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Agenda Building - The Battle For Public Opinion

Title: Agenda Building - The Battle For Public Opinion

Seminar Paper , 2004 , 18 Pages , Grade: 1,7

Autor:in: Anonym (Author)

Communications - Media and Politics, Politic Communications
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Die Kommunikationswissenschaft arbeitet auf verschiedenen Forschungsfeldern - die wichtigsten lassen sich anhand der so genannten Lasswell-Formel über die Elemente des Kommunikationsprozesses aufzeigen (vgl. SCHULZ, Winfried 2003: 157).
„A convenient way to describe an act of communication is to answer the following questions: Who says what in which channel to whom with what effect?” (LASSWELL, Harold D. 19481)
Das letzte Element dieser Formulierung, die Frage nach der Wirkung von Kommunikation, ist das Feld auf dem die Wirkungsforschung agiert. Die Medienwirkungsforschung betrachtet dabei die Wirkungen medial vermittelter Inhalte. Obwohl die Geschichte der Medien schon älter ist, begann das was wir heute als Medienwirkungsforschung sehen erst mit der Entstehung des Films und des Hörfunks (vgl. KEPPLINGER, Hans Mathias / NOELLE-NEUMANN, Elisabeth 2003: 598).
„Die Frage nach den Medienwirkungen wird […] immer wieder höchst kontrovers und emotionalisiert diskutiert, wobei die Meinungen über das Wirkungspotential der Medien zwischen ‚Allmacht’ und ‚Ohnmacht’ schwanken.“ (BONFADELLI, Heinz 2001: 339)
Die Geschichte der Medienwirkungsforschung wird häufig in drei Phasen eingeteilt, die Phase der starken Medienwirkungen (etwa 1910-1945), der schwachen Medienwirkungen (etwa 1946-1970) und die Phase der moderaten Medienwirkungen (etwa ab 1971) (vgl. KEPPLINGER, Hans Mathias / NOELLE-NEUMANN, Elisabeth 2003: 598) Diese Einteilung ist jedoch mit Vorsicht zu betrachten: sie spiegelt weniger den tatsächlichen Kenntnisstand, als mehr die Wahrnehmung der Medienwirkungsforschung wider (vgl. ebd.: 599).
Im Laufe dieser Geschichte haben sich viele verschiedene Theorien daran versucht, Medienwirkungen (oder auch ausbleibende Wirkungen) zu erklären. Eine dieser Theorien ist die Agenda-Setting Theorie, die sich zeitlich und inhaltlich in die dritte Phase einordnen lässt. Als Begründer der Agenda-Setting Theorie gelten Bernhard C. COHEN sowie Maxwell MCCOMBS und Donald L. SHAW. COHEN stellte 1963 die These auf, die Medien würden weniger beeinflussen was die Menschen denken, als worüber sie sich Gedanken machen.

Excerpt


Inhaltsverzeichnis

1 Einleitung

1.1 Medienwirkungsforschung

1.2 Aufbau der Arbeit

2 The Battle For Public Opinion

2.1 Der Kontext: Agenda-Setting

2.2 Fragestellung und Zielsetzung

2.3 Konzeption und Methode

2.4 Watergate – Medien, Publikum und Politik

2.4.1 Weshalb Watergate kein issue wurde

2.4.2 Der Agenda-Building Prozess

2.5 Diskussion

3 Zusammenfassung

Zielsetzung und thematische Schwerpunkte

Die vorliegende Arbeit untersucht das Werk "The Battle For Public Opinion" von Gladys Engel Lang und Kurt Lang. Das Hauptziel der Analyse besteht darin, die komplexe Wechselbeziehung zwischen der öffentlichen Meinung und der Medienberichterstattung am Fallbeispiel der Watergate-Affäre zu beleuchten sowie die Anwendbarkeit der Agenda-Setting-Theorie kritisch zu hinterfragen.

  • Grundlagen der klassischen Medienwirkungsforschung und Agenda-Setting-Theorie.
  • Methodische Vorgehensweise zur Untersuchung des Agenda-Building-Prozesses.
  • Analyse der Watergate-Affäre als Fallstudie für mediale Einflussprozesse.
  • Untersuchung der Faktoren, die die Entstehung eines öffentlichen "Issue" bestimmen.
  • Diskussion des Rollenverständnisses von Medien, Politik und Öffentlichkeit in dynamischen gesellschaftlichen Kontroversen.

Auszug aus dem Buch

Watergate – Medien, Publikum und Politik

Bevor die Autoren auf die Frage eingehen, warum Watergate zuerst kein issue für die Bevölkerung wurde, führen sie einige Daten zur Presseberichterstattung und zur Aufmerksamkeit der Bevölkerung an. Inhaltsanalysen der Presseberichterstattung zeigen, dass Watergate durchaus in den Medien platziert war. Dies allerdings, so die Autoren, in höchst ungleicher Verteilung. So berichteten die regionalen Zeitungen weit weniger, als die der großen Städte. Weiterhin verweisen LANG und LANG darauf, dass die meisten Zeitungen (71%) Nixon unterstützten und dadurch eine ungleiche Berichterstattung stattfand. Als Beispiel sprechen sie von der Los Angeles Times, die trotz fehlenden regionalen Interesses an Watergate, dieses Thema weit öfter auf die Titelseite brachte als z.B. die als Nixon befürwortend geltende Chicago Tribune. Bei der Washington Post sprechen die Autoren sogar von einem „overkill“ an Berichterstattung, hier war Watergate im Schnitt jeden zweiten Tag auf der Titelseite. Die Meinung der Autoren zu den Unterschieden in der Behandlung des Themas seitens der Presse, fasst folgendes Zitat treffend zusammen:

„Still, if the treatment of Watergate news was downplayed by some newspapers, it was not buried.”

