob Sexualität im Alter ein Tabu ist. Der Fokus richtet sich dabei auf den Umgang mit Sexualität in Pflegeheimen. Es wird untersucht, ob Sexualität in Pflegeheimen ein Tabu darstellt, wie die Mitarbeiter in der Pflege damit umgehen, welche Erfahrungen sie damit gemacht haben und welche Faktoren die Sexualität von Bewohnern in Pflegeeinrichtungen beeinflussen. Ein weiterer Schwerpunkt liegt in der Darstellung und Auswertung einer durchgeführten empirischen Untersuchung mit Pflegenden einer stationären Pflegeinrichtung der Altenhilfe.

Excerpt


Inhaltsverzeichnis

1 Einleitung

2 Das Alter

2.1 Alter − was heißt das?

2.2 Demographische Entwicklung

2.3 Bilder und Wahrnehmung von alten Menschen

2.4 Fazit

3 Sexualität im Alter

3.1 Sexualität des Menschen

3.2 Forschungen über Sexualität im Alter

3.2.1 Sexualität von Männern im Alter

3.2.2 Sexualität von Frauen im Alter

3.2.3 Wünsche zur Sexualität im Alter

3.3 Einflüsse auf die Sexualität im Alter

3.3.1 Biographische Einflüsse

3.3.2 Erkrankungen und Veränderungen des Körpers

3.3.3 Partnerschaften

3.4 Einstellungen und Vorurteile zur Sexualität im Alter

3.5 Fazit

4 Sexualität und Pflege

4.1 Sexualität im Pflegealltag

4.2 Empfindungen von Pflegenden

4.3 Sexualität in stationären Einrichtungen der Altenhilfe

4.3.1 Intim- und Privatsphäre

4.3.2 Demenz und Sexualität

4.3.3 Umgang der Pflegenden mit Sexualität von Bewohnern

4.4 Alternative Umgangsformen

4.5 Fazit

5 Methodenteil

5.1 Entwicklung der Forschungsfrage

5.2 Untersuchungsmethode

5.2.1 Das episodische Interview

5.2.2 Technik des Interviewens

5.2.3 Transkiption und Datenschutz

5.2.4 Auswertungsmethode

5.3 Durchführung und Verlauf der Erhebung

5.3.1 Vorstellung des Leitfadens

5.3.2 Feldzugang

5.3.3 Durchführung der Interviews

5.3.4 Auswertung

6 Ergebnisse

6.1 Vorstellungen zu Sexualität im Alter aus Sicht der Pflegenden

6.1.1 Definitionen von Sexualität im Alter

6.1.2 Eigene Einstellung und Auseinandersetzung mit Sexualität im Alter

6.1.3 Formen von Sexualität im Alter

6.1.4 Altersgrenzen

6.1.5 Pflegeausbildung ohne Thematisierung von Sexualität

6.2 Faktoren, die Sexualität im Pflegeheim beeinflussen oder einschränken

6.2.1 Eingeschränkte Privatsphäre

6.2.2 Krankheiten der Bewohner

6.2.3 Zahlenmäßiges Ungleichgewicht von Frauen und Männern

6.2.4 Prägung und Generationsunterschiede

6.2.5 Einstellung der Angehörigen

6.3 Umgang des Pflegeteams mit der Sexualität im Pflegeheim

6.3.1 Kommunikation im Team

6.3.2 Kommunikation mit Bewohnern

6.3.3 Regeln und Normen im Team

6.3.4 Umgang mit Ehepaaren

6.4 Umgang der Bewohner mit Sexualität

6.4.1 Kommunikation der Bewohner

6.4.2 Reaktionen und Gefühle von Bewohnern

6.4.3 Gefühle von Bewohnern rund um Sexualität

6.5 Persönlicher Umgang der Mitarbeiter mit der Sexualität der Bewohner

6.5.1 Persönliche Regeln

6.5.2 Strategien

6.5.3 Eigene Einstellung zum Umgang mit dem Thema Sexualität im Alter

6.5.4 Grenzen

6.5.5 Gefühle und Reaktionen

6.5.6 Wünsche der Pflegenden

7 Diskussion

8 Zusammenfassung

Zielsetzung & Themen

Die vorliegende Arbeit untersucht, inwieweit Sexualität im Alter in stationären Einrichtungen der Altenhilfe tabuisiert wird und welche Faktoren den Umgang mit diesem Thema im Pflegealltag beeinflussen. Ziel ist es, das Tabu zu hinterfragen und die Erfahrungen sowie Handlungsstrategien von Pflegekräften empirisch zu erfassen.

