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Sterben im Krankenhaus

Title: Sterben im Krankenhaus

Term Paper , 2004 , 15 Pages , Grade: 2,0

Autor:in: Meiko Merda (Author)

Sociology - Medicine and Health
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Diese Hausarbeit soll qualitativ untersuchen, inwieweit Sterben auch in einem institutionalisierten Rahmen, wie ihn das Krankenhaus darstellt, möglich ist. Dabei wird nicht nur der einzelne Patient selbst betrachtet, sondern auch die Beziehungen und Rahmenbedingungen, die der Sterbende im Krankenhaus auffindet.

Zunächst erläutert die Arbeit einige Gründe für das häufige Sterben im Krankenhaus. Danach wird auf Problemfelder aufmerksam gemacht, die in einem Hospital aus der Betreuung terminaler 2 Patienten entstehen. Danach begibt sich die Arbeit auf die Ebene des Sterbenden. Konkrete Probleme, die sich aus dem Sterben im Krankenhaus für das Individuum selbst ergeben können, werden in diesem Teil beschrieben. Zum Schluss sollen Möglichkeiten angerissen werden, die dem Patienten auch im Krankenhaus ein humanes und angemessenes Sterben ermöglichen. Der Wandel unserer Zeit schlägt sich auch im Krankenhaus und beim Sterben nieder. Dieser Teil der Hausarbeit soll auf einige Determinanten der Moderne aufmerksam machen, die das Sterben im Krankenhaus bedingen. Die Fragen, warum das Sterben im Krankenhaus mittlerweile den Regelfall darstellt und warum sich diese Tendenzen in Zukunft wohl eher noch verstärken werden, stehen im Blickpunkt der folgenden Ausführungen. [...]

Excerpt


Inhaltsverzeichnis

1. Einleitung

1.1 Einführung und Hinleitung

1.2 Inhalt und Aufbau der Arbeit

2. Die Gesellschaft im demographischen und sozialen Wandel

2.1 Demographische Aspekte

2.2 Soziale Aspekte

2.2.1 Emanzipation

2.2.2 Mobilität

2.2.3 Individualisierung

3. Problemfelder des Sterbens im Krankenhaus

3.1 Störungen der Arbeitsroutinen

3.2 Sterben und Tod vs. Heilung und Genesung

3.3 Probleme im Umgang mit dem Tod für die Pflegekräfte

4. Der Sterbende im Krankenhaus

4.1 Entindividualisierungstendenzen und das Problemfeld Emotionalität

4.2 Krankenhausatmosphäre

5. Möglichkeiten der humanitären Sterbebegleitung im Krankenhaus

5.1 Exkurs: Die Persönlichkeitsstruktur des Individuums

5.2 Maßnahmen zur angemessenen Sterbebegleitung

6. Schlussbemerkungen

Zielsetzung & Themen

Die Arbeit untersucht qualitativ die soziologischen Rahmenbedingungen des Sterbens in institutionellen Settings wie dem Krankenhaus. Das primäre Ziel ist es, den Konflikt zwischen den Bedürfnissen sterbender Menschen und den bürokratischen Anforderungen einer medizinischen Einrichtung zu analysieren und Ansätze für eine humanere Begleitung aufzuzeigen.

  • Demographischer Wandel und die Folgen für die Sterbebegleitung.
  • Einfluss sozialer Faktoren wie Emanzipation und Mobilität auf die Angehörigenpflege.
  • Konflikt zwischen institutionellen Arbeitsroutinen und den Bedürfnissen Sterbender.
  • Spannungsfeld zwischen Heilungsauftrag des Krankenhauses und dem Tod als „Misserfolg“.
  • Entindividualisierung und Atmosphäre in der stationären Versorgung.
  • Möglichkeiten für eine individuell angepasste, menschenwürdige Sterbebegleitung.

Auszug aus dem Buch

4.1 Entindividualisierungstendenzen und das Problemfeld Emotionalität

Wie in Punkt 2.2.3 bereits festgestellt sind die Menschen in unserer heutigen Gesellschaft in hohem Maße individualisiert. Bei dem modernen Individuum handelt es sich um ein selbstbestimmt handelndes Subjekt. Beim Sterben im Krankenhaus sind allerdings gegenläufige Tendenzen erkennbar. Der Mensch ist häufig nicht mehr Herr und Entscheidungsträger über sein eigenes Leben. „Der einzelne [...] ist den bürokratischen und professionellen Maßnahmen in der Regel völlig unterworfen“ (Feldmann, S.45). Dabei muss ein Krankenhaus als Institution immer gewisse Automatismen und geregelte Arbeitsabläufe einhalten. Das Individuum und der individuelle Wille muss dem Funktionieren der gesamten Institution untergeordnet werden. Denn die Spielräume und Ressourcen in einem Krankenhaus reichen einfach nicht aus, um jeden Patienten persönlich zu behandeln.

