Die vorliegende Arbeit ist in zwei Grundlagenkapitel und einen Syntheseteil gegliedert: Nach der Einführung durch das erste Kapitel werden in Kapitel 2 die Grundlagen zum Thema Mergers & Acquisitions gelegt. Die Entwicklung, Motive und Ziele von M&A stellen dabei die Relevanz des Themas M&A dar und führen auf den zentralen Inhalt von Kapitel zwei hin. Die Erläuterungen zur M&A-Defnition haben auch Implikationen für diese Arbeit. In Ermangelung einer einheitlichen Begrifflichkeit werden sowohl die deutsche Schreibweise Akquisition als auch die englische, Acquisitions verwendet.
Der M&A-Prozess als Organisationsmodell von Mergers & Acquisitions steht im Mittelpunkt der Betrachtung. Dabei wird insbesondere auf die Bedeutung und Vorteile der Prozesssichtweise eingegangen und darauf aufbauend die zentralen Aufgaben in den unterschiedlichen Phasen einer M&A Transaktion beschrieben. Im Anschluss daran werden die wesentlichen Kriterien der Erfolgsmessung und der Problematik von Schnittstellen erläutert.
Vor der Untersuchung zu den Erfolgsfaktoren der Dienstleisterunterstützung im M&A-Prozess, werden in Kapitel drei die theoretischen Grundlagen für die Dienstleistungsunternehmen gelegt. Hierfür wird in einem ersten Schritt die intensive Diskussion um den Dienstleistungsbegriff aufgegriffen, die Einordungssystematiken dargestellt und einer Definition gefolgt, die für die Beschreibung der so genannten professionellen Diensteistungen von zentraler Bedeutung ist. Nach der Identifikation von Dienstleistungsunternehmen die sich dem Konzept der professionellen Dienstleister zuordnen lassen, und der Darstellung der Motive für den Einsatz von Dienstleistern, schliesst Kapitel drei mit der Abgrenzung der unterschiedlichen Dienstleister.
Der Syntheseteil der vorliegenden Untersuchung bildet das vierte Kapitel. Dort sollen durch die Zusammenführung der Erkenntnisse aus den beiden Grundlagenteilen die zentralen Er-folgsfaktoren bei der Unterstützung des M&A-Prozesses durch professionelle Dienstleistungsunternehmen herausgearbeitet werden. Hierfür spannen die bisherigen Forschungsansätze und Erkenntnisse den Rahmen für die weiteren Untersuchungen. Dabei wird ein völliger
neuer Weg beschritten - nämlich der Versuch, über die Anlehnung an die Erfolgsfaktoren von Netzwerken, eine Konzeption zur Erfolgsfaktorermittlung zu entwickeln, die sich auf die Unterstützung durch Dienstleister übertragen lässt.
