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Mergers & Acquisitions. Abwehrstrategien gegen feindliche Unternehmensübernahmen und deren Wirksamkeit in der Praxis

Title: Mergers & Acquisitions. Abwehrstrategien gegen feindliche Unternehmensübernahmen und deren Wirksamkeit in der Praxis

Research Paper (undergraduate) , 2006 , 57 Pages , Grade: 1,7

Autor:in: Tamara Kun (Author)

Business economics - Banking, Stock Exchanges, Insurance, Accounting
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Spätestens seit der spektakulären Übernahme des deutschen Traditionskonzerns Mannesmann AG durch die britische Mobilfunkgesellschaft Vodafone AirTouch plc. im Jahr 2000 sind feindliche Übernahmen als Instrument von Mergers&Acquisitions in Deutschland bekannt geworden. Zwar kam es aufgrund des Börsencrashs im Jahr 2001 und der darauffolgenden Konjunkturflaute zu einer Pause auf dem Übernahmemarkt, aber aufgrund wesentlicher marktstruktureller Änderungen und des Abbaus von Übernahmebarrieren ist die Anzahl der unfreundlichen Angebote gerade in den letzten zwei Jahren enorm angestiegen. Interessanterweise sind deutsche Unternehmen zunehmend Angriffsziele für ausländische Investoren geworden, wie zum Beispiel TUI, Thyssen Krupp und Stada, die aktuell als potenzielle Kandidaten gehandelt werden. Aber es finden auch immer mehr feindliche Übernahmen durch deutsche Unternehmen statt, wie zum Beispiel die noch andauernden Übernahmen zwischen den Nutzfahrzeugherstellern MAN und Scania oder zwischen den Stromversorgern E.ON und Endesa.
Zielunternehmen können sich gegen die oben dargestellte Entwicklung am Kapitalmarkt nicht versperren, aber diese haben diverse Möglichkeiten, sich gegen eine mögliche Übernahme zu wehren. Entgegengesetzt müssen bietende Gesellschaften gegen die eingesetzten Maßnahmen vorgehen, falls es nicht zu einer freundlichen Einigung zwischen dem Management kommt.
Das Ziel dieser Arbeit ist, strategisch sinnvolle Mittel aufzuzeigen, mit denen sich vor allen Dingen deutsche Unternehmen gegen eine feindliche Offerte verteidigen können, aber auch die Darstellung der Wirksamkeit dieser Instrumente in der Praxis.
Nach der Erklärung der begrifflichen Grundlagen wird zunächst der historische Hintergrund des deutschen Übernahmemarktes beleuchtet, danach die Entwicklung der gesetzlichen Regelung dargestellt und es werden Gründe aufgezeigt, warum gerade deutsche Unternehmen vermehrt auf dem Übernahmemarkt auftreten. Anschließend werden die einzelnen Abwehrmaßnahmen theoretisch dargestellt und es werden auch Aussagen getroffen hinsichtlich der Zulässigkeit der Instrumente nach dem deutschen WpÜG, falls die Anwendung dieser fragwürdig erscheint. Anschließend werden Praxisfälle anhand von Beispielunternehmen vorgestellt und die tatsächlich angewandten Strategien werden auf deren Wirksamkeit in der Praxis analysiert.

Excerpt


Inhaltsverzeichnis

1. Einleitung

1.1 Problemstellung

1.2 Zielsetzung und Aufbau der Arbeit

1.3 Abgrenzung

2. Begriffliche und theoretische Grundlagen

2.1 Begriffe und geschichtlicher Hintergrund

2.2 Mögliche Maßnahmen

2.2.1 Einteilung der Instrumente

2.2.2 Präventivmaßnahmen

2.2.3 reaktive Maßnahmen

3. Abwehrstrategien in der Praxis und ihre Wirksamkeit

3.1 Vorgehensweise bei der Analyse

3.2 Schering AG – Merck KGaA – Bayer AG

3.3 Abwehrmaßnahmen Sanofi-Synthelabo – Aventis

3.4 Übernahme BASF – Engelhard

3.5 Wirksamkeit weiterer Maßnahmen

4. Fazit

Zielsetzung und Themen

Die Arbeit untersucht strategisch sinnvolle Abwehrmaßnahmen, mit denen sich insbesondere deutsche Unternehmen gegen feindliche Unternehmensübernahmen verteidigen können, und analysiert deren Wirksamkeit in der Praxis unter Berücksichtigung des deutschen Wertpapierübernahmegesetzes (WpÜG).

  • Historische und rechtliche Rahmenbedingungen feindlicher Übernahmen in Deutschland
  • Differenzierung zwischen präventiven und reaktiven Verteidigungsstrategien
  • Analyse praxisnaher Beispiele (Schering/Merck, Sanofi/Aventis, BASF/Engelhard)
  • Bewertung der Wirksamkeit spezifischer Abwehrinstrumente
  • Rolle von Share- und Stakeholder-Beziehungen in Abwehrkämpfen

Auszug aus dem Buch

3.2 Schering AG – Merck KGaA – Bayer AG

Am 12. März 2006 begann der Übernahmekampf um das Pharmaunternehmen Schering AG, als der deutsche Konkurrent Merck KGaA ein feindliches Angebot abgegeben hat.46

