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Gleich und trotzdem verschieden: Der dimensionale Kulturvergleich bei Geert Hofstede.

Title: Gleich und trotzdem verschieden: Der dimensionale Kulturvergleich bei Geert Hofstede.

Term Paper (Advanced seminar) , 2006 , 39 Pages , Grade: 1,0

Autor:in: Jakob Eckstein (Author)

Speech Science / Linguistics
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Ziel dieser Arbeit ist es, der Frage nachzugehen, inwieweit die Kulturdimensionen Hofstedes valide sind und ob sein Modell für einen Vergleich von Kulturen (heutzutage) geeignet ist. Zudem interessiert, ob das Modell Anwendbarkeitscharakter besitzt.
Es ist somit zu klären, inwiefern die Sonderposition des Modells, die vor allem durch Geert Hofstede immer wieder unterstrichen wird, gerechtfertigt ist. Sind sein Ansatz und seine Erhebungsmethode geeignet, oder ergeben sich Zweifel, die dazu führen, dass das Modell in seiner jetzigen Form überarbeitet oder sogar verworfen werden muss? Diesen Fragen soll in der vorliegenden Arbeit durch Aufzeigen des aktuellen Forschungsstands nachgegangen werden.

Excerpt


Inhaltsverzeichnis

1. Einleitung

1.1 Zielsetzung

1.2 Vorgehensweise

2. Kulturbegriff bei Hofstede

2.1 Kultur als Zwiebel

2.2 Kulturebenen

3. Die IBM-Studie

4. Kulturdimensionen nach Hofstede

4.1 Machtdistanz

4.2 Individualismus/Kollektivismus

4.3 Maskulinität/Femininität

4.4 Unsicherheitsvermeidung

4.5 Langzeit- vs. Kurzzeitorientierung

5. Kultur und Globalisierung

6. Lob und Kritik

7. Zusammenfassung

Zielsetzung & Themen

Die vorliegende Arbeit untersucht die Validität und Eignung der Kulturdimensionen nach Geert Hofstede für einen interkulturellen Vergleich in der heutigen Zeit. Dabei wird kritisch hinterfragt, ob das Modell aufgrund seiner methodischen Grundlage und der aktuellen Globalisierungsprozesse weiterhin Bestand haben kann oder einer Überarbeitung bedarf.

  • Analyse des Kulturverständnisses von Geert Hofstede
  • Darstellung der zentralen Kulturdimensionen des IBM-Modells
  • Diskussion des Einflusses von Globalisierung auf nationale Kulturen
  • Kritische Würdigung der methodischen Vorgehensweise Hofstedes
  • Gegenüberstellung von wissenschaftlicher Kritik und unterstützenden Ansätzen

Auszug aus dem Buch

4.1 Machtdistanz (MDI)

Diese Dimension beschreibt die Tatsache wie mit dem Gegebenheit umgegangen wird, dass die Menschen ungleich sind. In Bezug auf die Gesellschaft bedeutet dies: „das Ausmaß, bis zu welchem die weniger mächtigen Mitglieder von Institutionen bzw. Organisationen eines Landes erwarten und akzeptieren, dass Macht ungleich verteilt ist“ (Hofstede, 2006, S. 59). Auf die beruflichen Beziehungen bezogen meint er, dass „Machtdistanz die emotionale Distanz [ausdrückt], die zwischen Mitarbeitern und Vorgesetzten herrscht“ (Hofstede, 2006, S. 53). Die Beschreibung von Machtdistanz liegt somit dem Wertesystem der weniger Mächtigen zugrunde. Die Art und Weise wie Macht verteilt ist, erklärt sich also aus Sicht derer, die geführt werden.

Hofstede (2006, S. 55) verwendet folgende Fragen, um den Machtdistanzindex (MDI) zu ermitteln: o Antworten von nicht leitenden Angestellten auf die Frage (keine Manager): „Wie häufig taucht ihrer Erfahrung nach folgendes Problem auf: Die Mitarbeiter haben Angst, dass sie nicht meiner Meinung sind?“ o Wahrnehmung des Mitarbeiters, wie der Vorgesetzte seine Entscheidungen trifft. So sollte geklärt werden, wie die Befragten ihr tägliches Arbeitsumfeld sehen. o Bevorzugung des Stiles, wie der Vorgesetzte aus der Sicht des Mitarbeiters Entscheidungen fällen sollte, also wie sich die Befragten ihr Arbeitsumfeld wünschen.

Zusammenfassung der Kapitel

1. Einleitung: Die Einleitung führt in die Grundgedanken von Geert Hofstedes Kulturvergleich ein und formuliert die Forschungsfrage bezüglich der Validität und Anwendbarkeit seines Modells.

2. Kulturbegriff bei Hofstede: Dieses Kapitel erläutert das Verständnis von Kultur als „mentale Software“ und beschreibt die Struktur der Kulturzwiebel sowie verschiedene Kulturebenen.