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Inhaltsverzeichnis
1 Einführung
1.1 Problemstellung und Relevanz des Themas
1.2 Strukturierung der Arbeit
2 Mergers & Acquisitions
2.1 Grundlagen
2.1.1 Definition Mergers & Acquisitions
2.1.2 Entwicklung von M&A
2.1.3 Motive und Ziele
2.2 Mergers & Acquisitions Prozess
2.2.1 Prozesscharakter von M&A
2.2.2 Mergers & Acquisitions Phasen
2.2.2.1 Vorfeldphase
2.2.2.2 Transaktionsphase
2.2.2.3 Integrationsphase
2.2.3 Schnittstellen im M&A-Prozess
3 Dienstleister im M&A-Prozess
3.1 Definitionen und Abgrenzung
3.2 Branchenentwicklung für professionelle Dienstleistungen
3.3 Abgrenzung der professionellen Dienstleister
3.4 Gründe für den Einsatz von professionellen Dienstleistern
4 Erfolgsfaktoren der Unterstützung des M&A-Prozesses
4.1 Erfolgsfaktorenforschung
4.1.1 Stand der Forschung
4.1.2 Erfolgsmessung
4.1.3 Bewertung der Ansätze
4.2 Identifikation und Diskussion von Erfolgsfaktoren
4.2.1 Netzwerkmanagement
4.2.1.1 Art, Aufbau und Steuerung von Netzwerken
4.2.1.2 Dienstleisternetzwerke in M&A Projekten
4.2.1.3 Netzwerkorganisation im M&A-Prozess
4.2.2 Erfolgsfaktor Dienstleisterselektion
4.2.2.1 Auwahlprozess eines geeigneten Beraters
4.2.2.2 Schlüsselfaktoren eines Beraters
4.2.2.3 Schlüsselfaktoren des Beratungsunternehmens
4.2.3 Erfolgsfaktor Dienstleistersteuerung
4.2.3.1 Prinzipal-Agent-Problematik
4.2.3.2 Ursachen von Interessenkonflikten
4.2.3.3 Ansätze zur Vermeidung von Interessenkonflikten
4.2.4 Erfolgsfaktor Dienstleisterallokation
4.2.4.1 Professionelle Dienstleister in der Vorfeldphase
4.2.4.2 Professionelle Dienstleister in der Transaktionphase
4.2.4.3 Professionelle Dienstleister in der Integrationsphase
4.2.5 Erfolgsfaktor Dienstleister-Klienten-Beziehung
5 Fazit
Zielsetzung & Themen
Die vorliegende Diplomarbeit untersucht die zentralen Erfolgsfaktoren beim Einsatz externer Dienstleistungsunternehmen zur Unterstützung von M&A-Transaktionen aus der Perspektive des Käuferunternehmens, um die Effizienz und den Erfolg komplexer Unternehmenszusammenschlüsse zu steigern.
- Grundlagen des M&A-Prozesses und der verschiedenen Phasen
- Charakteristika professioneller Dienstleister und deren Einbindung
- Transaktionskostenansätze und Prinzipal-Agent-Problematik in der Beratung
- Methoden der Dienstleisterselektion und -steuerung
- Analyse von Netzwerken als Organisationsmodell für die Transaktionsunterstützung
Auszug aus dem Buch
2.2.1 Prozesscharakter von M&A
Für die Darstellung eines M&A-Projekts hat sich in der Literatur eine Einteilung in drei grundlegende Phasen durchgesetzt: Vorfeldphase (Pre-Merger-Phase), Transaktionsphase (Merger-Phase) und Integrationsphase (Post-Merger-Phase) (vgl. Jansen 2001, 164; Vogel 2002, 114). Wirtz folgt dieser Gliederungslogik, ergänzt für eine idealtypische Darstellung allerdings den gesamten Prozess um die Demerger-Phase, der damit auch eine Wiederveräußerung umfasst (vgl. 2003, 107). Jansen betont, dass die Phasen integrativ und iterativ zu sehen sind und daher nicht einer chronologischen Reihenfolge entsprechen (vgl. 2001, 164).
In der Literatur herrscht Einigkeit darüber, dass innerhalb der jeweiligen Phasen ein M&A Projekt in Einzelschritten mit verschiedenen Aktivitäten erfolgt, sodass ein solches Projekt auch als Prozess beschrieben werden kann (vgl. Meckl 2006, 408). Ein Prozess wird als eine inhaltlich abgeschlossene, sachlogische sowie zeitliche und räumliche Abfolge von Aktivitäten definiert (vgl. Becker/Kahn 2003, 6; Vahs 2003, 206-207), welche der Erzielung von Kosten-, Qualitäts- und Zeitvorteilen dienen soll (vgl. Kugeler/Vieting 2000, 251). Das Hauptaugenmerk liegt bei der Prozesssichtweise nicht auf der optimalen Gestaltung einzelner Aktivitäten sondern auf der Optimierung des Gesamtprozesses (vgl. Kugeler/Vieting 2000, 255).