Das Fernsehen widmete dem Thema - trotz anderer wichtiger Themen wie Vietnam, und trotz der Konkurrenz durch Themen die von Wahlkampagnen-Büros in die Medien gebracht wurden - relativ viel Aufmerksamkeit, mehr als regionale Zeitungen, und gab dem Thema laut LANG und LANG so einen nationalen Boden.

Zusammenfassung der Kapitel

1 Einleitung: Dieses Kapitel führt in die wissenschaftlichen Grundlagen der Medienwirkungsforschung ein und erläutert die Relevanz der Agenda-Setting-Theorie für die vorliegende Untersuchung.

2 The Battle For Public Opinion: Der Hauptteil analysiert die Watergate-Affäre als Fallstudie, untersucht die methodische Konzeption und beleuchtet detailliert die Dynamiken zwischen Medien, Politik und Öffentlichkeit sowie die Herausbildung der Agenda-Building-Theorie.

3 Zusammenfassung: Die Arbeit schließt mit einer Synthese der Ergebnisse, die verdeutlicht, dass mediale Einflussnahme nur einen Teilaspekt komplexer politischer Prozesse darstellt.

Schlüsselwörter

Medienwirkungsforschung, Agenda-Setting, Agenda-Building, Watergate-Affäre, öffentliche Meinung, Politische Kommunikation, Medienagenda, Issue-Thresholds, Thematisierungsfunktion, Massenmedien, Fallstudie, Interdependenz, Politische Insider, Nachrichtenwert, Medienberichterstattung.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit analysiert das Buch "The Battle For Public Opinion" von Gladys Engel Lang und Kurt Lang und untersucht, wie Medien die öffentliche Wahrnehmung der Watergate-Affäre beeinflusst haben.

Was sind die zentralen Themenfelder?

Die zentralen Themen sind die Wirkungsweise der Medien, die Agenda-Setting-Theorie sowie der weiterführende Ansatz des Agenda-Building im Kontext politischer Skandale.

Was ist das primäre Ziel der Untersuchung?

Ziel ist es, die Beziehung zwischen öffentlicher Meinung und Berichterstattung zu analysieren und zu prüfen, inwieweit Agenda-Setting-Modelle zur Erklärung der Entwicklung der Watergate-Affäre taugen.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Die Autoren nutzen eine Kombination aus Inhaltsanalysen, Meinungsumfragen sowie Experteninterviews, um die verschiedenen Phasen der Berichterstattung und deren Wirkung zu evaluieren.

Was wird im Hauptteil behandelt?

Der Hauptteil befasst sich mit der ungleichen Berichterstattung der Presse, dem "overkill" in bestimmten Leitmedien sowie der Rolle von "high-threshold issues" in der politischen Auseinandersetzung.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Zu den wichtigsten Begriffen zählen Agenda-Building, Medienmacht, Watergate-Affäre, politische Kommunikation und die Interaktion zwischen Medien, Regierung und Bürgerschaft.

Warum wurde die Watergate-Affäre anfangs nicht zum öffentlichen "Issue"?

Laut den Autoren lag dies daran, dass Watergate ein "high-threshold issue" war, welches gegen andere dominante Themen wie den Vietnamkrieg konkurrierte und von der Regierung strategisch heruntergespielt wurde.

Welche Bedeutung hat der Begriff "Agenda-Building" in diesem Kontext?

Agenda-Building beschreibt einen kollektiven Prozess, in dem Medien, Regierung und Öffentlichkeit einander wechselseitig beeinflussen, was über das klassische, einseitige Agenda-Setting hinausgeht.

Welche Rolle spielten politische Insider laut den Autoren?

Die Autoren kommen zu dem Schluss, dass die treibende Kraft hinter der Aufklärung der Affäre nicht primär die Medien oder die öffentliche Meinung waren, sondern Informationen von politischen Insidern.

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Details

Title
Agenda Building - The Battle For Public Opinion
College
Free University of Berlin  (Institut für Publizistik- und Kommunikationswissenschaft)
Course
Medienwirkungsforschung
Grade
1,7
Author
Anonym (Author)
Publication Year
2004
Pages
18
Catalog Number
V66860
ISBN (eBook)
9783638592468
Language
German
Tags
Agenda Building Battle Public Opinion Medienwirkungsforschung watergate
Product Safety
GRIN Publishing GmbH
Quote paper
Anonym (Author), 2004, Agenda Building - The Battle For Public Opinion, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/66860
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