Wertschöpfung durch interne Kommunikation


Diplomarbeit, 2006

137 Seiten, Note: 2,0


Leseprobe

Inhaltsverzeichnis

1. Zielsetzung, Aufbau und Problemstellung
1.1 Zielsetzung und Intention
1.2 Vorgehensweise und Methodik
1.3 Bestandsaufnahme
1.3.1 Allgemeine Betrachtung
1.3.2 Aktueller Ist- Zustand in Unternehmen
1.3.3 Beispiel einer Umfrage
1.4 Problemstellung und unternehmerische Herausforderungen
1.4.1 Effektives Management
1.4.2 Besondere Herausforderungen
1.4.2.1 Erkenntnis des Bedarfs und der Chancen
1.4.2.2 Effektivität und Effizienz von Information
1.4.2.2.1 Wichtige Fragen
1.4.2.3 Zweck, Mittel und Methoden von Informierung
1.4.2.3.1 Wichtige Fragen
1.4.2.4 Ableitung funktionaler Prinzipien
1.4.3 Dynamik - Relevanz für Unternehmen und Management

2 Definierung der Einflussgebiete, Schnittmengen und Potentiale
2.1 Zielsetzung und Vorgehensweise
2.2 Interne Kommunikation
2.2.1 Definition
2.2.2 Wertschöpfender Beitrag
2.3 Wertschöpfung und Mehrwert
2.3.1 Einführung
2.3.2 Definitionen
2.3.3 Schnittmenge
2.3.4 Lebensnerv Produktivkraft
2.4 Kommunikation
2.4.1 Einleitung und Definition
2.4.2 Bedeutung
2.4.3 Kommunikatives Humankapital
2.4.3.1 Einleitung und Definition
2.4.3.2 Schnittmenge
2.5 Führung
2.5.1 Einleitung und Definition
2.5.2 Selbstmanagement
2.5.2.1 Einleitung und Definition
2.5.2.2 Schnittmenge
2.5.3 Informations- und Wissensmanagement
2.5.3.1 Definition Informationsmanagement
2.5.3.2 Definition Wissensmanagement
2.5.4 Veränderungsmanagement
2.5.4.1 Definition und Ausführung
2.5.4.2 Schnittmenge
2.5.5 Konfliktmanagement
2.5.5.1 Einleitung
2.5.5.2 Definitionen
2.5.5.3 Bedeutung für die interne Kommunikation
2.5.6 Entwicklungen in der Informationstechnologie

3 Funktionen von interner Kommunikation
3.1 Zielsetzung, Methodik und Kernfragen
3.2 Zweck von interner Kommunikation
3.2.1 Als profitables Führungsinstrument
3.2.1.1 Einleitung
3.2.1.2 Unternehmenssteuerung
3.2.1.2.1 Definition
3.2.1.2.2 Bedeutung für interne Kommunikation
3.2.1.3 Führungsstile
3.2.1.3.1 Führung durch Delegation
3.2.1.3.1.1 Darstellung und Gewichtung
3.2.1.3.1.2 Bedeutung für interne Kommunikation
3.2.1.3.2 Führung durch Zielvereinbarung
3.2.1.3.2.1 Darstellung und Gewichtung
3.2.1.3.2.2 Bedeutung für interne Kommunikation
3.2.1.3.3 Führung durch Wissen
3.2.1.3.3.1 Darstellung und Gewichtung
3.2.1.3.3.2 Bedeutung für interne Kommunikation
3.2.1.3.4 Projektmanagement
3.2.1.4 Exkurs: Personalpolitik
3.2.1.4.1 Humankapital
3.2.1.5 Selbstführung
3.2.1.5.1 Entwicklung von Führungspersönlichkeiten
3.2.1.5.2 Bedeutung für die interne Kommunikation
3.2.1.5.2.1 Führung durch Information
3.2.1.5.2.2 Entwicklungsgebiete
3.2.1.5.2.2.1 Soziale Kompetenz und Akzeptanz
3.2.1.5.2.2.2 Planvolle und besonnene Zielstrebigkeit
3.2.1.5.2.2.3 Stärkung des Selbstvertrauens
3.2.1.5.2.2.4 Durchsetzung und Selbstbehauptung
3.2.1.5.2.2.5 Positive Selbstdarstellung
3.2.1.6 Chancen für die interne Kommunikation
3.2.1.6.1 Chancen der Effizienzsteigerung
3.2.1.6.2 Möglichkeiten elektronischer Medien
3.2.1.7 Fazit
3.2.2 Visions- und Zielvermittlung
3.2.2.1 Einleitung
3.2.2.2 Definitionen
3.2.2.3 Ausführungen zu Visionen
3.2.2.4 Wesen und Arten von Zielen
3.2.2.5 Die Zielbildung
3.2.2.6 Das Zielsystem
3.2.2.7 Bedeutung für die interne Kommunikation
3.2.2.7.1 Dringlichkeit der Sachinformationen
3.2.2.7.2 Einteilung in Sach- und Formalziele
3.2.2.7.3 Mitarbeitergespräche zur Zielvereinbarung
3.2.3 Leistungsverhalten und Motivation
3.2.3.1 Einführung
3.2.3.2 Definitionen der Schlüsselbegriffe
3.2.3.3 Motivationstheorien
3.2.3.3.1 Einleitung und Bedeutung
3.2.3.3.2 Wesentliche Arbeitsmotive
3.2.3.3.3 Inhaltstheorien
3.2.3.3.3.1 Maslows Bedürfnispyramide
3.2.3.3.3.2 ERG-Theorie von Alderfer
3.2.3.3.3.3 Theorie XY von McGregor
3.2.3.3.3.4 Zwei Faktoren Theorie von Herzberg
3.2.3.3.4 Prozesstheorien
3.2.3.3.4.1 Vroom – Erwartungsvalenztheorie
3.2.3.3.4.2 Adams – Gleichheitstheorie
3.2.3.4 Bedeutung für die interne Kommunikation
3.2.3.4.1 Allgemein
3.2.3.4.2 Die Beziehungsebene
3.2.3.4.3 Konsequenzen richtiger Einstellungen
3.2.3.4.4 Netzwerken
3.2.3.4.5 Coaching
3.2.4 Belebung der Unternehmenskultur
3.2.4.1 Einleitung und Definition
3.2.4.2 Ziel und Aufgabe der Unternehmenskultur
3.2.4.3 Eisbergmodell
3.2.4.4 Unternehmensidentität
3.2.4.5 Bedeutung für die interne Kommunikation
3.2.4.5.1 Gemeinsame Plattform
3.2.4.5.2 Unternehmerische Wertebasis
3.2.4.5.3 Entwicklung der Mitarbeiter
3.2.4.5.4 Philosophisches Dachwerk
3.2.4.5.5 Korrekturmöglichkeiten
3.2.4.6 Fazit
3.2.5 Unternehmerische Selbstreflexion
3.2.5.1 Einleitung
3.2.5.1.1 Definition, Zweck und Bedeutung
3.2.5.1.1.1 Definition
3.2.5.1.1.2 Allgemeine Perspektiven
3.2.5.1.1.3 Unternehmerische Reflexion
3.2.5.1.2 Vorteile – Chancen und Möglichkeiten
3.2.5.1.2.1 Evolutionäre Unternehmenszyklen
3.2.5.1.2.2 Optimierung Selbstbild – Fremdbild
3.2.5.1.2.3 Verantwortung als Potential
3.2.5.1.2.4 Profitables Konsolidieren
3.2.5.1.3 Eventuelle Einwände
3.2.5.1.3.1 Hoher Zeitaufwand
3.2.5.1.3.2 Ergebnisse sind nicht klar quantifizierbar
3.2.5.1.4 Bedeutung für die interne Kommunikation
3.2.5.1.4.1 Zeitfenster Zukunft
3.2.5.1.4.2 Identifikationsproblematik
3.2.5.2 Fazit
- 3.3 Mittel der internen Kommunikation
3.3.1 Einleitung und Zielsetzung
3.3.2 Persönlicher Kontakt
3.3.2.1 Mitarbeitergespräche
3.3.2.1.1 Allgemeine Betrachtung
3.3.2.1.2 Illustration einer bewährten Vorgehensweise
3.3.2.2 Konferenzen, Vorträge und Meetings
3.3.3 Top Down oder einseitige Kommunikation
3.3.3.1 Ad-Hoc Mitteilungen
3.3.3.2 Mitarbeiterzeitungen
3.3.3.3 Magazine und Journale
3.3.4 Elektronische Medien
3.3.4.1 Einleitung
3.3.4.2 Homepage
3.3.4.3 Intranet
3.3.4.3 Rundschreiben
3.3.5 Dezidierte Mittel
3.3.5.1 Wording
3.3.5.2 Rhythmisierung
3.3.5.3 Symbolische Gesten
3.3.6 Bedeutung für die interne Kommunikation
3.3.7 Fazit
3.4 Methoden der internen Kommunikation
3.4.1 Einleitung und Zielsetzung
3.4.2 Rhetorik
3.4.3 Präsentationen
3.4.3.1 Definition
3.4.3.2 Allgemeine Betrachtung
3.4.3.3 Präsentationsziele
3.4.3.4 Vorteile – Chancen und Möglichkeiten
3.4.4 Coaching
3.4.4.1 Definition und Zweck
3.4.4.2 Nutzenpotential
3.4.5 Verhandeln
3.4.5.1 Bedeutung
3.4.5.2 Kernfragen
3.4.6 Konfliktlösung bzw. –prävention
3.4.6.1 Einleitung und Definition
3.4.6.2 Elemente von Konflikten
3.4.6.3 Lösungsmethodik
3.4.6.4 Konfliktdiagnose
3.4.6.5 Konfliktlösungsmethoden
3.4.6.5.1 Harvard-Methode
3.4.6.5.1 Abfragetechnik
3.4.6.6 Konfliktprävention
3.4.7 Moderieren
3.4.8 Fragetechniken
3.4.8.1 Einleitung
3.4.8.2 Zweck und Vorteile
3.4.8.2 Arten von Fragen
3.4.9 Aktives Zuhören
3.4.10 Fazit - Konsequenzen für die interne Kommunikation