Präventive Maßnahmen ergriff die Schering AG in Form von Aktienrückkäufen.47 Seit 1998 wurde jedes Jahr bei der Hauptversammlung die Erlaubnis für einen Rückkauf von den Aktionären eingeholt und es fanden zuletzt im Jahr 2006 Rückkäufe statt. Scheinbar hat diese Maßnahme keinerlei Wirkung gehabt, da dennoch ein Übernahmeangebot abgegeben wurde.48

Presseberichte/ Äußerung des Vorstandes: Nachdem die Information öffentlich geworden ist, wurde sogleich eine Pressemitteilung herausgegeben, in der der Vorstand betonte, dass 77€ je Aktie für die Schering AG und ihre Zukunftsperspektiven eindeutig zu wenig seien.49 Der vorgeschlagene Preis lag 15% über dem zuletzt notierten Xetra-Kurs. Nachdem am 14.3 auch der Aufsichtsrat sich gegen die Übernahme aussprach, verdeutlichte Hubertus Erlen, Vorsitzender des Vorstands der Schering AG, dass das Unternehmen unabhängig bleiben will und dass Schering „keinerlei Verstärkung nötig“ hat.50

Mittels dieser Maßnahme hat der Vorstand versucht, den Aktionären glaubhafte Argumente darzulegen um deren Loyalität zu steigern und um diese vor einem vorzeitigen Verkauf abzuhalten. Es scheint, dass viele Unternehmen mit dieser Strategie beginnen, um Zeit für weitere Maßnahmen zu gewinnen und um die eigenen Aktionäre zum Nachdenken zu bringen.51

Zusammenfassung der Kapitel

1. Einleitung: Beschreibt die zunehmende Relevanz feindlicher Übernahmen in Deutschland und legt die Zielsetzung sowie den Aufbau der Analyse fest.

2. Begriffliche und theoretische Grundlagen: Erläutert die Definitionen feindlicher Übernahmen, den geschichtlichen Hintergrund sowie die Einteilung in präventive und reaktive Maßnahmen.

3. Abwehrstrategien in der Praxis und ihre Wirksamkeit: Analysiert anhand konkreter Fallstudien die praktische Anwendung und Effektivität verschiedener Verteidigungsstrategien.

4. Fazit: Fasst zusammen, dass es keine universelle Verteidigungsstrategie gibt und eine gute Unternehmensführung der effektivste Schutz gegen Übernahmen ist.

Schlüsselwörter

Feindliche Übernahme, Abwehrstrategien, WpÜG, Präventivmaßnahmen, reaktive Maßnahmen, Aktienrückkauf, Weißer Ritter, Giftpille, Aktionärsinteressen, Unternehmenskultur, Unterbewertung, Mergers & Acquisitions, Unternehmensführung, Stakeholder, Deutschland-AG.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit analysiert, wie deutsche Unternehmen sich gegen feindliche Übernahmen zur Wehr setzen können und welche Verteidigungsinstrumente in der Praxis wirksam sind.

Was sind die zentralen Themenfelder?

Die zentralen Felder sind die rechtlichen Rahmenbedingungen nach dem WpÜG, die Kategorisierung von Abwehrmaßnahmen in präventive und reaktive Ansätze sowie deren praktische Anwendung in konkreten Übernahmefällen.

Was ist das primäre Ziel der Untersuchung?

Ziel ist es, strategisch sinnvolle Mittel für eine Verteidigung aufzuzeigen und die Wirksamkeit dieser Instrumente im Kontext des deutschen Marktes zu bewerten.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Die Arbeit nutzt eine theoretische Aufarbeitung der Thematik, kombiniert mit einer praxisorientierten Fallstudienanalyse von drei ausgewählten Unternehmensübernahmen.

Was wird im Hauptteil behandelt?

Der Hauptteil gliedert sich in eine theoretische Darstellung der Abwehrmaßnahmen und eine detaillierte chronologische Analyse der Praxisbeispiele Schering/Merck, Sanofi/Aventis und BASF/Engelhard.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Zentrale Begriffe sind feindliche Übernahme, Abwehrstrategien, WpÜG, Weißer Ritter, Aktienrückkauf sowie Unternehmensführung und Aktionärsinteressen.

Warum war der "Weiße Ritter" im Fall Schering entscheidend?

Er wurde gewählt, da Schering die Selbstständigkeit nicht mehr aufrechterhalten konnte, eine Übernahme durch Merck aber strikt ablehnte; der Bayer-Konzern bot hier eine strategisch passendere Alternative.

Warum sind viele amerikanische Verteidigungsinstrumente in Deutschland schwierig umzusetzen?

Viele Instrumente, wie beispielsweise bestimmte Arten von "Giftpillen", sind aufgrund des deutschen Wertpapierübernahmegesetzes (WpÜG) und des strengen Aktiengesetzes stark eingeschränkt oder rechtlich untersagt.

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Details

Title
Mergers & Acquisitions. Abwehrstrategien gegen feindliche Unternehmensübernahmen und deren Wirksamkeit in der Praxis
College
University of Cooperative Education Mannheim
Grade
1,7
Author
Tamara Kun (Author)
Publication Year
2006
Pages
57
Catalog Number
V67274
ISBN (eBook)
9783638603232
ISBN (Book)
9783638736657
Language
German
Tags
Abwehrstrategien Unternehmensübernahmen Wirksamkeit Praxis
Product Safety
GRIN Publishing GmbH
Quote paper
Tamara Kun (Author), 2006, Mergers & Acquisitions. Abwehrstrategien gegen feindliche Unternehmensübernahmen und deren Wirksamkeit in der Praxis, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/67274
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