  • Qualitative Untersuchung der Sichtweisen von Pflegekräften auf Sexualität im Alter.
  • Analyse der institutionellen Rahmenbedingungen und deren Einfluss auf die Privatsphäre der Bewohner.
  • Einfluss von Biographien, Altersbildern und gesellschaftlichen Tabus auf das Pflegepersonal.
  • Umgang mit Konflikten, Ekelgefühlen und sexuellen Bedürfnissen im Pflegealltag.
  • Entwicklung von Perspektiven für einen enttabuisierten Umgang in Pflegeeinrichtungen.

Auszug aus dem Buch

1 Einleitung

Ein Artikel der «Welt am Sonntag» vom 8. Mai 2005 stellte die Frage: «Wie viel Sex brauchen Altersheim-Bewohner?». Daraufhin begann die Autorin ein im Jahr 2004 durchgeführtes Praktikum in einer stationären Pflegeeinrichtung der Altenhilfe zu reflektieren. Ein Bewohner dieser Einrichtung sprach offen mit der Autorin über Gefühle und Wünsche bezüglich seiner Sexualität, äußerte aber zugleich die Einschränkungen zur Ausübung von Sexualität in diesem Pflegeheim. Außerdem kam die Erinnerung an die zum Teil unprofessionellen Bemerkungen des Pflegepersonals über die Sexualität einzelner Bewohner zurück in das Bewusstsein der Autorin. So entstand die Idee herauszufinden, wie sich das gezeigte Verhalten des Pflegepersonals begründen lässt. Hierzu waren die Rahmenbedingungen zu untersuchen: Welche Einschränkungen der Sexualität im Alter gelten und wie sich diese speziell in stationären Pflegeeinrichtungen der Alterhilfe darstellen.

Im Hintergrund der Auseinandersetzung mit diesem Thema stehen die rechtlichen und sozialstaatlichen Regelungen, welche jedem Menschen ein menschenwürdiges Leben bis zum Tode ermöglichen und ihn vor besonderen Härten bewahren sollen. In der Lebensphase des Alterns sind einige grundlegende Menschenrechte von besonderer Relevanz. Sie werden daher im Sinne eines Vorwortes für alles Nachfolgende kurz dargestellt.

Grundrechte sind verfassungsmäßig garantierte Rechte, die für alle Bürger eines Landes gelten. Es sind primär Abwehrrechte gegenüber dem Staat und dienen seiner Aufrechterhaltung. Sie bieten dem Einzelnen einerseits Schutz vor staatlicher Willkür und andererseits den Schutz seiner individuellen Rechte. Die Grundrechte beinhalten auch Vorkehrungen des Staates im Falle von Schutz- und Unterstützungsbedürftigkeit seitens des Bürgers, die im Alter eine besondere Rolle spielen.

Zusammenfassung der Kapitel

1 Einleitung: Die Einleitung beleuchtet den Anlass der Arbeit, der aus praktischen Beobachtungen in einer Pflegeeinrichtung entstand, und stellt die zentrale Forschungsfrage zum Tabu Sexualität im Alter dar.

2 Das Alter: Dieses Kapitel betrachtet das Alter aus unterschiedlichen Perspektiven, inklusive demographischer Entwicklungen und gesellschaftlicher Altersbilder.

3 Sexualität im Alter: Hier werden der Begriff Sexualität, Forschungsergebnisse und die Wünsche sowie Einflüsse auf die Sexualität älterer Menschen dargelegt.