4 Standardisierte Konzepterstellung
4.1 Einleitung und Ziel
4.2 Grundpfeiler des Konzeptes
4.2.1 Managementkreis
4.2.1.1 Funktionsweise
4.2.2 „Soll-Ist“ Vergleich
4.2.3 „Analyse-Diagnose-Therapie“ Prozess
4.3 Formulierung von Informationspaketen
4.3.1 Einleitung
4.3.2 Definierung des Zwecks
4.3.3 Wahl der Methoden
4.3.3.1 Analyse und Anwendungsoptionen
4.3.3.2 Auswahlkriterien
4.3.3.2.1 Klassifizierung der Information
4.3.3.2.2 Zielgerechte Formulierungstechniken
4.3.3.2.3 Zeithorizont und Halbwertszeiten
4.3.3.2.4 Priorisierung
4.3.4 Leitlinien
4.3.4.1 Ausgangspunkt
4.3.4.2 Gestaltung der Sachinformationen
4.3.4.3 Beziehungsinformationen
4.3.4.4 Kombinatorische Möglichkeiten
4.4 Medien und Verteilung von Information
4.4.1 Einleitung
4.4.2 Auswahlkriterien
4.4.2.1 Erreichbarkeit der Zielgruppe
4.4.2.2 Kosten- und Nutzenbetrachtung
4.4.2.3 Datenschutz
4.4.2.4 Zyklen und Aktualität
4.4.3 Wahl der Mittel
4.5 Fazit

5 Praxistransfer – Anwendungsbeispiele der Agentur Südpol
5.1 Ziel und Methode
5.2 T-Systems
5.2.1 Fallbeschreibung T-Systems
5.2.2 Fallanalyse T-Systems
5.2.2.1 Die Ausgangssituation
5.2.2.2 Die Herausforderung
5.2.2.3 Die Lösung
5.2.3 Fazit
5.3 Deutsche Messtechnik Unternehmung
5.3.1 Fallbeschreibung Messtechnikunternehmung
5.3.2 Fallanalyse der Messtechnikunternehmung
5.3.2.1 Die Ausgangssituation
5.3.2.2 Die Herausforderung
5.3.2.3 Die Lösung
5.3.3 Fazit

6 Schlussbetrachtungen
6.1 Maxime der internen Kommunikation
6.2 Resümee

7 Quellenverzeichnis
- 7.1 Bücher
- 7.2 Elektronische Medien
- 7.3 Internet

Abkürzungsverzeichnis

Abbildung in dieser Leseprobe nicht enthalten

Abbildungsverzeichnis

Abbildung 1: Die 4 Säulen des erfolgreichen Managements

Abbildung 2: Sender und Empfänger Kommunikationsmodell

Abbildung 3: Betriebswirtschaftliche Zielkategorien

Abbildung 4: Grundlegender Motivationsprozess

Abbildung 5: Wesentliche Arbeitsmotive

Abbildung 6: Bedürfnispyramide von Maslow

Abbildung 7: Eisbergmodell

Abbildung 8: Der Managementkreis

1. Zielsetzung, Aufbau und Problemstellung

1.1. Zielsetzung und Intention

Der Verfasser möchte das Thema interne Kommunikation vorstellen, konkrete Handlungsfelder aufzeigen und bei der Erstellung von Kommunikationskonzepten behilflich sein.

Der praktische Nutzen für den Leser besteht hauptsächlich in den Erkenntnissen, wie durch erfolgreichen Einsatz von interner Kommunikation Unternehmungen wirtschaftlicher geführt werden können.

Konkret wird gezeigt wie mit einer vorbildlichen internen Kommunikation die Mitarbeiter orientiert, motiviert und kultiviert werden. Das bedeutet: Wertschöpfung im Sinne des „Humankapitals“ geleistet wird.

Zu diesem Zweck werden Themen wie Kommunikation, Wertschöpfung, Selbstführung, Wissensmanagement, weiche Kompetenzen und Ähnliches differenziert betrachtet. Die einzelnen Komponenten werden gleichzeitig mit der internen Kommunikation in nutzbare Verbindung gebracht und schließlich zu einem Gesamtbild integriert..

Im Bewusstsein rasanter technologischer Entwicklungen und der relativen Jugend dieser Thematik soll mit dieser Dokumentation ein klares Momentum in Richtung Zukunftsfähigkeit im Bereich installiert werden.

Der Autor sieht die Grundlage seiner motivierenden Bewertung in der Zusammenstellung relevanter Elemente, der Präsentation eigener Ideen und dem Generieren von kombinatorischen Handlungsoptionen.

1.2. Vorgehensweise und Methodik

Begonnen wird mit einer Bestandsaufnahme. Daraus werden dann die aktuellen Herausforderungen für Unternehmungen und Management abgeleitet.

Im zweiten Kapitel wird das zu erforschende Handlungsgebiet ausgebreitet.

Dafür werden die wichtigsten, relevanten Einflussfaktoren definiert sowie deren Schnittmengen mit der Thematik verdeutlicht.

Im dritten Kapitel werden Zweck, Mittel und Methoden der Materie vermittelt. Diese geben dem Leser eine klare Vorstellung über das Instrumentarium der internen Kommunikation. Diese Optionen bilden die Grundlage für das Verständnis des Konzeptaufbaus.

Im vierten Kapitel wird der Aufbau von internen Kommunikationskonzepten beschrieben. Dies bezieht sich auf die Erstellung und Koordinierung von Informationspaketen, welche die Unternehmensstrategie optimal unterstützen.

Im fünften Kapitel werden Praxisbeispiele präsentiert. Es werden Anwendung der beschriebenen Optionen verdeutlicht und erklärt. Dem Leser wird so ein tieferes Verständnis erleichtert und der Übergang in die eigene Anwendung vorbereitet.

Im letzten Kapitel wird die Ableitung von allgemeinen Maximen die Essenz der erreichten Lernerfolge verdeutlichen. Ein kurzes Resümee bietet zusätzlich Klarheit und rundet das Gesamtbild ab.

