Im Zeitraum vom 19. April bis zum 18. Juni 2004 absolvierte ich das
Blockpraktikum B an einem Gymnasium. Das altehrwürdige Gebäude dient seit
über 100 Jahren als Lehreinrichtung, dessen Geschichte daher hier knapp
wiedergegeben werden soll.
Als sich im Zuge eines wirtschaftlichen Aufschwungs Mitte des 19. Jahrhunderts bei einer Siedlung in der Nähe Dresdens mehrere Industrieunternehmen (u.a. zwei Brauereien und eine Blechfabrik) ansiedelten, wuchs das bis dato kleine Dorf mit 1200 Einwohnern bis 1899 auf 12 000 Einwohner an. Auf Grund des gesteigerten Lehrbedarfs entstand somit 1896 nach zweijähriger Bauzeit ein königliches Lehrseminar, eine Tochteranstalt. Somit war es die erste sächsische Dorfgemeinde mit einer Lehrbildungsanstalt, deren Unterricht mit 16 Lehrern und 178 Schülerinnen eröffnet wurde. Zum Seminar gehörte eine Übungsschule mit zunächst vier und später sechs Klassen mit zuletzt 135 Schülerinnen.
1922 erfolgte die Umwandlung in eine deutsche Oberschule für Knaben und
Mädchen. Die letzten Seminaristen wurden Ostern 1928 entlassen, Ostern 1937
wurde das Internat aufgelöst. Im Jahr 1940 lehrten an der Schule 53 Lehrer. Die Schüleranzahl betrug damals 858 Schüler. Nach 1945 wurde die Deutsche
Oberschule in eine Erweiterte Oberschule umgewandelt.
Inhaltsverzeichnis
1. Kurzinformationen über die Praktikumsschule
2. Analyse der Fachklasse
3. Planungsentwurf einer Unterrichtseinheit
4. Stundenentwurf
4.1. Didaktische Vorüberlegungen
4.2. Plan der Durchführung
4.3. Realer Stundenablauf
4.4. Nachbereitung der Stunde
5. Besondere Aktivitäten
6. Gesamteinschätzung der im Praktikum geleisteten Arbeit und gewonnenen Erfahrungen
6.1. Positive Kritik
6.2. Negative Kritik
7. Literaturverzeichnis
8. Anlagen
8.1. Entwurf der ausführlich darzulegenden Unterrichtsstunde
Zielsetzung & Themen
Dieser Praktikumsbericht dokumentiert die Erfahrungen des Autors während eines Blockpraktikums an einem Gymnasium. Das zentrale Ziel der Arbeit ist die kritische Reflexion des eigenen Unterrichts im Fach Ethik, insbesondere im Kontext der methodischen und didaktischen Vermittlung philosophischer Inhalte sowie der institutionellen Rahmenbedingungen des Schulalltags.
- Analyse der schulischen Rahmenbedingungen und der Lernausgangslage einer Fachklasse
- Didaktische Planung und Vorbereitung einer Unterrichtseinheit zum Thema "Vom Mythos zum Logos"
- Durchführung und Nachbereitung einer spezifischen Unterrichtsstunde zu naturphilosophischen Ansätzen
- Kritische Evaluation der eigenen praktischen Lehrtätigkeit und des Lehramtsstudiums
Auszug aus dem Buch
3. Planungsentwurf einer Unterrichtseinheit
Bei der im Folgenden zu skizzierenden Unterrichtseinheit handelt es sich um den verbindlichen Lernbereich 4: „Vom Mythos zum Logos“ der Klassenstufe 10, der dem Entwurf des neuen sächsischen Lehrplanes Gymnasium Ethik (tritt August 2004 in Kraft) entnommen und mit einer Pflichtstundenzahl von 12 Stunden angesetzt ist. Im Zentrum steht hierbei die begriffliche und inhaltliche Unterscheidung des Mythos vom Logos, die Erarbeitung der Funktionen, die Mythos und Logos für den Menschen hatten und immer noch haben, mittels derer er sich ein Verständnis von der Welt machen, sie erklären kann.
Darüber hinaus hinterfragen sie die Voraussetzungen von Thesen und Argumenten, in dem sie Sinn und Schlüssigkeit von zu Grunde liegenden handlungsleitenden Prinzipien überprüfen. Sie unterscheiden und vergleichen selbständig verschiedene philosophische Argumentationsansätze und beurteilen deren Überzeugungskraft.
Die Unterrichtseinheit könnte beispielsweise folgendermaßen aufgebaut sein: Zunächst bietet es sich aufgrund der interdisziplinären Relevanz der Unterrichtsinhalte an, an vorhandenes Vorwissen der Schüler aus anderen Unterrichtsfächern anzuknüpfen beziehungsweise herzustellen. Dabei sollte aufgrund methodischer Relevanz ein großer Wert auf ausführliche Diskussion und Auswertung so wie Partnerinnen- sowie Gruppenarbeit gelegt werden Zwecke der Vergegenwärtigung der verschiedenen Positionen zu den verschiedenen Themen.