4 Sexualität und Pflege: Dieses Kapitel thematisiert den Stellenwert von Sexualität im Pflegealltag sowie Herausforderungen in stationären Einrichtungen, einschließlich Demenz.

5 Methodenteil: Der Methodenteil erläutert die qualitative Untersuchung mittels episodischer Interviews und deren theoretische Fundierung sowie die Datenauswertung.

6 Ergebnisse: Hier werden die durch die Auswertung der Interviews gewonnenen Kernkategorien und deren Subkategorien detailliert dargestellt.

7 Diskussion: Das Diskussionskapitel interpretiert die Ergebnisse im Kontext der theoretischen Grundlagen und benennt Handlungsbedarfe.

8 Zusammenfassung: Die Zusammenfassung bietet eine komprimierte Übersicht der gesamten Arbeit und ihrer wesentlichen Schlussfolgerungen.

Schlüsselwörter

Sexualität, Altenpflege, Alter, Privatsphäre, Pflegepersonal, Tabu, Demenz, qualitative Forschung, episodisches Interview, Biographische Einflüsse, Pflegeethik, Alterssexualität, Kommunikation, stationäre Altenhilfe, Institutionelle Barrieren.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit untersucht die Tabuisierung von Sexualität bei alten Menschen, insbesondere in stationären Pflegeeinrichtungen, und analysiert die Sichtweise von Pflegekräften auf dieses Thema.

Was sind die zentralen Themenfelder?

Zentrale Themen sind das Alter als Lebensphase, die Bedeutung von Sexualität im Alter, die Rolle des Pflegepersonals in diesem Zusammenhang und die institutionellen Bedingungen im Pflegeheim.

Was ist das primäre Ziel oder die Forschungsfrage der Arbeit?

Die primäre Forschungsfrage lautet: Ist Sexualität in Einrichtungen der stationären Altenhilfe ein Tabu?

Welche wissenschaftliche Methode wurde verwendet?

Die Autorin führte eine qualitative Untersuchung durch, wobei episodische Interviews mit Pflegekräften geführt und nach den Prinzipien der Grounded Theory kodiert wurden.

Was wird im Hauptteil behandelt?

Im Hauptteil werden neben theoretischen Grundlagen zu Alter und Sexualität die empirischen Ergebnisse aus den Interviews mit Pflegekräften hinsichtlich ihrer Einstellungen, ihrer Erfahrungen mit Bewohnern und ihrem persönlichen Umgang mit dem Thema Sexualität dargestellt.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Wichtige Begriffe sind unter anderem Sexualität im Alter, stationäre Altenpflege, Tabu, Privatsphäre und das professionelle Handeln von Pflegepersonal.

Warum spielt die Privatsphäre eine so zentrale Rolle für die Sexualität der Bewohner?

Die Privatsphäre ist grundlegend für das Ausleben von Sexualität. Die Studie zeigt, dass räumliche Gegebenheiten, wie Doppelzimmer oder unangekündigtes Betreten der Räume durch das Personal, die Privatsphäre der Bewohner massiv einschränken.

Wie gehen Pflegekräfte in der Praxis mit der Sexualität der Bewohner um?

Der Umgang ist oft von Unsicherheit geprägt. Während einige Pflegekräfte professionelle Strategien entwickeln, greifen andere zu Distanzierungsmaßnahmen oder bagatellisieren sexuelle Äußerungen der Bewohner, um eigene Scham- oder Ekelgefühle zu bewältigen.

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Details

Title
Sexualität im Alter. (K)ein Tabu im Pflegeheim
College
Alice Salomon University of Applied Sciences Berlin AS
Grade
1,0
Author
Diplom Pflegewirtin Manuela Kästner (Author)
Publication Year
2006
Pages
130
Catalog Number
V66772
ISBN (eBook)
9783638591867
ISBN (Book)
9783640864584
Language
German
Tags
Sexualität Alter Tabu Pflegeheim
Product Safety
GRIN Publishing GmbH
Quote paper
Diplom Pflegewirtin Manuela Kästner (Author), 2006, Sexualität im Alter. (K)ein Tabu im Pflegeheim, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/66772
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