Als Gesamtergebnis aus der Beschäftigung mit der internen Kommunikation werden Zweckorientierung, die richtige Wahl der Mittel und die Förderung der relevanten Kompetenzen im Mittelpunkt des Verständnisses stehen.

Den anwendungsorientierten Lesern ist es dann möglich, eine spezifische Bestandsaufnahme zu machen, sich zu orientieren und ein lukratives unternehmerisches Kommunikationskonzept einzuleiten.

1.2. Bestandsaufnahme

Informationen im Unternehmen sind wie das Blut im menschlichen Körper, lebensnotwendig und äußerst nützlich.[1]

1.2.1. Allgemeine Betrachtung

Um im wachsenden internationalen Wettbewerb nachhaltig profitabel zu sein, müssen Unternehmen der Verantwortung gerecht werden, die richtigen Informationen zur richtigen Zeit am richtigen Ort zur Entfaltung zu bringen.

Bei richtiger Vision, Strategie und den geeigneten Mitteln wird so der gewünschte unternehmerische Erfolg realisiert. Die Koordinierung des Informationskreislaufes innerhalb der Unternehmen ist somit notwendige Voraussetzung für gesunde Geschäfte.

In Zeiten von explodierender Komplexität ist es enorm wichtig, dass eine Unternehmung ein klares, verständliches und motivierendes Leitbild hat. Das Leitbild muss, wie eine gute wissenschaftliche Theorie, allen Kritiken gewachsen und in sich Konsistent sein.

Die Führungskräfte haben zusätzlich die Verantwortung, diese Vision adäquat zu vermitteln. Dies ist eine Hauptaufgabe der internen Kommunikation.

In der modernen Unternehmensführung gewinnt der einzelne Mitarbeiter mit seinen Potentialen mehr und mehr an Bedeutung. Durch geeignete Informierung kann der Mitarbeiter gleichzeitig geführt und gefördert werden.

Den Mitarbeitern gelingt es so, den mannigfachen unternehmerischen Anforderungen gerecht zu werden und sich gleichzeitig persönlich weiterzuentwickeln. Solche Prozesse unterstützen nachhaltig den Gesamterfolg der Unternehmungen.

1.2.2. Aktueller Ist-Zustand in Unternehmen

Ein Blick in die momentane interne Unternehmenskommunikation zeigt deutlichen Handlungsbedarf.

Dies ist hauptsächlich eine Folge der rasanten Entwicklungen in der Informationstechnologie. Die technologischen Entwicklungen ergaben eine Vielzahl von Möglichkeiten, auf die allerdings nur die besten Marktteilnehmer vorbereitet waren.

Die meisten Unternehmungen sahen sich eher mit den Nachteilen und Risiken konfrontiert. Dies sind z.B. hohe Investitionskosten und unvorhersehbare Entwicklungsmöglichkeiten.

Heute stehen besonders große bürokratieschwere Unternehmen vor unzureichenden kommunikativen Kompetenzen. Allerdings ist es besonders in gedrängten Märkten nötig, geschmeidig agieren zu können.

Hier einige Folgen dieser internen Kommunikationsdefizite:

- Desorientierung der Mitarbeiter
- Hintergründe wichtiger Entscheidungen bleiben unklar und bieten Nährboden für Sorgen und Kummer. Dies betrifft besonders die Bereiche Arbeitsplatzsicherheit und das Verständnis von Anforderungen

- Die Informationsflut denen Unternehmungen entgegensehen ist enorm. Zuviel Ressourcen werden für die Eliminierung nutzloser oder gar schädlicher Informationen aufgewendet.
- Gerüchte ersetzen verlässliche Sachinformationen. Lähmende Ängste beschleichen so den Einzelnen und untergraben die Kooperationsfähigkeit und die Motivation.

1.2.3. Beispiel einer Umfrage

Untermauert werden solche Aussagen von zahlreichen Untersuchungen.

Eine neuere Umfrage aus Großbritannien, die vom Meinungsforschungsinstitut Alternative Futures und der auf Onlineumfragen spezialisierten Ciao AG im April 2005 veröffentlicht wurde, zeigt dies anschaulich.

Die Ergebnisse dieser Umfrage zeigen, dass nur einer von fünf Briten seinen Arbeitsplatz jemand anderem empfehlen würde. Nur 39 % bezeichnen ihr Unternehmen als vorbildlich geführt und nur 40 % denken, die interne Kommunikation in ihrem Unternehmen sei gut.

Daraus folgert Gordon Adams: "Erfolgreiche Manager wissen, dass eine zufriedene Belegschaft der Schlüssel zum Erfolg ist. Die Herausforderung für die britischen Manager ist es nun, als Führungskräfte angesehen zu werden und die Mitarbeiter auf diesem Weg an ihrer Seite zu haben."

1.3. Problemstellung und unternehmerische Herausforderungen

1.3.1. Effektives Management

In Zeiten massiven Wettbewerbes wird ein effektives Management immer wichtiger für rentable Unternehmungen.

Die Leistungen des Managements können in vier Säulen veranschaulicht werden. Als wesentlichen Bestandteil beinhalten sie alle die interne Kommunikation.

Abbildung in dieser Leseprobe nicht enthalten

Abb.1: Die 4 Säulen des erfolgreichen Managements

Die vier Säulen des Managements sind:

- Leadership – beinhaltet die Aufgabe, die Vision und die Strategie zu erstellen und an die Unternehmensgemeinschaft zu kommunizieren.
- Delegation – bedeutet, die einzelnen Aufgaben an die Belegschaft zu verteilen. Das beinhaltet, die jeweiligen Kompetenzen und Verantwortlichkeiten an die Erwählten zu kommunizieren.
- Exekution – betrifft die eigentliche Ausführung von Aufgaben. Die Exekution beinhaltet Monitoring und Kontrolle.
- Return on Investment bzw. Rentabilität – besagt, wie profitabel die Ressourcen genutzt wurden, um die Unternehmensziele zu realisieren. Dies hängt eng mit kommunikativem Feedback zusammen.

Diese Fakten offenbaren die Relevanz der Thematik. Der effektive und effiziente Umgang mit der Internen Kommunikation ist eine unerlässliche Vorbedingungen für ein profitables Management.

1.3.2. Besondere Herausforderungen

1.3.2.1. Erkenntnis des Bedarfs und der Chancen

Die Ist-Analyse ist Ausgangspunkt eines jeden ergebnisorientierten Prozesses. Dies ermöglicht die Erkenntnis der akuten Bedürfnisse, spannt somit das Handlungsfeld auf und offenbart nutzbare Chancen.

Hilfreich ist hierbei die Kenntnis der wesentlichen Einflussfaktoren und der Beurteilungskriterien.

In der Entscheidungsphase werden die Chancen und die sich aus der Umwelt ergebenden Möglichkeiten miteinander verwebt. Daraus entstehen erfolgversprechende Zielvereinbarungen und nachvollziehbare Maßnahmenpläne.

Für viele Unternehmen lohnt es sich in dieser Phase kompetente externe Berater einzubeziehen. So kann ein qualitativ anspruchsvolles internes Kommunikationskonzept erstellt und realisiert werden.

1.3.2.2. Effektivität und Effizienz von Information

In den letzten Jahren ist die zu verarbeitende Datenmenge expotential angestiegen. Die Informationsflut ist außergewöhnlich und Konfusion die Folge.

Um Wettbewerbsvorteile aus der unternehmensinternen Kommunikation zu realisieren, muss sich jegliche betriebliche Kommunikation an ihrem wertschöpfenden Beitrag messen lassen.

Dafür ist es notwendig Kriterien bereitzustellen, an denen sich Informierung messen lässt. Diese sollten sorgsam im Rahmen eines betrieblichen Kommunikationskonzeptes erstellt werden, auf die Unternehmenskultur zugeschnitten und für alle Mitarbeiter zugänglich sein.