3. Die IBM-Studie: Hier wird die empirische Datengrundlage der IBM-Studie beschrieben, die zwischen 1967 und 1973 durchgeführt wurde.

4. Kulturdimensionen nach Hofstede: Dieses Kapitel detailliert die fünf Dimensionen (Machtdistanz, Individualismus/Kollektivismus, Maskulinität/Femininität, Unsicherheitsvermeidung, Langzeit- vs. Kurzzeitorientierung) und deren statistische Ermittlung.

5. Kultur und Globalisierung: Es wird erörtert, inwiefern Globalisierungsprozesse die Stabilität von nationalen Kulturwerten beeinflussen und inwieweit Hofstedes Modell diesen Entwicklungen gerecht wird.

6. Lob und Kritik: Dieser Abschnitt versammelt verschiedene wissenschaftliche Perspektiven, die sowohl die Verdienste als auch die methodischen Schwachstellen des Modells diskutieren.

7. Zusammenfassung: Das Fazit resümiert, dass Hofstedes Arbeit trotz berechtigter methodischer Kritik ein Pionierwerk bleibt, das einen wesentlichen Anstoß für den interkulturellen Managementdiskurs gab.

Schlüsselwörter

Geert Hofstede, Kulturdimensionen, Interkulturelle Kommunikation, Machtdistanz, Individualismus, Kollektivismus, Maskulinität, Femininität, Unsicherheitsvermeidung, Langzeitorientierung, Globalisierung, Unternehmenskultur, IBM-Studie, Managementforschung, Kulturvergleich.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit?

Die Hausarbeit befasst sich mit dem kulturvergleichenden Modell von Geert Hofstede und analysiert dessen wissenschaftliche Fundierung sowie dessen Anwendbarkeit in einem globalisierten Umfeld.

Welche zentralen Themenfelder stehen im Fokus?

Zentrale Themen sind das Verständnis von Kultur als mentale Programmierung, die fünf Kulturdimensionen (Machtdistanz, Individualismus/Kollektivismus, Maskulinität/Femininität, Unsicherheitsvermeidung, Langzeit-/Kurzzeitorientierung) und die Auswirkungen der Globalisierung auf diese Strukturen.

Was ist das primäre Ziel der Untersuchung?

Das Ziel ist die kritische Evaluation der Validität der Hofstede-Dimensionen und die Klärung, ob das Modell den aktuellen Anforderungen der interkulturellen Forschung gerecht wird.

Welche wissenschaftliche Methode wurde verwendet?

Es handelt sich um eine Literaturarbeit, die den aktuellen Forschungsstand aufarbeitet, Hofstedes methodische Ansätze (Faktorenanalyse, IBM-Studie) darstellt und diese anhand einschlägiger Kritik, etwa von McSweeney oder Taras/Steel, bewertet.

Was wird im Hauptteil behandelt?

Der Hauptteil gliedert sich in eine theoretische Einführung in den Kulturbegriff bei Hofstede, die detaillierte Vorstellung der Dimensionen, eine Diskussion der Globalisierungsproblematik und eine fundierte kritische Auseinandersetzung mit der methodischen Vorgehensweise.

Welche Schlüsselbegriffe charakterisieren die Arbeit?

Die wichtigsten Schlagworte sind Kulturdimensionen, Interkulturalität, IBM-Studie, Globalisierung und kritische Managementforschung.

Wie unterscheidet Hofstede zwischen „Maskulin“ und „Feminin“?

In maskulinen Gesellschaften sind Geschlechterrollen emotional klar getrennt (Fokus auf Erfolg und Materielles), während in femininen Gesellschaften eine emotionale Überschneidung der Rollen erfolgt und der Fokus stärker auf der Lebensqualität liegt.

Warum wird die Stichprobenauswahl von IBM von Kritikern bemängelt?

Kritiker wie McSweeney bemängeln, dass die Daten von IBM-Mitarbeitern nicht repräsentativ für gesamte Nationen sind, da die Unternehmenskultur von IBM und der sozioökonomische Hintergrund der Befragten die Ergebnisse stark verzerrt haben könnten.

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Details

Title
Gleich und trotzdem verschieden: Der dimensionale Kulturvergleich bei Geert Hofstede.
College
Free University of Berlin  (Institut für deutsche Philologie)
Course
Neue Ansätze der interkulturellen Kommunikation
Grade
1,0
Author
Jakob Eckstein (Author)
Publication Year
2006
Pages
39
Catalog Number
V67246
ISBN (eBook)
9783638603201
Language
German
Tags
Gleich Kulturvergleich Geert Hofstede Neue Ansätze Kommunikation
Product Safety
GRIN Publishing GmbH
Quote paper
Jakob Eckstein (Author), 2006, Gleich und trotzdem verschieden: Der dimensionale Kulturvergleich bei Geert Hofstede., Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/67246
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