„Aus der Vergangenheit kann jeder lernen. Heute kommt es darauf an, aus der Zukunft zu lernen.“ (Herman Kahn)
Heutzutage begegnen uns Schreckgespenste wie „Globalisierung“, „Demografischer Wandel“ und „Ressurcenknappheit“ praktisch jeden Tag. Die Medien sind voll von Angstszenarien, was unsere Zukunft betrifft. Schwarzmaler und pessimistische Realisten haben Hochkonjunktur.
Tatsächlich befindet sich unsere Welt in einer Zeit, in der es, anders als in der Vergangenheit, von immenser Bedeutung ist, sich immer schneller weiter zu entwickeln, mit der Masse Schritt zu halten und dabei, vielleicht aus Zeitmangel, nur noch den eigenen Vorteil, oder eigentlich die Angst vor dem eigenen Nachteil, vor Augen zu haben. Das Wohl der Gemeinschaft leidet darunter. In den kurzen Augenblicken, in denen wir Zeit zum Durchatmen und Umsehen haben bemerken wir: Wir steuern auf eine ungewisse Zukunft zu, wir wissen nicht was kommt. Dabei haben wir ein schlechtes Gefühl.
Die Angst vor der Zukunft, wie auch vor allem anderen Ungewissen, lässt sich nur bekämpfen, in dem man versucht, sich mit dem Unbekannten vertraut zu machen. Was bekannt ist, ist berechenbar und dadurch nicht mehr beängstigend.
Wenn wir versuchen, uns alle möglichen Varianten, in denen die Zukunft in Erscheinung treten könnte, vertraut zu machen, können wir uns auf sie einstellen. Wir erkennen, dass nicht die Zukunft uns dominiert, sondern dass wir durch unser Handeln das Aussehen der Zukunft bestimmen.
Inhaltsverzeichnis
- Einleitung
- Zukunftsorientierung in der politischen Didaktik
- Prinzip der Zukunftsorientierung
- Funktionen des Prinzips
- Ziele und Inhalte
- Klassische Methoden
- Zukunftswerkstatt
- Szenariotechnik
- Prinzip der Zukunftsorientierung
- Unterrichtsplanung zum Lerngebiet 12.2
- Lernziel und Lerninhalt
- Grundintention und Themenfindung
- Sachanalyse
- Institutionelle Voraussetzungen
- Adressatenanalyse
- Lernvoraussetzungen
- Didaktisch - methodische Begründung zum Verlauf
- Unterrichtsverlaufsplanung
- Fazit
Zielsetzung und Themenschwerpunkte
Die Hausarbeit befasst sich mit dem Prinzip der Zukunftsorientierung im Sozialkundeunterricht an beruflichen Schulen. Sie zeigt am Beispiel des Themas Nachhaltigkeit, wie Zukunftsorientierung in der Praxis umgesetzt werden kann.
- Das Konzept der Zukunftsorientierung in der politischen Didaktik
- Funktionen und Ziele des Prinzips der Zukunftsorientierung
- Klassische Methoden zur Zukunftsorientierung im Unterricht
- Planung und Durchführung eines Unterrichtsbeispiels zum Thema Nachhaltigkeit
- Zusammenhang zwischen Zukunftsorientierung und dem Sozialkundeunterricht
Zusammenfassung der Kapitel
- Einleitung: Die Einleitung beleuchtet die aktuelle Bedeutung von Zukunftsorientierung im Kontext der Herausforderungen wie Globalisierung, Demografischer Wandel und Ressourcenknappheit. Sie stellt die These auf, dass die Angst vor der Zukunft nur durch Auseinandersetzung mit den möglichen Zukunftsvarianten zu überwinden ist.
- Zukunftsorientierung in der politischen Didaktik: Dieses Kapitel erläutert den didaktischen Ansatz der Zukunftsorientierung, der die Frage nach der Zukunftsfähigkeit der Menschheit und des Planeten Erde in den Mittelpunkt stellt. Der Autor diskutiert die Notwendigkeit einer räumlichen und zeitlichen Perspektivenerweiterung in der politischen Bildung, um die Herausforderungen der Gegenwart und Zukunft zu bewältigen.
- Prinzip der Zukunftsorientierung: Hier werden die Funktionen und Ziele des Prinzips der Zukunftsorientierung im Detail dargestellt. Der Fokus liegt auf der Selektion und Legitimation von unterrichtsrelevanten Zielen, Inhalten und Methoden.
- Klassische Methoden: Dieses Kapitel befasst sich mit klassischen Methoden der Zukunftsorientierung im Unterricht, wie z.B. der Zukunftswerkstatt und der Szenariotechnik.
- Unterrichtsplanung zum Lerngebiet 12.2: Im Fokus dieses Kapitels steht die konkrete Unterrichtsplanung zu einem Lerngebiet mit Bezug zur Zukunftsorientierung. Der Autor analysiert die Sach-, Adressaten- und Lernvoraussetzungen sowie den didaktisch-methodischen Verlauf der Unterrichtsplanung.
Schlüsselwörter
Die Arbeit beschäftigt sich mit dem Prinzip der Zukunftsorientierung in der politischen Didaktik und dessen Umsetzung im Sozialkundeunterricht an beruflichen Schulen. Zentrale Begriffe sind Zukunftsfähigkeit, Nachhaltigkeit, Globalisierung, Demografischer Wandel, Ressourcenknappheit, politische Bildung, Didaktik, Methoden, Unterrichtsplanung und Szenariotechnik.
Häufig gestellte Fragen
Was bedeutet Zukunftsorientierung in der politischen Didaktik?
Es ist ein didaktischer Ansatz, der die Zukunftsfähigkeit der Menschheit thematisiert und Schülern hilft, durch die Auseinandersetzung mit Unbekanntem die Angst vor der Zukunft zu verlieren und Handlungsoptionen zu entwickeln.
Welche Methoden eignen sich für zukunftsorientierten Unterricht?
Klassische Methoden sind die Zukunftswerkstatt, in der Wünsche und Utopien erarbeitet werden, sowie die Szenariotechnik zur Analyse möglicher zukünftiger Entwicklungen.
Warum ist das Thema Nachhaltigkeit ein ideales Beispiel für diesen Ansatz?
Nachhaltigkeit verbindet ökologische, ökonomische und soziale Fragen der Zukunft und zeigt direkt auf, wie heutiges Handeln die Welt von morgen beeinflusst.
Wie kann die Schule Schülern die Angst vor der Globalisierung nehmen?
Indem sie die Mechanismen der Globalisierung verständlich macht, sie berechenbar macht und den Schülern zeigt, dass sie die Zukunft durch ihr eigenes Handeln mitgestalten können.
Was ist das Ziel des Lerngebiets 12.2 an beruflichen Schulen?
Das Ziel ist die Vermittlung politischer Bildung mit Fokus auf aktuelle Herausforderungen wie den demografischen Wandel und Ressourcenknappheit im Kontext der Zukunftsorientierung.
Welche Rolle spielt die Adressatenanalyse bei der Unterrichtsplanung?
Sie stellt sicher, dass die komplexen Zukunftsthemen an die spezifischen Lebenswelten und Lernvoraussetzungen von Berufsschülern angepasst werden.
- Arbeit zitieren
- Volker Lankes (Autor:in), 2006, Zukunftsorientierung im Sozialkundeunterricht an beruflichen Schulen. Eine Unterrichtseinheit zum Thema 'Nachhaltigkeit', München, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/67328