1.3.2.2.1. Wichtige Fragen

- Welcher Bedarf an Informationen besteht wann, wo und bei wem?
- Auf welcher Basis wird im Unternehmen wann und wie kommuniziert?
- Was sind effektive und effiziente Informationen?
- Wie erfolgt die optimale Erstellung von Informationseinheiten?
- Wie erfolgt eine ideale Verteilung?
- Wie sieht ein Netzwerk aus, das diesen Anforderungen gerecht wird?
- Was ist das ideale Kommunikationskonzept für diese Unternehmung?

1.3.2.3. Zweck, Mittel und Methoden von Informierung

Die Vorstellung vom Zweck und der Wirkung der internen Kommunikation sollte durch die Wahl der Mittel und Methoden optimiert werden.

Um Botschaften rentabel zu versenden, ist das Beherrschen von Kommunikationskompetenzen Voraussetzung. Die Darstellung und Erläuterung der wesentlichen Zwecke, Mittel und Methoden ist aus diesem Grunde in den folgenden Kapiteln Gegenstand der Betrachtung.

1.3.2.3.1. Wichtige Fragen

- Welchen Zweck hat die Informierung?
- Was soll sie beim Empfänger bewirken?
- Was sind die optimalen Mittel und Methoden?

1.3.2.4. Ableitung funktionaler Prinzipien

Eine Herausforderung stellt die Ableitung einiger spezieller interner Kommunikationsprinzipien dar. Diese sollten auf die jeweilige Unternehmenskultur zugeschnitten sein.

Leitlinien müssen gewissenhaft formuliert werden und es jedem Beteiligten ermöglichen, sich innerhalb der unternehmensinternen Kommunikation zu orientieren.

Am Ende dieser Arbeit werden einige allgemein anwendbare Leitlinien vorgestellt, um so dem Leser eine Vorstellung zu ermöglichen.

1.3.3. Dynamik - Relevanz für Unternehmen und Management

Die Quantität an Information, die rasanten IT–Entwicklungen, der steigende Bedarf nach unternehmerischer und persönlicher Anpassungsfähigkeit, die wachsende Eigenverantwortung und das damit einhergehende Kontrollbedürfnis sind nur einige der dynamischen Parameter, welche die Funktionen der internen Kommunikation bestimmen.

Dies bedeutet, dass die Kommunikationskonzeption des Unternehmens in die Entwicklung von Unternehmensstrategien mit eingearbeitet werden muss. Eine integrierte Rolle und Kontrolle des Informationsflusses innerhalb von Unternehmen ist somit unumstößlich zu einem Erfolgsfaktor geworden.

2. Definierung der Einflussgebiete, Schnittmengen und Potentiale

2.1. Zielsetzung und Vorgehensweise

In diesem Abschnitt werden die wesentlichen Einflussgebiete in die interne Kommunikation vorgestellt. Dafür werden zuerst die wichtigsten Begriffe definiert und deren Bedeutung für die interne unternehmerische Kommunikation verdeutlicht.

Die Darstellung erfolgt in einer werteorientierten Art und Weise. Dies bedeutet die Konzentration auf die mehrwertgenerierenden Aspekte der internen Kommunikation.

2.2. Interne Kommunikation

2.2.1. Definition

Interne Kommunikation umschreibt alle Kommunikationsprozesse innerhalb von Unternehmen und Organisationen. Dies beinhaltet verbale und nichtverbale Kommunikation.

Sinn und Zweck der internen Kommunikation ist die Gestaltung und Optimierung organisatorischer Abläufe, die Informationsverarbeitung sowie die Erschaffung und Erhaltung einer fruchtbaren Unternehmenskultur.

Wesentliche Bestandteile der internen Kommunikation sind das Mitarbeitergespräch, die Betriebsversammlung, Aushänge, Rundschreiben und in wachsendem Maße elektronische Medien wie Intranet und Internet.[2]

2.2.2. Wertschöpfender Beitrag

Alle Bestandteile der internen Kommunikation nehmen Einfluss auf die Einstellungen und Motivationen der Mitarbeiter. Dies hat Rückwirkungen auf die Leistungserstellung und die Unternehmenskultur.

Der wertschöpfende Charakter von interner Kommunikation ist somit von großer Bedeutung und besteht aus einer vielschichtigen Kombination der verschiedenen Teilaspekte.

Die einzelnen Aspekte werden in Kapitel 3 ausführlich vorgestellt und erläutert.

Der folgende Vergleich des internen Kommunikationsprozesses soll die signifikante Bedeutung der internen Unternehmenskommunikation veranschaulichen.

Wird die interne Kommunikation mit dem menschlichen Blutkreislauf verglichen, kann schnell dessen Bedeutung für das Gesamtsystem erkannt werden.

Das Blut im lebenden Organismus hat im Wesentlichen Verteilungsfunktionen. Dabei handelt es sich vornehmlich um Stoffverteilung und Wärmeregulierung. Die kann mit der Aufgabenverteilung und deren Priorisierung verglichen werden. Das dafür eingesetzte Mittel ist die interne Unternehmenskommunikation.

Außerdem übernimmt das Blut den Transport von Atemgasen. Diese dienen der Energieversorgung der Empfänger. Analogisch betrachtet kann diese Transportfunktion mit der Motivierung der Belegschaft verknüpft werden.

Die weißen Blutkörperchen dienen der Immunabwehr. Dies kann mit der Aufrechterhaltung einer gesunden Unternehmenskultur gleichsetzt werden, in der ethische Werte aufrechterhalten werden müssen.

Das Blutplasma dient der Nährstoffversorgung. Transportiert also Stoffwechselprodukte und Hormone. Diese können der Inhaltsebene der internen Kommunikation gegenübergestellt werden. In diesen Produkten ist das gewünschte Endergebnis schon induziert. Somit wird eine Regulierung der einzelnen Organe veranlasst.

Im Übrigen wird das menschliche Blut größtenteils im Knochenmark gebildet. Also im zentralen Bereich des Körpers. Die unterstreicht die Wichtigkeit von qualitativ hochwertiger Informationserstellung.[3]

Dieser Vergleich offenbart anschaulich die Bedeutung von wertschöpfender interne Kommunikation für erfolgreiche Unternehmungen.

2.3. Wertschöpfung und Mehrwert

2.3.1. Einführung

Der Verfasser möchte diese Begriffe hier bewusst gewichten da, wie ich denke, sie mit der zunehmenden Mathematisierung der Betriebswirtschaft an Relevanz gewinnen. Bei präziser Differenzierung der betrieblichen Tätigkeiten werden sich alle Aktivitäten, mehr oder weniger stark, an diesen Kriterien orientieren müssen. Die wirtschaftliche Nutzung setzt eine klare Definierung dieser Prüfsteine voraus.

Die ökonomische Bedeutung wird noch klarer, wenn man sich die untrennbare Beziehung zwischen der Wertschöpfung einer Unternehmung und dessen nachhaltiger Profitrate bewusst macht.

Als werteorientierte Individuen bietet sich hier den Lesern die Chance, sich innerhalb dieser Begriffe neu zu positionieren.

Als Grundlage dienen mannigfache Perspektiven auf diese essentiellen Begriffe. Infolgedessen entsteht eine profitablere Einstellung zum eigenen Tätigkeitsbereich und eine natürlichere Fokussierung auf mehrwertgenerierende Prozesse in allen Lebensbereichen.

2.3.2. Definitionen

Wertschöpfung ist das originäre Ziel produktiver Tätigkeit.

Diese transformiert vorhandene Güter in Güter mit höherem Nutzen und damit - in einer Geldwirtschaft - in Güter höheren Geldwertes. Der geschaffene Mehrwert wird schließlich zu Einkommen.[4]

Mehrwert ist die quantifizierte Differenz zwischen den beiden Nutzenpotentialen, vor und nach der Wertschöpfung.[5]

Dabei möchte ich eine klare Abgrenzung zu dem Gebrauch innerhalb der von K. Marx formulierten Mehrwerttheorie vornehmen.

2.3.3. Schnittmenge

Aus diesen Definitionen folgt, dass die rentable interne Kommunikation, direkt oder indirekt, eine Wertschöpfung für das Unternehmen darstellen muss.