Zusammenfassung der Kapitel
1. Kurzinformationen über die Praktikumsschule: Dieses Kapitel gibt einen historischen Abriss der Schule und beschreibt die aktuelle bauliche sowie mediale Ausstattung.
2. Analyse der Fachklasse: Hier wird die 10. Klasse hinsichtlich ihrer Zusammensetzung, ihres Leistungsniveaus und ihres Interesses am Ethikunterricht untersucht.
3. Planungsentwurf einer Unterrichtseinheit: Der Abschnitt erläutert die didaktischen Ziele und den geplanten Aufbau der Unterrichtseinheit zum Thema "Vom Mythos zum Logos".
4. Stundenentwurf: Dieses Kernkapitel bietet eine detaillierte didaktische Begründung, den Verlaufsplan sowie eine kritische Nachbereitung der gehaltenen Unterrichtsstunde.
5. Besondere Aktivitäten: Der Autor berichtet über die Teilnahme an einer Fachberatung zur Umsetzung des neuen Lehrplans Ethik.
6. Gesamteinschätzung der im Praktikum geleisteten Arbeit und gewonnenen Erfahrungen: Eine reflexive Bilanz des Praktikums mit positiven Aspekten sowie Kritik an der Praxisnähe des Lehramtsstudiums.
7. Literaturverzeichnis: Auflistung der verwendeten fachwissenschaftlichen und didaktischen Quellen.
8. Anlagen: Enthält den detaillierten Entwurf der ausführlich darzulegenden Unterrichtsstunde.
Schlüsselwörter
Ethikunterricht, Blockpraktikum, Mythos, Logos, Naturphilosophen, Unterrichtsplanung, Didaktik, Bildungsstandards, Lernziele, Reflexion, Philosophie, Gymnasium, Lehrplan, Unterrichtsgestaltung, Schüleraktivierung
Häufig gestellte Fragen
Worum geht es in diesem Praktikumsbericht?
Der Bericht beschreibt das Blockpraktikum B eines Lehramtsstudierenden im Fach Ethik an einem Gymnasium im Sommersemester 2004.
Was sind die thematischen Schwerpunkte des Berichts?
Im Zentrum stehen die Planung und Durchführung von Ethikunterricht, insbesondere die Einführung in das Thema „Vom Mythos zum Logos“, sowie die Reflexion über den Lehrberuf.
Welches primäre Ziel verfolgt der Praktikant mit seinem Unterricht?
Die Schülerinnen und Schüler sollen den Übergang vom mythischen zum logisch-rationalen Weltverständnis der Naturphilosophen nachvollziehen und Merkmale des Logos ableiten.
Welche wissenschaftlichen Methoden werden angewandt?
Der Bericht nutzt eine deskriptive und analytische Herangehensweise, um die Unterrichtspraxis und die institutionellen Bedingungen des Gymnasiums zu reflektieren.
Was behandelt der Hauptteil der Arbeit?
Der Hauptteil befasst sich mit der Analyse der Fachklasse, der detaillierten Planung sowie Auswertung einer Unterrichtsstunde und einer kritischen Einschätzung des Praktikums.
Welche Schlagworte charakterisieren das Dokument?
Das Dokument ist geprägt durch Begriffe wie Ethikdidaktik, Reflexion, Philosophieunterricht, Lehrplananalyse und schulpraktische Ausbildung.
Warum wurde der geplante Stundenablauf reduziert?
Aufgrund des laufenden Lehrplanwechsels und zeitlicher Restriktionen musste der Autor den Umfang der Einheit anpassen, um die Stoffvorgaben des aktuell gültigen Lehrplans einzuhalten.
Welche Rolle spielt die "didaktische Reduktion" in der Planung?
Sie ist notwendig, um die hohe Komplexität der philosophischen Inhalte für die 10. Klasse verständlich und unterrichtbar zu machen, ohne die inhaltliche Tiefe zu opfern.
Welchen Verbesserungsvorschlag macht der Autor für zukünftige Praktika?
Der Autor schlägt eine engere Verzahnung von universitärer Ausbildung und Praxis sowie eine Reduzierung der Hospitationsstunden zugunsten von Begleitveranstaltungen vor.
- Quote paper
- Henning Remisch (Author), 2004, Bericht über das Blockpraktikum B im Fach Ethik - Bearbeitung, Planung und Durchführung einer UR-Stunde, Thema: "Vom Mythos zum Logos", Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/67117