Wortbildung in Comics


Hausarbeit, 2006

14 Seiten, Note: 2,0


Leseprobe

Inhaltsverzeichnis

1 Einleitung

2 Was versteht man unter Wortbildung?

3 Geschichte des Comics

4 Inflektiv

5 Onomatopoese

6 Beispiele für die Wortbildung in Comics
6.1 Asterix
6.2 Superhelden

7 Zusammenfassung

8 Literaturverzeichnis
8.1 Im www

1 Einleitung

In dieser Hausarbeit möchte ich mich mit der Wortbildung in Comics beschäftigen. Dazu werde ich zunächst einmal den Begriff der Wortbildung abklären. Anschließend werde ich kurz auf die Geschichte des Comics eingehen und mich danach mit Besonderheiten in der Wortbildung im Comic befassen. Es folgen Beispiele für Wortbildung im Comic und zum Schluss fasse ich noch einmal die wichtigsten Punkte zusammen.

2 Was versteht man unter Wortbildung?

Um sich mit der Wortbildung in Comics beschäftigen zu können, muss zunächst einmal der Begriff „Wortbildung“ geklärt werden. Dazu muss gesagt werden, dass „Wortbildung“ ein sehr weites und komplexes Themengebiet ist, über das man ganze Bücher schreiben kann. Dieses nun in wenigen Sätzen zusammenzufassen wird dem Thema eigentlich nicht gerecht, ist aber meiner Meinung nach unumgänglich.

Im Deutschen setzen sich Wörter aus Lauten zusammen, Sätze aus Wörtern und Texte werden aus Sätzen zusammen gefügt. Konzentriert man sich nun auf das Wort selbst, analysiert es und zerlegt es soweit möglich in seine Bestandteile, spricht man von Morphologie und Wortbildung. Die Wortbildungslehre untersucht, wie aus vorhandenen sprachlichen Mitteln neue Wörter hervorgehen, z.B. Glück, glücklich, Losglück, verunglücken.[1] Zudem hilft uns die Wortbildung, wenn uns die Wörter fehlen. „Sei es, dass wir in einem Text Zusammenhänge aufzeigen wollen, sei es, dass die Sprechergemeinschaft das Gefühl hat, im Lexikon ihrer Sprache sei eine interessante Stelle nicht aufgefüllt.“[2]

Die Wortbildung erweitert also unseren Wortschatz.[3] Oftmals werden wir an sprachliche Elemente erinnert, die wir schon kennen und können so die Bedeutung aus unserem Wissen ableiten.[4] „Wortbildungen appellieren an unser sprachliches Gedächtnis, fordern uns auf, sie an unsere Erfahrungen und Schemata, die wir mit den bekannten Elementen verbinden, anzuschließen, und sie auf diese Weise sinnvoll in neue Schemata einzufügen.“[5]

3 Geschichte des Comics

Der oder das Comic ist der Begriff für die sequenzielle Kunst, die angeordnete Folgen von Bildern darstellt. So wird ein Vorgang beschrieben oder eine Geschichte erzählt.[6]

Meist sind die Bilder gezeichnet und werden mit erzählendem Text oder/und wörtlicher Rede kombiniert. Dabei wird der erzählende Text häufig ober- oder unterhalb des Bildes platziert, die wörtliche Rede steht fast immer in Sprechblasen.

Wenn wir einen Comic lesen, entsteht in unserem Kopf eine Art Kino, da wir die einzelnen Bilder zu einem Film zusammensetzen und im Geiste ablaufen lassen.[7]

Die Geschichte des Comics beginnt nicht zwangsläufig in den USA, wie fälschlicherweise oft angenommen wird, allerdings ist und war das Comic dort weit verbreitet. Entwickelt hat es sich jedoch in verschiedenen Kulturkreisen, wobei nicht sicher ist, wo es seinen Ursprung hat. Eine der ersten regelmäßig erscheinenden europäischen Bildergeschichten gab es ab 1897; der deutschstämmige Rudolph Dirks erfand „The Katzenjammer Kids“.[8] Zunächst wurden Comics nur in Zeitungen gedruckt und umfassten immer etwa 3 bis 5 kleine Bilder, die mit einer Pointe endeten.[9]

Erst viel später wurden auch Hefte gedruckt. Die ersten auch heute noch bekannten Comics in Europa waren: Tim und Struppi (1930er Jahre), Fix und Foxi, Superman und Asterix (1950er Jahre). Auch das erste Micky Maus Heft erschien bereits 1951.