Der realisierte Mehrwert kann dann als Bewertungskriterium für die interne Kommunikation genutzt werden.

Was für die jeweilige Unternehmung eine Wertschöpfung darstellt ist sehr unterschiedlich. Ein Blick in die Unternehmensvision sollte das explizieren. Daraus leiten sich die Unternehmensziele und die Kommunikationsrichtlinien ab. Ein explizites internes Kommunikationskonzept ist jedoch anzuraten.

2.3.4. Lebensnerv Produktivkraft

Da die interpersonelle Kommunikation meist vor der physischen Handlung kommt, stellt sie größtenteils ein Ziel-, und Planungselement dar.

Die eminente Bedeutung dieser zwei Phasen im unternehmerischen Prozess ist bekannt. Daraus ergibt sich, bei vorteilhafter Perspektive, ein erfreuliches Potenzial zur Effektivitäts- und Effizienzsteigerung.

Im unternehmerischen Alltag stellt die Meisterung der kommunikativen Herausforderungen heutzutage mehr eine Verpflichtung als eine Option dar.

2.4. Kommunikation

2.4.1. Einleitung und Definition

Eine allgemein gültige Definition für Kommunikation existiert nicht. Infolgedessen werden hier einige Beispiele gegeben und die wichtigsten Merkmale vorgestellt.

Kommunikation ist eine allgemeine Sammelbezeichnung für alle Vorgänge, in denen eine bestimmte Information gesendet und empfangen wird. Dazu zählen Organismusreaktionen auf Umweltreize oder die lineare Informationsübertragung zwischen Sender und Empfänger, auch wenn sie nicht wechselseitig geschieht.

Kommunikation wird zur sozialen Interaktion, wenn sie mithilfe von Signalen und Symbolen einen Prozess wechselseitiger Beeinflussung der Kommunikationspartner in Gang setzt.

Es werden allgemein vier Faktoren innerhalb des Kommunikationsprozesses unterschieden:

- der Sender bzw. die Informationsquelle
- die Information bzw. die zu übermittelnde Botschaft
- das Medium bzw. der Kommunikationskanal, z.B. akustischer oder optischer Reiz
- der Empfänger

Zudem werden im Wesentlichen drei Formen der Kommunikation unterschieden:

- intrapersonale Kommunikation als Austausch, der innerhalb eines Individuums stattfindet, z.B. bei der Aufnahme von Daten aus der Umwelt
- interpersonale Kommunikation als Austausch zwischen mindestens zwei Einzelpersonen
- mediengebundene Kommunikation auch Massenkommunikation als Austausch zwischen den einzelnen »Medienkonsumenten«

Der Kommunikationsprozess verläuft in mindestens drei Phasen, wobei in jeder Phase Störungen zu einer Verfälschung der Informationen führen können:

- Verschlüsselung bzw. Encodierung
- Übermittlung bzw. Signalisierung
- Entschlüsselung bzw. Decodierung und Interpretation

Daraus ergibt sich das bekannte Sender-Empfänger Modell:

Abbildung in dieser Leseprobe nicht enthalten

Abb. 2: Eine Variante des Sender und Empfänger Kommunikationsmodells[6]

Es existieren daneben noch eine Vielzahl anderer Kommunikationsmodelle die sich alle mehr oder weniger auf dieses zurückführen lassen.[7] /[8] /[9] /[10] /[11] /[12]

2.4.2. Bedeutung

Auch hier soll ein Vergleich die Bedeutung der Kommunikation veranschaulichen.

Kommunikation ist meist ein Austausch zwischen Systemen.

Eines der Klassifizierungsmerkmale von Leben ist der Stoffwechsel. Jede Zelle besitzt einen Stoffwechsel, über den aufgenommene Stoffe zu zelleigenen, dem Aufbau der Zelle dienenden Verbindungen umgewandelt und in Form von Endprodukten abgegeben werden. So benötigen Zellen zur Aufrechterhaltung ihrer normalen Lebensfunktion Nährstoffe, aus denen sie die nötige Energie für ihre Aufgaben gewinnen.[13]

Hier wird deutlich, wie belangvoll die Kommunikation im Unternehmen ist. Jeder einzelne Mitarbeiter bzw. Zelle benötigt kontinuierlich wertschöpfende Informationen bzw. Nährstoffe, aus denen zielgerichtete Motivationen abgeleitet werden können. So werden die einzelnen Aufgaben erfüllt und der Gesamterfolg der Organisation bzw. des Organismus gewährleistet.

2.4.3. Kommunikatives Humankapital

2.4.3.1. Einleitung und Definition

Da der „menschliche Faktor“ in der unternehmerischen Kommunikation eine erhebliche Rolle spielt, wird hier speziell darauf eingegangen.

Humankapital ist die Gesamtheit der in der Regel wirtschaftlich verwertbaren Fähigkeiten, Kenntnisse und Verhaltensweisen von Personen oder Personengruppen.

Dem volkswirtschaftlichen Begriff Humankapital entspricht auf betriebswirtschaftlicher Ebene das Humanvermögen als Gesamtheit der Leistungspotenziale, die Arbeitnehmer einem Unternehmen zur wirtschaftlichen Nutzung zur Verfügung stellen (Arbeitszeit, Leistungsfähigkeit und Motivation).[14]

Die unternehmerischen Humanressourcen werden von den Mitarbeitern des Unternehmens repräsentiert. Die Mitarbeiter stellen genau wie das bilanzierte Anlagevermögen einen Aktivposten dar, der eingestellt worden ist und einer permanenten Pflege unterliegt. Für Anlagevermögen bedeutet das Ersatz- bzw. Erweiterungsinvestition, Wartung und Service etc.. Mitarbeiter werden mit Erfahrung, Wissen, Kompetenzen und Motivationen gepflegt.

2.4.3.2. Schnittmenge

Auch hier verdeutlicht ein Vergleich die Bedeutung der internen Kommunikation für das Humankapital.

Ähnlich wie das Blut Organe benötigt, um mit den gelieferten „Informationen“, meist Hormone, gewünschte Prozesse zu induzieren. So benötigt jede gesendete Information einen Empfänger bzw. einen Arbeitnehmer der einem bestimmten Humankapital entspricht, um ihren Zweck zu bewirken.[15]

Ein anderer Vergleich, der die Beziehung verdeutlicht, ist der von Hard-, und Software. Die Hardware, hier die Mitarbeiter, benötigen die Software, hier die zielgerichtete Information, um erfolgreich zu agieren.

Beide, Mitarbeiter und Information, stehen in einem interdependalem Zusammenhang, der zu einer „Gewinn-Gewinn“ Situation führen sollte.

Die Information leitet den Mitarbeiter in die gewünschte Richtung und dieser wertet die Information durch seine Erfahrung und Vorstellungen beim Weiter-, und/oder Zurückleiten auf. Der nächste Empfänger wertet die Informationen aus und bezieht diese Ergebnisse mit in die Generierung neuer Informationen ein und sendet sie dann weiter. So entstehen in Unternehmungen mehrwertschaffende Kreisläufe.

Infolgedessen ergeben sich bei einer mehrwertorientierten Kommunikation zwischen den Mitarbeitern Wettbewerbsvorteile für die Unternehmen.

2.5. Führung

2.5.1. Einleitung und Definition

Führung bzw. Leadership bezieht sich hauptsächlich auf die strategische Leitung einer Unternehmung. Es geht meist um die Erstellung und Kommunizierung der Unternehmensvision. Das Ableiten wesentlicher Ziele und die Mobilisierung der nötigen Ressourcen, um die daraus resultierenden Maßnahmen zu realisieren.[16]

Ein großer Verantwortungsbereich der profitablen Führung besteht aus adäquater interner Kommunikation.

Die gefundene Vision, die daraus entstandenen Ziele und Pläne müssen adäquat kommuniziert werden. Dazu benötigt der Führer eine fruchtbare Beziehungsebene zu seinen Mitarbeitern und Kollegen.

Durch emotionale Kommunikation, die stark von gegenseitigem Vertauen und Wertschätzung durchzogen ist, entsteht die passende Grundlage für den Transport der sachlichen Inhalte und deren Akzeptanz.