Auch wäre es für die Pflegekräfte zu kräftezehrend, wenn sie sich mit jedem Patienten emotional zu stark auseinander setzen würden. In einem großen Krankenhaus sterben jeden Tag mehrere Menschen. Deshalb handelt es sich beim Sterben für die Pflegekräfte um etwas Alltägliches. Dabei dürfen Mitgefühl und Humanität nicht vollständig verloren gehen, doch mit zu viel Anteilnahme ist niemandem geholfen. Ohne eine gewisse ‚professionelle Distanz’ würde jeder Arzt, jeder Pfleger und jede Schwester an der emotionalen Belastung mit der Zeit zerbrechen.

Zusammenfassung der Kapitel

1. Einleitung: Diese Einleitung stellt die Diskrepanz zwischen dem Wunsch der Menschen, zu Hause zu sterben, und der Realität in deutschen Krankenhäusern dar.

2. Die Gesellschaft im demographischen und sozialen Wandel: Das Kapitel erläutert, wie Alterung der Gesellschaft sowie sinkende familiäre Unterstützung durch Emanzipation und Mobilität die Institutionalisierung des Sterbens vorantreiben.

3. Problemfelder des Sterbens im Krankenhaus: Hier werden die organisatorischen Störungen und die emotionale Überforderung des Personals im Kontext eines auf Heilung fokussierten Klinikbetriebs thematisiert.

4. Der Sterbende im Krankenhaus: Dieser Abschnitt beleuchtet die Entindividualisierung des Patienten durch bürokratische Abläufe und die belastende Wirkung der sterilen Krankenhausumgebung.

5. Möglichkeiten der humanitären Sterbebegleitung im Krankenhaus: Das Kapitel diskutiert, wie durch individuelle Rücksichtnahme, offene Kommunikation und die Einbeziehung von Angehörigen eine würdigere Sterbebegleitung gelingen kann.

6. Schlussbemerkungen: Zusammenfassend wird betont, dass trotz systemischer Widerstände durch flexible, auf den Patienten zugeschnittene Ansätze ein humanes Sterben im Krankenhaus möglich ist.

Schlüsselwörter

Sterben, Krankenhaus, Soziologie, demographischer Wandel, Institutionalisierung, Patienten, Pflegekräfte, Sterbebegleitung, Entindividualisierung, Professionalität, Humanität, Sterbephase, Angehörige, Palliativmedizin, Selbstbestimmung.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Hausarbeit untersucht die soziologischen Aspekte des Sterbens im Krankenhaus und analysiert, warum das Sterben in institutionellen Rahmenbedingungen so problematisch ist.

Was sind die zentralen Themenfelder der Arbeit?

Im Fokus stehen der gesellschaftliche Wandel, die institutionellen Abläufe im Krankenhaus, die emotionale Belastung des Personals sowie die Möglichkeiten einer menschenwürdigen Sterbebegleitung.

Was ist das primäre Ziel der Untersuchung?

Das Ziel ist es, die Konfliktlinien zwischen den individuellen Bedürfnissen sterbender Patienten und den standardisierten Strukturen eines Krankenhauses aufzuzeigen und Lösungsansätze zu formulieren.

Welche wissenschaftliche Methode wurde verwendet?

Die Arbeit basiert auf einer qualitativen, soziologischen Literaturanalyse, die theoretische Ansätze mit den institutionellen Gegebenheiten des Krankenhauses verknüpft.

Was wird im Hauptteil behandelt?

Der Hauptteil analysiert die demographischen Gründe für die Hospitalisierung des Sterbens, die daraus resultierenden Störungen der Arbeitsabläufe sowie die Entindividualisierung der Patienten durch die Krankenhausatmosphäre.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Zentrale Begriffe sind Sterben, Krankenhaus, Institutionalisierung, Entindividualisierung, Sterbebegleitung und soziologischer Wandel.

Warum stellt das Krankenhaus aus soziologischer Sicht einen schwierigen Ort für Sterbende dar?

Weil der primäre Auftrag des Krankenhauses die Heilung ist. Der Tod wird dort oft als medizinisches Versagen wahrgenommen, was im Widerspruch zu einem würdevollen Abschied steht.

Welche Rolle spielen Angehörige bei der Sterbebegleitung im Krankenhaus?

Sie sind laut der Arbeit essenziell, da sie den Patienten besser kennen als das Personal und durch ihre Teilnahme am Sterbeprozess eine Brücke zur individuellen Lebenswelt schlagen können.

Excerpt out of 15 pages  - scroll top

Details

Title
Sterben im Krankenhaus
College
University of Münster  (Institut für Soziologie)
Course
Tod und Sterben in unserer Gesellschaft
Grade
2,0
Author
Meiko Merda (Author)
Publication Year
2004
Pages
15
Catalog Number
V67168
ISBN (eBook)
9783638601658
ISBN (Book)
9783656808541
Language
German
Tags
Sterben Krankenhaus Sterben Gesellschaft
Product Safety
GRIN Publishing GmbH
Quote paper
Meiko Merda (Author), 2004, Sterben im Krankenhaus, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/67168
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