In dieser Hausarbeit möchte ich mich mit der Wortbildung in Comics beschäftigen. Dazu werde ich zunächst einmal den Begriff der Wortbildung abklären. Anschließend werde ich kurz auf die Geschichte des Comics eingehen und mich danach mit Besonderheiten in der Wortbildung im Comic befassen. Es folgen Beispiele für Wortbildung im Comic und zum Schluss fasse ich noch einmal die wichtigsten Punkte zusammen.
Inhaltsverzeichnis
1 Einleitung
2 Was versteht man unter Wortbildung?
3 Geschichte des Comics
4 Inflektiv
5 Onomatopoese
6 Beispiele für die Wortbildung in Comics
6.1 Asterix
6.2 Superhelden
7 Zusammenfassung
Zielsetzung & Themen
Die vorliegende Arbeit untersucht linguistische Besonderheiten der Wortbildung innerhalb des Mediums Comic. Das Ziel ist es, aufzuzeigen, wie durch spezifische sprachliche Mechanismen wie den Inflektiv, lautmalerische Onomatopoesen sowie komplexe Namens- und Wortschöpfungen Effekte, Gefühle und Handlungen in sequenzieller Kunst vermittelt werden.
- Grundlagen der linguistischen Wortbildung
- Geschichte und Entwicklung des Comics
- Der Inflektiv als Ausdrucksmittel für Gefühle und Handlungen
- Onomatopoese als Instrument der akustischen Verbildlichung
- Analyse von Wortbildungsbeispielen in Asterix und Superhelden-Comics
Auszug aus dem Buch
4 Inflektiv
„Ein Inflektiv ist eine infinite und unreflektierte Verbform, die als Kurzform außerhalb der Syntax ganzer Sätze benutzt wird.“ Die häufigsten Inflektive bestehen aus der Verbwurzel, also einem Grundmorphem, das heißt die Infinitivendung <en> verschwindet und die Verbwurzel bleibt übrig.
Im Deutschen gibt es den Inflektiv seit den 1950er Jahren. Erika Fuchs, die Donald Duck Comics ins Deutsche übersetzte, benutze Kurzworte wie „seufz“ oder „ächz“. Der Inflektiv wird daher auch häufig scherzhaft als „Erikativ“ bezeichnet. Den Begriff Inflektiv gibt es erstaunlicherweise erst seit 1998, benannt durch Oliver Teuber. Mit dem Aufkommen von Chatrooms im Internet wurde der Inflektiv noch populärer und es werden mittlerweile sogar Teilsätze mit transitiven Verben und Substantiven gebildet, z.B. „sichwegduck“, liebanlächel“, usw.
Konzentriert man sich nun auf den Inflektiv in Comics, so wird deutlich, dass er sich entweder auf eine Person oder einen Gegenstand bezieht, der im selben oder einem angrenzenden Bild dargestellt ist. Die Inflektive beschreiben Gefühle, Zustände, Handlungen oder Geräusche. Oftmals stehen sie in Asterisken *…*, in Klammern (…) oder auch zwischen Ausrufezeichen !...!.
Zusammenfassung der Kapitel
1 Einleitung: Die Einleitung steckt den Rahmen der Arbeit ab und erläutert die methodische Herangehensweise an die Untersuchung der Wortbildung im Comic-Genre.
2 Was versteht man unter Wortbildung?: Dieses Kapitel definiert den linguistischen Fachbegriff der Wortbildung und ordnet ihn in den morphologischen Kontext ein.
3 Geschichte des Comics: Hier wird der historische Hintergrund des Comics beleuchtet und die Entwicklung des Mediums in verschiedenen Kulturkreisen skizziert.
4 Inflektiv: Das Kapitel erklärt die Entstehung und Funktion des Inflektivs im Deutschen sowie dessen spezifische Rolle bei der Darstellung von Gefühlen und Zuständen in Comics.
5 Onomatopoese: Es wird die lautmalerische Funktion von Onomatopoesen thematisiert, die fehlende akustische Informationen in Bildern kompensiert.
6 Beispiele für die Wortbildung in Comics: Dieser Teil führt eine Fallstudie anhand von Asterix und Superhelden-Comics durch, um die theoretischen Konzepte in der Praxis zu zeigen.
6.1 Asterix: Dieser Unterpunkt analysiert Namensbildungen mit Suffixen und lateinische Einflüsse bei der Figurenzeichnung in den Asterix-Comics.
6.2 Superhelden: Hier werden Fremdwörter, Eigennamen und die Verwendung von Präfixen bei bekannten Superhelden als Wortbildungsphänomene untersucht.
7 Zusammenfassung: Die Zusammenfassung führt die Ergebnisse zusammen und hebt hervor, wie sprachliche Mittel zur Authentizität und Verständlichkeit der Comics beitragen.
Schlüsselwörter
Wortbildung, Morphologie, Comic, Inflektiv, Onomatopoese, Lautmalerei, Asterix, Superhelden, Sprachwissenschaft, Linguistik, Namensbildung, Suffix, Präfix, Sprechsprache, Comicforschung
Häufig gestellte Fragen
Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?
Die Arbeit beschäftigt sich mit den linguistischen Besonderheiten der Wortbildung im Medium Comic.
Was sind die zentralen Themenfelder?
Zu den zentralen Themen gehören der Inflektiv, lautmalerische Onomatopoesen sowie komplexe Wortschöpfungen, wie sie bei Namen oder spezialisierten Begriffen in Comics vorkommen.
Was ist das primäre Ziel der Arbeit?
Das Ziel ist die Analyse und Erläuterung, wie verschiedene Wortbildungsprozesse dazu dienen, Handlungen und Emotionen in der sequenziellen Bildkunst greifbar zu machen.
Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?
Die Autorin nutzt eine linguistische Analyse und Einordnung auf Basis fachwissenschaftlicher Literatur und veranschaulicht diese durch praktische Beispiele aus bekannten Comic-Reihen.
Was wird im Hauptteil behandelt?
Im Hauptteil werden nach einer theoretischen Einführung die Konzepte Inflektiv und Onomatopoese erläutert und anhand von Fallbeispielen aus Asterix und verschiedenen Superhelden-Comics detailliert untersucht.
Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?
Die Arbeit lässt sich primär über Begriffe wie Wortbildung, Morphologie, Inflektiv, Onomatopoese und Comic-Analyse definieren.
Warum wird der Inflektiv im Comic auch „Erikativ“ genannt?
Die Bezeichnung ist ein scherzhafter Bezug auf die Übersetzerin Erika Fuchs, die dieses sprachliche Mittel in ihren Donald Duck-Übersetzungen prägte.
Wie unterscheidet sich die Namensgebung bei Asterix von der bei Superhelden?
Bei Asterix spielen lateinische Suffixe wie -ix oder -us eine prägende Rolle für die Namensbildung, während bei Superhelden oft semantische Bedeutungen hinter den Namen oder der Einsatz spezifischer Präfixe (z.B. Bat-) im Vordergrund stehen.
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- Katrin Selter (Author), 2006, Wortbildung in Comics, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/66866