Somit ist gerade in den „oberen Ebenen“ eine gesunde Beziehungsebene von nicht zu unterschätzender Bedeutung. Dabei sollte das eigene Verhalten immer als Vorbildfunktion für die gesamte Unternehmung gelten (Kantscher Imperativ). Gerade in den Führungsebenen ist das Beherrschen der wesentlichen Kommunikationskompetenzen zwingend notwendig.

2.5.2. Selbstmanagement

2.5.2.1. Einleitung und Definition

In modernen Unternehmungen werden Eigenverantwortung und selbstverantwortliches Engagement immer wichtiger.

Um den eigenen Kommunikationsprozess optimal zu gestalten, müssen die einzelnen Mitarbeiter eine gemeinsame Arbeitsmethodik haben oder sie zumindest verstehen.

Diese Kenntnisse gewährleisten eine sinnvolle Klassifizierung und Strukturierung der massigen Daten, die Tag für Tag von den Mitarbeitern bearbeitet werden. Die eingehenden Daten werden zu Informationen indem sie analysiert, genutzt, entsorgt bzw. aufgewertet und weitergeleitet werden.

Das Selbstmanagement beinhaltet Ziel-, und Zeitplanung. Es bezieht professionelle und private Aspekt in die Betrachtung mit ein.

Es basiert im Wesentlichen auf der grundsätzlichen Methodik des von Peter Drucker in den fünfziger Jahren entwickelten „Management durch Zielbildung“. Heute sind Prioritätensetzung, Dringlichkeitsklassifizierung, Zeitbedarf sowie die Koordinierung der Aufgaben mit integriert.

Selbstmanagement bedeutet somit:

- Definierung der Aufgaben
- Setzen von Prioritäten und Dringlichkeiten (Eisenhower Prinzip)
- Koordinierung der Aufgaben, sodass ein nutzenmaximierter Einsatz der Leistungsfähigkeit gewährleistet wird
- Nachhaltiger Schutz und Aufbau der eigenen Leistungsfähigkeit durch ausreichende Freizeit

Das Selbstmanagement unterscheidet sich vom klassischen Zeitmanagement dadurch, dass sich der Einzelne nicht nur fragt: Welche Aufgaben muss ich bei meiner Arbeit erledigen? Sondern auch: Was ist mir privat wichtig, und welche Aufgaben muss bzw. will ich in meiner Freizeit erledigen?[17]

2.5.2.2. Schnittmenge

Das Haushalten mit den eigenen Kräften ist genauso wichtig wie das Management der Ressourcen eines Projektes.

Selbstmanagement betrifft jeden Mitarbeiter innerhalb einer Aufgabe oder eines Projekts. Viele Projektmitarbeiter sind heute schon Unternehmer im Unternehmen.

Dadurch entsteht verständlicherweise ein Informationsbedarf, der durch entsprechende Mittel und Kompetenzen zu decken ist. Auf Basis des Selbstmanagements wird den einzelnen Mitgliedern schnell plausibel, wer welche Informationen wann benötigt.

2.5.3. Informations- und Wissensmanagement

2.5.3.1. Definition Informationsmanagement

Informationsmanagement ist die Verwaltung und Steuerung von Informationen und Informationsflüssen in einem Unternehmen. Der Ausgangspunkt dieses relativ neuen Managementsektors ist die Erkenntnis, dass in der modernen Wirtschaft Information ein Wirtschaftsgut, einen Wettbewerbs- und Produktionsfaktor darstellt. Mangelndes Informationsverhalten erhöht beispielsweise generell das Risiko für den Misserfolg von Entscheidungen und Maßnahmen.[18]

2.5.3.2. Definition Wissensmanagement

Wissensmanagement [engl. knowledge management] ist in der modernen Organisationsführung die Gesamtheit der Modelle und Konzepte, mit denen sich die Bedeutung von Wissen als Ressource herausarbeiten sowie Techniken und Instrumente zur bewussten Gestaltung wissensrelevanter Prozesse in Organisationen entwickeln lassen. Starke Verbindungen bestehen zur Informationstechnologie.[19]

2.5.4. Veränderungsmanagement

2.5.4.1. Definition und Ausführung

Veränderungsmanagement, Change Management oder auch Management of Change ist ein nicht exakt abgegrenzter Begriff, der aus dem Bereich der Unternehmensberatung stammt.

Führung von Veränderungsprozessen in Unternehmen sind mittlerweile als integraler Bestandteil des normalen unternehmerischen Handelns angesehen. Das bedeutet das effiziente Umstrukturieren großer Teile von Unternehmungen.

Zu den Auslösern für die Entwicklung von Change Management zählen das Business Process Reengineering und das Qualitätsmanagement mit Konzepten wie Total Quality Management oder Six Sigma.

Veränderungsmanagement oder Change Management ist eine stetige Herausforderung für die Unternehmensführung. Zunehmend werden Megakonzerne auf neue Bedürfnisse zugeschnitten. Die Zeit ist dabei ein zentraler Begriff.

2.5.4.2. Schnittmenge

Die Maßnahmen der Unternehmensführung müssen sich nicht nur in der „Realität“ bewähren, sie müssen auch intern vermarktet werden.

Massive Veränderungen in den Arbeitsabläufen und ggf. auch in den Organisationsstrukturen erfordern neben den fachlich richtigen Konzepten auch die richtige Art und Weise der Kommunizierung dieser Inhalte.

Das bedeutet konkret eine überzeugende Einführung in die entsprechenden Thematiken. Zudem müssen alle betroffenen Organisationseinheiten seitens der Unternehmensführung detailliert über die anstehenden Veränderungen informiert werden.

Akzeptanz, Motivation und die Wahrung der positiven Unternehmenskultur sind maßgebliche Kriterien für die Gestaltung der Informationsinhalte. In größeren Unternehmungen ist es oft sinnvoll, für diese anspruchsvollen Aufgaben externe Spezialisten zu beauftragen.

2.5.5. Konfliktmanagement

2.5.5.1. Einleitung

Konflikte haben einen beträchtlichen Einfluss auf unternehmerische Tätigkeiten. Leider enden Konflikte oft in langwierigen Verarmungsprozessen. Konflikte tragen aber auch wertschöpfendes Potential in sich. Sie weisen meist auf Schlüsselpunkte in denen akuter Handlungsbedarf besteht.

Wenn diese Bedürfnisse in die Zielhierarchie der Unternehmung integriert werden, kann die Lösung der Konflikte direkt zum Unternehmenserfolg beitragen.

Voraussetzung ist allerdings Kenntnis der Methode des Konfliktmanagement und dessen Auswirkung auf das Kommunikationsverhalten.

2.5.5.2. Definitionen

Konflikt (lateinisch confligere: zusammenprallen) ist in der Psychologie und Soziologie das Zusammentreffen von gegensätzlichen Interessen, die nicht gleichrangig befriedigt werden können.

Konfliktmanagement ist also das Lösen von sich widersprechenden Handlungstendenzen oder -motiven. Dieser Prozess ist im Allgemeinen auch als Konsensbildung bekannt. Man unterscheidet dabei zwischen Ziel- und Vermeidungskonflikten.[20]

Das Beherrschen von Konfliktlösungstechniken stellt eine der essentiellen Kompetenzen im Geschäfts- und Privatleben da. Dabei ist das bewusste Ertragenkönnen von Diskrepanzen eine notwendige Voraussetzung. Zudem kann eine gesunde Unternehmensphilosophie Diskrepanzen von vornherein minimieren helfen.

2.5.5.3. Bedeutung für die interne Kommunikation

Der einzelne Mensch durchlebt in seinem Leben unendlich viele kleine und große Konflikte.

Aus einer Symbiose von verschiedenen Interessen, Motiven und Handlungen innerhalb eines Unternehmens wird profitables Potential frei. Der Weg zur Symbiose führt über die erfolgreiche Konfliktlösung.

Die meisten Gruppenmitglieder werden Kompromisse eingehen müssen, um dem Allgemeinwohl dienen zu können. Dies wird Konflikte auslösen innerhalb des Einzelnen als auch extern in den jeweiligen Gruppen.