Zusammenfassung der Kapitel
1 Einführung: Das Kapitel erläutert die zunehmende Relevanz und Volatilität des M&A-Marktes sowie das Ziel der Arbeit, Erfolgsfaktoren für die Unterstützung durch externe Dienstleister zu identifizieren.
2 Mergers & Acquisitions: Dieses Kapitel definiert M&A, beleuchtet die Marktentwicklung und strukturiert den komplexen M&A-Prozess in Vorfeld-, Transaktions- und Integrationsphasen.
3 Dienstleister im M&A-Prozess: Hier werden professionelle Dienstleister definiert, ihre Rolle im M&A-Kontext abgegrenzt und Gründe für ihre Beauftragung durch Unternehmen analysiert.
4 Erfolgsfaktoren der Unterstützung des M&A-Prozesses: Das Kapitel identifiziert und diskutiert zentrale Erfolgsfaktoren, insbesondere Netzwerkmanagement, Dienstleisterselektion, -steuerung und -allokation sowie die Beziehung zwischen Klient und Berater.
5 Fazit: Das Fazit fasst die wesentlichen Erkenntnisse zusammen und betont die Bedeutung eines gezielten Managements der Dienstleisterbeziehungen für den Erfolg von Transaktionen.
Schlüsselwörter
Mergers & Acquisitions, M&A, Unternehmenskauf, Erfolgsfaktoren, Dienstleister, Unternehmensberatung, Due Diligence, Netzwerkmanagement, Transaktionskosten, Prinzipal-Agent-Theorie, Integrationsmanagement, Beratungssteuerung, Prozessmanagement.
Häufig gestellte Fragen
Worum geht es in der Arbeit grundsätzlich?
Die Arbeit untersucht, wie Unternehmen durch den gezielten Einsatz externer Dienstleister den Erfolg von M&A-Transaktionen (Käufe, Fusionen) sicherstellen können.
Was sind die zentralen Themenfelder?
Die Schwerpunkte liegen auf der Strukturierung des M&A-Prozesses, der Rolle externer Berater und der Identifikation von Erfolgsfaktoren, die eine effektive Zusammenarbeit ermöglichen.
Was ist das primäre Ziel der Arbeit?
Ziel ist es, die Erfolgsfaktoren zu identifizieren, die für einen erfolgreichen Einsatz externer Dienstleister (wie Investmentbanken, Anwälte, Unternehmensberater) zentral sind.
Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?
Die Arbeit basiert auf einer fundierten Literaturanalyse und nutzt Konzepte der Neoinstitutionenökonomie sowie Netzwerktheorien zur Herleitung der Erfolgsfaktoren.
Was wird im Hauptteil behandelt?
Der Hauptteil analysiert den M&A-Prozess in seinen Phasen, definiert Dienstleistergruppen und diskutiert Steuerungsinstrumente zur Vermeidung von Interessenkonflikten sowie Erfolgsfaktoren wie Netzwerkmanagement.
Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?
Wichtige Begriffe sind insbesondere M&A, Erfolgsfaktoren, Dienstleister, Due Diligence, Netzwerkmanagement und Prinzipal-Agent-Theorie.
Was besagt die Prinzipal-Agent-Problematik im Kontext dieser Arbeit?
Sie beschreibt das Risiko, dass der Berater (Agent) aufgrund von Informationsvorsprüngen eigene Ziele verfolgt, die nicht im optimalen Interesse des auftraggebenden Unternehmens (Prinzipal) liegen.
Welche Bedeutung haben "Beauty Contests" bei der Dienstleisterwahl?
Diese Auswahlverfahren dienen dazu, die Leistungen konkurrierender Berater transparent zu vergleichen und so den Dienstleister zu finden, der am besten zu den spezifischen Anforderungen der Transaktion passt.
- Quote paper
- Fabio Di Gregorio (Author), 2006, Erfolgsfaktoren der Unterstützung des M&A-Prozesses durch Dienstleister, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/66899