Seit den 90er Jahren schrumpft die Comic Szene. Westliche Comics sind in der Krise, Mangas werden allerdings immer populärer.

4 Inflektiv

„Ein Inflektiv ist eine infinite und unreflektierte Verbform, die als Kurzform außerhalb der Syntax ganzer Sätze benutzt wird.“[10] Die häufigsten Inflektive bestehen aus der Verbwurzel, also einem Grundmorphem, das heißt die Infinitivendung <en> verschwindet und die Verbwurzel bleibt übrig.

Im Deutschen gibt es den Inflektiv seit den 1950er Jahren. Erika Fuchs, die Donald Duck Comics ins Deutsche übersetzte, benutze Kurzworte wie „seufz“ oder „ächz“. Der Inflektiv wird daher auch häufig scherzhaft als „Erikativ“ bezeichnet. Den Begriff Inflektiv gibt es erstaunlicherweise erst seit 1998, benannt durch Oliver Teuber. Mit dem Aufkommen von Chatrooms im Internet wurde der Inflektiv noch populärer und es werden mittlerweile sogar Teilsätze mit transitiven Verben und Substantiven gebildet, z.B. „sichwegduck“, liebanlächel“, usw.[11]

Konzentriert man sich nun auf den Inflektiv in Comics, so wird deutlich, dass er sich entweder auf eine Person oder einen Gegenstand bezieht, der im selben oder einem angrenzenden Bild dargestellt ist. Die Inflektive beschreiben Gefühle, Zustände, Handlungen oder Geräusche. Oftmals stehen sie in Asterisken *…*, in Klammern (…) oder auch zwischen Ausrufezeichen !...!.

[...]


[1] Vgl.: Bünting, Karl-Dieter: Einführung in die Linguistik. Studienbuch Linguistik. Beltz Athenäum Verlag: Weinheim 1996, 15. Auflage. Seite 115.

[2] Eichinger, Ludwig M.: Deutsche Wortbildung. Eine Einführung. Gunter Narr Verlag: Tübingen 2000. Seite 40.

[3] Vgl.: Donalies, Elke: Die Wortbildung des Deutschen. Ein Überblick. Gunter Narr Verlag: Tübingen 2002. Seite 15.

[4] Vgl.: Eichinger, Ludwig M.: Deutsche Wortbildung. Eine Einführung. Gunter Narr Verlag: Tübingen 2000. Seite 41.

[5] Eichinger, Ludwig M.: Deutsche Wortbildung. Eine Einführung. Gunter Narr Verlag: Tübingen 2000. Seite 41.

[6] Vgl.: http://de.wikipedia.org/wiki/Comics, am 17.01.2006, um 18:00 Uhr.

[7] Vgl.: http://de.wikipedia.org/wiki/Comics, am 17.01.2006, um 18:00 Uhr.

[8] Vgl.: http://de.wikipedia.org/wiki/Comic_in_Europa, am 17.01.2006, um 18:30 Uhr.

[9] Vgl.: Knigge, Andreas C.: Alles über Comics. Eine Entdeckungsreise von den Höhlenbildern bis zum Manga. Europa Verlag GmbH: Hamburg 2004. Seite 132 ff.

[10] http://de.wikipedia.org/wiki/Inflektiv, am 20.02.2006, um 20:00 Uhr.

[11] Vgl.: http://de.wikipedia.org/wiki/Inflektiv, am 20.02.2006, um 20:00 Uhr.

Ende der Leseprobe aus 14 Seiten

Details

Titel
Wortbildung in Comics
Hochschule
Universität Duisburg-Essen
Veranstaltung
Einführung in die Morphologie
Note
2,0
Autor
Jahr
2006
Seiten
14
Katalognummer
V66866
ISBN (eBook)
9783638592505
Dateigröße
932 KB
Sprache
Deutsch
Anmerkungen
Diese Hausarbeit wurde im Anschluss an das Seminar "Einführung in die Morphologie" erstellt. Es ist eine Arbeit für einen Leistungsnachweis im Grundstudium. Da die Literatur zum Thema Comics begrenzt ist, wurde auch auf Internetquellen zurück gegriffen.
Schlagworte
Wortbildung, Comics, Einführung, Morphologie
Arbeit zitieren
Katrin Selter (Autor), 2006, Wortbildung in Comics, München, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/66866

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