Das Mittel um diese Konflikte zu lösen ist konstruktive Kommunikation.

2.5.6. Entwicklungen in der Informationstechnologie

Die Entwicklung vom ersten Computer bis hin zu mobilen Navigationsgeräten hat sich rasch vollzogen. Wie es in Zukunft weitergehen wird, kann nur erahnt werden.

Sicher ist wohl, dass die Faktoren Erreichbarkeit, Speicherung und Kompatibilität der einzelnen Medien weiter optimiert werden.

Einig sind sich alle, dass diese Entwicklung wesentlichen Einfluss auf unser aller Leben hat. Es wird sicherlich viele neue Optionen geben, wie und wo wir mit wem kommunizieren können.

Da wir heute schon mit Daten überflutet werden, werden aus Effizienzgründen der Zweck, die Mittel und die Methoden des Kommunizierens an Bedeutung gewinnen.

Das Verständnis dieser Bereiche hat langfristig positive Auswirkungen auf das interne Kommunikationsverhalten von mehrwertorientierten Unternehmungen.

Durch die Entwicklungen im Informationstechnologiebereich muss die geeignete Generierung von Informationen gefördert werden. Anschließend können dann diese werthaltigen Informationspakete entsprechend übermittelt werden, wie auch immer diese aussehen werden.

3. Funktionen von interner Kommunikation

3.1. Zielsetzung, Methodik und Kernfragen

Ziel dieses Kapitels ist es, die Möglichkeiten der internen Kommunikation aufzuzeigen.

Dafür werden die wesentlichen Zwecke, Mittel und die wichtigsten Methoden vorgestellt und erläutert. Diese Vorstellung dient der Übersicht und Orientierung. Die beschriebenen Instrumente können bei einer späteren Erstellung eines individuell passenden Kommunikationskonzeptes genutzt werden.

3.2. Zweck von interner Kommunikation

3.2.1. Als profitables Führungsinstrument

3.2.1.1. Einleitung

Interne Kommunikation durchzieht alle wesentlichen Teile einer erfolgreichen Unternehmung. Gute Führung bedeutet auch wertschöpfende interne Kommunikation. Konkret gilt es, die Informationen zielgerichtet und motivierend zu vermitteln.

Um eine effektive Unternehmenssteuerung zu gewährleisten, müssen die Führungskräfte, nicht nur in ihrem Kommunikationsverhalten, bemüht sein, eine von Partnerschaftlichkeit, Respekt und Vertrauen geprägte Beziehungsebene mit den Mitarbeitern zu etablieren, erhalten und zu pflegen. Auf einer solchen lebensbejahenden und tragfähigen Beziehungsebene kann ein effizienter Austausch von zweckorientierten Sachinformationen stattfinden.

3.2.1.2. Unternehmenssteuerung
3.2.1.2.1. Definition

Unternehmenssteuerung entspricht der profitablen Allokation der verfügbaren Ressourcen mit dem Ziel der nachhaltigen Gewinnmaximierung des Unternehmens.

Unternehmen dienen menschlichen Zielen und Absichten. Die unternehmerischen Funktionen müssen deshalb auch vom Menschen konzipiert und wahrgenommen werden.[21]

3.2.1.2.2. Bedeutung für die interne Kommunikation

Nachdem wichtige Entscheidungen getroffen wurden kann die allgemeine Akzeptanz und somit auch die effiziente Implementierung mithilfe einer wertschöpfenden internen Kommunizierung stark gefördert werden. Dies spielt besonders auf die motivierenden Visions-, bzw. Zielvermittlung an.

In Unternehmungen mit flachen Hierarchien wird oftmals die beste Entscheidung mit der Unterstützung von feedbackorientierten Kommunikationsprozessen herbeigeführt.

Konkret kann das bedeuten, dass die zugrundegelegte Strategie und ihre Implementierung in einer Art und Weise kommuniziert werden muss, die den Beteiligten die Möglichkeit gibt, sich konstruktiv und vorteilhaft in der jeweiligen Thematik zu positionieren.

3.2.1.3. Führungsstile

Alle Führungskräfte versuchen ihre Ziele, Pläne und Aufgaben so gut wie möglich zu realisieren. Dabei sind verschiedene Führungsstile möglich. Diese werden nun kurz vorgestellt und deren Anforderungen an das interne Kommunikationsverhalten deutlich gemacht.

3.2.1.3.1. Führung durch Delegation

3.2.1.3.1.1. Darstellung und Gewichtung

Führung durch Delegation bedeutet, dass Aufgabenbereiche und die dafür benötigten Kompetenzen und Verantwortungen an Mitarbeiter übertragen werden. Wesentliche Vorteile sind die Entlastung der Führungskraft und die Erhöhung der Motivation der Mitarbeiter durch Übertragung von Verantwortung.

3.2.1.3.1.2. Bedeutung für interne Kommunikation

In diesem Zusammenhang ist es wichtig, den Mitarbeitern während der Delegation exakt zu kommunizieren, was genau von ihnen verlangt wird. Das beinhaltet die Übermittlung der benötigten Informationen. Dies erfolgt über die Sachebene.

Die Motivierung hingegen kann über die Beziehungsebene erfolgen, z.B. über die Verdeutlichung des dem Mitarbeiter entgegengebrachten Vertrauens.

Die Priorisierung der Aufgabe kann auf beiden Ebenen erfolgen je nach Einfühlungsvermögen oder verbalen Fähigkeiten.

Hinzu kommt noch, dass während der Aufgabentätigkeit vom Mitarbeiter nützliche Informationsquellen benötigt werden. Diese müssen ihm bereitgestellt werden; dazu gehören unter anderem Zugriffsrechte auf Datenbanken. Auch entsprechende Zeitressoucen für die Beschaffung vorteilhafter Informationen sind zu bedenken.

3.2.1.3.2. Führung durch Zielvereinbarung

3.2.1.3.2.1. Darstellung und Gewichtung

Beim Führen durch Zielvereinbarungen wird gemeinsam, Führungskraft und Sachkraft, ein Zielsystem ausgearbeitet. Verantwortet werden die erreichten Ergebnisse. Diese werden mit der Zielvereinbarung verglichen und daraus ergibt sich schließlich eine Erfolgsquote.

Diese Erfolgsquote ist auch Grundlage der Bewertung des Mitarbeiters und oft ausschlaggebend für die Vergütung. Grundidee dabei ist die Erhöhung der Motivation, Entlastung der Führungskraft und der Einbezug sämtlicher Kompetenzen des Mitarbeiters zur effizienten Erfüllung der vereinbarten Ziele.

3.2.1.3.2.2. Bedeutung für interne Kommunikation

In dem internen Kommunikationszyklus müssen Inhalte zu Themen wie Leistungsstandards und Kontrolldaten präzisiert zur Verfügung stehen. Der Mitarbeiter kann sich so jederzeit über den „Status“ seiner Leistung im Klaren sein. Dabei müssen in regelmäßigen Abständen auch Ziel-Ergebnis-Analysen stattfinden die, in human-produktiver Atmosphäre, helfen, erfolgreich die vereinbarten Ergebnisse zu übertreffen.

3.2.1.3.3. Führung durch Wissen

3.2.1.3.3.1. Darstellung und Gewichtung

Führung durch Wissen ist das Festlegen, Organisieren und Überwachen von relevantem Wissen innerhalb der Unternehmung.

Je mehr strukturierte Erkenntnisse über einen Sachverhalt vorliegen, desto klarer werden die Lösungswege oder die Entscheidungsfindung.

Folgende Funktionen sind im Wissensmanagement von besonderer Bedeutung: das Finden (meist in den Köpfen der Mitarbeiter), das Erwerben, das Speichern (meist in Datenbanken), das Verteilen, der Nutzen und die Bewertung von Wissen.

3.2.1.3.3.2. Bedeutung für interne Kommunikation

Bedeutung findet dieses Themengebiet im Kommunikationsverhalten dadurch, dass im besten Fall raffiniertes Wissen kommuniziert wird.

Dieses zweckstrukturierte und kristallisierte Wissen ist bei allgemeiner Bedeutung in einer Datenbank bereitzustellen, sodass jeder Berechtigte jederzeit Zugriff und Nutzen davon hat.

Damit verlagert sich der Erwerb von benötigtem Wissen mehr und mehr vom direkten Mitarbeitergespräch auf eine Interaktion mit Datenbanken.

Im interpersonellen Gespräch stehen zunehmend die Zieldefinierung und Koordinierung der Teilergebnisse zur Debatte.

3.2.1.3.4. Projektmanagement

Die Bedeutung des Projektmanagements nimmt stetig zu. Die rasant veränderten Umweltbedingungen verlangen mehr und mehr spezifische Lösungen. Darum werden viele der wichtigen Herausforderungen moderner Unternehmungen in Projekten gelöst.

Da es im Projektmanagement sehr stark auf Gruppenarbeit ankommt und diese stark von der internen Kommunikation beeinflusst wird, ist eine gut etablierte Beziehungsebene vorteilhaft. Auf dieser kann dann der effiziente Austausch und die Koordinierung von Sachinformationen stattfinden.

Wichtige interne Kommunikationsinhalte sind dabei: die Ziele, die Erwartungen, der Nutzen für das Unternehmen, die anzuwendenden Methoden und Vorgehensweisen, die einzelnen Kompetenzen und Verantwortlichkeiten und die Teamzusammensetzung sowie besonders in interkulturellen Teams die einzelnen Wertesysteme der Partizipanten.

Zudem sind ein funktionales Netzwerk bzw. Datenbank, ein ansprechbarer Projektleiter und in Krisensituationen ein geschulter Mediator für profitable Erfolge kennzeichnend.

3.2.1.4. Exkurs: Personalpolitik

In vielen Fällen sind die Mitarbeiter das Wichtigste über das ein Unternehmen verfügen kann. Die richtige Behandlung dieser „Leistungseinheiten“ ist grundlegend für den Erfolg des Unternehmens.

Unter Personalführung versteht man im Allgemeinen einen kommunikativen Prozess der Einflussnahme auf die Mitarbeiter zum Zweck zielgerichteter Leistungserstellung.

Innerhalb der Personalführung versteht man zwei Funktionsbereiche:

- Die Erfüllung der Sachziele unter Leistungs-, und Zeitvorgaben sicherzustellen.
- Den Einzelnen als auch für die Gruppe motivierende Arbeitsbedingungen zu schaffen.[20]

3.2.1.4.1. Humankapital

Der Begriff des Humankapitals ist nicht unumstritten. Bei wertschöpfender Betrachtungsweise kann man jedoch erkennen, dass ein Mitarbeiter, der einen hohen Humankapitalbetrag innerhalb des Unternehmens repräsentiert, ein Mensch ist, der über besondere Kenntnisse und Fähigkeiten verfügt. Für den Arbeiter ist die Generierung von Mehrwert im Bereich des eigenen Humankapitals somit ein professioneller wie auch ein privater Erfolg.

Diese Kenntnisse und Fähigkeiten können gewinnbringend eingebracht werden und verschaffen idealerweise so dem Unternehmen einen oder mehrere Wettbewerbsvorteile. Schulungen und Weiterbildungen sind somit eine lohnenswerte Pflicht der Unternehmung.

Die Bedeutung für die interne Kommunikation ist relativ groß, da die Aneignung von Fähigkeiten und Kenntnissen immer auch mit Informationsaufnahme bzw. -verteilung einhergeht. Das bedeutet, es muss ein funktionierendes Netzwerk existieren, dass die Mitarbeiter in die Lage versetzt, sich eigenverantwortlich Kenntnisse und Fähigkeiten anzueignen, die sie auf anstehende Herausforderungen vorbereiten.

3.2.1.5. Selbstführung

Was Führungskräfte durch ihr Verhalten säen, werden sie an Leistungen ernten.[21]

Die starke Bedeutung von Führungskräften innerhalb der Unternehmung ist allgemein bekannt. Hier sollen wesentliche Aspekte im Zusammenhang mit den internen Kommunikationsverhalten von Führungskräften beleuchtet werden.

Eine zentrale Rolle dabei ist die pragmatische Integration von vielen spezifischen Aspekten in eine Botschaft. Dies bezieht sich z.B. auf Faktoren wie Wichtigkeit, Dringlichkeit und Verständlichkeit.

3.2.1.5.1. Entwicklung von Führungspersönlichkeiten

Persönlichkeit lässt sich wissenschaftlich als ein System von Einstellungen beschreiben. Im Einstellungsbegriff kommt der Objektbezug zum Ausdruck, denn jede Einstellung ist Einstellung zu etwas, etwa zur Arbeitsaufgabe, zum Vorgesetzten, zur Mitarbeiterin, zum Betrieb, zu sozialen oder Leistungsnormen, zu sich selbst, zu kulturellen oder ideellen Werten.

Einstellungen sind komplexe Einheiten, in die sowohl kognitive und affektive Komponenten als auch die Abhängigkeiten von der jeweiligen Organisationsform einer Institution, deren Eigengesetzlichkeiten und der Einfluss der persönlichen Lern-, bzw. Lebenserfahrung mit eingehen.

Einstellungen sind durch Lernprozesse also durch persönliches Engagement veränderbar und können individuell weiterentwickelt werden.[22]

Jeder Mitarbeiter ist auch ein Führer. Deshalb ist es sinnvoll, innerhalb von Informierung eine Teilkomponente der Förderung der Einstellung bzw. Persönlichkeit zu widmen.

Hochwirksame aber subtile Impulse können beim Empfänger Ressourcen und Potentiale eröffnen. Folgen können dann, wenn sie durch eine entsprechende Persönlichkeit kanalisiert worden sind, zu einer direkten Wertschöpfung im Sinne des Unternehmens werden.

Das Vorbildverhalten bietet dabei die Chance, den Mitarbeiter ohne direkte Einflussnahme auf die Unternehmensziele zu lenken.

[...]


[1] Zitat des Autors

[2] vgl. Herbst „Interne Kommunikation“, 1999

[3] vgl. Faller, „Der Körper des Menschen“, 1999, S.27

[4] Wikipedia „Wertschöpfung“

[5] Definition des Autors

[6] Prof. Herkert, Skript Wirschaftspsychologie, S.17

[7] vgl. Brockhaus mulitimedia 2004 „Kommunikation“

[8] vlg. Encarta 2003, „Kommunikation“

[9] vgl. Larousse 2004, „communication“

[10] vgl. Britannica 2005, „communication“

[11] vgl. Wikipedia, „Kommunikation“

[12] vgl. Skript Prof. Herkert Wirtschaftspsychologie

[13] vgl. Faller, „Der Körper des Menschen“, 1999, S.3

[14] Brockhaus, 2005, „Humankapital“

[15] vgl. Kalle, „Der menschliche Körper“, 1999, S.27

[16] Definition des Autors

[17] Seiwert, „Balance Your Life“, 2004, S.60

[18] vgl. Diplomarbeit, Thorsten Müller

[19] vgl. Brockhaus mulitimedia, 2005, „Wissensmanagement“

[20] vgl. Encarta. 2003, „Konflikt“

[21] Definition des Autors

[20] Jung, Allgemeine Betriebswirtschaft, 2001, S.197

[21] Verfasser unbekannt

[22] vgl. Schmidt, „Entwicklung von Führungspersönlichkeiten“, 2002, S.197-204

Ende der Leseprobe aus 137 Seiten

Details

Titel
Wertschöpfung durch interne Kommunikation
Hochschule
Hochschule Furtwangen
Note
2,0
Autor
Jahr
2006
Seiten
137
Katalognummer
V66864
ISBN (eBook)
9783638592499
ISBN (Buch)
9783638729550
Dateigröße
1189 KB
Sprache
Deutsch
Anmerkungen
Schlagworte
Wertschöpfung, Kommunikation
Arbeit zitieren
Sascha Weimann (Autor), 2006, Wertschöpfung durch interne Kommunikation, München, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/66864

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